Landeshuter Straßennamen:
Wie kam es zu der Straßenbezeichnung "Kornstraße"?
Alte Landeshuter Flurnamen:
Das Stadtgut:
Um 1900 erwarb die Stadt Landeshut das Vorwerk Lademann im Ortsteil Nieder-Zieder. Nach dem Erwerb wurde es als Stadtgut bezeichnet (s. Auszug aus dem Stadtplan). Pächter dieses Gutes war Wilhelm Schreiber. Im Februar 1928 erfolgte der Abbruch der noch vorhandenen Gebäude. Die Stadt ließ im Laufe der folgenden Jahre zahlreiche neue Häuser auf diesem Gelände errichten.
Die folgenden Bilder stammen aus dem Privatarchiv des verstorbenen Herrn Walter Gläser.
Das Stadtgut kurz vor dem Abbruch.
(Aufnahme: 20. Januar 1928)
Die Scheune des Stadtgutes kurz vor dem Abbruch.
(Aufnahme: 20. Januar 1928)
Beuchelplatz - Nähe Stadtgut
Beuchelplatz - Nähe Stadtgut
Die drei folgenden Bilder zeigen den Neubau eines städtischen 12-Familienhauses in der Beuchelstraße (Nähe des Stadtgutes).
Vorderseite
Rückseite
Hausmarken in Landeshut
Abbildung 1
Hausmarke von Carl Gottfried Semper
Abbildung 2
Hausmarke des Steinmetztes am oberen Türbalken der Sakristei der Gnadenkirche.
Abbildung 3
Hausmarke am Haus, Kirchstraße 15.
Abbildung 4
Hausmarke im oberen Teil des Gitters der Methnerschen Gruft gegenüber der Gnadenkirche.
Abbildung 5
Hausmarke an der Barockgruft oberhalb der Gnadenkirche.
Abbildung 6
Hausmarke am Haus Markt Nr. 28.
Abbildung 7
Hausmarke am Haus Lademannstraße Nr. 7.
Abbildung 8
Hausmarke an einem Grabmal links am Altar der Gnadenkirche.
Abbildung 9
Hausmarke des Freiherrn von Zedlitz an dessen Grab unter dem Hauptgang des Gnadenkirche.
Abbildung 10
Hausmarke am Haus Markt Nr. 25.
Abbildung 11
Hausmarke eines wohlhabenden Kaufmannes an dessen Grabstein am Turm der kath. Pfarrkirche.
Abbildung 12
Hausmarke in der kath. Pfarrkirche links vom Hochaltar an der Rückwand eines Pfeilers.
Abbildung 13
Hausmarke an einem alten Waffenbrett.
Abbildung 14
Hausmarke in der kath. Pfarrkirche in einer Nische rechts vom Eingang.
Abbildung 15
Hausmarke am Haus Langhansstraße
Nr. 17 (hier befand sich das 2. Rathaus der Stadt Landeshut)
Abbildung 16
Hausmarke der Ehefrau des Kaufmannes (s. Abb. 11)
Hausmarke auf dem Epitaph für den Vater von Elias von Beuchel, welcher im überdachten Innenhof des Webereimuseums in Landeshut aufgestellt ist.
(Bild von Herrn Jürgen Schwanitz)
Diese Hausmarke findet sich am einst Beuchelschen Gebäudekomplex am Markt in der Seitenstraße gegenüber dem Webereimuseum.
(Bild von Herrn Jürgen Schwanitz)
Brandunglücke:
Brandunglück vom 14. März 1837 - Brand im Hintergebäude
der Stadtapotheke, Markt Nr. 30.
Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",
Heft Nr. 11/1837.
Brandunglück vom 11. Juli 1837 - Brand bei dem Destillateur Berliner
Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",
Heft Nr. 30/1837.
Brandunglück vom 25. September 1843
Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",
Heft Nr. 39/1843.
Brandunglück vom 30. Juni 1845
Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",
Heft Nr. 27/1845.
Brandunglück vom 20. Juli 1844:
Quelle:
- Chronik der Stadt Landeshut, Druck und Verlag von Armin Werner`s Buchdruckerei, Landeshut
Am 20. Juli entstand auf der Fischgasse Feuer. Es brannten in kurzer Zeit 50 Häuser nieder, dadurch, dass der grüne Adler abgedeckt wurde, konnte dem Feuer Einhalt getan werden. Die Namen der abgebrannten Besitzer sind: Klemper Fröhlich, Schuhmacher Conrad, Kaufmann Heinzel, Gastwirt Eckhold, Gastwirt Cannähaus, Fleischer Rerger, Böttcher Schiedrich, Bäcker Geisler, Böttcher Rasper, Tischler Jentsch, Schlosser Püschel, Klempner Pohl, Kaufmann Schädel,
Fleischer Caudusch,Drechsler Friebe, Handelsmann Schmidt, Buchbinder Jentsch, Kürschner Heinzel, Riemer Scholz, Kaufmann Hoffmann, Seifensieder Hoffmann, Strumpfwirker Tschirch, Schneider Hoffmann, Handschuhmacher Fritsch, Witwe Gerzabeck, Tischler Kühnel, Seifensieder Alde, Schneider Koch, Gastwirt Kallinich, Witwe Bleck, Fischhändler Seidel, Schuhmacher Weber, Handelsmann Elsner, Schuhmacher Schwarz, Gürtler Mattuscheck, Schuhmacher Uhlich, Züchner Burghardt, Witwe Ruckas und das Schlachthaus. Die Häuser standen auf der Fischgasse, Niedertor, Kornstraße, Poststraße und am Markt.
Brandunglück vom 20. Juli 1844
Anzeige aus der "Allg. Zeitung des deutschen Judentums"
vom 05.08.1844.
Brandunglück vom 25. August 1853
Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",
Heft Nr. 69/1853.
Hochwasserkatastrophe am 29./30. Juli 1897:
In der Nacht vom 29. zum 3. Juli 1897 kam es im Kreis Landeshut zu einer der schwersten Hochwasserkatastrophen seit fast 100 Jahren. Anhaltender, wolkenbruchartiger Regen füllte die Gebirgsflüsse, die im Laufe von Stunden über die Ufer traten. Mit rasender Geschwindigkeit stürzten sich die Fluten in den steilen Hochtälern vom Kolbenkamm und vom Rehorngebirge herab, rissen aus dem aufgeweichten Erdboden riesige Bäume und mächtige Felsblöcke und wälzten sie zu Tale. In den oberen Flusstälern stiegen die Fluten unerwartet schnell, drangen in Gehöfte und Häuser ein, so dass es den Bewohnern kaum möglich war, das nackte Leben zu retten.
In Landeshut, wo alle tiefer gelegenen Straßen unter Wasser standen, wälzte sich die trübe Flut die Schießhaus- und die Liebauer Straße entlang, um dann ihren Weg weiter über den Markt zu nehmen. In der katholischen Kirche stieg das Wasser bis zum Altar empor. Mehrere Häuser mussten eiligst geräumt werden. In der Methnerschen Fabrik in Oberleppersdorf verdarb die Flut die gesamten Garnbestände und beschädigte zahlreiche Webstühle und Maschinen. Der Schaden, den die Bewohner von Landeshut erlitten, betrug mehr als 300.000 Mark.
Diese Hochwasserkatastrophe führte zum Bau der Bobertalsperre in Buchwald, die in den Jahren 1903 bis 1905 errichtet wurde.
Quelle:
- Kunick, E.: Die Hochwasserkatastrophe am 29./30. Juli 1897 führte zum Bau der Bobertalsperre, Schlesischer Gebirgsbote Nr. 13/1977
Bau der Bobertalsperre in Buchwald
Auch in späteren Jahren lösten starke Regenfälle noch Hochwasser aus, sie führten aber seit dem Bau der Bobertalsperre nicht mehr zu solch katastrophalen Zuständen wie im Juli 1897.
Bahnhofstraße während des Hochwassers am 14. Juli 1907.
Bahnhofstraße während des Hochwassers am 14. Juli 1907.
Ziederstraße während des Hochwassers im August 1938.
Ziederstraße während des Hochwassers im August 1938.