Pfaffendorf (Szarocin)  

Die Bewohner, Häuser Nrn. 100 - Gutsbezirk

Haus Nr. 100:

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1911           =        Herbst, August - Inwohner; Klose, Gustav - Inwohner
1925          =        Güttler, Paul - Koksarbeiter; Klose, Gustav - Forstarbeiter;
                            Mende, Emma - Rentenempfängerin
1938          =        Güttler, Paul - Forstarbeiter; Klose, Gustav - Forstarbeiter;
                            Krause, Ernestine - Rentnerin

Es handelte sich um ein Mietshaus, das zum Dominium gehörte.
Mieter waren u. a.

  1. Familie Klose: Gustav Klose und seine Ehefrau Hedwig, geb. Kriegel, hatten 3 Söhne:

       1.1  Herbert Klose ist im 2. Weltkrieg gefallen.
       1.2 Paul Klose
           
 Er war 2-mal verheiratet
             1. Ehefrau:  Alice Utzt aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 102), Tochter des Schmiedemeisters
                     Josef Utzt. Diese Ehe wurde aber nach kurzer Zeit geschieden.
             2. Ehefrau:  Elisabeth Grallert aus Schreibendorf.
                     Ihre Schwester Emma war in Haselbach mit Richard Drescher verheiratet (s. dort Haus
                     Nr. 47).
        1.3 Willi Klose
              
Willi erlernte den Weberberuf, wurde Webmeister und zog nach Schömberg. Nach 1946
              lebte er mit seiner Familie in Zorn über Bad Schwalbach.
Nach dem Kauf des Hauses Nr. 101 zog die Familie Klose in die eigenen vier Wände um.

1911 wohnte auch August Herbst aus Schreibendorf in diesem Haus. Er war mit Emma Selma Fischer verheiratet.

Haus Nr. 101:

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1911           =         Pfeiffer, Heinrich - Kleingärtner
1925          =         Goebel, Paul - Hausbesitzer
1938          =         Klose, Paul - Schlosser

Dieses Haus wechselte im Laufe der Jahre mehrfach den Besitzer. Zuletzt gehörte es Gustav Klose (s. Haus Nr. 100). In Pfaffendorf wurde er auch der Klose-Fischer genannt, weil er die Fischerei im Schweinlich gepachtet hatte.

Die Familie Klose erlitt ein schweres Schicksal. Sie war die letzt in Pfaffendorf verbliebene deutsche Familie. Sohn Paul musste in der Porzellanfabrik in Haselbach arbeiten. Seine Eltern und seine Ehefrau blieben bei ihm und teilten mit ihm das harte Leben.

Im Oktober 1949 war es Gustav Klose und seiner Ehefrau Hedwig, geb. Kriegel, vergönnt, das Fest der goldenen Hochzeit zu feiern. Zu diesem Fest waren alle Deutschen aus den Nachbardörfern eingeladen. In Haselbach, Dittersbach städt. und Schreibendorf lebten auch noch einige deutsche Familien. Gustav Klose starb 1958 in Pfaffendorf und seine Ehefrau Hedwig 1959.

Am 06.12.1966, nach 21 Jahren, durfte Paul Klose endlich zu seinem Bruder, Webmeister Willi Klose, nach Zorn über Bad Schwalbach ausreisen. Seine Ehefrau Elisabeth, geb. Grallert, war am 18.03.1965 in Pfaffendorf verstorben. Am 22.03.1970 heiratete Paul Klose in 2. Ehe seine Cousine Else, geb. Sladkowski. Das Glück war aber nur von sehr kurzer Dauer, da er bereits am 11.04.1970 in Zorn verstarb.

