Grüssau (Krzeszów)

(Verfasser: Hella Tegeler)

Grüssau liegt 6 km südöstlich von Landeshut und gehört heute mit 1.400 Einwohnern zur Landgemeinde Kamienna Góra (Landeshut).

Gegründet wurde Grüssau 1242 unter dem Namen "Cresofbor" (auch "Grissobor" = Grenzwald) als Benedektinerkloster. Im Jahre 1292 wurde es von Bolko I, den Zisterziensern zugewiesen. 1810 ging das Kloster mit seinen reichen Besitztümern im Rahmen der Säkularisation an den preußischen Staat über. Die mit zwei mächtigen Türmen geschmückte ehemalige Stiftskirche, 1727 bis 1735 erbaut, ist eine Sehenswürdigkeit nicht nur wegen ihrer gewaltigen Größe, sondern vor allem wegen der reichen künstlerischen Ausstattung. Daneben erhebt sich die ältere, aber ebenfalls mit farbenprächtigen Malereien geschmückte Josephskirche. Den Namen Grüssau trugen bis 1925 nur das Kloster, die Oberförsterei, die Försterei Habichtgrund und die Bahnstation. Am 24.04.1925 wurde dann die Gemeinde Hermsdorf grüssauisch in Grüssau umbenannt. In Grüssau gab es neben der katholischen auch eine evangelische Kirche. Einwohnerzahl: 1925 = 1433 (davon 262 evangelisch), 1939 = 1585.

Von Grüssau lohnt sich ein Spaziergang in das 1,5 km entfernte Bethlehem. Hier befindet sich ein Teich, in welchem ein Pavillon mit Willmann`schen Wandgemälden steht. Dieser Pavillon, welcher den Grüssauer Mönchen als Erholungsort diente, wurde vom Grüssauer Abt Bernardus Rosa erbaut.

Quellen:
- Anhang aus dem Adressbuch von 1911 des Kreises Landeshut
- Knie, J. G.: Übersicht der Dörfer, Flecken und Städte der königl. preuß. Provinz Schlesien, 1845
- P. Rose, Ambrosius OSB: Die Glocken von Grüssau (SGB 24/1984)
- Pohlendt, Heinz: Die Landeshuter Passlandschaften, Priebatschs Buchhandlung Breslau 1938
- Zimmermann, Friedrich Albert: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, 5. Band, 1785

Blick auf den Ort und die Klosteranlage
(Aufnahme: vor dem Krieg)

Blick auf den Ort und die ehemalige Stiftkirche
(Aufnahme: vor dem Krieg)

Die Ortseinfahrt im Jahre 2016:

Bild von Herrn Arnold Wittwer aus Bensheim

Bild von Herrn Arnold Wittwer aus Bensheim

Die Klosteranlage:

Die gesamte Klosteranlage der ehemaligen Zisterzienserabtei Grüssau gehört ohne jeden Zweifel zu den bedeutendsten Barockanlagen Europas.
Die frühere Stiftskirche, die heutige Klosterkirche Mariä Himmelfahrt, wurde in den Jahren 1728 - 1735 unter Abt Innozenz Fritsch errichtet. Die Bauleitung lag in den Händen des Stiftsbaumeisters Joseph Anton Jentsch aus Hirschberg. Die Entwürfe für die bildhauerisch gestaltete Fassade der Barockkirche, die in drei Geschosse gegliedert ist, schuf Ferdinand Maximilian Brokoff. Nach seinem frühen Tod übernahm sein Schüler Anton Dorazil mit einer Bildhauerwerkstatt aus Prag die Leitung. Ihm folgte Dorazils Schwiegersohn Joseph Anton Lachel.
Die Wandmalereien im Inneren der Kirche schuf Georg Wilhelm Neunhertz, ein Enkel Michael Willmanns. Den Entwurt für den Hauptaltar schuf Ferdinand Maximilian Brokoff. Die Ausführung erfolgte durch Anton Dorazil. Das Hauptaltargemälde schuf Peter Johann Brandl. 
Die Orgel wurde in den Jahren zwischen 1732 bis 1736 von Michael Engler dem Jüngeren aus Breslau gebaut.

Die Klosteranlage

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: September 2019)

Die Klosteranlage

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: September 2019)

Eingang in die Klosteranlage, in der Mitte die frühere Stiftskirche und rechts die frühere Gaststätte "Zur Klosterbrauerei" 
(Aufnahme: September 2019)

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Links das frühere Gästehaus und in der Mitte die 

St. Josephs-Kirche - Aufnahme: September 2019

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Blick auf die Klosteranlage und den Ort

(Aufnahme: September 2019)

(Bild von Herrn Jürgen Paul aus Puchheim)

Die frühere Stiftskirche, die heutige Klosterkirche Mariä Himmelfahrt:

Die Marienkirche
(Aufnahme: vor dem Krieg)

Blick zum Hochaltar
(Aufnahme: vor dem Krieg)

Blick zur Orgel
(Aufnahme: vor dem Krieg)

Blick zur Kanzel
(Aufnahme: vor dem Krieg)

Die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

(Bild von Herrn Jürgen Paul - 

Aufnahme: September 2019)


Die Barockfassade

(Bild von Herrn Jürgen Paul -
 Aufnahme: September 2019)

Eingang in die Klosterkirche

(Bild von Herrn Jürgen Paul - 

Aufnahme: September 2019)

Blick auf die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt 
und die St. Josephs-Kirche

(Bild von Herrn Jürgen Paul - 
Aufnahme: September 2019)

Der Turmhelm der Klosterkirche

(Bild von Herrn Jürgen Paul - 

Aufnahme: September 2019)

Teile der Barockfassade der Klosterkirche

(Bild von Herrn Jürgen Paul - 

Aufnahme: September 2019)

In der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

(Bild von Herrn Jürgen Paul -

Aufnahme: September 2019)

In der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

(Bild von Herrn Jürgen Paul - 

Aufnahme: September 2019)

In der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

(Bild von Herrn Jürgen Paul -

Aufnahme: September 2019)


Das folgende Bild zeigt das Hauptaltargemälde. Es wurde von Peter Johann Brandl geschaffen.
Das Foto stellte Herr Arnold Wittwer aus Bensheim zur Verfügung.

In der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt,

Der Hochaltar

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: 2019)

In der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: 2019)

In der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: 2019)

Die Orgel der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt:
Die Orgel der Klosterkirche stammt von Michael Engler d. J.  Der berühmte schlesische Orgelbauer der Barockzeit, Michael Engler d. J. (1688 - 1760), schuf in seinem Leben 27 große und kleine Orgeln. Als Schüler des bekannten sächsischen Orgelbauers Andreas Silbermann gründete Engler im Jahre 1720 seine eigene Werkstatt. Zu seinen bedeutendsten Schöpfungen zählt die zwischen 1732 und 1739 für die Klosterkirche der Zisterzienser in Grüssau geschaffene "Große Orgel", für die der bekannte Grüssauer Bildhauer Anton Dorazil den Prospekt schuf. Die Grüssauer Orgel ist die einzige Orgel Englers, die im Originalzustand erhalten blieb. Die anderen Werke aus seiner Hand wurden entweder zerstört oder total umgebaut.

Die berühmte "Engler-Orgel"

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: September 2019)

Die "Engler-Orgel"

Konventamt in der Klosterkirche

Am 3. Juli 1935 wurde das 200jährige Jubiläum der Abteikirche feierlich begangen. Das folgende Bild zeigt den Einzug in die Kirche: unter dem Baldachin in der Mitte Dompropst Generalvikar Dr. Alfons Blaeschke aus Breslau als Vertreter seiner Eminenz Kardinal Bertrams. Dr. Blaeschke war um 1900 Kaplan in Landeshut und danach einige Jahre Pfarrer in Neuen. Wegen dieser engen Beziehungen zu Landeshut und Grüssau kam er zum Kirchenjubiläum und hielt Pontifikalamt mit Festpredigt. Neben ihm rechts, Abt Albert Schmitt und auf der anderen Seite Abt Dr. Laurentius Zeller von St. Matthias in Trier.

Der Turmbrand der Klosterkirche am 22. Oktober 1913

An einem klaren und sonnigen Herbsttag brach das Unglück über Grüssau herein. Der Nordturm der herrlichen Klosterkirche stand in Flammen. Aus einem Augenzeugenbericht der damals 40jährigen Frau Agnes Hoffmann können wir folgendes erfahren: "Am 22. Oktober 1913 vormittags 1/2  10 Uhr brannte der Nordturm unserer lieben Klosterkirche. Der Wind ging fürchterlich, es war ein richtiger Sturm. Man konnte sich nicht fassen, man musste weinen, es war einer der schrecklichsten Tage in meinem langen Leben. Das Feuer kam zuerst unter dem Engel heraus, dann zu den Glockenlöchern, bald war der ganze Turm eine Feuersäule. Es war fürchterlich anzusehen, der goldene Engel mitten im Feuer, das Heulen des Windes, das Prasseln des Feuers. 41 Feuerwehren waren da, doch konnten sie mit ihren Spritzen nichts schaffen, weil die Türme zu hoch waren. Erst als die Niederhermsdorfer Motorspritze kam, konnte das Feuer bekämpft werden. Das Wasser lief im Turm herunter in die Kirche. Bald stürzte der Engel mit dem Turmhelm herab, durchschlug  das Kirchendach und fiel auf das Kirchhoftor. Nun bestand die große Gefahr für die Kirche, das Gebälk hatte schon Feuer gefangen, doch konnten die Spritzen es löschen. Unser lieber Emanuel, der am 18. Oktober 1913 bei der Einweihung des Kriegerdenkmals zum letzten Mal geläutet hatte, schmolz vor Hitze, zersprang und fiel in den Turm. Durch Flugfeuer brannten 3 Häuser ab, nur gut, dass so viele Feuerwehren da waren. So konnten alle weiteren Häuser gut bewacht werden." 

Aber was war geschehen, wie konnte dieser Brand entstehen? Der 22. Oktober 1913 war ein klarer und sonniger Tag, aber vom Süden her war Sturmwind aufgekommen. Auf dem Turm der Marienkirche waren Handwerker mit Ausbesserungen des Kupferdaches beschäftigt und hatten während der Frühstückspause einen Lötofen unbeaufsichtigt gelassen, Dieser wurde vom Sturm umgeworfen, was dazu führte, dass eine heiße Stichflamme sowohl das von den Dohlen zusammengetragene Reisig als auch das trockene Gebälk und das Holz des Baugerüstes sofort entzündete. Der stürmische Wind fachte den zunächst noch kleinen Brandherd weiter kräftig an, so dass sich dieser rasch ausbreiten konnte. Wenig später stand die ganze Kuppel in hellen Flammen. Wie die Augenzeugin berichtete, waren die Löscharbeiten äußerst schwierig. Erst in der späten Nacht konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden und war am frühen Donnerstagmorgen gegen 5 Uhr endgültig gelöscht. Viele Neugierige kamen in den nächsten Tagen noch nach Grüssau, um sich hier auch als Andenkensammler zu betätigen. Jedes Stückchen Kupfer oder jeder Glockensplitter der großen Emanuelglocke wurde gesammelt und mitgenommen.

Mit staatlicher Hilfe und dank vieler Spenden konnte der zerstörte Nordturm in den Jahren 1930/31 wieder aufgebaut werden. Am 11. und 12. Juli 1931 wurde das "Turmweihfest" feierlich begangen. Doch der Feuerschaden von 1913 war erst ganz behoben, als am 6. Januar 1935 sieben neue Glocken mit einem neuen "Emanuel" im Münster von Grüssau die Weihe erhielten. Sie sollten eine Festgabe zum 200. Jahrestag der Kirchweihe am 3. Juli 1935 sein. Nur den gemeinsamen Bemühungen der Abtei und Pfarrei gelang es mit Hilfe vieler Spenden aus ganz Schlesien, ein Geläut von sieben Glocken zu ermöglichen. Die größte Glocke mit 104 Zentnern, "Emanuel" genannt, ist eine Stiftung der schlesischen Malteser. Hergestellt wurden die Glocken in der Glockengießerei Petit und Gebrüder Edelbrock in Gescher in Westfalen.

Das wunderbare Geläut, welches über das weite und lange Ziedertal hinaus erklang, sollte die Gläubigen aber nur sieben Jahre lang erfreuen. Im Frühjahr 1942 mussten alle sieben Glocken als "Metallreserve" für den Krieg abgeliefert werden. Im August 1947 wurden die drei größten Glocken im Hamburger Glockenlager wiedergefunden. Wegen der schmalen Glockenstuben im romanischen Westwerk von St. Peter in Wimpfen, der neuen Heimat der Grüssauer Benediktinermönche, konnten sie aber dort nicht montiert werden. Der "Emaunel" (104 Zentner) und die "Johannes-Glocke" (42 Zentner) läuten nun in der Kirche von Mosbach im Odenwald.

Teile der zerstörten Emanuelglocke und des Engelkopfes.

Die Klosterkirche vor dem Brand

Die Klosterkirche nach dem Brand

Dem wiedererrichteten Turmhelm wird die Richtkrone aufgesetzt (1931)

Turmweihe vom 11. - 12.07.1931

Die Ankunft der 7 neuen Glocken auf dem Ziedertal-Bahnhof in Grüssau:

Die Ankunft der 7 neuen Glocken auf dem Ziedertal-Bahnhof in Grüssau

Die Glocken werden zur Marienkirche transportiert.

Ankunft vor der Marienkirche

Glockenweihe am 6. Januar 1935, im Vordergrund der "Emanuel"

Glockenweihe am 6. Januar 1935, die Priester begeben sich in die Kirche

Glockenweihe am 6. Januar 1935


Glockenweihe am 6. Januar 1935
(Bild von Herrn Thomas Kühn)

Glockenweihe am 6. Januar 1935

Die Fürstenkapelle oder auch Fürstengruft genannt:

Ab Innozenz Fritsch ließ in den Jahren 1735 - 1747 die Fürstengruft errichten, die im Osten an die Klosterkirche angebaut wurde. Sie gehört zu den schönsten Barockmausoleen weltweit. Hier ruhen die Piastischen Herzöge von Schweidnitz und Jauer Bolko I., Bernhard und Bolko II. und Bolko das Kind.

Wer die Pläne zu diesem Bauwerk anfertigte, ist nicht bekannt, den Bau dagegen führte Anton Jentsch aus. Als die Einweihung der neuen Abteikirche erfolgte (1735), war die Fürstengruft bis auf die Innengestaltung schon fertig, für die G. W. Neunhertz ab 1736 herrliche Fresken schuf. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete der Italiener Ignaz Albert Provisore an der Marmorierung des Kapelleninneren sowie, zusammen mit Anton Dorazil, an den Skulpturen. Die Arbeiten in der Fürstenkapelle dauerten insgesamt bis in den Dezember 1738 hinein, dagegen fand schon am 31. Mai 1738 die Beisetzung der Gebeine Bolkos I., Bernhards, Heinrichs I. und Bolkos II. in einem Kupfersarg (gegenüber dem mittleren Altar) statt. Zuletzt wurde 1746/47 die Kuppel der Kapelle mit einem Kupferblech (sechs Tonnen schwer) bedeckt. Die Fürstenkapelle ist 27,4 m breit und vom Portal der Kirche bis zur Apsis 18,8 m lang. Die Höhe beträgt vom Fußboden bis zur Laterne 
15 m - die Kuppel hat einen Durchmesser von 9,4 m.

Das folgende Bild zeigt die angebaute Fürstenkapelle:

Kloster Grüssau - Fürstengruft

Fürstengruft - Bolkogedenktafel

 Fürstengruft - Statue Amor Dei

Fürstengruft - Statue St. Rafael

Die Fürstenkapelle - Innenansicht

Die Fürstenkapelle - Innenansicht

Das Denkmal für Bolko das Kind, 

einziger Sohn Bolkos II.

Grabmal Herzog Bolkos I. von Schweidnitz und Jauer

Grabmal Herzog Bolkos I. von Schweidnitz und Jauer

Grabmal Herzog Bolkos II. von Schweidnitz und Jauer

Grabmal Herzog Bolkos II. von Schweidnitz und Jauer

Die Fürstenkapelle - Deckengemälde

Die Fürstenkapelle - Deckengemälde

Die St. Josephs-Kirche

Sie liegt nordwestlich der Klosterkirche. Errichten ließ sie Abt Bernhard Rosa zwischen 1692 - 1695. Die zweigeschossige Fassade wird von kupferbeschlagenen Holzfiguren bekrönt.
Die Wandmalereien im Inneren stammen von Michael Willmann, seinem Sohn Michael Willmann
d. J. sowie seinem Stiefsohn Johann Christoph Lischka. Der geschnitzte Hauptaltar wurde von J. A. Lachel geschaffen.

Das folgende Bild zeigt von links: Die St. Josephs-Kirche (Rückseite), rechts daneben das Gästehaus und die alles überragende Stiftskirche.

Die St. Josephs-Kirche

Die St. Josephs-Kirche (Aufnahme: 2016)
(Bild von Herrn Arnold Wittwer aus Bensheim)

Die St. Josephs-Kirche - Blick zum Hochaltar

Die St. Josephs-Kirche - Blick zum Hochaltar
(Bild von Herrn Arnold Wittwer aus Bensheim)

Die St. Josephs-Kirche - Die Kanzel

Die St. Josephs-Kirche - Die Orgel

Klostergebäude und Gästehaus

Das Klostergebäude schließt im Süden an die Marienkirche an. Im Jahre 1662 wurde es durch denStiftsbaumeister Martin Schuppert umgebaut und aufgestockt.
Das barocke Gästehaus der Äbte wurde 1734 westlich der St. Josephs-Kirche errichtet.

Das Klostergebäude rechts neben der Marienkirche

Das barocke Gästehaus der Äbte rechts im Bild

Das Gästehaus (rechts die St. Josephs-Kirche)


Das Bild stellte Herr Arnold Wittwer aus Bensheim zur Verfügung.

Das Klostergebäude - Südseite (Aufnahme: vor dem Krieg)

Das Klostergebäude (Aufnahme: 2018)

(Bild von Herrn Arnold Wittwer aus Bensheim)

Die Bibliothek des Klosters (Aufnahme: 1926)

Karl Hoffmann, der Kirchenschweizer in Grüssau


Ostern 1932 wurde in Grüssau das Amt des Kirchenschweizers eingeführt, um bei den Gottesdiensten in beiden Kirchen vor allem wegen der vielen Besucher auf Ordnung zu achten. Karl Hoffmann übte dieses wichtige Amt aus. Amüsant sind die Beinamen, die ihm der Volksmund gab. "Tippelkoarle", weil er in der Kirche stets umhertippelte, oder "Christenverfolger", weil er bei den Christen auf Ordnung sah. Seine schöne rote Amtstracht brachte ihm folgenden Namen ein: "der rote Moann", der "rote Scheich", "Feuermänndl" oder Laienkardinal".

Alltag im Kloster:

Die folgenden 4 Bilder stellte Herr Arnold Wittwer aus Bensheim zur Verfügung.

Im Archiv

In der Schneiderei

In der Schreinerei

In der Schmiede

Der Klosterfriedhof:

Der Klosterfriedhof ist in zwei Terrassen unterteilt, die durch eine Treppe mit einer Kreuzigungsgruppe des Bildhauers Johann Georg Gode (+ 1758) verbunden sind. In der Friedhofsmauer befinden sich Epitaphien aus der Renaissance.

Der Klosterfriedhof

Die Kreuzigungsgruppe auf dem Klosterfriedhof

Der große Grüssauer Kreuzweg:

Created with Sketch.

Im Jahr 1672 regte Abt Bernhard Rosa den Bau des großen Grüssauer Kreuzweges mit 20 Kapellen und 32 Stationen an, der 1678 vollendet wurde. In den Jahren 1703/17 ließ Abt Dominikus Geyer neue Kapellen des Kreuzweges auf dem Gebiet zwischen der Stiftskirche und Bethlehem bauen. Zunächst wurden 31 Stationen errichtet. 1738 kam die 32. Station - das Grab Christi (in der Maria-Magdalena-Kapelle) - hinzu. Die Kapellen waren mit Gemälden von M. Willmann - die man schon für den früheren Kreuzweg hatte anfertigen lassen - ausgestattet.

Den Besuch der berühmten 32 Stationen des großen Grüssauer Kreuzweges - welche die Veranschaulichung des Neuen Testamentes zum Thema haben - beginnen wir vor dem Haupteingang zu den Klostergebäuden (in der Nähe des Parkplatzes).

Gleich hinter dem Tortürmchen steht die 1. Station: der Abschied Jesus von seiner Mutter in Bethanien. Dann geht es hinaus auf dem Weg nach Bethlehem zum Coenaculum. Hier sind die 2., 3. und 4. Station: die Fußwaschung, die Einsetzung des allerheiligsten Altarsakramentes und die Erstkommunion der Apostel. Danach geht es weiter bis nach Bethlehem, wo die alte Ölbergkapelle (5. Station) in einem Nebenraum der Geburtskapelle ihre neue Stelle gefunden hat, während die 6. Station, der Judaskuß und die Gefangennahme des Heilandes, ihren alten Platz behalten hat. Nun geht es zur 7. Station, wo Jesus von den Schergen in den Cedronbach gestoßen wird. Jetzt biegt der Prozessionsweg zum Kerker ab. Unterwegs kommt die 8. Station, die Annakapelle, wo Jesus beim Verhör mit einem Backenstreich von einem Kriegsknecht mißhandelt wurde. Im Kerker ist die 9. Station, die in ergreifender Weise die Verspottung des göttlichen Heilandes vorführt, und im unteren Teil den "Kerkervater", Jesus in der einsamen Gefangenschaft zeigt. Auf dem Weg zum Pilatushaus werden nunmehr die 28 Vaterunser gebetet, die eigentlich auf den 28 Staffeln der hl. Stiege zu beten sind.

Im Pilatushaus ist nunmehr die 10. Station: das erste Verhör und die Überweisung an Herodes. Die 11. Station, das Haus des Herodes, liegt mitten im Feld. Dann wendet sich die Prozession wieder dem Pilatushaus zu, der Heiland wird über die hl. Stiege zum Palast des Landpflegers hinauf-geschleppt: die 12. Station. Kniend wird die hl. Stiege erklommen, auf jeder Stufe wird eine kurze Anrufung zum leidenden Heiland gebetet. Dann geht es in das Pilatushaus hinein. Die beiden Seitenaltäre, die Geißelung und die Dornenkrönung bilden die 13. und 14. Station. Nun verlässt man das Haus und schaut zurück auf den Eingang, wo auf dem Balkon Pilatus den Herrn den Juden zeigt: "Ecce homo!" (Sehet, welch ein Mensch!), die 15. Station. Zur 16. Station kehren wir wieder ins Pilatushaus zurück.  Der Richter wäscht seine Hände in Unschuld und gibt Jesus den Juden preis. Nun geht es weiter von Kapelle zu Kapelle auf das Dorf zu. Die folgenden Stationen sind uns vom Kleinen Kreuzweg her bekannt. Die 17. Station ist die Kreuzaufbürdung, die 18.: Jesus fällt das erste Mal unter dem Kreuze, die 19.: Jesus begegnet seiner betrübten Mutter, die 20.: Simon hilft Jesus das Kreuz tragen, die 21.: Veronika reicht Jesus das Schweißtuch dar.  Wir sind nun zu den Sandhäusern gekommen und gehen auf dem Mälzerdamm weiter zur 22.. Station: Jesus fällt das zweite Mal unter dem Kreuz. Die 23. Station ist bereits auf dem Klosterhof: Jesus tröstet die weinenden Frauen. Die nächsten Stationen sind auf dem alten Friedhof. Die 24.: Jesus fällt das dritte Mal unter dem Kreuze. Die 25.: Jesus wird in die Felsenhöhle gesperrt (während die Henker das Kreuz herrichten). 26. Station: Jesus wird seiner Kleider beraubt. 27. Station: Jesus wir ans Kreuz genagelt. Die 28. Station ist das große Steinkreuz auf dem Friedhof: Jesus stirbt am Kreuz. Maria, Johannes und Magdalena stehen unter dem Kreuz. An der Fürstengruft ist die 29. Station: die Kreuzesabnahme.  Nun gehen wir die kleine Treppe hinab zur 30. Station: der Leichnam Jesu wird gesalbt. Am Eingang zum Magdalenenkirchlein ist die 31. Station: Jesus wird ins Grab gelegt. Die letzte Station ist im Magdalenenkirchlein selbst: das heilige Grab, die Grabesruhe Christi.
Nur die Fürstengruft trennt die letzte Station des Kreuzweges vom Hochaltar der Marienkirche.

Quellen:

  • Kudera, Dorota: Kloster Grüssau, Laumann-Verlag Dülmen - 1995
  • P. Schneeweiß, Alois OSB: Schlesischer Gebirgsbote Heft Nr. 7/1998

Teil des großen Grüssauer Kreuzweges

(Aufnahme: vor dem Krieg)

Informationstafel

(Bild von Herrn Jürgen Paul - Aufnahme: September 2019)

Station 1

Stationen 2, 3 und 4

Station 5 

Station 7

Station 8

Station 9 - Der Kerker

Station 10 - Das Pilatushaus
(Bild von Herrn Jürgen Paul, Puchheim)

Der Eingang zum Pilatushaus
(Bild von Herrn Jürgen Paul, Puchheim)

Im Pilatushaus
(Bild von Herrn Jürgen Paul, Puchheim)

Station 11 - Das Haus des Herodes

Station 12 - Die heilige Stiege, 

die zum Pilatushaus führt.

Kreuzwegkapellen im oberen Teil 

des alten Friedhofes.

Die Äbte von Grüssau:

Created with Sketch.

Die Gründung des Klosters Grüssau begann im Jahre 1242. Das Kloster befand sich ursprünglich wohl als kleinere Stiftung auf dem Gelände der jetzigen Pfarrkirche von Neuen. Aus jener Zeit ist bekannt, dass Abt Tschasko im Jahre 1289 das Kloster an Herzog Bolko I. abtrat. Wahrscheinlich hat die Stiftung von 1242 bis 1289 mehrere Klostervorsteher (Äbte) gehabt.
An historisch einwandfreien Daten sind überliefert:

  1.   Theoderich  1292 - 1298
  2.   Heinrich I.  1298 - 1303
  3.   Nikolaus I.  1303 - 1310
  4.   Wilhelm  1310 - 1312
  5.   Heinrich II. Camerarius  1312 - 1332
  6.   Nikolaus II.  1332 - 1352
  7.   Helwig  1352 - 1357
  8.   Heinrich III. v. Probsthain  1357 - 1359
  9.   Nikolaus III. Kestner  1360 - 1374
  10.   Heinrich IV. v. Probsthain  1374 - 1383
  11.   Johannes I. Baumschabe  1383 - 1387
  12.   Petrus I. Appenrode 1387 - 1394
  13.   Nikolaus IV. v. Liegnitz  1395 - 1399
  14.   Heinrich V.  1399 - 1401
  15.   Nikolaus V. Goldberg  1401 - 1429
  16.   Paulus Körnichen  (1425 ?) - 1431
  17.   Michael I.  1431 - 1436
  18.   Johannes II.  1436 - 1440
  19.   MIchael II.  1440 - 1460
  20.   Nikolaus VI v. Liebau  1460 - 1490
  21.   Johannes II. v. Hayn  1490 - 1506
  22.   Thomas Koch  1506 - 1516
  23.   Franciscus Büthner  1517 - 1533
  24.   Michael III. Lorenz  1533 - 1542
  25.   Johannes IV. Ilgner-Walowitz  1542 - 1544
  26.   Johannes V. Kellner  1544 - 1554
  27.   Benedikt I. Bartsch  1554 - 1556
  28.   Antonius Neukirch  1556 - 1558
  29.   Johannes VI. Tharlan  1558 - 1567
  30.   Caspar I. Hauser  1567 - 1571
  31.   Christoph Scholtz  1571 - 1574
  32.   Nikolaus VII. Ruperti  1574 - 1576
  33.   Caspar II. Ebert  1576 - 1609
  34.   Georg I. Henning  1609 - 1611
  35.   Thobias Haller  1611 - 1616
  36.   Martin Clavaei  1616 - 1620
  37.   Georg II. Henning  1621 - 1622
  38.   Adam Wolffgang  1622 - 1632
  39.   Valentin Rüling  1632 - 1653
  40.   Andreas Michaelis  1653 - 1660
  41.   Bernhard Rosa  1660 - 1696
  42.   Dominicus Geyer  1696 - 1726
  43.   Innozenz Fritsch  1727 - 1734
  44.   Benedikt II. Seidel  1734 - 1763
  45.   Malachias Schönwiese  1763 - 1767
  46.   Placidus Mundfering  1768 - 1787
  47.   Petrus II. Keylich  1787 - 1797  (+ 1798)
  48.   Johannes VII. Langer  1797 - 1800
  49.   Ildephons Reuschel  1800 - 1810  (+ 1823)
  50.   Albert Schmitt  1924 - 1969  (+ 1970)


Quelle:
-  
Schlesischer Gebirgsbote 11/1974

St. Johannes von Nepomuk an der Rabenmühle

Madonna am Benediktushof

Das St. Josephs-Stift der Grauen Schwestern:

Quelle:

  • Schlesischer Gebirgsbote Nr. 5/1994


Am 08. November 1893 wurden die Grauen Schwestern von der Hl. Elisabeth in Grüssau eingeführt. Die ersten drei Schwestern wohnten im großen Klostergebäude und erwarben im Jahre 1918 die alte Niedermühle an der Johannesbrücke. Die Hauptaufgabe der Schwestern war die Pflege der Kranken in den Familien in Grüssau und den umliegenden Dörfern. Da die Aufgaben ständig zunahmen, kamen im Laufe der Jahre auch mehr Schwestern nach Grüssau. 
Umfangreiche Umbauten des Hauses ermöglichten nach 1930 die Eröffnung eines  Kindergartens, den die NSDAP jedoch im Sommer 1941 wieder schließen ließ. Das modernisierte Haus bot nun außer den Schwestern noch Platz für über 20 Hausgäste, die zu Exerzitien oder während der Ferienzeit gern hier wohnten. In einem kleinen Altersheim haben auch einige Frauen und Männer liebevolle Aufnahme und Betreuung gefunden.
Die Oberinnen waren Schwester Evangelista Otte und Schwester Josepha Wien. Den Kindergarten leitete seit 1934 Schwester Christiana Lehnert. 

Die Kapelle der Grauen Schwestern

Die evangelische Heilandskirche

Am 4. Juli 1913 feierte die kleine evangelische Gemeinde in Grüssau die Weihe ihrer neuen Kirche. Es war die dritte Kirche, die in dieser Gegend durch Spenden des Gustav-Adolf-Vereins finanziert worden war. In Liebau und in Schömberg standen die anderen Gotteshäuser. 17 Jahre dauerte es, bevor die Finanzierung gesichert war, es handelte sich um 38.000 DM. Als Erbauer der Heilandskirche kann man ohne jeden Zweifel den Liebauer Pastor Hermann Neugebauer nennen. Ohne seine Bemühungen wäre es wohl nicht zum Bau dieser Kirche gekommen. Entworfen wurde die Kirche von dem Breslauer Architekt Henry. Am Tage der Weihe fand zunächst im alten Betsaal eine kurze Abschiedsfeier statt. Danach setzte sich der Festzug in Bewegung, unter dem Geläut der drei neuen Glocken. Die in Bronze gegossenen Glocken trugen die Namen "Dr. Martin Luther", "Gustav Adolf" und "Johann Sebastian Bach" und hatten folgende Inschriften: "Ein feste Burg ist unser Gott", "Verzage nicht, du Häuflein klein" und "Mein gläubiges Herze, frohlocke".
Vollzogen wurde die Kirchenweihe von Generalsuperintendent D. Haupt aus Breslau. 

Die evangelische Heilandskirche, im Hintergrund das Kloster Grüssau

Die evangelische Heilandskirche

Auf dem folgenden Foto sind Altar und Kanzel der Heilandskirche abgebildet.
Das bleiverglaste Altarfenster war eine Stiftung des Geh. Kommerzienrates Rinkel aus Landeshut.

Das Kriegerdenkmal:

Auch in Grüssau gab es ein Kriegerdenkmal. Errichtet wurde es am 18. Oktober 1913.
(Das Bild wurde von Frau Weihrauch aus Bad Gandersheim zur Verfügung gestellt).

Der Bahnhof: 

Im Jahre 1899 erhielt Grüssau einen eigenen Bahnhof. In diesem Jahr wurde die Ziedertalbahn der Öffentlichkeit übergeben. Sie verband Landeshut mit Grüssau und Schömberg und endete in Albendorf an der Grenze zum Sudetenland. Hermann Rinkel hatte diese Bahn auf eigene Kosten erbauen lassen und brachte zur Erhaltung dieser Eisenbahnlinie alljährlich große Opfer auf.

Der Bahnhof

Die Ziedertalbahn  verlässt den Grüssauer Bahnhof

Die Schule:

Das Schulgebäude

Schulentlassung Ostern 1937

Die Scholtisei in Hermsdorf beim Kloster Grüssau:

Quelle:

  • Taube, Tilmann: Die bäuerliche Führungsschicht im Grüssauer Klosterland von ca. 1550 bis 1750, Selbstverlag 2003


Die Besitzerfolge stellt sich wie folgt dar:
I.      Generation:       Paul Friedrich        als Erb- und Gerichtsscholz (EuGS) genannt 1588,  1595
                                                                   Zu diesem Zeitpunkt umfasst die Scholtisei zwei Hufen 
                                                                   Land.
II.     Generation:       Lorenz Hoppe       er besitzt ca. 1620 eine der Hufen von Paul Friedrich, aber 
                                                                   nicht unbedingt mehr die Gerichtshufe, da diese schon an
                                                                   das Kloster gegangen sein könnte.
III.    Generation:       Michael Hoppe      Scholze seit err. 1632    (* err. 1588,  + 31.01.1640)
IV.    Generation:       Christoph Heintze    nach 1640 als Scholze bezeichnet, aber für diese Familie
                                                                       lässt sich in den Urbarien schon nicht mehr der Besitz
                                                                       einer Scholtisei nachweisen. Vermutlich hat Christoph
                                                                       Heintze einen anderen Hof besessen und ist nur noch so
                                                                       etwas wie "Dorfvorsteher" gewesen.

Die Gastronomie:

In Grüssau gab es früher 5 Gasthöfe:
1.   Haus Nr. 14                       Wenzels Gasthof, später Gasthof "Niederkretscham"
2.  Haus Nr. 22                       Gasthof "Zum Kronprinz", später "Klosterhof"
3.  Haus Nr. 193                      Gasthof "Zum Oberkretscham"
4.  Haus Nr. 221                      Gasthof "Zum Deutschen Reich"
5.  Haus Nr. 266                     Gaststätte "Zur Klosterbrauerei"

Haus Nr. 14 - Wenzels Gasthof um 1900, 

später Gasthof "Niederkretscham"

Haus Nr. 14 - Gasthof "Niederkretscham"

 (Besitzer Bertha Scholz, danach Georg Scholz, später Maria Scholz)

Haus Nr. 22 - Gasthof "Zum Kronprinz" (Besitzer: Agnes Peschel)

Später erwarb der Kunstmaler Paul Barthel den Gasthof mit Fremdenzimmern und nannte ihn nun "Klosterhof"

Werbung Gasthof "Zum Kronprinz"

Haus Nr. 22 - Der "Klosterhof" (Besitzer Paul Barthel)

Klosterhof - Hubertussaal

Klosterhof - Innenansicht

Klosterhof - Innenansicht

Geschnitzter Wandleuchter

Geschnitzter Wandleuchter

Haus Nr. 193 - Gasthof "Zum Oberkretscham"
(Besitzer: Albert Baumert - Aufnahme: 1959)

Haus Nr. 221 - Gasthof "Zum Deutschen Reich"
(Besitzer: Karl Neumann, später Anna Seidel)

Haus Nr. 266 - Gaststätte "Zur Klosterbrauerei"

 (Besitzer: Hugo Weidner, später Max Glump, zuletzt Ernst Niepelt)

Haus Nr. 266 - Gaststätte "Zur Klosterbrauerei"

 (Besitzer: Hugo Weidner, später Max Glump, zuletzt Ernst Niepelt)

Gaststätte "Zur Klosterbrauerei" , Innenansicht

Gaststätte "Zur Klosterbrauerei" , Innenansicht

Das Postamt:

Das Postgebäude um 1910

Blick auf das Postgebäude - 2. Haus von links -

Haus Nr. 20 - Kolonialwaren- und Drogeriegeschäft Heinrich Rudolph

Haus Nr. 20 - früheres Geschäft von Heinrich Rudolph im Jahre 1959

Haus Nr 58 - Familie Johann Wagner

Mit Pferd und Wagen zog er über Land. Neben dem Ein- und Verkauf von Rohprodukten befasste er sich mit dem Verkauf von Zucht- und Schlachtgeflügel. In seinem kleinen Haus wurde er oft besucht von Züchtern, die dort mit wertvollem Zuchtgeflügel ihre Bestände aufbesserten. Er verstarb im Jahre 1939.

Haus Nr. 164 - Bauer und Sandwerkbesitzer Richard Schmidt

In den Teichhäusern
Haus Nr. 141 - Familie Martin Ulke - Sattlerei und Polsterei
(Aufnahme: 1982)

In den Teichhäusern
Haus Nr. 141 - Familie Martin Ulke - Sattlerei und Polsterei
(Aufnahme: 1982)

Haus Nr. 251 - Die frühere Konditorei und Bäckerei des Georg Blodau
(Aufnahme: 1959)

Haus Nr. 254 - Fleischermeister Josef Schael (Aufnahme: 1959)

Haus Nr. 274 - Wohnhaus mit Gärtnerei der Familie Alois Schmolke

Haus Nr. 277 - Bauunternehmer Robert Päsler,
im Hintergrund links der Bahnhof Grüssau

Haus Nr. 219 (Hermsdorf grüss.) 

Familie des Gendarmeriewachtmeisters Carl Karwinski
(Aufnahme: 1910)

Feste in Grüssau:

Fronleichnamszug am Kriegerdenkmal in Grüssau

Fronleichnamszug an einem der Altäre an der alten Klostermauer

Trachtenschulze und Trachtenpaare in Grüssau

Hochzeitszug bei einem Trachtenfest in Grüssau

Das Josephfest wird in Grüssau gefeiert.
Noch kurz vor seinem Tod gründete Abt Bernhard Rosa die St. Josephbrüderschaft, die sehr bald einen großen Zulauf hatte. Zu deren Ehren wurde früher alljährlich das Josephfest drei Wochen nach Ostern, am Sonntag Jubilate, begangen..

Am 16. September 1923 fand in Grüssau die 4. Katholikentagung für den Kreis Landeshut und Umgebung statt.

Vereine:

Orchesterverein unter der Leitung von Kantor Georg Rudolph

 im Jahre 1931

Männergesangverein "Lyra"

Musikclub unter der Leitung von Pater Romuald Jordan

Musikclub unter der Leitung von Pater Romuald Jordan

Katholischer Gesellenverein - Fahnenweihe in den 1920er Jahren

Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",
Heft Nr. 50/1871