Stadtrundgang:

(Verfasser: Hella Tegeler)

Der Bahnhof:

Mit der Eröffnung der Bahnstrecke Ruhbank - Liebau im Jahre 1869 erhielt die Stadt Anschluss an das Eisenbahnnetz. Die Strecke wurde 1875 durch die Süd-Norddeutsche Verbindungsbahn grenzüberschreitend nach Josefstadt in Böhmen verlängert. Im Jahre 2004 wurde die Bahnstrecke stillgelegt. Das repräsentative klassizistische Bahnhofsgebäude verfiel leider immer mehr.

Diese Karte stellte Herr Hubert Jahn zur Verfügung.

Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",

Heft Nr. 104/1871.

Der Bahnhof

Der Bahnhof

Der Bahnhof

Der Bahnhof im Jahre 2013
(Bild von Herrn Friedrich Klose, zur Verfügung gestellt von 
Frau Ursula Paul aus Puchheim)

Baderstraße:

Das folgende Bild zeigt links das Haus des Fleischermeisters Heinrich Weinhold
(Aufnahme: 1975).

Braugasse:

Die Braugasse mit der katholischen Pfarrkirche im Hintergrund.

Buchwalder Straße:

Die Straße von Liebau in Richtung Buchwald bzw. Schmiedeberg ist auf dem folgenden Bild vor dem Ersten Weltkrieg nur teilweise befestigt. Bäume und weiß angestrichene Steine bilden die Markierung der Straße. Links an dieser Straße in Richtung Buchwald lag die Feldmühle, eine Papiermühle. Sie ist auf diesem Foto nicht abgebildet. Hinter der Kirche ist der Heilige Berg zu sehen.

(Das Bild wurde von Herrn Dr. Andreas Reuschel zur Verfügung gestellt).

Die ehemalige Knappewiese:

Das folgende Bild zeigt die ehemalige Knappewiese. Im Bild rechts der Rathausturm, daneben der Turm der katholischen Pfarrkirche.
Auf "Knapperts Wiese" fand alljährlich am Himmelfahrtstag der Heiratsmarkt statt. Es herrschte jedesmal ein buntes Treiben. Hatten sich auf dem Liebauer Heiratsmarkt ein Bursche und ein Mädchen gefunden und meinten, ohne den anderen nicht mehr leben zu können, so dass sie bald heirateten, erhielten sie von der Stadt Liebau ein Hochzeitsgeschenk.

(Foto von Frau Gertrud Thiel, geb. Girke, zur Verfügung gestellt von Herrn Peter Fütterer).

Landeshuter Straße:

Die Landeshuter Straße

Die Landeshuter Straße, rechts: Nr. 3 - 5 Kaufhaus Walter;
links Nr. 2 Bäckerei und Konditorei Hannig
(Bild von Herrn Roman Grochalski, Jelcz-Laskowice /Jeltsch-Laskowitz)

Landeshuter Str. 13 -Max Elsner, Lichtspielhaus (Aufnahme: 1975)

Landeshuter Str. 19 -1. Haus links: Gasthof "Zum Kronprinz", nach 1918 erfolgte die Umbenennung in Gasthof "Zum Rübezahl".
 (Besitzer: Wilhelm Franke, danach Franz Gramer, zuletzt Klara Krause).
(Karte von Herrn Roman Grochalski aus 
Jelcz-Laskowice / Jeltsch-Laskowitz)

Landeshuter Str. 17 - die frühere Bäckerei Alfred Hampel

Landeshuter Str. 23 - Hugo Bergmann, Autohandlung

Blick auf die Landeshuter Straße

Die Landeshuter Straße im Winter

Neue Bahnhofstraße:

Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",
Heft Nr. 42/1836.

Das alte Postgebäude

Neue Bahnhofstr. 10 - Das neue Postgebäude

Beamte und Angestellte des Postamtes Liebau

Das frühere Postamt heute

Neue Bahnhofstr. 25 - Amtsgericht
Dieses Gebäude wurde 1898/1899 errichtet und 
am 1. Oktober 1899 bezogen

Neue Bahnhofstr. 25 - Amtsgericht

Neue Bahnhofstraße mit Amtsgericht

(Karte von Herrn Roman Grochalski aus
 Jelcz-Laskowice / Jeltsch-Laskowitz)

Schmiedeberger Straße:

Schmiedeberger Str. - Familienhäuser (Aufnahme: 1975)

Schmiedeberger Str. Nr. 8 - Bäckerei Friese

Schmiedeberger Str. Nr. 9 - Brauerei:

In Liebau gab es früher eine Brauerei. Nach dem Einwohnerverzeichnis von 1895 handelte es sich um die Brauerei Alois Stelzer, die auch im Adressbuch des Jahres 1911 noch verzeichnet ist. Im Adressbuch des Jahres 1925 gehörte die Brauerei Robert Scholz. Wie lange sie noch in Betrieb war, ließ sich nicht mehr feststellen, da sie im Adressbuch des Jahres 1938 nicht mehr aufgeführt ist. 
Laut Adressbuch des Jahres 1925 war zu diesem Zeitpunkt Heinrich Engler als Kutscher für die Brauerei tätig.

Schmiedeberger Str. Nr. 9  - Stadtbrauerei (2. Haus von links) 
(Bild von Herrn Roman Grochalski, Jelcz-Laskowice (Jeltsch-Laskowitz)


Bierkutscher Heinrich Engler
(Bild von Herrn Erich Engler)

Schwarzbachgasse:

Die beiden folgenden Bilder vermitteln einen Eindruck von der kleinen und verträumten Schwarzbachgasse.
Sie wurden von Herrn Roman Grochalski aus Jelcz-Laskowice / Jeltsch-Laskowitz zur Verfügung gestellt.

Stockstraße:

                         Stockstr. Nr. 2 - Gasthof "Zum schwarzen Adler"
                         (Besitzer: 1862 - August Kiefer; 1911 - Wilhelm Schiller;
                         1925 - Albert Gellrich; 1938 - Helene Edler.)

Stockstr. Nr. 9 - Stellmacherei Fendrich

Stockstr. Nr. 9 - Stellmacherei des Franz Fendrich
Das Haus wurde im Jahr 1913 errichtet.

Das frühere Wohnhaus der Familie Fendrich (Aufnahme: 1992)

(Bild von Frau Regina Gosch, geb. Fendrich)

Die früheren Wirtschaftsgebäude mit Wohnung, Garage und Holzlager (Aufnahme: 1992)

(Bild von Frau Regina Gosch, geb. Fendrich)

Trautenauer Straße:

Die Trautenauer Straße

Die Trautenauer Straße
(Karte von Herrn Roman Grochalski aus
 Jelcz-Laskowice / Jeltsch-Laskowitz)

Die Trautenauer Straße

Die Trautenauer Straße

Trautenauer Str. 12 - Evangelische Kirche und das Pfarrhaus

Trautenauer Str. 13 - Gasthof "Zum goldenen Löwen"

(Besitzer Robert Guhle, später Fritz Guhle)

Trautenauer Str. Nr. 19 - Kaufmann Wilhelm Blau, später Gerhard Blau.
Im Winter wurden die Kunden auch mit Kohlen versorgt. 

Die Familie Blau hatte dieses Haus im Jahre 1889 von Anton Jochmann käuflich erworben.

Geschichte des Hauses Trautenauer Str. 44


Quelle:
Daten und Bilder wurden von Frau Ursula Paul, geb. Krusche aus Puchheim (Tochter von Fritz Krusche) zur Verfügung gestellt.

Trautenauer Straße 44

Die schmiedeeisernen Initialen F. H. an der Haustür (Franz Hübner)

Trautenauer Str. 44 (Aufnahme: 2016)

Trautenauer Str. 44 - Rückseite (Aufnahme: 2016)

Dieses Haus wurde ca. 1909 von Franz Hübner (1854 - 1923) aus Liebau errichtet. Die schmiedeeisernen Initialen F. H. an der Haustür sind auch heute noch zu erkennen. In dem Haus befanden sich vier Mietwohnungen und ein Ladengeschäft. Bis ca. 1925 betrieb in diesen Geschäftsräumen Johann Rebhan eine Konditorei. Er übernahm dann das Hotel "Kyffhäuser" am Markt mit angeschlossener Konditorei. In die leer stehenden Geschäftsräume zog wohl anschließend der Fotograf Hermann Kleye ein, der bisher im Nachbarhaus, Trautenauer Str. 43, sein Fotogeschäft geführt hatte.

Vor der Konditorei Johann Rebhan, Trautenauer Str. 44

Firmenwerbung

Nach Franz Hübners Tod im Jahre 1923 ging das Haus in das Eigentum der Hübner`schen Erben. Seine Schwester Anna Catharina war mit dem Polizeisergeant Joseph Weist aus Buchwald verheiratet.

Nachstehendes Foto zeigt Anna Catharina Weist, geb. Hübner (1849 - 1921) und Joseph Heinrich Weist (1844 - 1890)

Aus dieser Ehe stammt Hedwig Weist, die den Bäckermeister Karl Krusche im Jahre 1898 heiratete - s. Foto - der in Schönfeld, Kreis Strehlen geboren wurde. 

Vier Kinder wurden während der Ehe geboren. Alfred, Fritz, Helene und Elisabeth. Die Familie Krusche lebte seit dem Jahre 1900 in Jannowitz. Die vier Kinder der Eheleute Krusche erbten das Haus Trautenauer Str. 44. Fritz wurde, wie sein Vater Karl Krusche, Bäcker- und Konditormeister. Dieser hatte im Jahre 1928 in Jannowitz die Bäckerei des Bäckermeisters Emil Wecker erworben, die dieser aus gesundheitlichen Gründen verkaufen musste. Gemeinsam mit seinem Vater vergrößerte Fritz den Betrieb zu einer Bäckerei mit angeschlossenem Café.

Konditorei und Café Krusche in Jannowitz

Konditorei und Café Krusche in Jannowitz

Auf diesem Foto ist das Ehepaar Karl und Hedwig Krusche, geb. Weist, mit den Töchtern Elisabeth und Helene vor der Bäckerei und Konditorei in Jannowitz abgebildet.

Der älteste Sohn Alfred erlernte das Malerhandwerk in Hirschberg und betrieb später in dem Haus Trautenauer Str. 44 einen Malerbetrieb, den er bis zur Vertreibung führte. Verheiratet war er mit Hedwig, geb. Böhm aus Liebau.
Kurz vor seinem 100. Geburtstag verstarb Alfred Krusche am 10.02.1998 in Delmenhorst.

Die Krusche-Geschwister -  von links nach rechts: Helene, Alfred, Elisabeth und Fritz

Alfred Krusche (04.09.1898 - 10.02.1998)

Auf dem folgenden Foto ist das Nachbarhaus Nr. 46 abgebildet - Familie Werner.
Das Foto wurde von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim zur Verfügung gestellt - Aufnahme: September 2019

Wasserstraße:

Blick auf die Wasserstraße und die Siedlungshäuser.

Wasserstr. Nr. 17 - Bäckerei Oskar Gläser

Weg an der Schwarzbach

Weg an der Schwarzbach

Handweberhaus an der Wasserstraße

Webergasse:

Das folgende Bild vermittelt einen Eindruck von der Webergasse im Jahre 1975.

Wihardstraße:

Wihardstr. Nr. 6

Wihardstr. Nr. 9 - Gaststätte "Zur Eisenbahn"

(Besitzer: Paul Heinzel)

Die Hochquellwasserleitung:

Bis zum Jahre 1910 gab es in Liebau noch keine öffentliche Wasserversorgung. Die Einwohner holten sich das benötigte tägliche Wasser an öffentlichen Stellen u. a. am Marktplatz ab.
1910 wurde die Hochquellwasserleitung feierlich eingeweiht. In den Felsen waren drei Tunnel gebohrt worden, in denen 50.000 Kubikmeter Wasser gespeichert werden konnten.

Einweihung der Hochquellwasserleitung im Jahre 1910


Das Bild stellte Herr Roman Grochalski aus Jelcz-Laskowice 
(Jeltsch-Laskowitz) zur Verfügung.

Die Poeschel-Kampfbahn:

Diese große Sportanlage ließ die Stadt Liebau in den Jahren 1927/28 errichten. Am 10. Juni 1928 wurde sie feierlich eingeweiht und der Öffentlichkeit übergeben. Benannt wurde sie nach dem Liegnitzer Regierungspräsidenten Dr. Poeschel, da dieser sich sehr für die Schaffung dieser Anlage eingesetzt hatte.

Das Strandbad:

Das Liebauer Strandbad hatte 2000 qm Wasserfläche mit Liegewiesen und 8 Morgen großem Badepark.

(Das folgende Bild wurde von Herrn Dr. Andreas Reuschel zur Verfügung gestellt).

Die Etrich-Taube über dem Rabenstein
(Karte von Herrn Roman Grochalski aus Jelcz-Laskowice / Jeltsch-Laskowitz)