Haus Nr. 102:

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1911           =        Emmrich, Wilhelm (sen.) - Schmiedemeister;
                            Emmrich, Wilhelm (jun.) - Schmiedemeister
1925          =        Emmrich, Hermann - Landwirt
1938          =        Emmrich, Hermann - Landwirt; Emmrich, Fritz - Tischler

Dieses Haus gehörte Hermann Emmrich, verheiratet mit Emma Neuherz. Die Eheleute hatten 2 Kinder:

  1. Fritz Emmrich                     (1911 - 1996 in Freudenberg)

       Er heiratete Elfriede Pohl, Tochter des Bahnarbeiters Gustav Pohl (s. Haus Nr. 72).
    2. Margarete Emmrich, verh. Seidel  (verst. 2001 in Kreuztal/Siegerland)

Hermann und Emma Emmrich fanden nach 1946 in Bindow über Königswusterhausen eine neue Heimat. Emma Emmrich starb 1963, ihr Ehemann folgte ihr im Jahr 1965.

Haus Nr. 103:

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1911           =        Lösche, Karl - Kleingärtner
1925          =        Lösche, Gustav - Hausbesitzer
1938          =        Lösche, Berta- Hausbesitzerin

Nach dem Tod seines Vaters Karl übernahm Gustav Lösche dieses Haus. Verheiratet war er mit Berta Casper. Während der Ehe wurden drei Kinder geboren:

  1. Gerhard Lösche ist während des 2. Weltkrieges gefallen.
  2. Herbert Lösche ist während des 2. Weltkrieges im Antonienwald tödlich verunglückt.
  3. Erna Lösche           (1923 - 2004 in Siegen)

       Sie heiratete Rudolf Künzel aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 3), Sohn des Felix Künzel und 
       dessen 1. Ehefrau Martha, geb. Liebsch (s. auch Pfaffendorf Haus Nr. 78).

Gustav Lösche starb bereits 1931 in Pfaffendorf. Seine Ehefrau lebte nach 1946 bei ihrer verheirateten Tochter Erna Künzel in Hüttental-Geisweid (Siegerland). Dort starb sie am 06.11.1967.

Haus Nr. 104:

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1911           =       Mende, Geschwister - Web.; Wähner, August - Großgärtner
1925          =       Wähner, August - Hausbesitzer; Pfitzner, Richard - Arbeiter
1938          =       Wähner, August - Hausbesitzer; Pfitzner, Richard - Arbeiter

Ursprünglich beherbergte dieses Haus eine kleine Weberei, die im Besitz der Familie Mende war. Diese Familie war mit dem folgenden Besitzer des Hauses, August Wähner, verwandt. Er heiratete Karoline Bürgel aus Schreibendorf. Während der Ehe wurde Tochter Klara geboren, die sich mit Richard Pfitzner aus Breslau vermählte. Aus dieser Verbindung stammen 3 Kinder:

  1. Irmgard Pfitzner, verh. Balle
  2. Gerhard Pfitzner                    (1925 - 1982)
  3. Wilhelm Pfitzner starb im Alter von 10 Jahren nach der Vertreibung.


Richard Pfitzner ist während des 2. Weltkrieges gefallen. Seine Familie wohnt seit 1946 in Halle an der Saale.

Haus Nr. 105:

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1911           =        Anders, Adolf - Böttchermeister
1925          =        Anders, Adolf - Böttchermeister
1938          =        Anders, Adolf - Böttcher

In diesem Haus lebte und arbeitete der Böttchermeister Adolf Anders. Er war verheiratet mit Agnes Mecke aus Giessmannsdorf. Aus dieser Verbindung stammen 9 Kinder:

  1. Grete Anders, verh. Schmidt
  2. Gertrud Anders                        (1921 - 2004 in Jena)
  3. Marta Anders, verh. Köhler
  4. Martin Anders ist während des 2. Weltkrieges gefallen.
  5. Oswald Anders ist ebenfalls während des 2. Weltkrieges gefallen.
  6. Alfred Anders wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.
  7. Else Anders, verh. Schwedler
  8. Richard Anders                       (1925 - 1970 in Rheinhausen) 
  9. Helmut Anders                       (1922 - 1976 in Kamp-Lintfort)  


Adolf Böttcher verstarb während des Krieges in Pfaffendorf. Nach dem Tod ihres Ehemannes heiratete Agnes Anders einen Herrn Sawatzki. Sie starb am 04.01.1958 in Kamp-Lintfort, Kreis Moers. 

