Bahnhof - General-Fouqué-Straße:

(Verfasser: Hella Tegeler)

Quellen:

  • Chronik der Stadt Landeshut, Druck und Verlag von Armin Werner`s Buchdruckerei Landeshut
  • Schlesischer Gebirgsbote


Der Bahnhof:

Die Grundsteinlegung des Bahnhofsgebäudes erfolgte am 30. Juni 1868. Damals gehörte der Bauplatz noch zum Ortsteil Leppersdorf. Am 6. August 1869 traf der erste Zug am Bahnhof ein.

Am 6. August 1869 traf der erste Zug in Landeshut ein.
Darüber wurde
in der Presse berichtet.


Bericht aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",

Heft Nr. 93/1869.

Der Bahnhof

Der Bahnhof

Schnaufend verlässt ein Zug den Landeshuter Bahnhof

Im Jahre 1925 wurde die Landeshuter Industriebahn in Betrieb genommen. Sie verkehrte zwischen dem Bahnhof Landeshut zur Firma Rinkel und führte über die Bahnhofstraße zu den Betrieben der Firma Kramsta, Methner & Frahne AG in Oberleppersdorf.

Bahnhofstraße:

Bahnhofstr. 1 - rechts: Gaststätte "Das Boberschlößchen" 

(Inh. Ernst Heinze).

Das weiße Haus hinter dem Boberschlößchen ist das 
Haus Nr. 2 - (Kaufmann Gustav Scholz).

Die frühere Gaststätte "Boberschlößchen" heute

Bahnhofstr. 30 - An der Boberbrücke
Auf der linken Seite befindet sich die Papierhandlung
 der Geschwister Gäbler

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Starke Regenfälle hatten am 14. Juli 1907 die Landeshuter Straßen überflutet, wie die beiden folgenden Bilder der Bahnhofstraße deutlich zeigen.

Bahnhofstr. 2 - Kaufmann Gustav Scholz

Rechts: Bahnhofstr. 2 - Kaufmann Gustav Scholz

Im Juli 1907 traten die örtlichen Textilarbeiter zum größten Teil in den Ausstand. Dieses Bild zeigt die Streikenden bei dem Gang durch die Bahnhofstraße.

Bahnhofstr. 6 - Bäckerei Gerber um 1900

Bahnhofstr. 6 - Die frühere Bäckerei Gerber im Jahre 1997

Bahhnhofstr. 7 - Emil Anft - Töpfer und Ofensetzer

Das Geschäft wurde im Jahre 1879 gegründet.

Links: Bahnhofstr. 12 - Platz vor der Werkstatt des Schmiedemeisters Erich Franz, deutlich erkennbar an den dort zur Reparatur stehenden Landmaschinen; rechts: Hotel Kaiserhof, dahinter das Postamt.

Bahnhofstr. 16 - Gasthof "Zur Eisenbahn" (Aufnahme: um 1911),
später Hotel "Kaiserhof" (vor dem Umbau).

Bahnhofstr. 16 - Hotel "Kaiserhof"

Im Hintergrund das Hotel "Kaiserhof" (Aufnahme: vor 1925).
Es handelt sich um eine sehr alte Aufnahme der Bahnhofstraße, da das neue Postgebäude auf der linken Seite vor dem Hotel 
noch nicht vorhanden ist.

Bahnhofstr. 17 - Das Postamt
Der Neubau des Postamtes entstand um 1930. Vorher befand sich das Postgebäude an der Wallstraße.

Blick vom Hotel "Kaiserhof" in die Bahnhofstraße:

rechts das Postgebäude, links Haus Nr. 11 (Prokurist Matzker)
 und dahinter Haus Nr. 10 (Dr. Max Hamburger, 
später Dr. Herbert Rother)

An der Boberbrücke:

An der Boberbrücke

An der Boberbrücke, im Hintergrund die Prollbrücke

Die Prollbrücke (Aufnahme: 2009)

An der Boberbrücke 6 - Haus des Kohlenhändlers und Fuhrunternehmers Alfred Hübner (Aufnahme: 1937).

Der Fuhrbetrieb bestand bereits seit 1911 und wurde von Alfred Hübners Großvater Ferdinand Hübner an der Schießhausstraße, später Lüderitzstraße, gegründet. Im Jahre 1937 wurde ein neues Haus an der Boberbrücke Nr. 6 errichtet.

Alfred Hübner mit seinem Pferdegespann auf dem Grundstück - 
An der Boberbrücke Nr. 6.

An der Friedrichstraße:

Das Haus Nr. 2 an der Friedrichstraße ließ König Friedrich der Große errichten. Die Inschrift ist noch über dem Hauseingang zu erkennen. Es ist eines von sieben Häusern, die der König im Jahre 1780 in Landeshut auf seine Kosten bauen ließ. Seit 1906 gehörte dieses Haus der Familie Ullrich. Der Feilenhauermeister Friedrich Ullrich betrieb hier eine mechanische Feilenhauerei und Schleiferei. Auf dem Foto sind folgende Personen abgebildet: Wilhelm Ullrich (Sohn des Friedrich Ullrich) mit seiner Mutter und zwei seiner Schwestern. An seiner Hand hält Herr Ullrich seinen Sohn. Das größere der beiden Mädchen ist die Tochter von Germania Pohl, der genau gegenüber sein Kino "Kammer-Lichtspiele" hatte.

