Hotels und Gaststätten:

(Verfasser : Hella Tegeler)

Quellen:
-
Reiseführer: Der Osten des Riesengebirges, hrg. vom Verkehrsverband des Ostens des
   Riesengebirges
- Schlesischer Gebirgsbote

In Liebau-Stadt gab es früher drei Hotels: "Schmidts Hotel", Hotel "Kyffhäuser" und Hotel '"Deutsches Haus".

Markt:


"Schmidt`s Hotel"   (Markt Nr. 14) 

Besitzer dieses Hotels war zunächst Karl Hoffbauer, später Rudolf Hübner. Als die Hotelgäste um 1900 noch mit der Droschke vorfuhren, war für die Pferde im Hof ein sogenanntes Ausgespann vorhanden. Dort konnten die Pferde versorgt werden und die Fahrer ein wenig ausruhen.                 

Markt Nr. 14 - Schmidts Hotel

Hotelwerbung

Menükarte

Schmidts Hotel -  heute

Hotel "Kyffhäuser"     (Markt Nr. 19)

Besitzer dieses Hotels war zunächst Albert Werschnofsky. Sein Nachfolger wurde Josef Rebhan. Der Besitzerwechsel muss in der Zeit zwischen 1911 und 1925 erfolgt sein. Josef Rebhan besaß vorher eine Konditorei im Hause Trautenauer Str. 44.

Markt Nr. 19 - Hotel "Kyffhäuser"

Hotelwerbung

Vor dem Hotel "Kyffhäuser" (Aufnahme: 1938)

(Bild von Herrn Dr. Andreas Reuschel)

Das frühere Hotel "Kyffhäuser" - heute

Neue Bahnhofstraße:


Hotel "Deutsches Haus"      (Neue Bahnhofstraße 2)

für Bahnreisende lag dieses Hotel äußerst günstig. Es befand sich direkt gegenüber dem Bahnhof. Besitzer war zunächst Hermann Scholz, später übernahm Otto Fischer den Betrieb.

Neue Bahnhofstr. 2 - Hotel "Deutsches Haus"

Neue Bahnhofstr. 2 - Hotel "Deutsches Haus"

Neben den Hotels gab es in Liebau noch das Erholungsheim des Vereins Pr. Justizamtmänner Schlesiens (e. V.) zu Breslau.

Dieses Erholungsheim wurde 1927/28 nach den Plänen des Architekten Piefrusky aus Waldenburg errichtet. Es befand sich kurz vor Ullersdorf am Abhang des Heiligen Berges. Der Gedanke, statt eines einzigen großen Hauses mehrere kleinere, für sich abgeschlossene  Häuser für Erholungszwecke zu bauen, war einer der ersten Versuche in Deutschland, das Erholungsheimwesen auf eine neue Grundlage zu stellen. Man ging damals von dem Gedanken aus, dass es nicht immer angenehm ist, in einem großen Logierhaus mit anderen Gästen Wand an Wand zusammen eine Erholungszeit zu verbringen. Der Gast eines dieser kleinen Häuser war überrascht, ein Einfamilienhaus vorzufinden. Das Verwalterhaus in der Mitte der Anlage beherbergte das Verwalterehepaar. Im Erdgeschoss befand sich eine große Halle, die den geselligen Mittelpunkt der Anlage darstellte.

Erholungsheim für Justizbeamte

Erholungsheim für Justizbeamte

Darüber hinaus gab es auch mehrere Gaststätten und Konditoreien: 

Markt:


Gasthof "Zur Forelle"       (Markt Nr. 15)

Rechts neben "Schmidt`s Hotel befand sich der Gasthof "Zur Forelle". Im Laufe der Jahrzehnte hatte er mehrere Besitzerwechsel erfahren. Zunächst gehörte er Wilhelm Knappe, später Schubert und anschließend M. Kleinwächter.

Von rechts: Nr. 15 - Gasthof "Zur Forelle", 

daneben Nr. 14  "Schmidt`s Hotel"
(Bild von Herrn Dr. Andreas Reuschel)

Gasthof "Zur Forelle"
(Bild von Herrn Dr. Andreas Reuschel)

Gasthof "Zur Forelle" - Innenansicht
(Bild von Herrn Dr. Andreas Reuschel)

Gasthof "Zur Forelle" - Innenansicht
(Bild von Herrn Dr. Andreas Reuschel)

Trautenauer Straße:

Konditorei Schubert, später Teichmann    (Trautenauer Str. 3)     

Trautenauer Str. 3 - Konditorei Arthur Schuster, später Paul Teichmann

Trautenauer Str. - Konditorei Paul Teichmann

 Konditorei Paul Teichmann - Innenansicht

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Gasthof "Grüner Baum"            (Trautenauer Str. 4)

Dieser Gasthof gehörte zunächst Josef Klippel, dann Rudolf Thamm und anschließend Emilie Berndt.

Gasthof "Grüner Baum" - Das Gastzimmer

Gasthof "Grüner Baum" - Der Saal

Gasthof "Zum goldenen Löwen"       (Trautenauer Str. 13)

Besitzer dieses Gasthofes war Robert Guhle, später Fritz Guhle. Der Gasthof war seit dem Jahre 1884 bis zur Vertreibung im Besitz der Familie Guhle.

Gasthof "Zum goldenen Löwen"

 (Besitzer: Robert Guhle, später Fritz Guhle)

Gasthof "Zum goldenen Löwen"

Wihardstraße:

Gaststätte "Zur Eisenbahn"          (Wihardstr. 9)

Besitzer dieser Gaststätte war Paul Heinzel. Im Jahre 1976 wurde das Gebäude abgerissen.

Gaststätte "Zur Eisenbahn"

Gaststätte "Zur Eisenbahn"