Die Schulen

(Verfasser: Hella Tegeler)

Quellen:
Festschrift zum 200-jährigen Jubiläum des Realgymnasiums zu Landeshut, Landeshut 1910,
    Druck: Armin Werner`s Buchdruckerei
-
  Heimatbuch des Kreises Landeshut i. Schlesien, hrg. von E. Kunick, Landeshut 1929
-  Schlesischer Gebirgsbote
-   Webschule Landeshut in Wort und Bild, Landeshut, 30. November 1929

Die Volksschule in der Altstadt:

In der Volksschule wurden Kinder beider Konfessionen unterrichtet. Auf der linken Seite befand sich die katholische Schule und auf der rechten Seite die evangelische Schule. Die Aula in der Mitte des Gebäudes wurde gemeinsam genutzt.

Die Volksschule am Methnerplatz

Die Schulanlage der Volksschule mit dem Jahn-Denkmal (rechts), 

im Hintergrund befinden sich die Pastorenhäuser der Gnadenkirche

Die Volksschule und die Beamtenhäuser

Die Schulanlage der Volksschule mit den Beamtenhäusern

Lehrerkollegium der katholischen Volksschule im Jahre 1920

Von links nach rechts: Kantor Matzker, Lehrer Kuhn, Fräulein Buhl, Lehrer Pautsch, Lehrer Strauch, Rektor Falge, Lehrer Heinzel, Lehrer Klippel, Lehrer Schimoneck und Lehrer Schmidt.

Lehrerkollegium der evangelischen Volksschule im Jahre 1920

Von links nach rechts: Rektor Hermann Pohl, Hugo Stein, Max Opitz, Karl Vogt, Adolf Kügler, Reinhold Zahn, Felix Lange, Willi Ludwig, Oskar Wittwer, Ernst Wagner, Frl. Lina Sprotte, Max Riedel, Artur Hoffmann, Hugo Lamprecht, Willi Nickgen, Frl. Erna Wilke und Ernst Kunick.

Katholische Volksschule, Jahrgang 1925 mit Klassenlehrer
 Adolf Schmidt

Katholische Altstadtschule, 2. Klasse mit Konrektor Kuhn, 1926

Das folgende Bild zeigt Trommler und Pfeifer der evangelischen Volksschule, Jahrgang 1914/15 mit Lehrer Seydlitz:

Volksschule im Ortsteil Leppersdorf:

Am 12. August 1909 wurde der Bau einer achtklassigen Schule im Ortsteil Leppersdorf beschlossen.

Das Leppersdorfer Schulgebäude im Jahre 1987

Das Leppersdorfer Schulgebäude im Jahre 1987

Die Bahnhofschule im Ortsteil Niederleppersdorf

Noch im Jahre 1925 lag das Schulgebäude am Bahnhof in der Leppersdorfer Straße und trug die Hausnummer 2. Nach der Umbenennung der Straße in Hirschberger Straße erhielt das Haus die Nr. 4. Der zunächst kleine Schulhof wurde später erheblich vergrößert. Die "Bahnhofschule", wie sie später im Volksmund hieß, wurde auch häufig nach dem Hauptlehrer der Katholischen Volksschule in diesem Haus "Schiller-Gymnasium" genannt. Die beiden Schulleiter Hauptlehrer Fernando Schiller und Rektor Gründel trugen gemeinsam die Verantwortung für die heran-wachsenden Schüler.

Die frühere Bahnhofschule (Aufnahme: 1965)

Schuljahr 1911 und 1912 der Landeshuter Schule am Bahnhof mit dem Hauptlehrer Schiller und Fräulein Schütte.

Städtische Mittelschule:

Sie wurde im Jahre 1862 als Familienschule gegründet und nannte sich seit 1875 Kuratoriumsschule. Später war sie die "Höhere Töchterschule".  Im Jahre 1923 wurde daraus die Städtische Mittelschule. Sie bestand aus 6 Klassen mit 6 Lehr-kräften. 1927 besuchten 127 Schülerinnen diese Schule.

Der Eingang zur Mittelschule mit der Gnadenkirche im Hintergrund

Die Mittelschule im Jahre 1995

Fastnachtsfeier der Klasse 4 der Mädchenschule im Jahre 1918:
Abgebildet sind - Oben: Ilse Sittenfeld, Wally Thamm, Marianne Heinzel, Klara Scharf, Hertha Kinzel, Helene Vogt.
Mitte: Käthe Hansing, Marianne Schiller, Charlotte Maschinski, Käthe Schneider, Gretel Grimmig.
Unten: Trudel Schoenknecht, Erna Lindner.

