Vereine und Innungen:
(Verfasser: Hella Tegeler)
Quelle:
- Schlesischer Gebirgsbote
A) Vereine:
Die Bürgerliche Schützengilde Liebau
In der Kutsche sitzend rechts der Schützenkönig, Herr Kleinwächter (Gasthof Forelle), neben ihm der 1. Marschall, Schneidermeister Kober und ihnen gegenüber der 2. Marschall, Leinenkaufmann Drescher. Stehend davor als Adjutanten Malermeister Werner links und Lebensmittelhändler Ruschwey. Auf dem Kutschbock sitzt Herr Reimann, Kohlenhandlung. Dieses Bild aus dem Jahre 1935 wurde vor dem Haus Trautenauer Str. Nr. 44 aufgenommen.
Schützenkönig Gustav Reimann mit seinen Marschällen Kaufmann Heinzel und Gartenmeister Paul Metzner (Aufnahme: 1936).
Festumzug der Schützengilde
Festumzug der Schützengilde
Mitgliedsbuch der Bürgerlichen Schützengilde Liebau
Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",
Heft Nr. 26/1836.
Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",
Heft Nr. 65/1863.
Liebauer Trachtengruppe:
Um 1935 wurde die Liebauer Trachtengruppe durch den Bürgermeister Sendler und den damaligen Leiter des städtischen Verkehrsamtes Josef Illner gegründet. Erstmals traten sie am Heiratsmarkt in Liebau am Himmelfahrtstag auf dem Marktplatz öffentlich auf. Zu der Gründungsfeier waren auch mehrere auswärtige Trachtengruppen erschienen, besonders auch die berühmte Trachten-gruppe aus Schreiberhau. Mit dieser Trachtengruppe zusammen beteiligten sich die Liebauer später an zahlreichen auswärtigen Veranstaltungen.
Die Liebauer und Schreiberhauer Trachtengruppe am Heiratsmarkt in Liebau vor dem neuen Schießhaus.
(zur Verfügung gestellt von Herrn Dariusz Radziewski aus Lubawka)
(zur Verfügung gestellt von Herrn Dariusz Radziewski aus Lubawka)
Der Karnevalsverein:
Nicht nur am Rhein, auch in Liebau wurde bereits früher jedes Jahr Karneval gefeiert.
Karnevalsumzug durch die Stadt
Prinz Karneval mit seinem Gefolge auf einer Werbefahrt vor der Klosterbrauerei in Grüssau.
Karneval in Liebau - Hedwig und Alfred Krusche
(Bild von Herrn Joseph Krusche - Aufnahme: Mitte 1930)
Der Militärverein:
Der Militärverein wurde im Jahr 1850 gegründet. Vorsitzender war der Kaufmann Alois Heinzel.
Festzug des Militärvereins anlässlich der 75-Jahrfeier im Jahr 1925
Militärvereinsfest mit Militärkapelle
Orden des Militärvereins Liebau mit dem Portrait des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II.
Die beiden folgenden Bilder stellte Herr Krzysztof Sopata (Lubawka - Liebau) aus seiner Sammlung zur Verfügung. (Webseite des Herrn Sopata: https://www.facebook.com/LubawkaLiebau)
Orden des Militärvereins Liebau aus dem jahr 1900.
Orden des Militärvereins Liebau aus dem Jahr 1900.
Der Katholische Gesellenverein (KGV) Liebau:
Der Katholische Gesellenverein (KGV) wurde im Jahre 1848 vom Gesellenvater Adolph Kolping gegründet. In Liebau wurde vor 1900 der örtliche KGV Liebau gegründet.
Festteilnehmer des Katholischen Gesellenvereins (KGV)
vor dem ersten Weltkrieg
Stiftungsfest des Katholischen Gesellenvereins. Im Vordergrund rechts unten: Kaplan Eugen Rieger, neben ihm Schuhmachermeister Anton Feest. Die Fahne trägt Richard Reuß.
Der Kegelclub des katholischen Gesellenvereins
Sitzend: Frau Arzt, geb. Rudolf aus Grüssau, Frau Schmidt, geb. Schmidt (Niedermühle),
Fritz Pförtner (Schießhaus), Anni Hoffmann, geb. Schmidt, Herr Arzt (Postbeamter),
Martha Czech, geb. Krause.
Stehend: Herr Wilczek (Färberei), Herr Schmidt, Herr Schmidt (wohnhaft bei Bäcker Bürgel),
seine Frau, Kober Schneider, Frieda Schmidt, geb. Weiß, Herr Schmidt (Niedermühle), Kurt Demuth, Franz Hoffmann (Bäcker), Wilhelm Drescher (Leinwand-Drescher), Karl Geisler, Frau Pförtner,
Franz Czech.
