Kirchen:

(Verfasser: Hella Tegeler)

Quellen:

  • Schlesischer Gebirgsbote
  • Wikipedia


In diesem Kapitel soll über drei Kirchen berichtet werden, die zu den bedeutendsten Sehens-würdigkeiten Schlesiens gehören. Es sind dies die Friedenskirchen in Jauer und Schweidnitz sowie die Kirche Wang in Krummhübel.


Die Friedenskirchen:

Im Westfälischen Frieden von 1648 musste Kaiser Ferdinand III. auf Drängen Schwedens seinen schlesischen protestantischen Untertanen nach der Zeit der Unterdrückung drei sogenannte Friedenskirchen zugestehen. Die Wahl der Standorte fiel auf die Städte Glogau ("Zur Krippen Christi" - 1652), Jauer ("Zum heiligen Geist" - 1655) und Schweidnitz ("Zur heiligen Dreifaltigkeit" - 1657). Von hier aus war die gottesdienstliche Versorgung eines flächenmäßig großen, überwiegend von Protestanten bewohnten Gebiets zu gewährleisten. 

Die kaiserliche Regierung stellte erschwerende Bedingungen beim Bau der Kirchen: nur Holz und Lehm durfte verwendet werden und die Bauzeit sollte ein Jahr nicht überschreiten. Man hoffte damit, dass sie nicht lange stehen würden. Auch waren Turm und Glocken verboten. Die Kosten musste die Gemeinde tragen. Die Altranstädter Konvention von 1707 brachte neben der Erlaubnis zum Bau von Gnadenkirchen auch die Erlaubnis, den drei Friedenskirchen Türme und Glocken hinzuzufügen.

Während die Friedenskirche in Glogau bereits nach 100 Jahren abbrannte, fiel der barocke Neubau des 18. Jahrhunderts "Zum Schifflein Christi" 1945 der Zerstörung des Zweiten Weltkrieges zum Opfer.

Die beiden Friedenskirchen in Jauer und Schweidnitz sind zum Glück erhalten geblieben und stehen seit dem Jahre 2001 in der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Die Friedenskirche in Jauer:

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Am 26. September 1652 wurde der Erlass zur Errichtung der Kirche öffentlich verlesen und am gleichen Tag der Bauplatz vor dem Goldberger Tor gemäß der Weisung "Vor den Toren der Stadt" abgesteckt, auf dem am nächsten Tag unter großer Anteilnahme der Bevölkerung ein Dankgottesdienst abgehalten wurde. Am 24. April 1654 wurde der Grundstein gelegt, und es entstand in der vorgegebenen Zeit eine Fachwerkbasilika mit zwei Emporen in den Seitenschiffen und flacher Kassettendecke. Die Länge des Bauwerks beträgt 43,5 m, die Breite 14,1 m und die Höhe 16 m. Das Dach wurde mit Holzschindeln eingedeckt. Nach dem späteren Einbau von zwei weiteren Emporen fasste die Kirche 6.000 Besucher. Baumeister waren der Breslauer Festungsarchitekt Albrecht von Säbisch und der Jauersche Zimmermann Andreas Kämper. Am 30. September 1655 wurde die Kirche vollendet und am 4. Advent feierlich eingeweiht. Sie bekam den Namen "Zum heiligen Geist".

In den ersten und dritten Emporen befinden sich insgesamt etwa 26 Logen schlesischer Familien. Einige von ihnen wurden mit den Ansichten der Schlösser und Familiengüter verziert. Die Loge der Eheleute Schweinichen/Gersdorff zeigt z. B. die Schlösser Schweinhausburg und Sichow. Neben den Adligen besaßen auch die Ältesten der bedeutendsten Zünfte wie die der Schneider und Schuster eigene Logen. Die zwei mächtigsten Familien hatten eigene Logen auf beiden Seiten des Altars, links die Loge der von Schweinitz, rechts die der Grafen von Hochberg auf Schloss Fürstenstein.

