Kirchen:
(Verfasser: Hella Tegeler)
In diesem Kapitel soll über drei Kirchen berichtet werden, die zu den bedeutendsten Sehens-würdigkeiten Schlesiens gehören. Es sind dies die Friedenskirchen in Jauer und Schweidnitz sowie die Kirche Wang in Krummhübel.
Die Friedenskirchen:
Im Westfälischen Frieden von 1648 musste Kaiser Ferdinand III. auf Drängen Schwedens seinen schlesischen protestantischen Untertanen nach der Zeit der Unterdrückung drei sogenannte Friedenskirchen zugestehen. Die Wahl der Standorte fiel auf die Städte Glogau ("Zur Krippen Christi" - 1652), Jauer ("Zum heiligen Geist" - 1655) und Schweidnitz ("Zur heiligen Dreifaltigkeit" - 1657). Von hier aus war die gottesdienstliche Versorgung eines flächenmäßig großen, überwiegend von Protestanten bewohnten Gebiets zu gewährleisten.
Die kaiserliche Regierung stellte erschwerende Bedingungen beim Bau der Kirchen: nur Holz und Lehm durfte verwendet werden und die Bauzeit sollte ein Jahr nicht überschreiten. Man hoffte damit, dass sie nicht lange stehen würden. Auch waren Turm und Glocken verboten. Die Kosten musste die Gemeinde tragen. Die Altranstädter Konvention von 1707 brachte neben der Erlaubnis zum Bau von Gnadenkirchen auch die Erlaubnis, den drei Friedenskirchen Türme und Glocken hinzuzufügen.
Während die Friedenskirche in Glogau bereits nach 100 Jahren abbrannte, fiel der barocke Neubau des 18. Jahrhunderts "Zum Schifflein Christi" 1945 der Zerstörung des Zweiten Weltkrieges zum Opfer.
Die beiden Friedenskirchen in Jauer und Schweidnitz sind zum Glück erhalten geblieben und stehen seit dem Jahre 2001 in der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.
Die Friedenskirche in Jauer:
Die Friedenskirche "Zum heiligen Geist" in Jauer
(Aufnahme: vor dem Krieg)
Die Friedenskirche "Zum heiligen Geist" - Blick in den Inenraum
(Aufnahme: vor dem Krieg)
250-Jahrfeier im Jahr 1905
An der Feier nahm Kronprinz Wilhelm teil, der
hier vor der Kirche von der Geistlichkeit empfangen wird.
350-Jahrfeier im Jahr 2005
Bericht des Provinzial-Konservators der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien von 1905 - 1906.
Jubiläumsgottesdienst anlässlich der 350-Jahrfeier
Teilnehmer des Gottesdienstes waren u. a. Herr Karl-Heinz Wehner und Herr Hacke (von rechts).
Die Predigt hielt der leitende Bischof
der evangelischen Kirche Polens,
Bischof Janusz Jagucki Warschau.
Die Orgel
Die Taufkapelle
Der Beichtstuhl
Die Friedenskirche - Innenraum mit Blick zum Altar
Die Friedenskirche - Innenraum mit Blick zur Orgel
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim - Aufnahme: 2016)
Die Friedenskirche in Schweidnitz:
Die Friedenskirche mit den dazu gehörenden Gebäuden
Das Haupttor mit dem Wächterhaus (Aufnahme: vor dem Krieg)
Die Friedenskirche (Aufnahme: vor dem Krieg)
Der Innenraum mit Blick zur großen Orgel (Aufnahme: vor dem Krieg)
Die Friedenskirche
Die Friedenskirche
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)
Der Glockenturm - heute Kunstgalerie
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim,
Aufnahme: 2016)
Die Friedenskirche mit der Jahreszahl 1652 (Jahr der Baugenehmigung)
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)
Informationstafel in drei Sprachen
Blick in den Innenraum, rechts die große Orgel.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)
Die Emporen
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)
Die Emporen
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)
Die wunderbar bemalte Kirchendecke.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).
Gedenktafel in der Kirche.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)
Gedenktafel in der Kirche.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim,
Aufnahme: 2016).
Gedenktafeln in der Kirche.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim,
Aufnahme: 2016)
Gedenktafel in der Kirche.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim,
Aufnahme: 2016)
Erinnerungstafel an die 400-jährige Geburtstagsfeier Luthers am 10. November 1883.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).
Das Prachtstück der ganzen Kirche ist die Fürstensteiner Loge. Über dem Brauthalleneingang wurde sie 2 Meter über dem Fußboden errichtet. Sie wurde 1698 aus Dankbarkeit für die Familien von Hochberg und von Reuß gebaut, die die Protestanten unterstützt hatten.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer aus Bensheim, Aufnahme: 2016).
