Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul

(Verfasser: Hella Tegeler)

Quelle:
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Schlesischer Gebirgsbote

Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul ist das älteste Bauwerk in Landeshut. Sie wurde 1294 von dem Piastenherzog Bolko I. erbaut. Während des Überfalls der Hussiten auf die Stadt im Jahre 1426 ging das Holzdach der Kirche in Flammen auf. Der Wiederaufbau der stark zerstörten Kirche erfolgte zwischen 1427 - 1436. Während der Reformationszeit diente sie zwischen 1562 - 1629 und 1634 - 1637 den Protestanten als Gotteshaus. Im Jahre 1885 erfolgte eine Restaurierung im Stil der Neugotik. Kanzel und Orgelempore sind Barock.

Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul

Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul - Der Eingang

Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul - Blick zur Orgel

Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul - Blick zur Orgel

Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul - Blick zum Hochaltar

Katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul (heute) - Blick zum Hochaltar

Auf dem folgenden Foto ist die Weihnachtskrippe abgebildet, die alljährlich zum Weihnachtsfest den Altar schmückte.

Epitaph von 1599:
Vor dem Presbyterium steht links an der Wand ein Epitaph von 1599, das folgende Inschrift enthält:

ANNO  1599  DEN  24  OCTOB:  IST  IM  HERRN  SELIG  ENTSCHLAFEN  DIE  ERBARE  TUGENTSAME  FRAU  ELISAB.  HAMMIN  -  H  -  M  AMBROSII  LANGEN  PFARRERS  ALHIE  EHELICHE  HAUSFRAU  IHRES  ALTERS  55.  DEN  25  OCTOB:  SEINE  TOCHTER  CATHARINA  18  JAR  ALT.  DEN  27  SEIN  SON  CHRISTIAN  27  JAR  ALT.  ZU  VOR  ABER  DEN  14  OCTOB:  SEINE  JÜNGSTE  TOCHTER  ANNA  12  JAR  ALT  U  7  WOCHEN  WELCHE  ALLE  ZUR  ZEIT  DER  PEST  HIE  BEGRABEN  GOTT  VERLEIHE  IHNEN  EINE  FRÖHLICHE  AUFERSTEUNG

Es handelt sich bei diesen aufgeführten Personen um die Angehörigen des damaligen evange-lischen Seelsorgers der Kirche, Ambrosius Lange. Zu der damaligen Zeit war die Stadtpfarrkirche protestantisch.

Das katholische Pfarrhaus
Die Grundsteinlegung erfolgte am 3. August 1893.

Das Kaplanhaus

Beisetzung des Erzpriesters und Geistlichen Rates Paul Franz Scholz

am 11. Februar 1936

Pfarrer Paul Franz Scholz (22.08.1863 - 07.02.1936)

Paul Franz Scholz mit seinen Kaplänen (Aufnahme: 1912)

Amtseinführung des Stadtpfarrers Bernhard Görlich am 26.Januar 1937

Nachfolger des Erzpriesters und Geistlichen Rates Paul Franz Scholz wurde Pfarrer Bernhard Görlich. Als letzter deutscher Pfarrer vor der Vertreibung wurde er am 26. Januar 1937  in sein Amt eingeführt.
(* 25.05.1909 in Striegau, + 11.10.1984 in Heilbronn-Biberach)

Amtseinführung am 26. Januar 1937

Amtseinführung

Stadtpfarrer Bernhard Görlich bei seiner Amtseinführung

Amtseinführung

Erzpriester Janowski führte Pfarrer Görlich
 in der Pfarrkirche in sein Amt ein.

Amtseinführung

Im Jahre 1958 konnte Pfarrer Bernhard Görlich sein 25jähriges Priesterjubiläum feiern. Anlässlich dieses Ereignisses überbrachte can. theol. Wolfgang Gottstein Glückwünsche und Grüße des Arbeitskreises Landeshut.

Kantore der Gemeinde St. Peter und Paul:

Der am 1. April 1854 im Forsthaus Blasdorf bei Schömberg (später Tannengrund) geborene Joseph Matzker war nach seiner Schulzeit und dem Besuch des Lehrerseminars zunächst zwei Jahre als Hilfslehrer in Grüssau tätig, um ab 1878 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1919 als Lehrer und Kantor in Landeshut zu wirken. Er verstarb am 8. Februar 1923 in Landeshut. Beigesetzt wurde er auf dem katholischen Friedhof in Landeshut.
Nachfolger im Amt wurde Johannes Riedel.

Kantor Joseph Matzker (01.04.1854 - 08.02.1923)

Lehrerkollegium der katholischen Volksschule im Jahre 1920
(von links nach rechts: Kantor Matzker, Lehrer Kuhn, Fräulein Buhl, Lehrer Pautsch, Lehrer Strauch, Rektor Falge, Lehrer Heinzel, Lehrer Klippel, Lehrer Schimoneck und Lehrer Schmidt).

Langjähriger Kantor und Nachfolger von Joseph Matzker war Chorrektor Johannes Riedel. Nach seiner Pensionierung wurde sein Sohn Johannes sein Nachfolger.

Chorrektor Johannes Riedel mit dem Kirchenchor St. Peter und Paul