Haus Nr. 107:

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1911           =       Friebe, verw. - Postagent
1925          =       Pfeiffer, Heinrich - Landwirt
1938          =       Pfeiffer, Heinrich - Landwirt; Pfeiffer, Wilhelm

Diese Landwirtschaft gehörte Heinrich Pfeiffer. Er übte in Pfaffendorf bis zur Vertreibung das Amt des Gemeinderechners aus.
Mit seiner Ehefrau hatte er zwei Kinder:

  1. Wilhelm Pfeiffer

       Er heiratete Frieda Schäl, Tochter des Landwirtes Schäl (s. Haus Nr. 114). Aus dieser
       Verbindung stammen die drei Söhne Alfred, Werner und Walter.
    2. Anna Pfeiffer
        
Sie vermählte sich mit dem Schmiedemeister Kurt Emmrich (s. Haus Nr. 83).

Nach 1946 lebte die Familie Pfeiffer im Siegerland. Heinrich Pfeiffer starb am 05.03.1963 in Lindenberg. Frieda Pfeiffer, geb. Schäl, verstarb am 06.05.1986 in Kreuztal-Eichen, ihr Ehemann Wilhelm am 07.01.1989.

Haus Nr. 107 - Familie Pfeiffer

Haus Nr. 109:

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1911            =        Elsner, Wilhelm - Bahnarbeiter; Wähner, Gustav - Chausseewärter
1925           =        Friebe, Wilhelm - Arbeiter; Müller, Adolf - Arbeiter; Sommer, Max - Arbeiter
1938           =        Liebig, Albert - Packer; Sommer, Max - Fabrikarbeiter

Dieses Haus gehörte dem Bäckereibesitzer Gustav Drescher (s. Haus Nr. 81).
Mieter waren u. a.

  1. Adolf Müller, verheiratet mit Bertha Rasper (sie starb im März 1957 in Silberhausen/Thüringen. Aus dieser Verbindung stammen zwei Töchter:

       1.1  Frieda Müller, sie heiratete Alfred Friebe (s. Haus Nr. 67).
       1.2  Erna Müller, sie heiratete Wilhelm Friebe (s. Haus Nr. 60).
       Zwischen Alfred und Wilhelm Friebe bestand keine Verwandtschaft.
    2. Wilhelm Friebe verheiratet mit Erna Müller (s. o. 1.2). Das Ehepaar erwarb nach 1925 das
        Haus Nr. 60.
    3.  Albert Liebig ist während des 2. Weltkrieges gefallen.

Haus Nr. 110  (Hotel "Graf Moltke"):

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1911            =        Klose, Gustav - Hotelbesitzer
1925           =        Beck, August - Gastwirt; Krause, August - Arbeiter
1938           =        Beck, Ida - Gasthofbesitzerin; Blau, Gerhard - Webmeister;
                             Hüner, Emil - Arbeiter; Schmidt, Gustav - Elektroinstallateur

Ursprünglich gehörte das Hotel Gustav Klose. Der folgende Besitzer war zunächst August Beck. Dieser war 2-mal verheiratet. Aus der 1. Ehe stammen 4 Kinder, u. a. Tochter Adele Beck, die sich mit dem späteren Mühlenbesitzer Karl Peisert vermählte (s. Haus Nr. 56).
In 2. Ehe heiratete August Beck die verwitwete Ida Wagner aus Brieg, die das Hotel nach dem Tod ihres Ehemannes (Ende 1920) weiterführte. Nach 1938 übernahm ihr Sohn Richard Wagner aus ihrer 1. Ehe mit seiner Ehefrau Elli Ehrling das Hotel. Aus dieser Verbindung stammen zwei Töchter:

  1. Waltraud Wagner, verh. Rath
  2. Brigitte Wagner, verh. Giesler


Nach 1946 wohnte die Familie Wagner in Buschhütten-Langenau im Siegerland. Dort starben Richard Wagner am 01.11.1986 und seine Ehefrau Elli am 01.08.1991.

Mieter im Hotel "Graf Moltke" waren:

  1. Webmeister Gerhard Blau
  2. Elektorinstallateur Gustav Schmidt
  3. Emil Hüner, er starb 1955 in Kitzen, südwestlich von Leipzig.

Hotel "Graf Moltke" (Aufnahme: vor dem Krieg)

Rechts: Hotel "Graf Moltke", Bildmitte: Haus Nr. 63 mit Nebengebäude

Haus Nr. 111:

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1925          =       Feifar, Hugo - Tischlermeister
1938          =       Feifar, Hugo - Tischlermeister

Dieses Haus gehörte dem Tischlermeister Hugo Feifar. Nach 1911 wurde es erst errichtet. Hugo Feifar war 2-mal verheiratet:

1. Ehefrau:  Lina Hoffmann; sie übte in Pfaffendorf über 30 Jahre das Amt der
       Gemeindesektretärin aus. Nach 1938 wohnte sie im Haus Nr. 124. Aus der Verbindung mit Lina,
       geb. Hoffmann, stammen 2 Söhne:
       1.  Walter Feifar
           
Er war mit Rosina Knittel verheiratet. Während des 2. Weltkrieges ist er gefallen. Sohn Edgar
           hat ebenso wie sein Vater das Tischlerhandwerk erlernt.
           Rosina Feifar lebte mit der Familie ihres Sohnes nach 1946 in Braunlage. Dort starb sie am
           02.04.1986.
        2. Helmut Feifar
           
Er heiratete Frieda Ulber aus Reußendorf (s. dort Haus Nr. 93). Aus dieser Verbindung
            stammen 2 Kinder, Sohn Joachim und Tochter Bärbel. Helmut Feifar ist ebenfalls während
            des 2. Weltkrieges gefallen. Seine Ehefrau starb 1950 in Ströhen im Alter von nur 35 Jahren.

2. Ehefrau:  Else, geb. Kühn, Tochter aus dem Kolonialwarengeschäft Kühn in Pfaffendorf 
          (s. Haus Nr. 70).

Hugo Feifar war etwa ab 1925 zwanzig Jahre Vorsitzender des gemischten Chores "Rautendelein" aus Pfaffendorf. Chorleiter war der Lehrer Helmut Stark.

Nach 1946 lebte Hugo Feifar mit seiner Ehefrau in Ennepetal. Dort verstarb er 1965. Seine Ehefrau Else starb am 17.02.1983.

Die folgenden genannten Häuser gehören zum Ortsteil Eventhal:

 (in Klammern = Hausnummern ab 1943)

Haus Nr. 1  (Nr. 113):

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1911           =        Kretschmer, Friedrich - Tischlermeister
1925          =        Elsner, Oskar - Arbeiter
1938          =        Krause, Konrad - Elektor-Monteur

Dieses Haus war später im Besitz von August Bettermann.

Haus Nr. 2  (Nr. 114):

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1911             =        Schäl, Luise - Stellenbesitzerin
1925            =        Schäl, Albrecht - Landwirt
1938            =        Schäl, Albrecht - Landwirt

Diese Landwirtschaft gehörte der Familie Schäl. Luise Schäl, geb. Bühn, war die 2. Ehefrau ihres Ehemannes. Sie starb am 06.02.1953 in Eichen.
Aus beiden Ehe hatte der Landwirt Schäl, soweit bekannt, 5 Kinder:

  1. Marta Schäl, verh. Matuscheck                   (1887 - 1967)
  2. Selma Schäl                                                    (1889 - 1968)

       Sie vermählte sich mit Gustav Beier aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 58), Sohn des
       Großgärtners August Beier.
    3. Albrecht Schäl                                                (1894 - 1972)
        Nach dem Tod seines Vaters übernahm er die Landwirtschaft. Verheiratet war er mit Liesel
        Elsner
. Aus dieser Verbindung sind 5 Kinder hervorgegangen:
        3.1  Heinz Schäl, er befand sich auf dem Kriegsschiff "Bismarck", als dieses unterging.
        3.2  Helmut Schäl
       
3.3  Marianne Schäl starb noch in Pfaffendorf
        3.4  Gerhard Schäl
        
3.5  Edith Schäl, auch sie starb noch in Pfaffendorf.
        Nach 1946 lebte die Familie Albrecht Schäl in Kreuztal-Eichen. Liesel Schäl starb bereits am
        24.02.1955. Ihr Ehemann Albrecht überlebte sie um 17 Jahre, er starb am 23.10.1972.
     4. Klara Schäl, verh. Krause                               (geb. 1896)
     5. Frieda Schäl                                                      (1905 - 1986)
         Sie heiratete Wilhelm Pfeiffer, Sohn des Landwirtes Heinrich Pfeiffer (s. Haus Nr. 107).

Haus Nr. 3  (Nr. 115):

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1911               =       Gelke, August - Fabrikarbeiter

Dieses Haus war später im Besitz von Albrecht Schäl.

Haus Nr. 4  (Nr. 116):

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1911           =       Beer, August - Schuhmacher
1925          =       Beer, Heinrich - Maschinist
1938          =       Beer, Heinrich - Heizer und Maschinist; Menzel, Alfred - Fabrikarbeiter

Besitzer dieses Hauses war der Schuhmacher August Beer. Sein Sohn Heinrich arbeitete in der Fabrik in Dittersbach städt. als Heizer und Maschinist. Er vermählte sich mit Selma Hamann aus Reußendorf (s. dort Haus Nr. 81), Tochter des Landwirtes Friedrich Hamann. Nach dem Tod der Schwägerin Ida Hamann, geb. Thiemt (Reußendorf), nahm das Ehepaar Beer deren Sohn Rudolf bei sich auf. Dieser heiratete später Liesbeth Stiller aus Reußendorf (s. dort Oberhof).
Neben dem Pflegesohn Rudolf Hamann hatte das Ehepaar 2 Töchter:

  1. Hedwig Beer               (1914 - 2003 in Bad Königshofen in Bayern)

       Sie heiratete Alfred Menzel, Sohn des Hermann Menzel (s. Haus Nr. 117). Nach 1946 kamen die
       Eheleute Menzel nach Bad Königshofen in Bayern.
    2. Margarethe Beer, verh. Pfitzmann
        
Sie war bei der Familie Lückhoff (s. Dominium) im Haushalt tätig.

Das Ehepaar Beer lebte nach 1946 in Freudenberg bei Siegen. Dort starb Heinrich Beer bereits am 04.02.1951, seine Ehefrau Selma im Januar 1987.

Haus Nr. 5:

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Bis zum Jahr 1900 war dieses Haus im Besitz der Familie Menzel.
Der ursprüngliche Besitzer war Carl Ehrenfried Menzel, verheiratet mit Beate, geb. Brauer. Sohn Ernst Menzel (1825 - 1887) übernahm es nach dem Tod des Vaters. Er war in 1. Ehe verheiratet mit Ernestine, geb. Ansorge (1830 - 1864), Tochter des Fleischermeisters Johann Christian Benjamin Ansorge aus Ober-Haselbach und dessen Ehefrau Johanne Christiane, geb. Büttner. Aus dieser Ehe stammt Sohn August Menzel (1857 - 1941), der 3-mal verheiratet war.
1. Ehefrau:  Marie, geb. Reh aus Bausnitz in Böhmen (1859 - 1887)
       Aus dieser Verbindung stammen 2 Söhne:
       1.1  Heinrich Menzel, er war in Krummenau verheiratet.
       1.2  Wilhelm Menzel
             
Er heiratete Emilie Finger, Tochter des Bauerngutsbesitzers Ernst Wilhelm Finger aus
             Haselbach (s. dort Haus Nr. 34). Die Eheleute Menzel wohnten nach der Eheschließung
             zunächst 5 Jahre auf dem Dominium und anschließend in Pfaffendorf, Haus Nr. 37.
2. Ehefrau:  Pauline, geb. Beer aus Pfaffendorf           (1860 - 1897)   (s. Haus Nr. 2)
        Mit seiner 2. Ehefrau hatte August Menzel 2 Töchter:
        2.1  Klara Menzel, sie heiratete Heinrich Kuhn (s. Haus Nr. 8).
        2.2  Selma Menzel, sie heiratete den verwitweten Fritz Hamann aus Reußendorf
               (s. dort Haus Nr. 81).
3. Ehefrau:  Bertha, geb. Drescher, aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 56)
        Aus dieser Verbindung stammt:
        Sohn Albert Menzel, geb. 1901

Dieses Haus musste der Eisenbahnlinie Hirschberg - Schmiedeberg - Landeshut geopfert werden. Es befand sich in unmittelbarer Nähe des Bahndammes, so dass es nach Fertigstellung der Bahnlinie abgerissen wurde.

August Menzel erwarb 1893 den Besitz seines Schwiegervaters Christian Beer im Oberdorf
(s. Haus Nr. 2). Nach großen Umbauarbeiten zog er mit seiner Familie in das fertig gestellte Haus und bewirtschaftete dort eine Landwirtschaft.

        

Haus Nr. 6:

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Dieses Haus fiel ebenfalls der neuen Eisenbahnlinie Hirschberg - Schmiedeberg - Landeshut zum Opfer. Es wurde sofort abgerissen.

Haus Nr. 7  (Nr. 117):

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1911             =         Breiter, Heinrich - Bahnarbeiter
1925            =         Menzel, Hermann - Eisenbahnarbeiter
1938            =         Menzel, Hermann - Bahnarbeiter

Besitzer dieses Hauses war vor 1900 Robert Krause, verheiratet mit Anna Drescher, der jüngsten Tochter des Großgärtners Traugott Drescher aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 111). Aus dieser Verbindung gingen 6 Kinder hervor:

  1. August Krause ist im 1. Weltkrieg gefallen.
  2. Gustav Krause ist im 2. Weltkrieg gefallen.
  3. Berta Krause, sie heiratete den Ziegelmeister Jakob.
  4. Selma Krause

       Sie vermählte sich mit dem Grubenaufseher Kriegel von der Bergfreiheitsgrube in
       Schmiedeberg.
    5. Emma Krause, sie heiratete den Bergmann Kirchner aus Rothenzechau.
    6. Anna Krause, verh. Rüttimann, wanderte mit ihrem Mann nach Amerika aus.

Als die Eisenbahnlinie Hirschberg - Schmiedeberg - Landeshut gebaut wurde, beschlagnahmte die Reichsbahn neben den Häusern 5 und 6 auch das Haus von Robert Krause. Da er sich aber von seinem Eigentum nicht trennen wollte, ging er freiwillig in den Tod. Seine Witwe zog danach mit den Kindern in das Haus Nr. 69. Später heiratete sie den in Haselbach tätigen Bahnhofsvorsteher August George.

Im Gegensatz zu den Häusern Nr. 5 und 6 blieb dieses Hauses aber von dem Abriss doch noch verschont und wurde seit dieser Zeit an Bedienstete der Reichsbahn vermietet. Zunächst wohnte die Familie des Heinrich Breiter hier, später zog Hermann Menzel mit seiner Familie ein. Er stammte aus Schreibendorf und war bei der Bahn beschäftigt. Im Rahmen seiner Tätigkeit wurde er nach Pfaffendorf versetzt. Verheiratet war er mit Martha Kuttig. Das Ehepaar hatte 8 Kinder:

  1. Marta Menzel, verh. Ginsberg                         (1916 - 2003 in Ennepetal)
  2. Margarete Menzel, verh. Knüpfer, sie wohnt heute in Hilchenbach.
  3. Emil Menzel ist im 2. Weltkrieg gefallen
  4. Erich Menzel

       Er ist ebenfalls während des 2. Weltkrieges gefallen. Verheiratet war er mit Selma Kahl aus
       Schreibendorf. Ihr Bruder Heinrich Kahl war mit Else Bettermann aus Reußendorf verheiratet
       (s. dort Haus Nr. 70).
    5. Alfred Menzel                            (1911 - 1995 in Bad Königshofen in Bayern)
       Er heiratete Hedwig Beer, Tochter des Heinrich Beer (s. Haus Nr. 116). Nach 1946 lebten die
       Eheleute in Bad Königshofen in Bayern. Dort starb Alfred Menzel am 08.07.1995, seine Ehefrau
       am 16.10.2003.
    6. Fritz Menzel                                (1913 - 1980 in Kreuztal)
        Er vermählte sich mit Else Riediger, Tochter des Landwirtes Paul Riediger (s. Haus Nr. 141).
        Fritz Menzel war als Kutscher auch für August Hartmann in Schreibendorf tätig. Dieser besaß
        mehrere Pferdegespanne und wunderschöne Kutschen. Die Bauern der schlesischen Heimat
        waren immer sehr stolz auf ihre Gespanne, vor allem dann, wenn sie auch noch über
        erstklassige Wagen verfügten. In diesen Kutschen lag viel handwerkliche Kunstfertigkeit, so
        dass deren Besitzer der Wagenpflege eben soviel Aufmerksamkeit schenkten, wie der Pflege
        der dazu passenden Gespanne, nach denen sie beim Pferdehändler solange Ausschau                      hielten, bis sie das "passende Pferdepaar" zusammen hatten.
        Die beiden folgenden Fotos sind auf dem Hof von August Hartmann in Schreibendorf
        entstanden, dem Besitzer der abgebildeten Gespanne. Das linke Foto zeigt einen
        geschlossenen "Landauer", auf dem als Kutscher Fritz Menzel und als Brautdiener Erich
        Schindler zu sehen sind, als sie im Jahre 1933 ein Brautpaar zur Eheschließung fuhren. Das
        rechte Foto zeigt den offenen "Landauer", auch hier kutschiert Fritz Menzel das Gespann zum
        Erntedankfest.
     7. Gerhard Menzel                            (1914 - 1996 in Düsseldorf)
     8. Helene Menzel, verh. Bartel, sie lebte im Kreis Niesky/Oberlausitz.

Nach 1946 kam die Familie Menzel in das Siegerland. Dort starb Hermann Menzel am 01.11.1952 in Niederholzklau, Kreis Siegen. Seine Ehefrau Martha folgte ihm am 20.03.1973.

         

Fritz Menzel als Kutscher auf dem geschlossenen "Landauer"

Fritz Menzel als Kutscher auf dem offenen "Landauer"

Haus Nr. 8  (Nr. 118):

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1911              =         Bettermann, Wilhelm - Stellenbesitzer
1925             =         Bettermann, August - Landwirt
1938             =         Bettermann, August - Landwirt

August Bettermann hatte nach dem Tod seines Vaters Wilhelm die Landwirtschaft und das Fuhrgeschäft übernommen. Im Jahre 1917 vermählte er sich mit Frieda Kubot. Aus dieser Verbindung stammen 3 Kinder:

  1. Willi Bettermann                              (1919 - 1981 in Stuttgart)
  2. Helmut Bettermann
  3. Eine Tochter, die bereits im Alter von ca. 12 Jahren in Pfaffendorf an Diphtherie starb.


Bis zur Auflösung der Landgemeinde Eventhal - Moritzfelde übte August Bettermann mehrere Jahre die ehrenamtliche Aufgabe des Gemeindevorstehers aus.
Nach 1946 lebten die Eheleute bei ihren Söhnen in Stuttgart-Sonnenberg. Dort starb August Bettermann am 10.02.1972. Seine Ehefrau starb am 11.11.1975.

Haus Nr. 118 - Familie Bettermann

Haus Nr. 9  (Nr. 119):

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1911                =         Hoffmann, Wilhelm - Häusler
1925               =         Föhlinger, August - Arbeiter
1938               =         Föhlinger, August - Hausbesitzer

Dieses Haus gehörte August Föhlinger, verheiratet mit Gertrud Schubert. Das Ehepaar hatte drei Töchter:

  1. Helene Föhlinger, verh. Jänisch                    (verst. 1997 in Marl)
  2. Erna Föhlinger, verh. Vette                           (1925 - 2000 in Satzvey)
  3. Elsbeth Föhlinger, verh. Christ


Nach 1946 lebte August Föhlinger mit seiner Ehefrau in Mechernich-Satzvey. Dort verstarb er am 25.03.1975. Seine Ehefrau folgte ihm am 03.08.1990.

Haus Nr. 10  (Nr. 120):

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1911               =         Hänke, Heinrich - Stellenbesitzer und Gemeindevorsteher
1925              =         Hänke, Heinrich - Hausbesitzer
1938              =         Münch, Otto - Friseur

Besitzer dieses Hauses war Heinrich Hänke. Er übte etliche Jahre in Eventhal das verantwortungsvolle Amt des Gemeindevorstehers aus. Soweit bekannt, hatte er mit seiner Ehefrau zwei Töchter:

  1. Klara Hänke, sie heiratete den Schlossgärtner Fritz Janofske (s. Gutsbezirk Pfaffendorf - Schlossgärtnerei)
  2. Auguste Hänke, sie vermählte sich mit dem Friseur Otto Münch, der im Elternhaus seiner Ehefrau einen Friseurladen führte.


Nach 1946 lebte das Ehepaar Münch in Alchen, Kreis Siegen. Dort starb Otto Münch im Juli 1951, seine Ehefrau am 28.03.1954.

Haus Nr. 120 - Familie Münch.

Haus Nr. 11  (Nr. 121):

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1911                =         Ulber, Heinrich - Zimmermann
1925               =         Ulber, Heinrich - Hausbesitzer
1938               =         Ulber, Richard - Hausbesitzer

Besitzer dieses Hauses war Richard Ulber, verheiratet mit Anna Friebe aus Petzelsdorf. Ihr Bruder Wilhelm Friebe wohnte mit seiner Familie in Haselbach (s. dort Haus Nr. 90).
Nach 1946 lebten die Eheleute in Hohenhameln. Sie hatten einen Sohn.

Haus Nr. 12  (Nr. 122):

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1911                =        Wehner, Hermann - Fabrikarbeiter
1925               =        Wehner, Hermann - Straßenarbeiter
1938               =        Wehner, Hermann - Hausbesitzer

Besitzer dieses Hauses war Hermann Wehner. Er hatte mehrere Kinder, folgende sind namentlich bekannt:

  1. Hermann Wehner                       (1898 - 1969 in Bottenbach)

       Er heiratete Hedwig Renner aus Reußendorf (s. dort Haus Nr. 86).
    2. Richard Wehner wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.
    3. Anna Wehner                               (1900 - 1979 in Alchen)
        Sie hatte 2 Söhne: Günther und Manfred.
    4. Alfred Wehner
   
5. Selma Wehner
       
 Sie heiratete Gustav Berg aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 125 und 127).
    6. Ida Wehner

Hermann Wehner starb im Februar 1948 in Hilchenbach.

Haus Nr. 13  (Nr. 123)  - Gasthof "Zur Linde":

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