Die Klasse 4 der Mittelschule am 9.März 1933
Von links nach rechts: 1. Reihe: Erna Lorenz, Hildegard Wittwer, 
Lisa Stief, Ursel Hildebrand, Annemarie Hoffmann, Gretel Pelz,
 Elisabeth Schmidt;
2. Reihe: Lotte Künzel, Ruth Beier, Doris Rösler, Ursel Springer,
 Erna Gillner, Ursel Plischke, Felicitas Schreckenbach;
3. Reihe: Eva-Ruth Meuer, Ursel Seidel, Lucie Trallst, Ursel Rudolph
 und Lotte Faber.

Mittelschulabschlussklasse 1934 mit der Lehrerin Frau Seemann.
Von links nach rechts: Annemarie Schubert, Hildegard Bartels, Edeltraud Werner, Erna Kutzner, Anneliese Beer, Marianne Leyser, Hanna Beyer.

Mittelschullehrerin Frau Seemann

Schülerinnen der Mittelschule mit Rektor Rauhut während einer Schulwanderung.

Realgymnasium, später Oberrealschule:

Die Gründung des Realgymnasiums geht auf das Jahr 1710 zurück. Am 27. Januar 1710 wurde die damalige evangelische Bürgerschule eröffnet. Sie bestand aus einer höheren Schule (Lateinschule) und einer Volksschule. Die zunächst vorbildliche evangelische Lateinschule erlitt im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts aus äußeren und inneren Gründen einen raschen Verfall, so dass sie Anfang des 19. Jahrhunderts kaum noch den Namen einer höheren Schule verdiente. Erst die Schenkung von rund 21.000 Talern, welche der Kaufmann Ernst Wilhelm von Kluge durch testamentarische Verfügung der Stadt zu Schulzwecken vermachte, schaffte die Möglichkeit zu einer Neuorganisation der Schule. Große Verdienste für die Schule erwarben sich auch der Bürgermeister Perschke, der Superintendent Falk der Ältere und der Rektor Baude. Diesen Personen ist es zu verdanken, dass das Niveau der Schule wieder derart angehoben wurde, dass sie durch Verfügung des Ministeriums der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten am 1. November 1836 wieder als höhere Bürgerschule anerkannt wurde. Im Jahre 1866 wurde ein Neubau errichtet.

Ostern 1930 wurde das Realgymnasium in eine Oberrealschule umgewandelt. Später wurde die Schule dann nach dem berühmtesten Sohn der Stadt benannt: Carl-Gotthard-Langhans-Gymnasium. Dies geschah auf Vorschlag des letzten Oberstudiendirektors der Schule, Herrn Ernst Hantke.

Das alte Schulgebäude der Bürgerschule bis 1866

Das alte Schulgebäude der Bürgerschule bis 1866

Der seit 1866 bestehende Neubau

200-jährige Jubelfeier des Realgymnasiums am 3. u. 4. Juli 1910
(Die Wahl des Sommers zu dieser Feier geschah nur aus 
Rücksicht auf praktische Verhältnisse)

Lehrerkollegium der Oberrealschule im Jahre 1930

Sitzend: Turn- und Zeichenlehrer Thielow, Studienrätin Pätzold, Studienrektor Dr. Kuntze, Studienrat Böhm, Studienrat Allner,
 Professor Dr. Seeliger. 
Stehend: Studienrat D. Thur, Schulamtsbewerber Kretschmer, Oberkaplan Schölzel, Pastor Krebs, Studienrat Mais,
 Herr Semler, Oberschullehrer Paesler und Studienrat Hentschel.

Lehrerkollegium der Carl-Gotthard-Langhans-Schule im Jahre 1935

Sitzend von links: Frl. Studienass. Kaiser, Dr. Zuchold, Oberstudiendirektor Hantke, Herr Hodel, Frl. Studienass. Kühnert, Studienass. Schiescheck.

Stehend von links: Studienrat Böhm, Studienrat Hentschel, Oberschullehrer Heidenreich, Studienrat Thur.

Die Private Mädchenschule:

Im Jahre 1875 wurde in Landeshut eine Private Mädchenschule gegründet. Das 25jährige Bestehen der Schule wurde 1900 mit einem lustigen Schulfest begangen. Die damalige Schulleiterin war Frau Lydia Wendt.

Schulfest anlässlich des 25jährigen Bestehens der Schule 

Schulfest anlässlich des 25jährigen Bestehens der Schule

Die Webschule:

Bevor die Webschule am 1. Oktober 1929 in Landeshut gegründet wurde, hatte sie seit dem 
1. Februar 1897 ihren Platz in Schömberg. Sie war auf genossenschaftlicher Grundlage aufgebaut. Trägerin war die Bezirksgruppe Landeshut e. V. des Verbandes Schlesischer Textilindustrieller e. V. in Breslau. Der erste Direktor dieser Schule war der Ingenieur Hans Piper.

Im Erdgeschoss befanden sich die Wohnung des Hauswartes, ferner eine Werkstatt für Schlosserei und Tischlerei mit einem Materiallager sowie der große Websaal. Im ersten Obergeschoss waren zwei Vortragssäle von 87 bzw. 70 qm Grundfläche untergebracht. Das zweite Obergeschoss war für die Wohnungen des Schulleiters und einer weiteren Lehrkraft vorgesehen. Im Dachgeschoss befanden sich außer den Nebenräumen der Wohnungen, wie Waschküche, Trockenboden und Abstellkammern, noch Lehrmittelzimmer und ein Raum für psychotechnische Untersuchungen.

Die Webschule an der Bismarckstraße

Die Webschule an der Bismarckstraße

Die erste Klasse der Schule im Gründungsjahr

Unterricht in der Webschule

Unterricht in der Webschule

Unterricht in der Webschule

Unterricht in der Webschule

Unterricht in der Webschule

Die Landwirtschaftsschule:

Die Landwirtschaftsschule wurde im Jahre 1876 in Schweidnitz gegründet und 1912 nach Landeshut verlegt. Leiter der Schule war der Landwirtschaftsrat Ludwig Schleip. Die einzelnen Jahrgänge besuchten zwei Winterhalbjahre die Schule.

Seit ca. 1930 befand sich diese Schule in dem früheren katholischen Leppersdorfer Schulgebäude.

Das folgende Bild zeigt noch Schüler der damaligen katholischen Volksschule im Jahre 1927 mit ihrem Lehrer Bauch.

Auf dem folgenden Foto ist Herr Landwirtschaftsrat Ludwig Schleip abgebildet, Leiter der Landwirtschaftsschule.

Die Landwirtschaftsschule, vorher kath. Volksschule.

Absolventen der Landwirtschaftsschule des Jahrganges 1935/36

 mit ihren Lehrern

Absolventinnen der Landwirtschaftsschule des Jahrganges 1935/36

 mit ihren Lehrern

Absolventinnen der Landwirtschaftsschule des Jahrganges 1936/37

 mit ihren Lehrern

Das folgende Bild zeigt die Jungbauernschaft anlässlich eines Festzuges in Breslau.

Die Kaufmännische- und die Gewerbliche Fortbildungsschule:

Die Kaufmännische Fortbildungsschule wurde im Jahre 1900 gegründet. Sie bestand aus 3 Klassen und wurde von dem Kaufmännischen Verein Landeshut unterhalten. Drei Lehrer waren nebenamtlich an dieser Schule tätig.
Die Gewerbliche Fortbildungsschule bestand aus 23 Klassen mit 17 nebenamtlichen Lehrern. Gegründet wurde sie am 15. April 1904.

Die erste Fortbildungsschule für Handwerkerlehrlinge wurde bereits im Jahre 1862 durch Senior Feuerstein gegründet. Wegen geringer Teilnahme wurde sie aber nach kurzer Zeit wieder geschlossen.

Schüler der Kaufmännischen Fortbildungsschule des Jahrganges 1919

Friseur-Fachschule 
(Original des Bildes bei Frau Margit Kneifel, geb. Gläser, Cloppenburg)

Die "Spielschule" (Kindergarten) in der Mühlgraben-Promenade

Auf dem folgenden Foto sind Kinder der "Spielschule" im Jahre 1913 abgebildet. Unterstützt wurde dieser Kindergarten vom Vaterländischen Frauenverein. Leiterin dieser Gruppe war Edith Kobbelt. Der 3. Junge von links in der oberen Reihe ist Edelhard Rock.