Der Eisenbahnverein:
Auf dem Marktplatz fand unter großer Beteiligung der Bevölkerung die Fahnenweihe des Eisenbahnvereines statt.
Die Ehrenpforte vor dem Bahnhof in Liebau anlässlich
der Fahnenweihe.
Die Fahnenweihe auf dem Marktplatz.
Bierkrug des Eisenbahnvereins aus dem Jahr 1930
(Bild von Herrn Krzysztof Sopata aus Lubawka - Liebau)
Der Männergesangverein:
Auch in Liebau gab es früher einen Männergesangverein.
Das folgende Bild zeigt die Mitglieder während eines gemeinsamen Ausfluges.
Musikkapellen:
Die Liebauer "Konzert-Kapelle" mit dem Direktor Emil Haffke (Aufnahme: 1922)
Die Jazzbandkapelle "Haffke" (Aufnahme: ca. 1923)
Segelflieger-Club:
Liebauer Segelflieger mit dem "Grunau-Baby" in der
Segelflugschule Grunau bei Hirschberg
Die Liebauer Segelflieger um 1935
Sonstiges:
Verein zur Hebung der Geflügel- und Kaninchenzucht für Liebau und Umgebung - 25jähriges Stiftungsfest 1933
"Club der kleinen geselligen Jugendgemeinschaft"
Alfons Krause, Bernhard Krause, Max Kasper, Paul Friedmann,
A. Bauer und Anton Rebholz
Diese Aufnahme entstand anlässlich des Geburtstages des Stellmachermeisters Karl Geisler vor seiner Werkstatt, Trautenauer Straße Nr. 10 (Anfang der 1930)
Erinnerung an den "Singer-Club"
B) Die Freiwillige Feuerwehr:
Quellen:
- Heimatbuch des Kreises Landeshut, Hrg. Ernst Kunick, Landeshut 1929
- Schlesischer Gebirgsbote
Im Jahre 1867 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Mitbegründer waren damals u. a. Kaufmann Wilhelm Drescher, Prokurist Zeidler und Seilermeister Schramm. Im Jahre 1907 wurde eine Rauchmaske mit Frischluftzuführung angeschafft. Zu dieser Zeit war der Kaufmann Wilhelm Drescher Vorsitzender und 1. Brandmeister, der Glasschleifermeister Müller Stellvertreter und Werkmeister Meier Steigerführer. Am 30. Juli 1927 konnte das 60jährige Gründungsfest feierlich begangen werden.
Die Stadtverwaltung Liebau war in den Folgejahren sehr bemüht, die Feuerwehr weiter auszubauen und mit modernen Geräten zu versorgen. Das vorhandene Gerätehaus wurde vergrößert, zu den zwei vorhandenen Handdruckspritzen und einer Magirusleiter folgte die Beschaffung eines Zugwagens mit Motorspritze. Die ständige Fortbildung der Kameraden fand an der Feuerwehrschule in Waldenburg statt.
Vorführung der Rauchmaske mit Frischluftzuführung im Jahre 1907.
60jähriges Gründungsfest der Freiwilligen Feuerwehr am 30.07.1927
Stiftungsfest der Feuerwehr
Freiwillige Fabrikfeuerwehr der Möbelfabrik Hesse, später Laske:
Familienausflug der Freiwilligen Feuerwehr der Möbelfabrik Hesse
im Jahr 1909.
Freiwillige Fabrikfeuerwehr der Möbelfabrik Hesse anlässlich des
25. Jubelfestes im Jahre 1913.
C) Innungen:
Quellen:
- Heimatbuch des Kreises Landeshut, Hrg. Ernst Kunick, Landeshut 1929
- Schlesischer Gebirgsbote Nr. 32 - 34/1959
Wann in Liebau die ersten Innungen entstanden sind, lässt sich nicht genau feststellen. Nur anhand von alten Urkunden lassen sich Rückschlüsse auf ungefähre Gründungsjahre schließen. Danach ist wohl die Fleischerinnung (1581) die älteste Liebauer Innung, gefolgt von der Schneiderinnung (1611) und der Bäckerinnung (1618). Es folgen dann die Tischlerinnung (1656), die Maurer- und Zimmerinnung (1710) und die Schlosser- und Schmiedeinnung (1850).
Folgende Innungen gab es Mitte 1920 in Liebau:
- Bäckerinnung
- Fleischerinnung
- Schlosser- und Schmiedeinnung
- Schneider- und Kürschnerinnung
- Schuhmacherinnung
- Tischler- und Drechslerinnung
Die Bäckerinnung:
Die Fleischerinnung:
Die Maurer- und Zimmererinnung:
Die Schlosser-, Schmiede- und Klempnerinnung:
Die Schneiderinnung:
Die Tischlerinnung:
Geselliges Beisammensein der Tischler im Juli 1913.