Hotels und Gaststätten:

(Verfasser: Hella Tegeler)

Quellen:
Reiseführer: Der Osten des Riesengebirges, hrg. vom Verkehrsverband des Ostens des
  Riesengebirges.
- Schlesischer Gebirgsbote

In Schömberg gab es früher zwei Hotels: 
1. Hotel "Zum goldenen Löwen"
2. Hotel Kaiserhof

Den Urlaubsgästen standen daneben mehrere Gaststätten zur Verfügung.

Hotel "Zum goldenen Löwen" und Konditorei Schubert

Markt Nr. 14

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Das Hotel "Zum goldenen Löwen" hat in der Zeit von 1900 - 1927 mehrere Besitzerwechsel erfahren. Im Jahre 1927 kam der in Breslau geborene Konditormeister Fritz Schubert mit seiner Familie nach Schömberg und erwarb das Hotel. Zuvor war er bereits in mehreren schlesischen Städten als Konditormeister tätig gewesen, so in Groß Wierau, Oppeln, Parchwitz und Alt-Jauer. Im Laufe der folgenden Jahre entwickelte sich das Haus zu einem gern besuchten Lokal, welches an den Wochenenden immer ein reichhaltiges Programm für Wochenendausflügler bot. Als Erfinder der "Zwölf-Apostel-Bombe" legte Fritz Schubert einen Grundstein dafür, dass nach der käuflichen Betriebsübernahme durch seinen Sohn Franz dieser Artikel zu einer weit über Schlesiens Grenzen hinaus bekannten Spezialität wurde.

Franz Schubert wurde am 12. August 1914 in der Piastenstadt Oppeln geboren. Wie sein Vater erlernte auch er das Konditoreihandwerk und sammelte nach seiner Gesellenprüfung zunächst einmal in verschiedenen Betrieben in anderen Städten Erfahrungen. Nach seiner Meisterprüfung trat er in die in ganz Schlesien bekannte Konditorei des Konsuls Huthmacher in Breslau ein, um danach den elterlichen Betrieb in Schömberg zu übernehmen.

Die von seinem Vater entwickelte Schömberger "Zwölf-Apostel-Bombe" wurde durch erhebliche Qualitätsverbesserungen zu einem Versandartikel, der in kurzer Zeit genau so bekannt wurde, wie die "Schömberger Würstel". Darüber hinaus war die Konditorei Schubert  auch durch die verschiedenen Eissorten bekannt. Eiskreationen wie "Eis im Schatten" und "Havanna" sowie noch weitere, insbesondere "Früchte-Eiscremes", entstanden in dieser Konditorei.

Vater Fritz Schubert kam 1946 nach Altena und baute sich auch hier wieder eine eigene Konditorei auf. Er verstarb am 23. Januar 1970 in Lüdenscheid.

Sein Sohn Franz kam nach Hannover. Im Jahre 1949 begann er in einem 120 qm großen Raum wieder mit der Produktion von Süßwaren. 1952 pachtete er in Hannover-Ahlem ein Grundstück, das er später käuflich erwarb. Dort errichtete er auf dem 14.000 qm großen Gelände die Pralinen- und Marzipanfabrik Franz Schubert. Neben der "Zwölf-Apostel-Bombe" wurden hier die "Franz-Schubert-Pralinen" in großem Umfang hergestellt. Seine Produkte waren nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland sehr beliebt.

Am 27. August 1973 wurde sein Lebenswerk durch Brandstiftung nahezu vollständig vernichtet. Trotz dieses Rückschlages entschied sich Franz Schubert für den Neuaufbau des Werkes, das am 1. Mai 1974 seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Eine neue Produktionsstätte für Marzipanerzeugnisse und Pralinen war entstanden.

Im Jahre 1982 wurde die Pralinen- und Marzipanfabrik Franz Schubert von Stollwerk übernommen. Franz Schubert starb am 9. Oktober 1996 in Hannover.

Markt Nr. 14 - Hotel "Zum goldenen Löwen"

Rechts: Hotel "Zum goldenen Löwen"

Hotel "Zum goldenen Löwen" - Billardzimmer

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Hotel "Kaiserhof"

Liebauer Straße 22

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Besitzer dieses Hotel war zunächst Arthur Wanke, später August Kleinwächter.

Liebauer Str. 22 - Gasthof "Zum deutschen Kaiser",

 später Hotel "Kaiserhof"
(Besitzer: Arthur Wanke, später August Kleinwächter)

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Markt Nr. 5 - (4. Haus von rechts) - Gasthof "Zum Schwarzen Roß"

(Besitzer: Wilhelm Kleinert, später Herbert Prause)

Markt Nr. 9 - (1. Haus von rechts) - Fleischerei und Gasthof "Stadt Berlin"

(Besitzer: Louise Jungnitsch, danach P. Pauer,

 anchließend Josef Niepel)

Gasthof "zum Stern"

Landeshuter Straße 20

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Auch in diesem Gasthof standen den Gästen Fremdenzimmer zur Verfügung. 
Besitzer des Gasthofes war Aloys Wiener.

Rechts: Gasthof " zum Stern" (Besitzer: Aloys Wiener)

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Links: Gasthof "Zum Stern" (Besitzer: Aloys Wiener)

Aloys Wiener, Wirt des Gasthofes "Zum Stern"

Gasthof "Zur Stadtbrauerei"

Liebauer Straße 1

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Besitzer dieser Gaststätte war Franz Tichatzki. Bevor er nach Schömberg kam, war er Bahnhofsvorsteher von Brockau.

Gaststätte "Schützenhaus"

Schießhausstraße 12

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Inhaber dieser Gaststätte waren Gustav Niewerth und seine Ehefrau Bertha, geb. Geisler aus Landeshut.

Um 1650 wurde das am Stadtrand gelegene Schützenhaus im Fachwerkstil errichtet worden. Es stand unter Denkmalschutz und war zunächst die Heimstätte der früheren Bürgerwehr aus deren Tradition dann die Schützengilden gegründet wurden. Alljährlich zu Pfingsten stand das Schützenhaus im Mittelpunkt der festlichen Veranstaltungen der Schutzengilde, die hier ihr Schützenfest mit der anschließenden Königsproklamation abhielt.
Heute ist dieses Gebäude nicht mehr vorhanden.

Die Gaststätte "Schützenhaus"

Der Eingang zur Gaststätte

Gasthof "Zur Försterbaude"

Siebenbürgen 272, später Buttermilchsteg 5

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Besitzer dieses Gasthauses war der Förster Adolf Knetsch. Nach seinem Tod führte seine Witwe Auguste das Gasthaus weiter.

Laut Adressbuch des Jahres 1925 lautete der Straßenname: Siebenbürgen. Zwischen 1925 und 1938 wurde die Straße in Buttermilchweg umbenannt.

Gasthof "Zur Försterbaude"

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Landheim der Viktoria-Schule in Breslau: