Hotels und Gaststätten:

(Verfasser: Hella Tegeler)

Quellen:
Reiseführer: Der Osten des Riesengebirges, hrg. vom Verkehrsverband des Ostens des
    Riesengebirges
Schlesischer Gebirgsbote

In Landeshut gab es früher fünf Hotels: Hotel "Zu den Drei Bergen", Hotel "Germania", Hotel "Kaiserhof", Hotel "Wallisch" und Hotel "Zum Raben". Um 1938 wurde das Hotel "Drei Berge" leider geschlossen.

Hotel "Zu den Drei Bergen"  (Markt Nr. 14)

Um 1890 gehörte das Hotel "Drei Berge" der Familie Seidemann (Gertrud und Marg. Seidemann). Später erwarb Paul Reichstein das Hotel. Nach seinem Tod führte seine Witwe Marie das Hotel, ihr folgte die Familie Schulz. Jetzt wurde der Hotelname verkürzt in Hotel "Drei Berge". Neben dem Hoteleingang befand sich die "Altdeutsche Bierhalle", die spätere Kutscherstube des Gustav Schenke. Um 1938 wurde das Hotel geschlossen und zu Geschäftsräumen ausgebaut. Leo Stanietz und Frau verlegten ihr Ladenlokal vom Markt Nr. 7 hierher. Außerdem war im gleichen Haus auch noch der Damen- und Herren-Frisier-Salon des Paul Jäckel.


Hotel -  "Zu den Drei Bergen" (Besitzer: Gertrud u. Marg. Seidemann)

Hotel -  "Zu den Drei Bergen" (Besitzer Paul Reichstein)

Hotelwerbung

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Innenraum des Hotels

Innenraum des Hotels

Hotel "Germania"  (Friedrichstr. 15)

Nach Schließung der Gaststätte "Zum Burgberg" erwarb Oskar Pohl das Hotel "Germania".
In diesem Haus befand sich auch das zweite Landeshuter Lichtspieltheater, die Capitol-Lichtspiele.(Diese Aufnahme wird mit Genehmigung von Herrn Chec veröffentlicht. Sie stammt aus der Sammlung von Ursula und Josef Chec).

Hotel "Kaiserhof"  (Bahnhofstr. Nr. 16)

Ursprünglich hieß das Hotel "Gasthof Zur Eisenbahn". Nach einem großzügigen Umbau änderte sich auch der Name, nunmehr Hotel "Kaiserhof". In früheren Zeiten war das Hotel Gästehaus der Firma J. Rinkel AG. Die Bewirtschaftung wurde Pächtern übertragen. Bekannte Pächternamen sind Grimmig, Pohl und Siking. Um 1938 führte Eberhard Tepper den Hotelbetrieb.

Gasthof "Zur Eisenbahn" , später Hotel "Kaiserhof" (vor dem Umbau)

Hotel "Kaiserhof"

Hotel "Kaiserhof"

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Hotel "Wallisch"  (Friedrichstr. 1/2)

Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Hotel "Wallisch" von Fritz Rothe geführt. Ihm folgte Bruno Ulbrich, der im jugendlichen Alter von 22 Jahren am 6. September 1896 in die Firma Wallisch in Landeshut eintrat. Nach dem 1. Weltkrieg wurde er Alleininhaber. Später gab er die Bewirtschaftung des Hotels an seinen Schwiegersohn Ludwig Pfeiffer und dessen Ehefrau Else, geb. Ulbrich ab.

In den Räumlichkeiten dieses Hotels tagten u. a. der Landeshuter Ski-Club (Vorsitzender Matzner), der Riesengebirgsverein (Vorsitzender Hornig) und der Tennis-Club (Vorsitzender Hansing).

Hotel "Wallisch"

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Blick auf Hotel "Wallisch" im Hintergrund

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Hotel "Wallisch" - Innenansicht

Hotel "Wallisch" - Innenansicht

Hotel "Zum Raben"  (Markt Nr. 13)

Nach einer alten Ansichtskarte aus dem Jahre 1879 nannte sich das Hotel zu diesem Zeitpunkt "Rössler`s Hotel zum Raben". Es ist daher anzunehmen, dass der damalige Eigentümer Rössler hieß. Laut Adressbuch des Jahres 1911 gehörte das Hotel "Zum Raben" zu diesem Zeitpunkt Paul Reibetanz. 
Der spätere Eigentümer war Kurt Kaufmann, der dieses Hotel ca. 1920 käuflich erwarb. Die Familie Kaufmann lebte bis zu diesem Zeitpunkt in Warthelager, Provinz Posen. In der Nähe des Truppenübungsplatzes besaß sie ein Hotel. Nach Inkrattreten des Versailler Vertrages im Januar 1920 wurde der größte Teil der Provinz Posen an den neu gegründeten polnischen Staat abgegeben. Die Familie zog daher nach Landeshut und erwarb hier das Hotel "Zum Raben". In diesem Hotel fanden oft die Vergnügungen der Landeshuter Vereine statt. Im großen Saal, der sich im 1. Stock des Hotels befand, bot der Tanzlehrer Geyer aus Waldenburg Tanzstunden an. Zum Hotel gehörte auch im Hof die "Kutscherstube", die vom Wirt Julius Pestinger betrieben wurde.
Das Ehepaar Kaufmann hatte 1 Tochter und 2 Söhne. Der jüngere Sohn Hans starb bereits im Jahr 1945. Der ältere Sohn heiratete eine Grimmig-Tochter aus der Stadtbrauerei und betrieb dann den Ratskeller. Nach Kurt Kaufmanns Tod (März 1944) wurde das Hotel verkauft. Frau Kaufmann behielt aber ein lebenslanges Wohnrecht. Sie verstarb noch in Landeshut.

Hotel "Zum Raben"

Paul Reibetanz mit Tochter Lotte vor dem Hoteleingang

Hotel "Zum Raben" - Gastzimmer

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Tanzschülerinnen und Tanzschüler vor dem Hoteleingang im jahre 1914

Geyer`s Tanzschüler im Jahre 1933
Obere Reihe: Paul Goebel, Alfred Krebs, Martin Worbs, Helmut Kügler, Jochen Witwer, Herbert Wittig.
Zweite Reihe: Annemarie Schubert, Renate Fengler, Käte Hoffmann, Ernst Ludwig, Horst Glavion, Melanie Geyer, ?, Joachim Fiebrantz, Alice Scholz, Lotte Wadenklee, Erika Kunnick.
Untere Reihe: Anneliese Beer, Erna Kutzner, Frau Geyer, 
Tanzlehrer Geyer, Marianne Leyser, Hanna Beyer.

Gaststätten, Trinkhallen, Konditoreien und Gesellschaftsgärten gab es in Landeshut und Umgebung in großer Zahl.

An der Boberbrücke  (Das "Boberhäusel"

Das "Boberhäusel", wie es liebevoll von den Landeshutern genannt wurde, brannte aus nicht geklärter Ursache um 1960 ab.

Das "Boberhäusel" an der Boberbrücke (Besitzer: Kober, später Vogt)

Vor dem "Boberhäusel"

Auf dem Burgberg  (Gaststätte "Zum Burgberg")

Inhaber der Gaststätte "Zum Burgberg" war zunächst Hermann Peschke, später Oskar Pohl. 
Oskar Pohl wurde am 10.04.1881 in Rosenthal, Kreis Schweidnitz, geboren. Nach einer Lehrzeit im väterlichen Betrieb diente er drei Jahre bei den Garde-Ulanen in Potsdam. Danach arbeitete er in verschiedenen Betrieben, bis er im Jahre 1911 die Gaststätte "Zum Burgberg" als Pächter übernahm.
Im Jahre 1926 wurde die Gaststätte geschlossen. Oskar Pohl erwarb das Hotel "Germania" (s. dort).

Gaststätte "Zum Burgberg"

Gaststätte "Zum Burgberg" - Der Saal

Bahnhofstraße Nr. 1  (Das "Boberschlößchen")

Inhaber des Boberschlößchens war Ernst Heinze.

Die Gaststätte "Das Boberschlößchen" (Inh. Ernst Heinze)

Das frühere "Boberschlößchen" heute

Bleichstraße Nr. 5  ("Seewald`s Volksgarten")

Karl Seewald`s Volksgarten war um 1900 ein sehr beliebtes Ausflugslokal. Nach Schließung des Gasthauses - nach 1911 - entstand auf dem Gelände eine Fabrik.

Brauplatz Nr. 8  (Gaststätte "Stadtbrauerei")

Diese Gaststätte wurde um 1900 von M. Fink geführt. Danach kamen noch weitere verschiedene Inhaber: Andreas Sommer, Emma Grimmig und anschließend Wilhelm Franzke.

Gaststätte "Stadtbrauerei" um 1900

Die frühere Gaststätte "Stadtbrauerei" heute

Feldweg Nr. 5  (Gaststätte "Zur Fürstenallee")

Besitzer der Gaststätte "Zur Fürstenallee" war zunächst Valentin Kurstein, später Oswald Jäger.

Gaststätte "Zur Fürstenallee" - Innenansicht

Gaststätte "Zur Fürstenallee" - Gartenanlage

Gasse zwischen Marktplatz und Gartenstraße

Gaststätte "Mohrenschänke"

Diese Gaststätte lag in der Gasse "ohne Namen". Zwischen Marktplatz und Gartenstraße zog sich zwischen den Grundstücken des Schneidermeisters Birke und dem etwas erhöht liegenden Laubengrundstück (Salisch), letzter Besitzer Fleischermeister Rottke, ein ganz schmales Gäßchen zur Gartenstraße hin. Kaum ein Fuhrwerk konnte durch diese schmale Gasse fahren, aber sie hatte ihren besonderen Reiz in der "Mohrenschänke" und in ihrem Wirt.

Was war nun das Besondere, das Eduard Hesse und seine "Mohrenschänke" auszeichnete? Eduard Hesse war ein echtes Kind seiner Vaterstadt Landeshut. Die "3 Gebrüder Hesse" waren in Landeshut ein Begriff für Frohsinn und frohe Streiche. Söhne eines einfachen Tischlermeisters, die aber alle ihren Weg gegangen sind. Der Älteste, Hermann Hesse, war der erste Rendant der Landeshuter Kreissparkasse. Der Zweitälteste war der in Landeshut bekannte Friseur und Trichinenbeschauer Hugo Hesse, ein guter Mann im "Theaterspiel". 

Eudard Hesse aber war Musiker. Am 3. Mai 1856 in Landeshut geboren, lernte er Musik, diente als Militärmusiker bei dem Sächs. Art.-Rgt. 12 in Dresden, arbeitete dann in verschiedenen Musik-kapellen und kam wieder zurück nach Landeshut. In der Landeshuter Stadtkapelle des Stadtkapellmeisters Joseph Sspitzer, in der Kapelle des Kapellmeisters Wahn, im Kirchenchor der Gnadenkirche unter Kantor Fichtner wirkte er als Musiker und auch als Sänger mit. In seiner Gaststätte "Mohrenschänke" sorgte er für Frohsinn und Behaglichkeit. 8 Tage vor seinem 70. Geburtstag verstarb Eduard hesse am 23. Mai 1926.

Nach dem Tod von Eduard Hesse wurde das Gasthaus wohl geschlossen.

Eduard Hesse

Die "Mohrenschänke" - Innenansicht

Die frühere "Mohrenschänke" -heute

Der Mohr ist auch heute noch vorhanden

Hirschberger Straße, vormals Leppersdorfer Straße

Hirschberger Str. Nr. 7  (Gaststätte "Zum Lucker)

Die Gaststätte "Zum Lucker" besaß nach mündlicher Überlieferung den größten Theater-, Konzert- und Tanzsaal im Kreis Landeshut. Der frühere "Lucker-Kretscham" war einst die Hauptgaststätte des Ortes Ober-Leppersdorf, der am 01.10.1928 in die Stadt Landeshut eingemeindet wurde.

Erster Eigentümer der 1766 erbauten Gaststätte war Gottlieb Reichstein. Ihm folgte 1796 Johann Gottlieb Langer. Weitere Eigentümer waren in den folgenden Jahren bis 1861 Johann Gottfried Scharf, Traugott Reuschel und Helene Neumann, geb. Ulber. Anschließend wurde Friedrich Berger Eigentümer, der im Jahre 1870 die Gastwirtschaft seinem Sohn Adolf Friedrich Albert Berger übergab. Dessen Tochter heiratete Fritz Zahn, der seit 1910 die Gast- und Landwirtschaft führte. Am 1. April 1942 übergab er den Betrieb an seine älteste Tochter Hildegard.

Friedrich Zahn ließ den großen "Luckersaal" im Jahre 1926 bauen. Er war laut mündlicher Überlieferung der größte Saal im Kreis Landeshut. Allein die Tanzfläche hatte eine Größe von 700 qm und die Bühne war 100 qm groß.



Gaststätte "Zum Lucker" um 1900

Gaststätte "Zum Lucker" 

 Theater-, Konzert-, Vereins- und Gesellschaftssaal

Hirschberger Str. Nr. 41  ('Gasthof "Zum Goldenen Anker")

Die Gaststätte "Zum Goldenen Anker" (früher in Leppersdorf) wechselte mehrfach den Besitzer. Um 1900 nannte sie sich "Fiebig`s Gasthaus", später gehörte sie Wilhelm Baumgart, danach Richard Baumgart.

Gasthof "Zum Goldenen Anker"

Gasthof "Zum goldenen Anker" - Biergarten

Johnsdorfer Straße Nr. 3  (Gasthof "Drei Rosen"), vormals Ober-Leppersdorf

Auch dieser Gasthof hat mehrere Besitzerwechsel erfahren. Es waren Robert Kinner, Max Taube und Waldemar Baranowski. Zwischen 1925 und 1938 hieß der Besitzer Paul Schubert.

Gasthof "Drei Rosen"

Gasthof "Drei Rosen"

Kirchstraße 

Kirchstraße Nr. 1  (Restaurant "Zur Ecke")

Dieses Restaurant befand sich an der Kirchstr. Nr. 1/Ecke Wallstr. Besitzer war zunächst Franz Bürgel, später Albert Pohl. Nach seinem Tod übernahm seine Witwe Hedwig das Gasthaus.

Restaurant "Zur Ecke"

Restaurant "Zur Ecke"

Kirchstraße Nr. 9  (Gasthaus "Zum weißen Schwan")

Besitzer dieses Gasthauses war zunächst die Familie Raupach, später gehörte es Felix Huzarski.

Ganz rechts: "Gasthof "Zum weißen Schwan"

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Gasthaus "Zum weißen Schwan" - Innenansicht

Gasthaus "Zum weißen Schwan" - Innenansicht

Kornstraße Nr. 1  (Gasthof "Zur Schneekoppe")

Besitzer des Gasthofes "Zur Schneekoppe" war zunächst Oswald Wenzel, später Heinrich Klose.

Langhansstraße Nr. 16, vormals Böhmische Str.  (Gasthaus "Traube")

Dieser herrliche Barockbau wurde im Jahre 1695 errichtet.
Julius Ulber betrieb hier früher eine Weinhandlung, später wurde es das Gasthaus "Traube" und war im Besitz der Familie Siking.
Die Familie Siking kam 1924 aus Schmiedeberg nach Landeshut, um als Pächter das Hotel "Kaiserhof" zu übernehmen. Im Jahre 1931 wurde in Liegnitz das Hotel "Rautenkranz" gekauft und 1936 das Weinhaus "Zur Traube" käuflich erworben. Dieses Gasthaus bewirtschaftete Frau Martha Siking mit Hilfe ihrer Tochter bis zur Vertreibung. Nach der Vertreibung baute sich die Familie in Dinkelsbühl mit dem Hotel "Fränkischer Hof" eine neue Existenz auf. 



