Rudelstadt (Ciechanowice)

(Verfasser: Hella Tegeler)

Rudelstadt liegt 12 km nördlich von Landeshut im Bobertal, eingebettet zwischen den Bleibergen nördlich und dem Ochsenkopf und Scharlach südlich.

Am 09.09.1203 schenkte Herzog Heinrich I. dem Kloster Leubus 500 Hufen Land im Waldgebirge mit dem damaligen Namen Cholme, worauf Mönche mehrere Dörfer, darunter Rudelsdorf errichteten. Der Ort gliederte sich in Jägendorf und Rudelsdorf. Im Jahr 1451 verkauften Opitz von Czirn und Hain von Czirn, Ritter auf Bolkenhain, die Dörfer Streckenbach und Jägendorf an Hans von Seitendorf. Das Czirnsche Geschlecht wurde Ende des 15. Jahrhunderts durch das Reichenbachsche Geschlecht abgelöst. Im Jahr 1637 gingen Rudelsdorf und Jägendorf an Hanns Christoph von Schweinitz über. Einer dieses Geschlechts erbaute 1732 das Schloss.

Die Zeit der schlesischen Kriege war für Rudelsdorf und Umgebung sehr belastend. Die Bevölkerung verarmte mehr und mehr. Aus diesem Grund fasste der Gutsherr 1746 den Entschluss, den Bergbau wieder aufzunehmen. Am 29.03.1747 erhielt er die Erlaubnis zur Errichtung eines Bergamtes und zur Errichtung von Poch- und Schmelzhütten. Die erste Kupferausbeute am 22.12.1747 betrug 47 Pfund. Freiherr von Schweinitz kaufte das wüst liegende Rungesche Gut und errichtete hier im Mai 1748 vier Häuser. Sie waren der Anfang des Ortes Adlersruh. Das Kupferbergwerk gewann immer mehr an Ausdehnung. Es zogen Handwerker zu, so dass sich Rudelsdorf zu einer aufblühenden Gemeinde entwickelte. Durch königliche Konzession vom 31.01.1754 wurde der Ort freie Bergstadt. Es war dies die erste Stadterhebung unter Friedrich dem Großen. Rudelsdorf und Jägendorf hießen nun Rudelstadt. Die Stadtrechte hat Rudelstadt aber nie ausgeübt, sondern ist immer Landgemeinde geblieben. Im Jahre 1763 ging das Gut Rudelstadt in den Besitz des Freiherrn von Seherr-Thoss über. Nach dessen Tod übernahm den Besitz seine Schwester, die Gemahlin des Generals von Prittwitz. 1781/82 legte sie die Kolonie Prittwitzdorf an. Im späten 19. Jahrhundert ging Gut Rudelstadt an den sächsischen Kammerherrn von Beust über. Dieser verkaufte es Anfang 1900 an Freiherrn Senfft von Pilsach, und dieser wiederum an den Bankier Eduard von Eichborn.

Im Jahre 1924 wurde Adlersruh nach Rudelstadt eingemeindet und 1928 folgten Prittwitzdorf und der Gutsbezirk. Die Gemeinde Rudelstadt hat viele Wandlungen durchgemacht. Nach der Kreisreform vom 01.10.1932 wurde der Kreis Bolkenhain aufgelöst und dem Kreis Landeshut zugeschlagen. Da sich diese Neugestaltung jedoch als unzweckmäßig erwies, wurde der gesamte Kreis Bolkenhain am 01.10.1933 aus dem Kreis Landeshut in den Kreis Jauer eingegliedert. Am 01.04.1936 wurde Rudelstadt gemeinsam mit den Orten Merzdorf (Riesengebirge) und Ruhbank wieder in den Kreis Landeshut integriert, dem sie bis 1945 angehörten. 1939 lebten 1.512 Einwohner in Rudelstadt. Heute gehört Rudelstadt zur Landgemeinde Marciszów (Merzdorf).

Quellen:
- Anhang aus dem Adressbuch von 1911 des Kreises Landeshut
- Knie, J. G.: Übersicht der Dörfer, Flecken und Städte der königl. preuß. Provinz Schlesien, 1845
- Schlesischer Gebirgsbote
- Schwanitz, Jürgen: Rohnau am Scharlachberg, Metten 2003, 2. Aufl.
- Wikipedia
- Zimmermann, Friedrich Albert: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, 5. Band, 1785

Das evangelische Bethaus rechts im Bild

Das Postamt rechts im Bild

Rudelstadt

Im Vordergrund rechts die Malzfabrik, links daneben das Kuttichhaus und oberhalb links der Bahnhof, rechts oben die kath. Kirche, darunter etwas versteckt Kaufmann Mönch, 
die Familien Öfler und Franke, Kantorschule, ev. Bethaus, Grosser, ev. Pfarrhaus, Bruchmann, Kynast, Brauerei Scharf, Schloss mit Domäne.

Blick auf Rudelstadt

(Bild von Herrn Damian Jakubowicz aus Ciechanowice - Rudelstadt)

Blick auf Rudelstadt

(Bild von Herrn Damian Jakubowicz aus Ciechanowice - Rudelstadt)

Rudelstadt Adlersruh
(Karte von Herrn Peter Fütterer)

Rudelstadt Adlersruh
(Karte von Herrn Peter Fütterer)

Siedlung in Adlersruh (Aufnahme: vor dem Krieg)

(Bild von Herrn Eckhard Scholz)

Siedlung in Adlersruh

(Bild von Herrn Peter Fütterer - Aufnahme: 2004)

Rudelstadt - Prittwitzdorf
(Quelle: fotopolska)

Rudelstadt - Prittwitzdorf
(Quelle: fotopolska)

Rudelstadt - Prittwitzdorf
(Quelle: fotopolska)

Blick auf Prittwitzdorf
(Bild von Herrn Peter Fütterer - Aufnahme: 2004)

Der Bahnhof:

Rudelstadt liegt an der Bahnstrecke Wroclaw (Breslau) - Zgorzelec (Görlitz). Sie ist eine Hauptbahn in Polen, die 1866 von der Breslau-Schweidnitz-Freiburger Eisenbahngesellschaft und den Preußischen Staatsbahnen erbaut wurde. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Strecke elektrifiziert. Den Güterbahnhof erhielt Rudelstadt ungefähr 1911/12. Sie verläuft in Niederschlesien von Wroclaw (Breslau) über Walbrzych (Waldenburg) und Jelenia Góra (Hirschberg) nach Zgorzelec (Görlitz). Der Abschnitt Walbrzych (Waldenburg) - Zgorzelec (Görlitz) ist Teil der Schlesischen Gebirgsbahn.

Der Bahnhof

Der Bahnhof heute

Die katholische Pfarrkirche:

Die katholische Pfarrkirche St. Augustin wurde erstmalig im Jahre 1335 erwähnt, 1577 grundlegend umgebaut und 1601 um eine Gruftkapelle erweitert. Sie war ursprünglich eine evangelische Kirche, die den katholischen Bewohnern am 4. Februar 1654 übereignet wurde. Sie blieb bis heute in katholischem Besitz.

Östlich des Chores befindet sich eine Grabkapelle mit Kreuzgratgewölbe, in der Mitglieder des Adelsgeschlechtes von Reichenbach bestattet wurden. Weitere Epitaphien befinden sich in der Krypta. U. a. befinden sich Grabsteine mit den Figuren folgender Verstorbener in Lebensgröße: 

  1.  ein Ritter, verstorben 1553, der unter der Kanzel liegt,
  2.  Christoph von Hubergk von Fürstenstein, verstorben 1553, umrahmt von kräftigem Frührenaissance-Aufbau,
  3. ein Ritter Reichenbach in einem etwas prächtigeren Rahmen mit dreiteiligem Gebälk und Giebeldreieck, auf dessen Kanten Delphine lagern. Im Dreieck ist der Heiland am Kreuze dargestellt, zu welchem der Verstorbene betet. An den Pilastern hängen Wappen.

Die katholische Pfarrkirche
(Bild von Herrn jürgen Schwanitz - Aufnahme: 2003)

Die katholische Pfarrkirche
(Bild von Herrn Jürgen Schwanitz - Aufnahme: 2014)

Blick auf den Altar der katholischen Pfarrkirche
(Aufnahme: vor dem Krieg)

Blick auf den Altar der katholischen Pfarrkirche
(Bild von Herrn Jürgen Schwanitz - Aufnahme: 2003)

Das Taufbecken

Die Kanzel mit dem unter ihr liegenden Epitaph

Epitaph mit Figur eines Ritters

Epitaph mit Figur eines Ritters
(Bild von Herrn Jürgen Schwanitz - Aufnahme: 2003)

Epitaph mit Figur eines Ritters
(Bild von Herrn Jürgen Schwanitz - Aufnahme: 2003)

Epitaphien
(Bild von Herrn Jürgen Schwanitz - Aufnahme: 2014)

Epitaph
(Bild von Herrn Jürgen Schwanitz - Aufnahme: 2014)

Epitaph
(Bild von Herrn Jürgen Schwanitz - Aufnahme: 2014)

Brandunglück vom 17. April 1849. Sowohl das katholische Pfarrhaus als auch der Kirchturm brannten vollständig aus. Ursache war wahrscheinlich Brandstiftung. 

Bericht aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge", Heft Nr. 34/1849.

Die durch den Brand vernichteten Glocken wurden durch neue Glocken ersetzt.

Bericht aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge", Heft Nr. 104/1851.

Die evangelische Kirche:

Im Jahre 1742 erhielt die evangelische Bevölkerung die Genehmigung zur Errichtung eines Bethauses. Bis zu diesem Zeitpunkt versammelten sich die evangelischen Gläubigen jeden Sonnabend um 14.00 Uhr, um nach Jauer zum sonntäglichen Kirchgang zu gehen. An diese Zeit des Kirchganges nach Jauer erinnerte bis zum ersten Weltkrieg das 2-Uhr-Läuten jeden Sonnabennachmittag. 
In den 1950er Jahren wurde das Bethaus abgerissen.

Die Bethauskirche (Aufnahme: 1937)

Von links nach rechts: die Bethauskirche, die katholische Schule, 

die katholische Pfarrkirche.

Verkauf des alten evangelischen Pfarrhauses zum 1. März 1849.


Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",

Heft Nr. 12/1849.

Ausflug der evangelischen Konfirmandengruppe zum Ochsenkopf im Sommer 1937.

Das Kriegerdenkmal:

Am 3. November 1872 wurde das Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Kriege 1866 und 1870/71 eingeweiht.

Bericht über die Einweihung des Denkmals in der Zeitung
 "Der Bote aus dem Riesengebirge", Heft Nr. 135/1872 (Teil I).

Bericht über die Einweihung des Denkmals in der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge", Heft Nr. 135/1872 (Teil II).

Das Kriegerdenkmal

Die Gefallenen des 1. Weltkrieges - Rudelstadt:

Die Gefallenen des 1. Weltkrieges - Adlersruh:

Die Gefallenen des 1. Weltkrieges - Prittwitzdorf:

Die Schulen:

In Rudelstadt gab es früher 4 Schulen:
1. Die katholische Schule im Hauptort
2. Die evangelische Schule
3. Die sog. Gutsche-Schule in Adlersruh
4. Die Schule in Schönbach

Die katholische Volksschule im Hauptort

(Aufnahme: 1992)

Die alte Schule in Adlersruh (Aufnahme: ca. 1900)
Laut Knie besaß Adlersruh bereits 1845 eine sog. ev. Nebenschule, die von einem Hilfslehrer aus Rudelstadt betreut wurde.
(Quelle: fotopolska)

Die sog. Gutsche-Schule in Adlersruh im Jahre 1987

Schülerinnen und Schüler vor der katholischen Volksschule 

im Jahre 1924

Schülerinnen und Schüler der kath. Volksschule, 
Einschulungsjahrgang 1941 mit Lehrer Dittmann.

Schlesischer Heimatabend der Schönbacher Schule.

Leiter des Abends: Lehrer Schulze und Frau (Aufnahme: 1921)
(Quelle: Jürgen Schwanitz)

Nach Eingliederung des Dorfes in die Gemeinde Rohnau (1938) wurde auch die Schönbacher Schule geschlossen.

Das Schloss:

Blick auf das Schloss
(Bild von Herrn Damian Jakubowicz aus Ciechanowice - Rudelstadt)

Das Schloss - Zeitgenössische Darstellung

Das Schloss - heute

Die Grabplatte für Friedrich Graf von Moltke

Grabplatte für Friedrich Graf von Moltke
(Bild von Herrn Jürgen Schwanitz)

Grabplatte für Friedrich Graf von Moltke
(Bild von Herrn Jürgen Schwanitz)

Die Gastronomie:

In Rudelstadt gab es früher 7 Gaststätten:

Im Hauptort Rudelstadt:
1. Haus Nr. 23                                       Gasthof "Zur Brauerei"
2. Haus Nr. 33                                      Fleischer und Gasthausbesitzer Hermann Simon
3. Haus Nr. 151                                     Wild`s Gasthof
4. Haus Nr. 157                                    Gastwirt und Viehhändler Bernhard Kammer

Im Ortsteil Adlersruh:
5. Haus Nr. 50                                     Gasthaus des Wilhelm Brunzel
zusätzlich gab es in Adlersruh auch eine Likörfabrik - Haus Nr. 1: Rudolf Balzer

Im Ortsteil Prittwitzdorf:
6. Haus Nr. 1                                         Gerichtskretscham

Im Ortsteil Schönbach:
7. Haus Nr. 4                                        Land- und Gastwirt Eduard Burghardt

1. Im Hauptort Rudelstadt:

Haus Nr. 23 - Gasthaus "Zur Brauerei"

(Besitzer: Eduard Scharf)

Haus Nr. 33 - Gasthaus und Fleischerei des Hermann Simon

(Aufnahme: 1978)

Rudelstadt - Haus Nr. 151 

(Gasthof des Heinrich Wild, später Besitzer Ernst Reichstein)

Innenansicht des Gasthofes

2. Im Ortsteil Adlersruh:  (Gasthaus des Wilhelm Brunzel)
Die Gaststätte des Bauern Wilhelm Brunzel war die frühere Raststätte für Gespanne, die von Hirschberg in Richtung Landeshut fuhren, oder in die entgegengesetzte Richtung. Das Rasthaus lag auf gleicher Höhe wie die kleinste Stadt Schlesiens, Kupferberg, die nur 2 km entfernt lag und auf dieser Strecke durchfahren werden musste. Dieser Ort lag deshalb so günstig, weil in beiden Richtungen vorher große Steigungen zu überwinden waren. Pferde und Kutscher hatten eine Ruhepause verdient. Von Landeshut kommend begann die Steigung bereits in Oberrudelstadt. Aber zwischen den Dörfern Prittwitzdorf und Adlersruh war der gefürchtete Buchhübel (Buchenhügel) mit einer Steigung teilweise bis zu 8 % zu überwinden. Von Hirschberg kommende Fuhrwerke hatten noch größere Steigungen zu überwinden. Von Jannowitz nach Kupferberg mussten, bevor die Straße für den Autoverkehr gebaut wurde, ca. 800 m bei einer Steigung von 12 bis 15 % überwunden werden. In den Wintermonaten war die Straße zwischen Adlersruh und Kupferberg nicht befahrbar. Der Brotwagen, der von Rudelstadt auch das Gebirgsdorf Waltersdorf am Ochsenkopf mit Backwaren belieferte, musste teilweise mit dem Schlitten querfeldein fahren. Es gab aber auch Winter, in denen mehrere Wochen die Versorgung der Ortschaft Waltersdorf nur mit Handschlitten und auf Skiern getätigt wurde.

Haus Nr. 50 - Gasthaus des Wilhelm Brunzel

Haus Nr. 50 - Gasthaus des Wilhelm Brunzel

Brotwagen der Obermühle Rudelstadt am Adlersberg in Adlersruh

Haus Nr. 1 - Rudolf Balzer, Likörfabrik, Fruchtsaftpresserei, 
Obst- und Beerenweinkellerei

3. Im Ortsteil Prittwitzdorf:

Haus Nr. 1 - Der Gerichtskretscham
(Besitzer: Emil Minkus, danach Wilhelm Alt und später Erich Schüller)

Haus Nr. 1 - Innenansicht

Der frühere Gerichtskretscham (Aufnahme: 2003)
(Bild von Herrn Peter Fütterer)

Die deutsche Schrift "Gerichtskretscham" (Aufnahme: 2003)
(Bild von Herrn Peter Fütterer)

Die Malzfabrik:

Die Malzfabrik in Rudelstadt war ein Zweigbetrieb der Engelhardt-Brauerei AG in Berlin. Auch im Jahre 1973 war die Malzfabrik noch in Betrieb. Dort wurde Malz hergestellt und an andere Brauereien abgesetzt. Später wurde der Betrieb eingestellt und die Gebäude abgerissen.

Bau der Malzfabrik um 1870
(Quelle: fotopolska)

Die Malzfabrik (Aufnahme vor dem Krieg)

Die Malzfabrik (Aufnahme: 2006)

Die Malzfabrik (Aufnahme: um 2011)
(Bild von Herrn Peter Fütterer)

Die Malzfabrik (Aufnahme: um 2011)
(Bild von Herrn Peter Fütterer)

Das folgende Bild zeigt Mitarbeiter der Malzfabrik während eines Ausfluges (Aufnahme: 1924 oder 1925)

Die Merzdorf - Rudelstädter Dampfziegelei:

Im Jahre 1900 wurde die Merzdorf-Rudelstädter Dampfziegelei GmbH gegründet. Es wurden Mauerziegel, Deckenziegel und Drainagerohre hergestellt. Da eine künstliche Trocknung vorhanden war, konnte trotz der hohen Gebirgslage ununterbrochen im Sommer und Winter gearbeitet werden. Mauerziegel wurden in der Umgebung und im Waldenburger Kohlerevier abgesetzt. Deckenziegel verkaufte man bis nach Dresden und Berlin. Sogar für das Posener Schloss wurden Deckenziegel geliefert.

Es war ein Ringofen und ein Zickzackofen vorhanden. Die Verladung erfolgte direkt aus den Öfen mit einer Feldbahn in die Eisenbahnwaggons. Nach dem ersten Weltkrieg ging der Betrieb an die Fuchsgrube in Neu Weißbach und später gemeinsam mit dieser an die Niederschlesische Bergbau AG Waldenburg über. Bis zum Jahre 1905 lag die Leitung in den Händen des Direktors Fritz Berger. Dieser wurde abgelöst durch Direktor Karl Ries, der diese Tätigkeit 40 Jahre ausübte.

Die Merzdorf-Rudelstädter Dampfziegelei

Direktor Karl Ries

Die Pressanlage der Dampfziegelei
(Quelle: fotopolska)

Die Tongrube der Dampfziegelei
(Quelle: fotopolska)

(Quelle: fotopolska)

(Quelle: fotopolska)

Das folgende Bild zeigt Betriebsangehörige der Merzdorf-Rudelstädter Dampfziegelei während eines Betriebsausfluges.

Haus Nr. 11 - Familie Gustav Reichstein

Haus Nr. 20 - Schmiede und Stellmacherei von Gustav und 

Martin Ermlich (Aufnahme: 1990)

Haus Nr. 30 - unterhalb der kath. Kirche - Gemischtwarenhändler Walter Mönch, links daneben das Haus von Oefler und Posthalter Franke (Aufnahme: 1912)

Haus Nr. 35 - Familie Richard Klose (Aufnahme: 1968)

Haus Nr. 37 - Tischlerei Richard Riedel (Aufnahme: 1968)

Haus Nr. 55 - Wilhelm Fulde, Ziegelei- und Sägewerksbesitzer

Haus Nr. 56 - Familie Keil

Haus Nr. 61 - Familie Wagner

Haus Nr. 110 - Haus des Friseurs Wilhelm Reger (Aufnahme: 1959)
Dieses Haus wurde im Jahre 1927 am Bahnhof gegenüber
 der Malzfabrik errichtet.

