Das Viktoriabad von Heinrich Deisenroth, Bolkenhainer Straße 17

(Verfasser: Hella Tegeler)

Quellen:
-  Schlesischer Gebirgsbote

Im Jahre 1920 kam der inbBochum-Hofstede in Westfalen geborene Heinrich Deisenroth mit seiner aus Breslau stammenden Ehefrau Margarethe nach Landeshut und gründete hier das bekannte Viktoriabad. 

Nach seiner Schulausbildung ließ er sich zum Krankenpfleger ausbilden. Anschließend erfolgte eine Ausbildung zum Bademeister und Masseur. Berufliche Erfahrungen sammelte er in mehreren großen Sanatorien in der Schweiz und in Frankreich. Bevor Heinrich Deisenroth nach Landeshut kam, war er im Sanatorium Ziegelroth in Krummhübel tätig.

Das Viktoriabad

(Die Karte stammt aus der Sammlung von Ursula und Josef Chec)

Das frühere Viktoriabad (Aufnahme: 1958)

Das Landeshuter Viktoriabad war weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt. Mit Licht- und Dampfbädern wurden u. a. Rheumaerkrankungen, Nerven- und Herzkrankheiten behandelt.

Im Jahre 1932 erhielt Heinrich Deisenroth seine Zulassung als Heilpraktiker in Biochemie und Homöopathie und war im selben Jahr Mitbegründer des biochemischen Vereins Landeshut. Die biochemischen Vereine Liebau, Schömberg, Schmiedeberg und Hirschberg wurden von ihm gegründet und betreut.

An den Spätfolgen seiner im 1. Weltkrieg erlittenen Verletzung verstarb er bereits im Jahr 1941. Seine Ehefrau Margarethe kam 1946 nach Hilden/Rheinland. Später wanderte sie zu ihrem bereits seit 1954 dort lebenden Sohn Hans nach Amerika aus. Dort verstarb sie am 2. Mai 1986.

Heinrich Deisenroth als Karnoffelkönig im Jahre 1934