Die Gnadenkirche "Zur heiligen Dreifaltigkeit vor Landeshut"
(Verfasser: Hella Tegeler)
Quellen:
- Arbeitskreis Landeshut: Geschichte der ev. Gnadenkirche Landeshut/Schlesien, Festschrift zum 300jährigen Jubiläum der Grundsteinlegung 1709 - 2009
- Brügmann, Martin. Die Gnadenkirche Landeshut
- Geschichte der evangelischen Gemeinde zu Landeshut vor und seit Erbauung der jetzigen Kirche und Schule: Ein Denkmal am ersten hundertjährigen Jubelfeste den zweiten May 1809, gedruckt bei Neumann u. Jahn, Landeshut
- Grünewald: Aus der Predigergeschichte des Kirchenkreises Landeshut
Diese Kirche wurde als eine der sechs Gnadenkirchen gebaut, die nach dem Durchführungsprotokoll für die Altranstädter Konvention von 1707 in Schlesien als Neubauten erlaubt worden waren. Der Schwedenkönig Karl XII. (1697 - 1718) hatte von der katastrophalen Lage der Evangelischen in Schlesien erfahren und war an die Verantwortung erinnert worden, die Schweden im westfälischen Frieden 1648 als Schutzmacht der Protestanten übernommen hatte. Karl XII. hat daraufhin von Altranstädt bei Leipzig aus seine politische Position genutzt und in zähen Verhandlungen mit dem Habsburger Kaiser Joseph II. (1705 - 1711) das Lebensrecht und die Glaubensfreiheit der Evangelischen in Schlesien gesichert, für die Rückgabe von etwa 125 in der Gegenreformation genommenen Kirchen gesorgt und sich auch für den Neubau der sechs Gnadenkirchen eingesetzt.
Sofort nach Bekanntwerden des Abschlusses der Konvention beantragte man in Landeshut am 02.11.1707 bei der kaiserlichen Kommission in Breslau "eine eigene Kirche" und wiederholte im Laufe des folgenden Jahres diesen Antrag oft. Am 11.12.1708 beschloss man, direkt in Wien vorstellig zu werden. Nach Zahlung eines Betrages in Höhe von 50.000 Gulden wurde schließlich die Genehmigung erteilt. Als die evangelischen Landeshuter am 27.02.1709 von der offiziellen Baugenehmigung erfuhren, war die Freude sehr groß. Die Emissäre des Kaisers, die Grafen Schaffgotsch und Zinzendorf, überbrachten am 25. April als Zeichen der Erlaubnis den Gnadenstab des Kaisers und markierten damit auf dem Kirchberg den Bauplatz. Bei diesem Platz handelte es sich um das frühere Krausesche Bauerngut, das die Stadt für 2.600 Rthlr erworben hatte. Die Überschrift auf dem Gnadenstab lautet: "Gloriosa Caesaris Josephi Libertas" (Ehrenvolle Erlaubnis des Kaisers Joseph). Heute befindet sich dieser Gnadenstab im Niederschlesischen Webereimuseum in Landeshut.
Mit dem Bau der Kirche wurde der aus Reval gebürtige Liegnitzer Architekt Martin Frantz beauftragt. Am 5. Juni 1709, es war ein Pfingstsonntag, fand die Grundsteinlegung statt. Im Jahre 1720 wurde sie nach 10jähriger Bauzeit eingeweiht. In den folgenden Jahren wurden Kanzel, Altar und Orgel eingebaut. Am 22. August 1837 wurde der Knopf auf den Kirchturm gesetzt. Viele Spender haben dafür gesorgt, dass die Kirche barock und reich ausgestattet wurde. Einer der größten Wohltäter der Gnadenkirche war Elias von Beuchel. Zum Dank dafür erhielt er eine eigene Loge, an deren Rückseite später sein Epitaph eingefügt wurde. Sein Name wurde am Turmportal der Kirche angebracht (s. folgendes Bild). Er wurde im Mittelgang der Kirche begraben, nicht weit vom Altar. Seine Initialen "EvB", aus Messing gefertigt und in Stein eingefügt, bezeichnen die Stelle, an der sein Leichnam ruht.
Blick zum Altar
Blick zur Orgel
Die Kanzel:
Die Kanzel war eine Stiftung der Familie von Kraus auf Krausendorf. Ihr Schöpfer ist unbekannt. Sie wurde als erstes Stück der Inneneinrichtung im Jahre 1722 aufgestellt. Am 4. Advent des Jahres 1722 wurde zum ersten Mal von ihr gepredigt. Bis heute gilt sie als verschollen.
Die Kanzel
Die Kanzel
Die Orgel:
Die Orgel wurde von dem Breslauer Orgelbaumeister Ignatius Menzel erbaut. Sie bot, vom Altar her gesehen, einen herrlichen Anblick. Auf mehreren Säulen standen posaunende Engel, die das Lob Gottes verkündeten. Die in den Leib des großen Adlers im österreichischen Wappen an der Orgelempore eingebauten Pfeifen waren zuerst auch klingend gewesen.
Auch dieses Meisterstück wurde im Jahre 1952 ausgebaut und in die Garnisonkirche nach Warschau verbracht.
Die Orgel in der Gnadenkirche.
Die Orgel in der Garnisonkirche in Warschau.
(Bild von Herrn Bartosz Bebenek - Aufnahme: 2021)
Der Taufstein:
Der Taufstein war eine Stiftung der Familie von Kluge. Er befand sich, vom Haupteingang gesehen, rechts vom Altar in einer Nische, die eine kleine Taufkapelle bildete. Abgeschlossen wurde sie durch ein wunderschönes schmiedeeisernes Gitter. An diesem Taufstein wurde im Jahre 1733 Carl Gotthard Langhans getauft. Heute befindet sich dieser Taufstein in der Garnisonkirche in Warschau.
Der Taufstein mit dem schmiedeeisernen Rokokogitter.
Friedrich der Große stiftete den Altarbehang von 1759
mit der Königskrone und seinem Namenszug.
Der Taufstein, der sich heute in der Garnisonkirche
in Warschau befindet.
(Bild von Herrn Bartosz Bebenek - Aufnahme: 2021)
Innenansicht der früheren Gnadenkirche - heute:
Messe in der früheren Gnadenkirche.
Deckengemälde
Messe in der früheren Gnadenkirche.
Die Glocken:
Ursprünglich hingen 4 Glocken im Turm der Gnadenkirche. Sie waren zwischen 1709 und 1717 gegossen worden. Einige trugen u. a. die großen Namen aus der Zeit der Erbauung der Kirche, eine auch die vom Gnadenstab her bekannte Inschrift. Zwei Glocken wurden im 1. Weltkrieg beschlagnahmt. Als Ersatz war 1922 eine neue gegossen worden, zugleich als Ersatz für eine Glocke von 1709, die gesprungen war. Die beiden ältesten Glocken mussten im Januar 1942 abgegeben werden. Die letzte wurde 1954 nach Warschau geschafft.
Abnahme der Glocken im Januar 1942.
Barockepitaphien:
Die auf den folgenden Fotos abgebildeten Barockepitaphien wurden später in die Balustrade der Außentreppe eingelassen.
Mit dem Bau der Gnadenkirche entstand auch der sog. "Vatikan", das Gelände am Nordhang des Kirchberges, das der evangelischen Gemeinde gehörte. Es war ein geschlossenes, von einer Mauer umgebenes Terrain. Kam man von der Kirchstraße, dann durchschritt man ein Tor, das zu beiden Seiten von den "Torhäusern" flankiert wurde. Oberglöckner und Küster bewohnten sie.
Der Eingang zum Landeshuter "Vatikan"
LInks: der Eingang zum Landeshuter "Vatikan",
im Hintergrund das Schwarzwälder Haus.
(Bild von Frau Julie Edwards)
Im Jahre 1709 begann auch der Bau der Pfarrhäuser, damals "Prediger-Häuser" genannt. Ihr Erbauer war ebenfalls Martin Frantz. 1716 wurden sie bezogen und beherbergten vier Pfarrer mit Familien. Als später nur noch drei Pfarrer tätig waren, wurde die erste Wohnung zum Pfarrwitwenhaus bestimmt. Diese historisch wertvollen Fachwerkhäuser, die unter Denkmalschutz standen, sind heute nicht mehr vorhanden.
Blick auf die Pfarrhäuser und die Gnadenkirche.
(Bild von Frau Julie Edwards)
Die Pfarrhäuser der Gnadenkirche
Die Pfarrhäuser der Gnadenkirche mit dem Realgymnasium
Idylle vor den Pfarrhäusern
Die "Pastorsfrauen" bei einem Plausch
Der Rest der ehemaligen Pfarrhäuser im Jahre 1964
Der Rest der ehemaligen Pfarrhäuser im Jahre 1964
Auflistung der evangelischen Pfarrer in Landeshut:
Der letzte evangelische Pfarrer in Landeshut vor der Rekatholisierung war der Pfarrer Christophorus Profe. Unter dem Schutze der Schweden übte er in der Zeit von 1632 - 1635 seine seelsorgerische Tätigkeit als Archidiakonus an der damaligen Stadtpfarrkirche aus. Vor dieser Tätigkeit war er von 1627 - 1632 Pfarrer in Reußendorf. Als er Landeshut verlassen musste, schenkte er der Tochter seiner Wirtin einen Taler mit dem Bemerken, sie würde es noch erleben, dass in der Stadt wieder evangelisch gepredigt werde. So geschah es auch, und 1709 übergab das nun alte Mütterlein den Taler der Kirche als Opfergabe. Seitdem besaß diesen Taler immer der jeweilige Pastor primarius (Hauptpastor).
Der erste evangelische Pfarrer an der Gnadenkirche war Dr. Christian Ernst Kopisch, geboren 1666 in Purschwitz. Von 1709 bis zu seinem Tod am 02.03.1727 war er der zuständige Hauptpastor.
In der Zeit zwischen 1709 und 1741 waren 4 Pastoren an der Gnadenkirche tätig, danach bis zur Vertreibung drei.
1. Folgende Hauptpastoren wirkten bis zur Vertreibung:
1709 - 1727 Pastor Dr. Christian Ernst Kopisch
1728 - 1740 Pastor Johann Jacob Liebenwald
1740 - 1748 Pastor Melchior Gottlieb Minor
1748 - 1768 Pastor Johann Gottlieb Kalinsky
1768 - 1798 Pastor Johann Gottfried Napiersky
1799 - 1821 Pastor u. Superintendent Johann Siegismund John
1822 - 1831 Pastor u. Superintendent Johann Gottfried Ludwig Falk
1831 - 1838 Pastor u. Superintendent Eduard Wilhelm Ludwig Falk
1838 - 1847 Pastor Heinrich Friedrich Freiherr von Bruiningh
1848 - 1880 Pastor u. Superintendent Friedrich Eberhard Julius Richter
1880 - 1887 Pastor Carl Julius Robert Seehrich
1887 - 1923 Pastor u. Superintendent Carl Förster
1924 - 1932 Pastor u. Superintendent Georg Kretschmar
1932 - 1938 Pastor u. Superintendent Richard Pflanz
1938 - 1939 Stelle vakant
1939 - 1946 Pastor u. Superintendent Martin Wahn
Da die zweiten und dritten Pfarrer im Laufe ihrer Amtszeit zum Teil das Amt des Hauptpastors erhielten, sollen hier nicht alle Personen aufgeführt werden.
Es werden daher nur die Pastoren genannt, die neben dem Hauptpastor ab 1890 an der Gnadenkirche tätig waren.
2. Folgende zweite Pastoren waren tätig:
1890 - 1919 Pastor Rudolf Kobbelt
1919 - 1924 Pastor Georg Kretschmar
1924 - 1931 Pastor Arthur Krebs
1931 - 1934 Pastor Friedrich Kretschmar
1934 - 1946 Pastor Heino Muther
3. Folgende dritte Pastoren waren tätig:
1890 - 1919 Pastor Georg Kretschmar
1919 - 1924 Pastor Arthur Krebs
1924 - 1931 Pastor Friedrich Kretschmar
1931 - 1934 Pastor Heino Muther
1934 - 1946 Pastor Martin Brügmann
Das folgende Bild zeigt bekannte Geistliche der Gnadenkirche im Kreise ihrer Angehörigen sowie zwei Lehrerinnen der höheren Mädchenschule:
Erste Reihe unten von links: Käthe Kretschmer, verh. mit Herrn Pastor Krebs, Frau Superintendent Förster, Lehrerin Ellen Wendt von der höheren Mädchenschule, daneben unbekannt.
Zweite Reihe von links: Marianne Förster, Tochter von Superintendent Förster, Lehrerin Fräulein Leitloff von der höheren Mädchenschule, Mitte unbekannt, daneben Marlene Krebs, Tochter von Herrn Pastor Krebs, daneben ebenfalls nicht bekannt.
Obere Reihe von links: Superintendent Förster, Frau Superintendent Kretschmer, daneben ihr Gatte und Herr Pastor Krebs.
Superintendent Georg Kretschmar mit seiner Ehefrau und seinen
beiden Töchtern Hanna und Magdalene, sowie seinem
späteren Schwiegersohn Friedrich Forell.
Die Jugend in den Pfarrhäusern in Landeshut:
In der Bildmitte Friedrich Kretschmar, sitzend seine drei Schwestern,
rechts drei Kobbelts, links vier Försters.
Kantore an der Gnadenkirche:
Soweit bekannt, waren folgende Kantore tätig:
- ab 1710 = Gottfried Hillger (auch Hüllger, Hilper), Lehrer an der Lateinschule und Kantor
nebenbei;
- ab 1743 = Ernst Daniel Adami (gleichzeitig Konrektor)
- ab 1758 = Johann Friedrich Gebauer aus Röhrsdorf (erstmals hauptamtlich)
- ab 1784 = Christian Gottfried Bürgel aus Haselbach
- ab 1817 = Carl Friedrich Traugott Leopold Kambach
- ab 1863 = Carl August Eduard Filitz (* 1822 + 1888)
Auf diesem Foto sind die Eheleute Kambach abgebildet
(Aufnahme: ca. 1865).
Herr Carl Friedrich Traugott Leopold Kambach (Kammbach) war von Januar 1817 bis zum 1. Januar 1863 Kantor an der Gnadenkirche. Zeitweise war er auch Musiklehrer an der Höheren Bürgerschule und 1847 Mitgestalter des Schlesischen Musikfestes in Landeshut.
Herr Kambach wurde am 27.10.1795 in Schweidnitz geboren und verstarb am 29.07.1866 in Niederzieder.
Seine Ehefrau Christiane Friederike Caroline Puschmann wurde am 17.08.1799 in Vogelsdorf geboren und starb am 30.11.1896 in Posen.
(Das Bild stellte Herr Uwe Kambach zur Verfügung)
Der evangelische Knabenchor:
Mitglieder des evangelischen Knabenchores mit Kantor Fischer
Chorsänger Bruno Bürgel
Michaelisstiftung:
Michaelisstiftung (ev. Pfarrhaus) mit Fräulein Elisabeth Jäckel
(Aufnahme: etwa 1903)
Der evangelische Friedhof:
Im Jahre 1709 wurde der evangelische Friedhof angelegt. Nach dem 2. Weltkrieg wurde dieser eingeebnet und es entstand der Stadtpark.
Das Grabmal von Peter Hasenclever
Familiengrabstätte der Kaufmannsfamilie Gustav Barchewitz.
Es befand sich an der obersten rechten Ecke des Friedhofes und
grenzte an den Kirchberg.
Familiengrabstätte
Dieses Bild stellte Herr Roman Grochalski aus
Jelcz-Laskowice / Jeltsch-Laskowitz zur Verfügung.
Die Erbbegräbniskapelle der Familie Methner
Erbbegräbniskapelle der Familie Methner
Das schmiedeeiserne Gitter der Erbbegräbniskapelle
Die Inschrift auf dem am 14. September 2004 eingeweihten Gedenkstein erinnert daran, dass der jetzige Stadtpark einst der evangelische Friedhof war.
Nach der Ausweisung des letzten deutschen evangelischen Lektors Walter Fuchs diente die Gnadenkirche lange Zeit als Lagerhalle. Bereits 1952 waren die wertvolle Orgel des Breslauer Orgelbauers Ignatius Menzel, die Symbolgestalten des Altars und sein großes Kreuz, der Taufstein und Leuchter ausgebaut und in der Warschauer Garnison-Kirche installiert worden. Die Kanzel war und bleibt verschollen. Die vier griechischen Kardinaltugenden Gerechtigkeit, Tapferkeit, Weisheit und Mäßigung standen früher als vier weibliche Symbolfiguren rechts und links des Landeshuter Altars. Jetzt stehen sie vereinzelt in Nischen zwischen hohen Säulen der Garnisonkirche in Warschau. Die Symbolfigur "Mäßigung" ist verschollen. Die zwei Kanzelfiguren "Der Engel mit dem Füllhorn" wurden heute jeweils links und rechts am Hauptaltar der Garnisonkirche platziert.
Die ehemalige Gnadenkirche wurde im Jahre 1966 von der polnischen katholischen Gemeinde übernommen. Sie wurde zur Kirche der Rosenkranzmadonna.
Die Kanzel der Gnadenkirche, die nach wie vor verschollen ist.
Das Kruzifix aus dem Altar der Gnadenkirche steht jetzt im Mittelpunkt eines Seitenaltars der Garnisonkirche in Warschau, der dem Gedenken an Maximailian Kolbe gewidmet ist.
(Bild von Frau Erna Hortig)
"Die Weisheit"
(Bild von Frau Erna Hortig)
"Die Tapferkeit"
(Bild von Frau Erna Hortig)
"Die Gerechtigkeit"
(Bild von Frau Erna Hortig)
Ehemalige Kanzelfiguren
(Bild von Frau Erna Hortig)
Seitenaltar in der Garnisonkirche in Warschau mit dem
Kruzifix aus dem Altar der Gnadenkirche.
(Bild von Herrn Bartosz Bebenek - Aufnahme: 2021)
Seitenaltar in der Garnisonkirche.
(Bild von Herrn Bartosz Bebenek - Aufnahme: 2021)
Die Orgel des Breslauer Orgelbaumeisters Ignatius Menzel.
(Bild von Herrn Bartosz Bebenek) - Aufnahme: 2021)
Das Taufbecken der früheren Gnadenkirche.
Es handelte sich um eine Stiftung der Familie von Kluge.
An diesem Taufbecken wurde Carl Gotthard Langhans 1733 getauft.
(Bild von Herrn Bartosz Bebenek - Aufnahme: 2021)
Leuchter aus der früheren Gnadenkirche.
(Bild von Herrn Bartosz Bebenek - Aufnahme: 2021)
Leuchter aus der früheren Gnadenkirche.
(Bild von Herrn Bartosz Bebenek - Aufnahme: 2021)
Gründung der Pfarrei "Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz" im Jahr 1966
Aus der ehemaligen Gnadenkirche wurde im Jahr 1966 die Kirche "Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz". Der erste Pfarrer war Dr. Stanislaw Ksiazek, der auch als Retter der Gnadenkirche gilt. Er bewahrte das Bauwerk vor der endgültigen Vernichtung und ließ mit unermüdlichem Geschick und Ausdauer wieder eine schöne Kirche errichten.
Der Retter der Gnadenkirche, Monsignore Dr. Stanislaw Ksiazek
(02.06.1931 - 09.11.2015)
Die Weihe des neuen Glockenturmes fand am 16.09.1979 statt. Diese Glockenweihe vollzog der Weihbischof am Dom von Breslau. Das Bild zeigt den Weiheakt, neben dem Bischof im Chorrock der Dekan und Pfarrer der St. Peter und Paul Kirche in Landeshut, auf der anderen Seite der damalige Pfarrer Dr. Stanislaw Ksiazek.
Anlässlich des 50jährigen Jubiläums der Gründung der Pfarrei "Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz" im Jahr 2016 wurde diese Karte herausgegeben.
Erster evangelischer Gottesdienst seit 1946 am 25. Juni 1994
Es war ein denkwürdiger Tag, als am 25. Juni 1994 in der früheren Gnadenkirche der erste evangelische Gottesdienst gefeiert wurde. Den Gottesdienst gestalteten Diakon Karl-Heinz Wehner, Pfarrer Ernst Gelke sowie als "Ministranten" die katholischen Geistlichen Pfarrer Wolfgang Gottstein und Dekan Stanislaus Ksiazek. Umrahmt wurde die Feier vom evangelischen Posaunenchor.
Von links nach rechts: Diakon Karl-Heinz Wehner, Pfarrer Ernst Gelke, Pfarrer Wolfgang Gottstein und Dekan Stanislaus Ksiazek.
Die erste evangelische Predigt in der früheren Gnadenkirche
durch Diakon Karl-Heinz Wehner
200-Jahrfeier der Grundsteinlegung am 5. und 6. Juni 1909
An diesen beiden Tagen wurde das 200jährige Jubiläum der Grundsteinlegung der Gnadenkirche feierlich begangen.
Umzug zur 200-Jahrfeier der Grundsteinlegung der Gnadenkirche 1909
- Der Karnöffelverein -
Umzug zur 200-Jahrfeier der Grundsteinlegung der Gnadenkirche 1909
300-Jahrfeier der Grundsteinlegung am 10. Oktober 2009
Am 10. Oktober 2009 wurde zum 300jährigen Jubiläum der Grundsteinlegung der Gnadenkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit vor Landeshut ein Jubiläums-Festgottesdienst in deutscher und polnischer Sprache in der früheren Gnadenkirche gefeiert. Anschließend fand ein Empfang aller Gäste im Niederschlesischen Webereimuseum in Kamienna Góra (Landeshut) statt.