Friseur Wilhelm Reger
(Bild von Herrn Peter Fütterer)

Haus Nr. 136 - Wilhelm Riedel, Mühlenbesitzer

Müllermeister Riedel besucht während einer Geschäftsreise den Bäckereibesitzer Gustav Drescher in Pfaffendorf
(v. r. n. l.: Müller Riedel, Gustav Drescher und Ehefrau)

Die Riedel-Mühle

(Quelle: fotopolska)

Wappen an der Hauswand der Mühle

(Quelle: fotopolska)

Wappen an der Hauswand der Mühle

(Quelle: fotopolska)

Blick auf die Riedel-Mühle

(Bild von Herrn Damian Jakubowicz aus Ciechanowice - Rudelstadt)

Die Riedel-Mühle

(Bild von Herrn Damian Jakubowicz aus Ciechanowice - Rudelstadt)

Haus Nr. 159 b - Ernst Jung, Kolonialwarenhändler, 
Dachdecker- und Klempnermeister

Haus Nr. 159 b - Ernst Jung, Kolonialwarenhändler,

Dachdecker- und Klempnermeister

Der Eichhof - Besitzer: Scharf

Die "Otto - Mühle"

Rudelstadt, Nr. 136

Mühlenbesitzer Gustav Otto (20.04.1853 - 04.07.1916)

Mühlenwagen der "Otto-Mühle"

Belegschaft der "Otto-Mühle"

Mehlsack der "Otto-Mühle"

Der Kalkofen

(Bild von Herrn Damian Jakubowicz aus Ciechanowice - Rudelstadt)

Die Kalkbrennerei

Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge", Heft Nr. 50/1850.

Feuerwehrfest in Rudelstadt im Jahre 1930.

Adlersruh

Haus Nr. 47

Dieses Haus gehörte der Familie Karl Gustav Scholz. Er stammte aus Bärndorf (Kreis Hirschberg) und wurde dort am 12.05.1866 geboren. Er war in Adlersruh Mühlenbesitzer und Gemeinde-vorsteher. Während seines Lebens musste er etliche Schicksalsschläge verkraften. Seine 1. Ehefrau Caroline Pauline starb bereits im Jahre 1902. Auch seine 2. Ehefrau Marie Luise, die er 1919 geheiratet hatte, starb im Jahre 1938.
Während der 1. Ehe wurden 7 Kinder geboren, von denen 2 Söhne im Kindesalter verstarben. Ein Sohn fiel während des 1. Weltkrieges. Sohn Alfred Karl Gustav heiratete 1926 Martha Frieda Kluge aus Rohnau (s. dort Haus Nr. 1). Aber auch dieser Sohn starb bereits im Oktober 1934.
Am 12. Mai 1936 konnte Karl Gustav Scholz im Kreise seiner Familie den 70. Geburtstag feiern. Die Vertreibung blieb ihm erspart, er verstarb am 15.09.1943.

Alle Daten und Bilder stellte Herr Eckhard Scholz zur Verfügung.

Haus Nr. 49 - Familie Scholz (Aufnahme: nach dem Krieg)

Feier des 70. Geburtstages von Karl Gustav Scholz am 12.05.1936 (3. von links).

Alfred Karl Gustav Scholz heiratete 1926 in Rohnau 
Martha Frieda Kluge aus Rohnau (s. dort Haus Nr. 1).

Ansichten von Adlersruh. Die folgenden Bilder stellte Herr Eckhard Scholz zur Verfügung.

Siedlung in Adlersruh (Aufnahme: vor dem Krieg)

Siedlung in Adlersruh (Aufnahme: nach dem Krieg)

Haus Nr. 48

Im Ortsteil Adlersruh betrieb Helmut Bettermann eine Landwirtschaft und zugleich ein Kolonialwarengeschäft. Im Jahre 1943 zog die Familie nach Mittelkonradswaldau und übernahm dort das Kolonialwaren-geschäft Reichelt.

Adlersruh nach einem heftigen Sturm im Jahre 1941.

Gewerbetreibende in Rudelstadt

Auszug aus dem Amtlichen Adressbuch für Industrie, Handel und Gewerbe des Jahres 1927.

Bericht aus der Zeitung "Schlesische privilegierte Gebirgsblätter", Heft Nr. 8/1813.

Im September 1794 starb in Adlersruh der Instrumentenbauer Johann Samuel Puchert. Nachfolger wurde sein bisheriger Gehilfe, Herr Likkel.


(Quelle: Schlesische Provinzialblätter, Bd. 20, 10. Stück, 

Okt. 1794, S. 398)

Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",

Heft Nr. 22/1846.

Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge", Heft Nr. 21/1863

Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge", Heft Nr. 46/1871

Friedensfest 18. Juni 1871

Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",

Heft Nr. 72/1871.