Blick auf den Altar
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim,
Aufnahme: 2016)
Der Altar von Gottfried August Hoffmann.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)
Teil des Altars
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).
Die Kanzel von Gottfried August Hoffmann.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).
Teil der Kanzel
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).
Teil der Kanzel
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).
Die große Orgel von Gottfried Klose aus Brieg.
Im Orgelchor befindet sich ein Lutherbild
von dem Maler Keil.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).
Die Altarorgel, ein Geschenk des Archidiakonus Sigismund Ebersbach.
Der Taufstein in der Taufhalle von Pankratius Werner aus Hirschberg.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)
Grabstein an der Friedenskirche.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)
Der ehemalige Friedhof.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).
Der ehemalige Friedhof.
(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).
Rechts das ehemalige Wächterhaus, heute ein Café.
Das ehemalige Glöcknerhaus dient heute als Ausstellungsgebäude und Zentrum für UNESCO-Werbung.
Das ehemalige Pfarrhaus ist heute das "Niederschlesische Evangelische Institut".
Das ehemalige evangelische Gymnasium dient heute als Pension.
Schüler dieser Schule war u. a. auch Landeshuts berühmtester Sohn, Carl Gotthard Langhans, Erbauer des Brandenburger Tores in Berlin.
Die Kirche Wang in Krummhübel:
Die Kirche Vang in Norwegen
Die Kirche Vang in Norwegen
Die am 9. April 1840 eingeweihte neue Kirche in Vang
König Friedrich Wilhelm IV.
(15.10.1795 - 02.01.1861)
Architekt Franz Wilhelm Schiertz
(04.08.1813 - 06.10.1887)
Friederike Gräfin von Reden
(12.05.1774 - 14.05.1854)
Längsschnitt der Kirche Wang
(Zeitschrift für Bauwesen 41. Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Berlin 1891, Tafel 11)
Innenansicht der Kirche
Blick zum Altar
Kirche Wang mit Pfarrhaus
Die Kirche Wang
(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)
Vor dem Eingang der Kirche
(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)
Die Kirche Wang
(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)
(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)
(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)
Blick zum Altar
(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)
Der Altar
Innenansicht
(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)
Die Empore
(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)
Blick zur Orgel
(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)
Die Kanzel
Der Laubengang
Der Laubengang
Der Laubengang
Hinweistafel (Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)
Hinweistafel (Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)
Der Friedhof der Kirche Wang
Der Friedhof
(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)
Der Friedhof
(Bild von Herrn Arnold Wittwer aus Bensheim)
Grabstätte von Frau Luise Pohl.
Sie war die Schwägerin des Dichters Gerhart Pohl (09.07.1902 - 15.08.1966), der ein enger Vertrauter Gerhart Hauptmanns war. In dem Haus ihres Schwagers in Krummhübel-Wolfshau (der sog. "Fluchtburg") lebte sie bis zu ihrem Tod, 10 Wochen vor ihrem 100. Geburtstag.
Im Oktober 1857 wurde zu Ehren der im Jahre 1854 verstorbenen Gräfin von Reden ein Denkmal auf dem Gelände der Kirche Wang aufgestellt (s. unten).
Bericht aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge", Heft Nr. 82/1857.
Gedenktafel für Friederike Gräfin von Reden mit einem
Bildnisrelief aus Alabaster.
Bildnisrelief der Friederike Gräfin von Reden
(12.05.1774 - 14.05.1854)
Bericht des Provinzial-Konservators der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien von 1907 - 1908 - Teil I.
Bericht des Provinzial-Konservators der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien von 1907 - 1908 - Teil II.
Gedenktafel an der Stelle des früheren Kriegerdenkmals
Skulptur des Lazarus
Ernst Passauer, der letzte deutsche Pfarrer an der Kirche Wang
Pastor Ernst Passauer (04.08.1880 - 08.06.1946)
(Quelle: Schlesische Nachrichten, Heft Nr. 6/2021)
Ottilie Passauer, geb. Lengnick (09.05.1882 - 03.10.1967)
(Quelle: MyHeritage)
Das Brautpaar Emil Liebehenschel und Martha Lindenmann auf dem Weg vom Pfarrhaus in die Kirche Wang, vorne rechts Pastor Ernst Passauer (Aufnahme: 1931)
(Quelle: Schlesische Nachrichten, Heft Nr. 6/2021)
Das Grab von Pastor Ernst Passauer auf dem Friedhof
neben der Kirche Wang.
(Quelle: Schlesische Nachrichten, Heft Nr. 6/2021)
Grabtafel
(Quelle: Billion Graves)