An der Friedrichstr. 2 - Familie Friedrich Ullrich

Die Inschrift über dem Türbogen weist darauf hin, dass dieses Haus von König Friedrich d. Großen errichtet worden ist.

An der Friedrichstr. 2 - Ehemaliges Haus der Familie Ullrich (Aufnahme: 1974)

Beuchelstraße / Ecke Frahnestraße:

Beuchelstr. 27 - Kolonialwarengeschäft Josef Jüschke,
Bäckerei
Heinrich Taube (von links).

Beuchelplatz:

Beuchelplatz Nr. 1:
Im Jahre 1917 stiftete Stadtrat Max Hamburger der Stadt Landeshut 60.000 Mark zum Bau eines Hauses für die Mütterberatungsstelle und das Säuglings- und Kinderheim. Das Haus wurde nach Ende des Krieges am Beuchelplatz errichtet und trägt den Namen der Ehefrau des Stifters, das "Else-Hamburger-Haus". Zwei weitere Spender kamen im Jahr 1917 hinzu: Dr. Max Hamburger spendete 10.000 Mark und Hermann Hamburger, der Vater des Stadtrates Max Hamburger, stiftete 5.000 Mark.

Später war in diesem Gebäude die sog. NS-Volkswohlfahrt und die Gauleitung untergebracht. Heute ist es wieder ein Kinderheim.

Das Säuglings- und Kinderheim vor dem Krieg.

Das Kinderheim (Aufnahme: 2016)

Der Eingang des Kinderheimes (Aufnahme: 2016)

Das Schild: Säuglings- u. Kinderheim der NS-Wohlfahrt befindet sich auch heute noch am Haus (Aufnahme: 2016).

Beuchelplatz Nr. 2 und 3 - Städtische Wohnhäuser

                         Bismarckstraße:

Bismarckstr. 1/2 - Die Webschule

Sie wurde am 01.10.1929 gegründet. Die Stadt Landeshut stellte
 das Grundstück in Erbpacht zur Verfügung.

Bismarckstr. 1/2 - Die Webschule

Bismarckstr. 3 - Das Evangelische Vereinshaus (Herberge zur Heimat)

Das frühere Vereinshaus heute

Bismarckstr. 4/5 - Geschäftshaus der Firma Brodkorb & Drescher

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Bismarckstr. 8/10 - Schuhfabrik Rosenstein und Prerauer,

das große rote Gebäude Bildmitte rechts.

Die frühere Schuhfabrik Rosenstein und Prerauer heute.

Bleichstraße:

Mehrfamilienhäuser in der Bleichstraße (Aufnahme: 2008)

Mehrfamilienhäuser in der Bleichstraße (Aufnahme: 2008)

Bleichstr. 6 - Familienhaus der Schles. Textilwerke 

Methner & Frahne AG

(In diesem Haus wohnten Paul und Klara Rinke - Aufnahme: 2000).

Bleichstr. 6 - Familienhaus der Schles. Textilwerke

 Methner & Frahne AG

(In diesem Haus wohnten Paul und Klara Rinke - Aufnahme: 2000).

Brauhausstraße  (vormals: Stockhausstraße):

Diese Straße wurde zwischen den Jahren 1911 und 1925 umbenannt.
In dieser Straße befanden sich das Kreisgefängnis und das städtische Polizeigefängnis.
Im Jahre 1855 wurde hier der berüchtigte Räuberhauptmann Kahl untergebracht.

Anzeigen aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",

Hefte Nrn. 36 und 37/1855.

Die Stockhausstraße (später Brauhausstraße) um 1910

Brauplatz:

Brauplatz 8 - Gaststätte "Die Stadtbrauerei" um 1900.

(Inhaber: Andreas Sommer, später Emma Grimmig,
 danach Wilhelm Franzke).

Die frühere Gaststätte "Die Stadtbrauerei" heute.

Breitenau:

Blick auf Breitenau

Blick vom Sternbusch auf Breitenau

Brückenbau für die Ziedertalbahnbrücke in der Breitenau (1899)

Die Ziedertalbahnbrücke nach der Fertigstellung

Breitenau 19 - Bäckerei und Warenhandlung Friebe

Breitenau 19 - Bäckerei und Kaffee Adolf Schwarzer 
(Nachfolger von A. Friebe)

Feldweg:

Feldweg 5 - Gaststätte "Zur Fürstenallee"

(Besitzer: Valentin Kurstein, später Oswald Jäger)

Gaststätte "Zur Fürstenallee" - Gartenanlage

Flügelstraße: