Vogelsdorf (Ptaszków)

(Verfasser: Hella Tegeler)

Vogelsdorf liegt am nördlichen Ausgang der Stadt Landeshut. Unmerklich, besonders für Fremde, ist der Übergang von der Stadt zum Dorf.

Erstmalig urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahr 1297. Damals lautete die Bezeichnung "Voglinsdorf". Grundherr war ein Ritter Rudiger. Nach dem 30jährigen Krieg wurde Vogelsdorf gemeinsam mit Nieder Zieder als "50 Hufen" (nach der Größe der Gemarkung) bezeichnet.

Sowohl die zuständige katholische als auch die evangelische Kirche befanden sich in Landeshut. Schulen für beide Konfessionen waren aber im Ort vorhanden. Einwohnerzahl: 1925 = 628 (davon 452 evangelisch), 1939 = 591. Nach der dörflichen Berufsstatistik des Jahres 1933 waren nur ca. 24 % der Bewohner in der Landwirtschaft tätig, so dass ein großer Teil in den Fabrikbetrieben Landeshuts beschäftigt war. Heute gehört Vogelsdorf zur Landgemeinde Kamienna Góra (Landeshut).

Quellen:
- Anhang aus dem Adressbuch von 1911 des Kreises Landeshut
- Knie, J. G.: Übersicht der Dörfer, Flecken und Städte der königl. Provinz Schlesien, 1845
- Pohlendt, Heinz: Die Landeshuter Passlandschaften, Priebatschs Buchhandlung Breslau 1938
- Schlesischer Gebirgsbote
- Treblin, Martin: Beiträge zur Siedlungskunde im ehemaligen Fürstentum Schweidnitz, Breslau 
   E. Wohlfahrt 1908, hrg. vom Verein für Geschichte Schlesiens (6. Band)
- Zimmermann, Friedrich Albert: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, 5. Band, 1785

Blick auf Vogelsdorf

Gasthof "Zum Kaiser Friedrich" und Warenhandlung 

(Besitzer Robert Urban)

Die katholische Volksschule

Die evangelische Volksschule

Auf dem folgenden Foto sind Schülerinnen und Schüler der katholischen Volksschule mit ihrem Lehrer Hubrich im Jahre 1919 abgebildet.

Das sog. "Jungferngut" - 

In diesem großen Fachwerkbau lebten mehrere Bewohner.

Der Ortsteil "Fiebich"

Das folgende Bild zeigt das Haus Nr. 36 der Familie Leisner. Dieses Haus wurde im Jahre 1700 errichtet. 

Bilder aus dem Alltag:

Das folgende Bild zeigt die Dorfjugend.