Grüssau (Krzeszów) - Die Klosteranlage

(Verfasser: Hella Tegeler)

Quellen:
- Anhang aus dem Adressbuch von 1911 des Kreises Landeshut
- Knie, J. G.: Übersicht der Dörfer, Flecken und Städte der königl. preuß. Provinz Schlesien, 1845
- P. Rose, Ambrosius OSB: Die Glocken von Grüssau (SGB 24/1984)
- Pohlendt, Heinz: Die Landeshuter Passlandschaften, Priebatschs Buchhandlung Breslau 1938
- Zimmermann, Friedrich Albert: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, 5. Band, 1785

Blick auf den Ort und die Klosteranlage
(Aufnahme: vor dem Krieg)

Blick auf den Ort und die ehemalige Stiftkirche
(Aufnahme: vor dem Krieg)

Die Klosteranlage:

Die gesamte Klosteranlage der ehemaligen Zisterzienserabtei Grüssau gehört ohne jeden Zweifel zu den bedeutendsten Barockanlagen Europas.
Die frühere Stiftskirche, die heutige Klosterkirche Mariä Himmelfahrt, wurde in den Jahren 1728 - 1735 unter Abt Innozenz Fritsch errichtet. Die Bauleitung lag in den Händen des Stiftsbaumeisters Joseph Anton Jentsch aus Hirschberg. Die Entwürfe für die bildhauerisch gestaltete Fassade der Barockkirche, die in drei Geschosse gegliedert ist, schuf Ferdinand Maximilian Brokoff. Nach seinem frühen Tod übernahm sein Schüler Anton Dorazil mit einer Bildhauerwerkstatt aus Prag die Leitung. Ihm folgte Dorazils Schwiegersohn Joseph Anton Lachel.
Die Wandmalereien im Inneren der Kirche schuf Georg Wilhelm Neunhertz, ein Enkel Michael Willmanns. Den Entwurt für den Hauptaltar schuf Ferdinand Maximilian Brokoff. Die Ausführung erfolgte durch Anton Dorazil. Das Hauptaltargemälde schuf Peter Johann Brandl. 
Die Orgel wurde in den Jahren zwischen 1732 bis 1736 von Michael Engler dem Jüngeren aus Breslau gebaut.

Die Klosteranlage

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: September 2019)

Die Klosteranlage

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: September 2019)

Bericht des Provinzial-Konservators der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien von 1905 - 1906.

Eingang in die Klosteranlage, in der Mitte die frühere Stiftskirche und rechts die frühere Gaststätte "Zur Klosterbrauerei" 
(Aufnahme: September 2019)

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Links das frühere Gästehaus und in der Mitte die 

St. Josephs-Kirche - Aufnahme: September 2019

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Blick auf die Klosteranlage und den Ort

(Aufnahme: September 2019)

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Die frühere Stiftskirche, die heutige Klosterkirche Mariä Himmelfahrt:

Die Marienkirche
(Aufnahme: vor dem Krieg)

Blick zum Hochaltar
(Aufnahme: vor dem Krieg)

Blick zur Orgel
(Aufnahme: vor dem Krieg)

Blick zur Kanzel
(Aufnahme: vor dem Krieg)

Das Chorgestühl:

Das Chorgestühl war für die Ordensbrüder bestimmt. Als wichtiges Teil der barocken Ausstattung der Kirche trennte es den Kirchenraum in das für Laien bestimmte Hauptschiff und das nur für die Mönche zugängliche Presbyterium. Weil die Laien den Chor nicht betreten durften, führte ein gesonderter Eingang vom Kloster aus hinein.
Das Kunstwerk entstand in den Jahren 1730/35. Einen Teil der Figuren stellte Ferdinand Maximilian Brokoff im Jahre 1731 her. Die Dekorationen vollendete Anton Dorazil.


Die drei folgenden Bilder stellte Herr Dariusz Radziewski aus Lubawka - Liebau - zur Verfügung.

Gruppe der Märtyrer am Chorgestühl

Ein Prophet am Chorgestühl

Gruppe der Propheten am Chorgestühl

Die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

(Bild von Herrn Jürgen Paul - 

Aufnahme: September 2019)


Die Barockfassade

(Bild von Herrn Jürgen Paul -
 Aufnahme: September 2019)

Eingang in die Klosterkirche

(Bild von Herrn Jürgen Paul - 

Aufnahme: September 2019)

Blick auf die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt 
und die St. Josephs-Kirche

(Bild von Herrn Jürgen Paul - 
Aufnahme: September 2019)

Der Turmhelm der Klosterkirche

(Bild von Herrn Jürgen Paul - 

Aufnahme: September 2019)

Teile der Barockfassade der Klosterkirche

(Bild von Herrn Jürgen Paul - 

Aufnahme: September 2019)

In der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

(Bild von Herrn Jürgen Paul -

Aufnahme: September 2019)

In der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

(Bild von Herrn Jürgen Paul - 

Aufnahme: September 2019)

In der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

(Bild von Herrn Jürgen Paul -

Aufnahme: September 2019)


Das folgende Bild zeigt das Hauptaltargemälde. Es wurde von Peter Johann Brandl geschaffen.
Das Foto stellte Herr Arnold Wittwer aus Bensheim zur Verfügung.

In der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt,

Der Hochaltar

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: 2019)

In der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: 2019)

In der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: 2019)

Die Benediktuskapelle

Im Altar dieser Kapelle befindet sich das Bild "Der Tod des hl. Benediktus", das von Felix Anton Scheffler im Jahr 1743 gefertigt wurde.

(Dieses Bild stellte Herr Daruisz Radziewski aus Lubawka - Liebau - zur Verfügung)

Die Orgel der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt:
Die Orgel der Klosterkirche stammt von Michael Engler d. J.  Der berühmte schlesische Orgelbauer der Barockzeit, Michael Engler d. J. (1688 - 1760), schuf in seinem Leben 27 große und kleine Orgeln. Als Schüler des bekannten sächsischen Orgelbauers Andreas Silbermann gründete Engler im Jahre 1720 seine eigene Werkstatt. Zu seinen bedeutendsten Schöpfungen zählt die zwischen 1732 und 1739 für die Klosterkirche der Zisterzienser in Grüssau geschaffene "Große Orgel", für die der bekannte Grüssauer Bildhauer Anton Dorazil den Prospekt schuf. Die Grüssauer Orgel ist die einzige Orgel Englers, die im Originalzustand erhalten blieb. Die anderen Werke aus seiner Hand wurden entweder zerstört oder total umgebaut.

Die berühmte "Engler-Orgel"

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: September 2019)

Die "Engler-Orgel"

Konventamt in der Klosterkirche

Am 3. Juli 1935 wurde das 200jährige Jubiläum der Abteikirche feierlich begangen. Das folgende Bild zeigt den Einzug in die Kirche: unter dem Baldachin in der Mitte Dompropst Generalvikar Dr. Alfons Blaeschke aus Breslau als Vertreter seiner Eminenz Kardinal Bertrams. Dr. Blaeschke war um 1900 Kaplan in Landeshut und danach einige Jahre Pfarrer in Neuen. Wegen dieser engen Beziehungen zu Landeshut und Grüssau kam er zum Kirchenjubiläum und hielt Pontifikalamt mit Festpredigt. Neben ihm rechts, Abt Albert Schmitt und auf der anderen Seite Abt Dr. Laurentius Zeller von St. Matthias in Trier.

Der Turmbrand der Klosterkirche am 22. Oktober 1913

Teile der zerstörten Emanuelglocke und des Engelkopfes.

Die Klosterkirche vor dem Brand

Die Klosterkirche nach dem Brand

Mit dem Wiederaufbau des durch das Feuer zerstörten Turmhelmes beauftragte Abt Albert Schmitt den Grüssauer Baumeister 
Josef Rösner (1877 - 1952).

Turmbau - Zeichnung

Turmbau - Zeichnung

Turmbau - Zeichnung

Turmbau - Aufzugsgerüst

Turmbau - Eisenbetongerippe

Turmbau - Holzkonstruktion der Voluten

Turmbau - Holzkonstruktion der Voluten

Turmbau - Kupferarbeiten

Turmbau - Kupferarbeiten

Turmbau - Laterne, kupfergedeckt

Turmbau - Neuer Engel auf dem Nordturm

Turmbau - Alter Engel auf dem Südturm

Turmbau - Dem wiedererrichteten Turmhelm wird die Richtkrone aufgesetzt.

Turmbau - Turm mit Krone zum Richtfest

Die Ankunft der 7 neuen Glocken auf dem Ziedertal-Bahnhof in Grüssau

Die Ankunft der 7 neuen Glocken auf dem Ziedertal-Bahnhof in Grüssau

Die Glocken werden zur Marienkirche transportiert

Die Glocken werden zur Marienkirche transportiert.

Ankunft vor der Marienkirche

Glockenweihe am 6. Januar 1935, im Vordergrund der "Emanuel"

Glockenweihe am 6. Januar 1935, die Priester begeben sich in die Kirche

Glockenweihe am 6. Januar 1935


Glockenweihe am 6. Januar 1935
(Bild von Herrn Thomas Kühn)

Glockenweihe am 6. Januar 1935

Nach der Glockenweihe kommen die Glocken in den Turm.

Nach der Glockenweihe kommen die Glocken in den Turm.

Die Fürstenkapelle oder auch Fürstengruft genannt:

Ab Innozenz Fritsch ließ in den Jahren 1735 - 1747 die Fürstengruft errichten, die im Osten an die Klosterkirche angebaut wurde. Sie gehört zu den schönsten Barockmausoleen weltweit. Hier ruhen die Piastischen Herzöge von Schweidnitz und Jauer Bolko I., Bernhard und Bolko II. und Bolko das Kind.

Wer die Pläne zu diesem Bauwerk anfertigte, ist nicht bekannt, den Bau dagegen führte Anton Jentsch aus. Als die Einweihung der neuen Abteikirche erfolgte (1735), war die Fürstengruft bis auf die Innengestaltung schon fertig, für die G. W. Neunhertz ab 1736 herrliche Fresken schuf. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete der Italiener Ignaz Albert Provisore an der Marmorierung des Kapelleninneren sowie, zusammen mit Anton Dorazil, an den Skulpturen. Die Arbeiten in der Fürstenkapelle dauerten insgesamt bis in den Dezember 1738 hinein, dagegen fand schon am 31. Mai 1738 die Beisetzung der Gebeine Bolkos I., Bernhards, Heinrichs I. und Bolkos II. in einem Kupfersarg (gegenüber dem mittleren Altar) statt. Zuletzt wurde 1746/47 die Kuppel der Kapelle mit einem Kupferblech (sechs Tonnen schwer) bedeckt. Die Fürstenkapelle ist 27,4 m breit und vom Portal der Kirche bis zur Apsis 18,8 m lang. Die Höhe beträgt vom Fußboden bis zur Laterne 
15 m - die Kuppel hat einen Durchmesser von 9,4 m.

Das folgende Bild zeigt die angebaute Fürstenkapelle:

Kloster Grüssau - Fürstengruft

Fürstengruft - Bolkogedenktafel

 Fürstengruft - Statue Amor Dei

Fürstengruft - Statue St. Rafael

Die Fürstenkapelle - Innenansicht

Die Fürstenkapelle - Innenansicht

Das Denkmal für Bolko das Kind, 

einziger Sohn Bolkos II.

Grabmal Herzog Bolkos I. von Schweidnitz und Jauer

Grabmal Herzog Bolkos I. von Schweidnitz und Jauer

Grabmal Herzog Bolkos II. von Schweidnitz und Jauer

Grabmal Herzog Bolkos II. von Schweidnitz und Jauer

Die Fürstenkapelle - Deckengemälde

Die Fürstenkapelle - Deckengemälde

Die St. Josephs-Kirche

Sie liegt nordwestlich der Klosterkirche. Errichten ließ sie Abt Bernhard Rosa zwischen 1692 - 1695. Die zweigeschossige Fassade wird von kupferbeschlagenen Holzfiguren bekrönt.
Die Wandmalereien im Inneren stammen von Michael Willmann, seinem Sohn Michael Willmann
d. J. sowie seinem Stiefsohn Johann Christoph Lischka. Der geschnitzte Hauptaltar wurde von J. A. Lachel geschaffen.

Das folgende Bild zeigt von links: Die St. Josephs-Kirche (Rückseite), rechts daneben das Gästehaus und die alles überragende Stiftskirche.

Die St. Josephs-Kirche

Die St. Josephs-Kirche (Aufnahme: 2016)
(Bild von Herrn Arnold Wittwer aus Bensheim)

Die St. Josephs-Kirche - Blick zum Hochaltar

Die St. Josephs-Kirche - Blick zum Hochaltar
(Bild von Herrn Arnold Wittwer aus Bensheim)

Die St. Josephs-Kirche - Die Kanzel

Die St. Josephs-Kirche - Die Orgel

Klostergebäude und Gästehaus

Das Klostergebäude schließt im Süden an die Marienkirche an. Im Jahre 1662 wurde es durch denStiftsbaumeister Martin Schuppert umgebaut und aufgestockt.
Das barocke Gästehaus der Äbte wurde 1734 westlich der St. Josephs-Kirche errichtet.

Das Klostergebäude rechts neben der Marienkirche

Das barocke Gästehaus der Äbte rechts im Bild

Das Gästehaus (rechts die St. Josephs-Kirche)


Das Bild stellte Herr Arnold Wittwer aus Bensheim zur Verfügung.

Das Klostergebäude - Südseite (Aufnahme: vor dem Krieg)

Das Klostergebäude (Aufnahme: 2018)

(Bild von Herrn Arnold Wittwer aus Bensheim)

Der älteste Teil des Klosters links im Bild.
(Foto von Herrn Tilman Taube - Aufnahme: 2005)

Der älteste Teil des Klosters in der Mitte des Bildes.
(Foto von Herrn Tilman Taube - Aufnahme: 2005)

Die Bibliothek des Klosters (Aufnahme: 1926)

Karl Hoffmann, der Kirchenschweizer in Grüssau


Ostern 1932 wurde in Grüssau das Amt des Kirchenschweizers eingeführt, um bei den Gottesdiensten in beiden Kirchen vor allem wegen der vielen Besucher auf Ordnung zu achten. Karl Hoffmann übte dieses wichtige Amt aus. Amüsant sind die Beinamen, die ihm der Volksmund gab. "Tippelkoarle", weil er in der Kirche stets umhertippelte, oder "Christenverfolger", weil er bei den Christen auf Ordnung sah. Seine schöne rote Amtstracht brachte ihm folgenden Namen ein: "der rote Moann", der "rote Scheich", "Feuermänndl" oder Laienkardinal".

Alltag im Kloster:

Die folgenden 4 Bilder stellte Herr Arnold Wittwer aus Bensheim zur Verfügung.

Im Archiv

In der Schneiderei

In der Schreinerei

In der Schmiede

Der Klosterfriedhof:

Der Klosterfriedhof ist in zwei Terrassen unterteilt, die durch eine Treppe mit einer Kreuzigungsgruppe des Bildhauers Johann Georg Gode (+ 1758) verbunden sind. In der Friedhofsmauer befinden sich Epitaphien aus der Renaissance.

Der Klosterfriedhof

Die Kreuzigungsgruppe auf dem Klosterfriedhof

Der große Grüssauer Kreuzweg:

Teil des großen Grüssauer Kreuzweges

(Aufnahme: vor dem Krieg)

Informationstafel

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: September 2019)

Station 1

Stationen 2, 3 und 4

Station 5 

Station 7

Station 8

Station 9 - Der Kerker

Station 10 - Das Pilatushaus
(Bild von Herrn Jürgen Paul, Puchheim)

Der Eingang zum Pilatushaus
(Bild von Herrn Jürgen Paul, Puchheim)

Im Pilatushaus
(Bild von Herrn Jürgen Paul, Puchheim)

Station 11 - Das Haus des Herodes

Station 12 - Die heilige Stiege, 

die zum Pilatushaus führt.

Kreuzwegkapellen im oberen Teil 

des alten Friedhofes.

Das frühere Aussehen des Kalvarienberges:

Abbildung 1
Blick auf das Zentrum von Grüssau aus südwestlicher Richtung. Im Vordergrund sind die Kapellen des Kalvarienberges zu sehen, von denen die größte das Pilatushaus ist. In der Ferne sind das Kloster und die Kirchen St. Joseph und Mariä Himmelfahrt zu sehen, rechts davon der St. Anna-Berg mit einer Kapelle, die der gleichen Schutzpatronin geweiht ist.

(Bild von Herrn Marian Gabrowski)

Abbildung 2
Grafik von Balzer, die das Zentrum von Grüssau an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert zeigt.
(Zur Vefügung gestellt von Herrn Marian Gabrowski)

Abbildung 3
Blick auf die Abtei Grüssau von Westen. Das Haus des Pilatus ist in der unteren rechten Ecke zu sehen. Quelle: Zeichnung von Friedrich Bernhard Werner aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, GSTA PK Berlin, Ref. XVII. HA, Rep. 135, Nr. 562/2, pag. 349 (v) - 350 (r).

(Zur Verfügung gestellt von Herrn Marian Gabrowski)

Abbildung 4

Blick auf die Abtei von Grüssau von Osten. Im Hintergrund ist das Pilatushaus zu sehen, an das sich auf der Westseite die heilige Treppe anschließt. Quelle: Zeichnung von Friedrich Bernhard Werner aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, GSTA PK Berlin, Ref. XVII. HA, Rep. 135, Nr. 562/2, pag. 351(r).

(Zur Verfügung gestellt von Herrn Marian Gabrowski)

Abbildung 5

Ansicht des Palastes des Herodes mit der charakteristischen bauchigen Form der Dachkuppel, die mit der auf 
Werners Drucken abgebildeten identisch ist.

(Bild von Herrn Marian Gabrowski)

Abbildung 6

Station XVIII -  Der erste Fall unter dem Kreuz. Wie beim Haus des Herodes ist die zeitgenössische Form der Dachkuppel spezifisch und mit der von Werner identisch.

(Bild von Herrn Marian Gabrowski)

Abbildung 7

Vergleich des zeitgenössischen Aussehens des Pilatushauses (rechts) mit den Darstellungen von Balzer (links) und Werner (Mitte). Der eigentliche Baukörper in Form eines Würfels, der von vier Türmen mit Fenstern an der Spitze umgeben ist, scheint erhalten geblieben zu sein. Das Dach wurde jedoch
 vollständig erneuert.

(Zur Verfügung gestellt von Herrn Marian Gabrowski) 

Abbildung 8

Das Haus des Pilatus und die heiligen Absolventen der Kalwaria Zebrzydowska; hier auf einer Fotografie von vor 1939. Das Aussehen des Daches ähnelt dem von Werner gezeigten Pilatushaus in Grüssau.

(Zur Verfügung gestellt von Herrn Marian Gabrowski)

Abbildung 9

Vorübergehende Verkleidung des Nordturmes der Kirche von Grüssau. Den Entwicklern dieser Lösung ging es in erster Linie darum, das Gebäude so schnell wie möglich und zu relativ geringen Kosten vor Schäden zu schützen, wobei die ästhetischen Qualitäten eine untergeordnete Rolle spielten.

(Zur Verfügung gestellt von Herrn Marian Gabrowski)

Abbildung 10

Das Haus des Pilatus von Südwesten aus gesehen. Das etwa würfelförmige Gebäude hat an jeder Ecke einen Turm, der auf einem kleineren quadratischen Grundriss errichtet wurde.

(Bild von Herrn Marian Gabrowski)

Die Äbte von Grüssau:

Bericht über den Tod des Abtes Reuschel am 5. November 1823.

(Quelle: Schlesische Provinzialblätter, Bd. 78, 11. Stück,

 Nov. 1823, S. 504)

St. Johannes von Nepomuk an der Rabenmühle

Madonna am Benediktushof

Die Klostermühle:

Die folgenden 4 Bilder stammen aus dem Privatarchiv von Herrn Tilman Taube.

Die Klostermühle 

Die Klostermühle

Der Eingang des Müllerhauses

Der Türbogen mit Inschrift

Das St. Josephs-Stift der Grauen Schwestern:

Quelle:

  • Schlesischer Gebirgsbote Nr. 5/1994


Am 08. November 1893 wurden die Grauen Schwestern von der Hl. Elisabeth in Grüssau eingeführt. Die ersten drei Schwestern wohnten im großen Klostergebäude und erwarben im Jahre 1918 die alte Niedermühle an der Johannesbrücke. Die Hauptaufgabe der Schwestern war die Pflege der Kranken in den Familien in Grüssau und den umliegenden Dörfern. Da die Aufgaben ständig zunahmen, kamen im Laufe der Jahre auch mehr Schwestern nach Grüssau. 
Umfangreiche Umbauten des Hauses ermöglichten nach 1930 die Eröffnung eines  Kindergartens, den die NSDAP jedoch im Sommer 1941 wieder schließen ließ. Das modernisierte Haus bot nun außer den Schwestern noch Platz für über 20 Hausgäste, die zu Exerzitien oder während der Ferienzeit gern hier wohnten. In einem kleinen Altersheim haben auch einige Frauen und Männer liebevolle Aufnahme und Betreuung gefunden.
Die Oberinnen waren Schwester Evangelista Otte und Schwester Josepha Wien. Den Kindergarten leitete seit 1934 Schwester Christiana Lehnert. 

Die Kapelle der Grauen Schwestern

Erdbeben  -  Dezember 1799

Im Dezember 1799 ereignete sich in Grüssau ein Erdbeben. Darüber wurde in den Schlesischen Provinzialblättern, Band 30, 12. Stück, Dezember 1799, S. 560 - 561, eindrucksvoll berichtet.

Bericht Teil i

Bericht Teil II