Der Hauptaltar ist 9,2 m hoch und 5 m breit. Er wurde im Jahr 1672 von den Hochbergs gestiftet. Er ist das Werk des Schreinermeisters Michael Schneider aus Landeshut. Besonders schön ist auch die Barockkanzel von 1670. Es handelt sich um ein Werk des Bildhauers Mathias Knote aus Liegnitz. An der Nordseite des Hauptschiffs befindet sich eine Tür, die zur Sakristei führt. Dieser Raum wurde 1704 ausgebaut. ein Teil ist mit einem Holzgitter abgetrennt und wird als Taufkapelle benutzt. Hier befindet sich ein kleiner Altar, der 1715 von der Gräfin von Hochberg gestiftet wurde. Das Taufbecken stiftete die Familie von Schweinitz. Drei Beichtstühle aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts und einer von 1708 stehen jetzt unter den Logen derer von Scheinitz und von Hochberg auf beiden Seiten des Hauptaltars.

Die Orgelgeschichte von Jauer geht bis 1664 zurück. Damals baute Johann Hoferichter aus Peterswaldau die erste Orgel für die Friedenskirche. Sie diente der Gemeinde fast 200 Jahre und wurde in dieser Zeit mehrmals repariert. Die heutige Orgel stammt von Adolf Alexander Lummert aus Breslau und wurde 1856 eingeweiht. Sie hatte ursprünglich 27 Register auf zwei Manualen und Pedal. 1899 fügte die Firma Heinrich Schlag aus Schweidnitz ein drittes Manual mit fünf Registern und pneumatischer Traktur hinzu. Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen wesentliche Teile der Orgel verloren, und es gab nun in der Kirche keine Orgelmusik mehr. Noch einmal konnte das Hauptwerk der Orgel provisorisch instandgesetzt werden, doch war es schon bald nicht mehr spielbar.

Seit 1992 wurde die Wiederherstellung der Orgel in der ursprünglichen Form von 1856 durch den von Richthofenschen Familienverband betrieben. Mit zahllosen Aktivitäten und einem wachsenden Spenderkreis konnte die Finanzierung des ersten Bauabschnittes und die Startfinanzierung des zweiten gesichert werden. Als erster Bauabschnitt konnte 2002 im Rahmen der Aufnahme der Kirche in das UNESCO-Weltkulturerbe das restaurierte Hauptwerk in einem festlichen Gottesdienst mit der Weihe der Orgel wieder in Gebrauch genommen werden. Die Rekonstruktion und Restaurierung von Oberwerk und Pedal wurde 2005 durchgeführt. Der Abschluss wurde mit dem Fest zum 350. Geburtstag der Kirche gefeiert. Die Betreuung dieses zweiten Bauabschnittes hatte der Verein zur Erhaltung und Erforschung schlesischer Orgeln (VEESO) übernommen, der sich seit Jahren um die Restaurierung wertvoller alter schlesischer Orgeln kümmert. Die Rekonstruktion des II. Manuals wurde durch Mittel der Bundesrepublik Deutschland ermöglicht.

Anlässlich dieser Gedenkfeier wurde eine dreisprachige Gedenktafel (polnisch-deutsch-englisch) an der Friedenskirche zur Erinnerung an den bis 1972 bestehenden evangelischen Friedhof enthüllt.

Im Jahre 1708 wurde der Glockenturm an der Südseite der Kirche auf massivem Grund im gleichen Fachwerkstil angebaut. Über der Tür des Turmeingangs konnte man auf einer Tafel folgende Inschrift lesen: "Die Erbauung dieser Evangelischen Kirche, eine Folge des Westphälischen Friedens, ward befohlen von Ferdinand IV. 1652, begonnen auf geweihtem Platze 1654, vollendet 1655". Diese Tafel hängt heute im Altarraum der Kirche auf der linken Seite.

Drei Glocken wurden angeschafft: die große Glocke hat ein Gewicht von 24 Zentnern. Auf ihr ist ein Leopoldstaler festgelötet und trägt eine lateinische Inschrift. Die mittlere Glocke wiegt über 10 Zentner, trägt eine Reihe von Namen und die Inschrift "Mich goß Christian Demminger in Liegnitz 1708". Die kleine Glocke von fast 6 1/2 Zentnern führt den kaiserlichen Doppeladler und eine Reihe von Namen. Auch diese Glocke, wie auch die große, stammt aus der Glockengießerei Demminger, Liegnitz.

Anlässlich der 350-Jahrfeier wurden die Glocken in der Spezialwerkstatt Lachenmeyer, Nördlingen, restauriert und im Rahmen eines ökumenischen Jubiläums-Festgottesdienstes am 11. September 2005 feierlich geweiht.

Quellen: 

  • Führer: Die Friedenskirche in Jauer
  • Schlesischer Gebirgsbote Nr. 10/2005
  • Wikipedia 

Die Friedenskirche "Zum heiligen Geist" in Jauer

(Aufnahme: vor dem Krieg)

Die Friedenskirche "Zum heiligen Geist" - Blick in den Inenraum

(Aufnahme: vor dem Krieg)

250-Jahrfeier im Jahr 1905

 An der Feier nahm Kronprinz Wilhelm teil, der
 hier vor der Kirche von der Geistlichkeit empfangen wird.

350-Jahrfeier im Jahr 2005

Jubiläumsgottesdienst anlässlich der 350-Jahrfeier

Teilnehmer des Gottesdienstes waren u. a. Herr Karl-Heinz Wehner und Herr Hacke (von rechts).

Die Predigt hielt der leitende Bischof 
der evangelischen Kirche Polens, 
Bischof Janusz Jagucki Warschau.

Die Orgel

Die Taufkapelle

Der Beichtstuhl

Die Friedenskirche - Innenraum mit Blick zum Altar

Die Friedenskirche - Innenraum mit Blick zur Orgel

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim - Aufnahme: 2016)

Die Friedenskirche in Schweidnitz:


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Nach dem Zugeständnis des Kaisers Friedrich III. begann die evangelische Bürgerschaft in Schweidnitz bereits am 12. April 1652 einen geeigneten Bauplatz auszuwählen. Am 13. August erfolgte die kaiserliche Bewilligung. Montag den 23. September wurde der Platz abgesteckt und dem Obmann der Evangelischen, Ortlob von Otterau, durch den Landeshauptmann, Freiherrn von Nostitz, übergeben.

Sofort mit dem Bau zu beginnen, das verboten schon die sehr bescheidenen Mittel der durch die Kriegswirren verarmten Bürgerschaft. So hielt man zuerst auf dem angewiesenen Bauplatz Gottesdienst unter freiem Himmel. Als der Rat dies aber verbot, baute man in der Zeit vom 29. November bis zum 23. Dezember an dieser Stelle ein Interimskirchlein. Es war 27 Meter lang und 14 Meter breit.

Nun wurde fleißig gesammelt, in der Gemeinde selbst und an den Kirchtüren in Gräditz und Schwengfeld. Es wurden sogar Boten in die Ferne entsandt, in alle protestantischen Länder. Dass man so mit dem Bau warten musste, hatte auch sein Gutes. War es doch eine ganz neue technische Aufgabe, die es da zu lösen galt, eine möglichst große Kirche nur aus Fachwerk zu errichten. Dass das schwer war, erfuhren die Verantwortlichen in Glogau. Die dort 1652 errichtete Friedenskirche blies 1654 ein Sturm um. In Jauer wandte man sich an den Ingenieurleutnant Albrecht von Säbisch in Breslau, nach dessen Plan der Jauerer Zimmermeister Andreas Kämper im Jahr 1655 die Kirche errichtete.

So konnten die Schweidnitzer Bürger schon auf die dort gemachten Erfahrungen zurückgreifen, als sie sich 1656 imstande sahen, mit dem Kirchenbau zu beginnen. Sie wandten sich ebenfalls an Säbisch, der, um mehr Plätze zu gewinnen und zugleich einen festeren Halt des Ganzen zu erzielen, zu dem Jauerer Langhaus noch ein Querschiff fügte. Auf seinen Wunsch wurde ebenfalls Andreas Kämper mit der Bauleitung betraut, neben dem der Schweidnitzer Zimmermeister Kaspar König und der Ratsmaurermeister Hans Zöllner tätig waren. Trotzdem die Schweidnitzer Kirche nur 1.090 Quadratmeter umfasst und die Jauerer 1.180, hat die Schweidnitzer Kirche 3.000 Sitz- und 4.500 Stehplätze, zusammen 7.500, Jauer dagegen nur 2.500 Sitz- und 3.500 Stehplätze, zusammen 6.000.

Tausend Eichenstämme musste der Rat liefern, die übrigen, etwa zwei Drittel des Ganzen, schenkte Graf Hans Heinrich von Hochberg auf Fürstenstein, dem zum Dank die über der Brauthalle sich erhebende "Fürstensteiner Loge", das Prachtstück der ganzen Kirche, gewidmet wurde.

Die Grundsteinlegung erfolgte am 23. August 1656. Am 24. Juni 1657 wurde die Kirche während eines Festgottesdienstes feierlich eingeweiht. Sie erhielt den Namen "Zur heiligen Dreifaltigkeit". Tags zuvor war das Interimskirchlein abgebrochen worden.

Man errichtete damals nur das Langhaus, das Querschiff und die zwei Hauptemporen, die Sakristei und wohl auch schon eine kleine Vorhalle an der von der Stadt her am leichtesten zugänglichen Südtür. Das Gestühl wurde von Pancratius Werner aus Hirschberg gefertigt. Für die Beleuchtung des nicht allzu hellen Raumes sorgte 1694 der Landeshuter Kaufmann Elias von Beuchel und seine Gattin Anna Rosina, geb. Brochmann, durch Anbringung der vier Kronleuchter.

Die Altränstädter Konvention von 1707 brachte die Erlaubnis, Türme und Glocken hinzuzufügen. Daraufhin wurde im Jahr 1708 neben der Kirche ein Glockenturm ebenfalls im Fachwerkstil gebaut.

Die Friedenskirche ist vom Typ her eine Basilika mit einem griechischen Kreuz als Grundriss. An diese Grundform wurde im Osten die Sakristei angebaut, die auch Taufhalle genannt wird. In den folgenden Jahren wurde im Westen die "Totenhalle", im Norden die "Feldhalle" und im Süden die repräsentative "Trauhalle" angebaut. Rund um das Gebäude bauten Adelsfamilien ihre eigenen Logen an, mit separaten Zugängen von außen.

Die große Orgel aus den Jahren 1666 bis 1669 ist ein Werk von Christoph Klose aus Brieg. Sie ist später mehrfach umgeändert worden. Daneben verfügt die Kirche über eine kleine Orgel, ein Geschenk des Archidiakonus Sigismund Ebersbach im Jahr 1695. Diese Altarorgel wurde auf der obersten Empore über dem Altar im Osten aufgestellt. Zu den Organisten der Kirche gehörte seit Dezember 1729 Christoph Gottlob Wecker (1700 - 1774), ein Schüler von Johann Sebastian Bach.

Die sehr prächtige Ausstattung der Kirche ist im Stil des Barocks gehalten. Die Malereien an der Decke des Hauptschiffs, des Querschiffs und der Seitenschiffe stammen von Christoph Kalicke und Christian Süßenbach. Auch die Emporen sind reich bemalt und geschmückt. Gottfried August Hoffmann schuf 1729 die Kanzel und 1752 den Altar zum 100. Jahrestag der kaiserlichen Baugenehmigung.

Die beiden Hauptemporen, deren untere früher den Platz der wohlhabenden Bürger bildete, sind durch sechs Treppen zugänglich, zwei zu beiden Seiten der Brauthalle, zwei zu beiden Seiten der großen Orgel und zwei zu beiden Seiten der Feldhalle.

Was den Blick auf die Kirche, von außen wie auch von innen, so abwechslungsreich gestaltet, das sind die unter der 1. Hauptempore eingebauten Logen und Verschläge und die zwischen beiden Emporen hergestellten Zwischenchöre. Das Prachtstück der ganzen Kirche ist die Fürstensteiner Loge. Über dem Brauthalleneingang ist sie 2 Meter über dem Fußboden errichtet. In der Brauthalle führt eine Treppe zu einem verglasten Gang, der zu den Plätzen führt. Sie wurde 1698 aus Dankbarkeit für die Familien von Hochberg und von Reuss gebaut, die die Protestanten unterstützt hatten.

Wie der Adel durch Anbauten zu ebener Erde, so schufen sich die Zünfte durch Einbauten zwischen den beiden Hauptemporen Plätze. Das sind die Zwischenchöre, zunächst um die einspringenden Ecken der vier Wände.

Die Friedenskirche steht auf einem ummauerten Gelände, das heute "Friedensplatz" heißt und mit seinem Friedhof sowie den dazu gehörenden Gebäuden der Pfarrgemeinde ein denkmal-geschütztes Ensemble darstellt. Dazu gehören:

  • Das ehemalige Pfarrhaus, heute "Niederschlesisches Evangelisches Institut".
  • Der Glockenturm, 1708 gebaut. Er hat Glocken und ein Glockenspiel und wird auch als Kunstgalerie genutzt.
  • Das ehemalige evangelische Gymnasium, 1708 gebaut, heute "Lutherheim", eine Pension mit dem Namen "Barocker Winkel".

       Schüler dieser Schule war u. a. auch Landeshuts berühmtester Sohn, Carl Gotthard Langhans, 
       Erbauer des Brandenburger Tores in Berlin.

  • Das ehemalige Glöcknerhaus dient als Ausstellungsgebäude und Zentrum für UNESCO-Werbung.
  • Das ehemalige Wächterhaus, neben dem Eingangstor, dient heute als Café.
  • Der ehemalige Friedhof wurde bis Ende des 19. Jahhrhunderts genutzt.


Der Friedensplatz ist mit einer ein Kilometer langen Mauer umgeben, deren Haupttor neben dem Wächterhaus ist. Das Tor trägt eine Kartusche mit dem Baudatum 1730 und einer Huldigungsinschrift für Kaiser Karl VI.     

Quellen:     

  1. Dr. Worthmann: Führer durch die Friedenskirche zu Schweidnitz - Verlag von L. Heege, Schweidnitz und Breslau, 1929    
  2. Wikipedia                                                                      

Die Friedenskirche mit den dazu gehörenden Gebäuden 

Das Haupttor mit dem Wächterhaus (Aufnahme: vor dem Krieg)

Die Friedenskirche (Aufnahme: vor dem Krieg)

Der Innenraum mit Blick zur großen Orgel (Aufnahme: vor dem Krieg)

Die Friedenskirche

Die Friedenskirche

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)

Der Glockenturm - heute Kunstgalerie

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim,

Aufnahme: 2016)

Die Friedenskirche mit der Jahreszahl 1652 (Jahr der Baugenehmigung)

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)

Informationstafel in drei Sprachen

Blick in den Innenraum, rechts die große Orgel.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)

Die Emporen

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)

Die Emporen

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)

Die wunderbar bemalte Kirchendecke.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).

Gedenktafel in der Kirche.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)

Gedenktafel in der Kirche.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim,

Aufnahme: 2016).

Gedenktafeln in der Kirche.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, 

Aufnahme: 2016)

Gedenktafel in der Kirche.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim,

Aufnahme: 2016)

Erinnerungstafel an die 400-jährige Geburtstagsfeier Luthers am 10. November 1883.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).

Das Prachtstück der ganzen Kirche ist die Fürstensteiner Loge. Über dem Brauthalleneingang wurde sie 2 Meter über dem Fußboden errichtet. Sie wurde 1698 aus Dankbarkeit für die Familien von   Hochberg und von Reuß gebaut, die die Protestanten unterstützt hatten.


(Bild von Herrn Arnold Wittwer aus Bensheim, Aufnahme: 2016).

Blick auf den Altar

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim,

Aufnahme: 2016)

Der Altar von Gottfried August Hoffmann.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)

Teil des Altars

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).

Die Kanzel von Gottfried August Hoffmann.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).

Teil der Kanzel

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).

Teil der Kanzel

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).

Die große Orgel von Gottfried Klose aus Brieg.

Im Orgelchor befindet sich ein Lutherbild 
von dem Maler Keil.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).

Die Altarorgel, ein Geschenk des Archidiakonus Sigismund Ebersbach.

Der Taufstein in der Taufhalle von Pankratius Werner aus Hirschberg.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)

Grabstein an der Friedenskirche.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016)

Der ehemalige Friedhof.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).

Der ehemalige Friedhof.

(Bild von Herrn Arnold Wittwer, Bensheim, Aufnahme: 2016).

Rechts das ehemalige Wächterhaus, heute ein Café.

Das ehemalige Glöcknerhaus dient heute als Ausstellungsgebäude und Zentrum für UNESCO-Werbung.

Das ehemalige Pfarrhaus ist heute das "Niederschlesische Evangelische Institut".

Das ehemalige evangelische Gymnasium dient heute als Pension.
Schüler dieser Schule war u. a. auch Landeshuts berühmtester Sohn, Carl Gotthard Langhans, Erbauer des Brandenburger Tores in Berlin. 

Die Kirche Wang in Krummhübel:

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Die Stabkirche Wang befindet sich in Krummhübel (Karpacz) - Ortsteil Brückenberg.
Im Valdres-Tal, einem der fünf Täler, die sich im Oslo-Fjord nach Nordwesten ziehen, hat sie einmal gestanden, an den Ufern des Vanger Sees inmitten der weit gestreuten Siedlung Vang, die heute zur Gemeinde Grindaheim zusammengefasst ist. Urkundlich erwähnt wird sie erstmalig zusammen mit anderen Stabkirchen in Valdres in den Jahren 1325 - 1327. Die Schnitzereien der Portale weisen jedoch auf eine frühere Zeit hin. Als wahrscheinliches Baujahr wird das Jahr 1175 vermutet. Der dänische König Harald Blauzahn brachte gegen Ende des 10. Jahrhunderts das Christentum ins Land. Bald nach 1029 wurden durch Olof Haraldson (Olof der Heilige) um 1021 in Gudbrandsdal, Hedemarken und um 1023 in Valdres Kirchen errichtet.

Bis zum Jahr 1841 befand sich die Kirche in Vang auf einem Kirchhof im Herzen der Ortschaft unmittelbar neben dem Vangsee.  Ende 1830 wurde der Bau einer neuen Kirche beschlossen, die direkt neben der Stabkirche errichtet wurde. Bis zur Einweihung der neuen Kirche am 9. April 1840 wurde die alte Kirche noch für Gottesdienste benutzt.     

Alt die alte Stabkirche 1841 versteigert wurde, kaufte der damalige einzige Kenner dieser nordischen Baukunst, der norwegische Maler Johan Christian Clausen Dahl, Professor an der Dresdener Kunstakademie, die Kirche für 94 Spezies und 105 Skilling (ca. 427 Mk). Sein Plan, sie im Osloer Stadtpark aufzustellen, scheiterte. Da er zu jener Zeit in Dresden lebte, erreichte er, dass sie der preußische König Friedrich Wilhelm IV. käuflich erwarb. Dahls Schüler, der Maler und Architekt Franz Wilhelm Schiertz, baute die Kirche in Vang ab, zerlegte sie in ihre Einzelteile und überführte sie per Schiff nach Stettin, von dort auf weiterem Wasserweg nach Berlin. Insgesamt 141 Teile umfasste dieser Transport. In Berlin sollte sie auf der Pfaueninsel wieder aufgebaut werden.

Dieser Plan jedoch wurde von der Idee der Gräfin von Reden durchkreuzt. Sie wusste genau, wie sehr der König das Riesengebirge liebte, wie gern er bei Besuchen in Buchwald den Gebirgskamm betrachtete und kleine Wanderungen in der frischen Natur unternahm. Auf eine Anfrage des Königs nach einem geeigneten Ort für den Wiederaufbau der Kirche antwortete sie: "Der Punkt war längst in meinem Herzen gefunden. Sie muss auf der höchsten Stelle von Brückenberg stehen. Daneben ein Haus von Holz im selben Stil, einfach und rustikal, für Prediger und Schullehrer, denn von Schmiedeberg und Arnsdorf kann das Kirchlein nicht bedient werden, - ein Seelsorger kommt nie herauf". Das Grundstück schenkte Graf Christian Leopold von Schaffgotsch.

Am 2. August 1842 legte Friedrich Wilhelm IV. den Grundstein und am 28. Juli 1844 fand die feierliche Eröffnung und Weihe in Anwesenheit des Königspaares statt. Der Baumeister Hamann trug auf einem Kissen mit der Umschrift "Ehre sei Gott in der Höhe" den alten norwegischen Kirchenschlüssel. Unter dem Gesang "Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben", bewegte sich der Zug auf das Hauptportal zu. Dem Königspaar voran schritt der erste Pfarrer von Wang, Pastor Hermann Werkenthin. Fürstin Eleonore Reuß berichtete später, dass Baumeister Hamann zwar dem König den Kirchenschlüssel überreicht hat. Dieser hätte ihn jedoch in die Hand der Gräfin gelegt, alsdann ihre Hand umfasst, so dass sie die Kirche gemeinsam aufgeschlossen hätten. 

Zwei Jahre nach dem Tod der Gräfin wurde im Jahr 1856 zu ihren Ehren eine Gedenktafel von dem Architekten Friedrich August Stüler mit Bildnisrelief aus Alabaster am Berghang bei der Kirche aufgestellt. Der neue frei stehende Glockenturm wurde aus Stein erbaut, um die Holzkirche vor den starken Gebirgswinden zu schützen. In ihm befinden sich drei Glocken der Gnadenberger Glockengießerei des Christian Ludwig Pühler, die am 18. Mai 1844 aufgezogen und zum ersten Mal geläutet wurden. Die Orgel stammt von dem Schmiedeberger Orgelbauer Schinke.

Nach der Vertreibung der deutschen  Bevölkerung 1946 bildete sich bereits sehr früh eine kleine polnische evangelisch-lutherische Gemeinde, die die Kirche für Gottesdienste, Trauungen, Taufen und Konzerte benutzte. Vor den polnischen Gottesdiensten finden von Mai bis September an allen Sonn- und Feiertagen um 9.00 Uhr Gottesdienste in deutscher Sprache statt.

Quellen:

  • Gebhardt, Erich: Die Kirche Wang im Riesengebirge und ihre Geschichte, Hamburg, Agentur des Rauhen Hauses (1913)
  • Schlesischer Gebirgsbote Heft Nr. 27/1967
  • Wikipedia

Die Kirche Vang in Norwegen

Die am 9. April 1840 eingeweihte neue Kirche in Vang

König Friedrich Wilhelm IV.

(15.10.1795 - 02.01.1861)

Architekt Franz Wilhelm Schiertz

(04.08.1813 - 06.10.1887)

Friederike Gräfin von Reden

(12.05.1774 - 14.05.1854)

Innenansicht der Kirche

Blick zum Altar

Kirche Wang mit Pfarrhaus

Die Kirche Wang

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Vor dem Eingang der Kirche

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Die Kirche Wang

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Blick zum Altar

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Der Altar

Innenansicht

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Die Empore

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Blick zur Orgel

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Die Kanzel

Der Laubengang

Der Laubengang

Der Laubengang

Hinweistafel (Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Hinweistafel (Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Der Friedhof der Kirche Wang

Der Friedhof

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Der Friedhof

(Bild von Herrn Arnold Wittwer aus Bensheim)

Grabstätte von Frau Luise Pohl.


Sie war die Schwägerin des Dichters Gerhart Pohl (09.07.1902 - 15.08.1966), der ein enger Vertrauter Gerhart Hauptmanns war. In dem Haus ihres Schwagers in Krummhübel-Wolfshau (der sog. "Fluchtburg") lebte sie bis zu ihrem Tod, 10 Wochen vor ihrem 100. Geburtstag.

Gedenktafel für Friederike Gräfin von Reden mit einem

 Bildnisrelief aus Alabaster.

Bildnisrelief der Friederike Gräfin von Reden
(12.05.1774 - 14.05.1854)

Gedenktafel an der Stelle des früheren Kriegerdenkmals

Skulptur des Lazarus