Weinhandlung Ulber, später Gasthaus "Traube"

Das frühere Gasthaus "Traube" heute

Auch im Gasthaus "Traube" fanden Tanzstunden statt. Das folgende Bild zeigt Tanzschüler im Jahre 1936:

Liebauer Straße Nr. 4/5  (Gasthof "Zum Schwarzen Bär")

Besitzer dieses Gasthofes war zunächst Rudolf Arglebe, später Josef Lorenz.

Gasthof "Zum Schwarzen Bär" um 1911

Gasthof "Zum Schwarzen Bär" um 1935

Gasthof "Zum Schwarzen Bär" - Innenansicht

Gasthof "Zum Schwarzen Bär" - Innenansicht

Lüderitzstraße (früher Schießhausstraße):

Das folgende Bild zeigt den Gasthof "Zum Stern", Haus Nr. 24
Alfred Tschage übernahm den Gasthof von seinem Vater Paul Tschage, der diesen im Jahre 1915 zunächst pachtete und im Jahre 1919 käuflich erwarb. 1930 verpachtete Paul Tschage das Gasthaus zunächst für 3 1/2 Jahre an den Gastwirt Epbinder. Am 1. Juli 1933 übernahm dann sein Sohn Alfred gemeinsam mit seiner Ehefrau den Gasthof und führte diesen bis zur Vertreibung.

Lüderitzstr. Nr. 24 - Gasthof "Zum Stern"

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Lüderitzstraße
Von rechts: Haus Nr. 28 - Gasthof "Zum grauen Hecht -
(Besitzer: Heinrich Schildbach)
Haus Nr. 29/30 - Kaufhaus Bruno George
(Aufnahme: (1978)

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Markt Nr. 22  

("Central-Restaurant", danach "Zur Gorkauer", später "Zur  Namslauer")

Die Eigentümer dieser Gaststätte wechselten mehrfach und damit auch der Gaststättenname. Im Jahre 1911 befand sich hier das Central-Restaurant des Adolf Ruttke. 1925 wurde der Gastwirt Gustav Thiel neuer Eigentümer und aus dem "Zentral-Restaurant" wurde "Zur Gorkauer". Gemeinsam mit seiner Ehefrau Martha betrieb er viele Jahre diese Gaststätte.
Zwischen 1925 und 1938 fand wieder ein Wechsel statt. Die Gaststätte hieß nun "Zur Namslauer", die von Paul Schubert geführt wurde. Später übernahm der Gastwirt Adalbert Gans den Betrieb.

Gaststätte "Zur Gorkauer"

Gaststätte "Zur Namslauer"

Moltkestraße Nr. 2  (Gasthof "Zum Schwarzen Adler")

Besitzer dieses Gasthof war zunächst Ernst Walter, später Josef Beier. Mitte der 1920er Jahre wurde die Gaststätte von meiner Großmutter, Martha Stumpe, geb, Rummler, aus Haselbach geführt.
Im Jahre 1965 wurde das Gebäude abgerissen. Heute befindet sich hier eine Dependance des Hotels Krokus. (Diese Aufnahme wird mit Genehmigung von Herrn Chec veröffentlicht. Sie stammt aus der Sammlung von Ursula und Josef Chec).

Oberstraße Nr. 30  (Gasthof "Zum Kronprinz")

Oberstr. Nr. 30 - Gasthof "Zum Kronprinz" (Besitzer: Emil Foest)

Oberstr. Nr. 30 - Gasthof "Zum Kronprinz" (Besitzer: Emil Foest)

Gasthof "Zum Kronprinz" - Der Kaisersaal

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Max Fink - der "Theaterdirektor"

Der Buchbinder Max Fink von der Firma Grünfeld war der langjährige Leiter der Landeshuter "Liebhaberbühne", die ihre Aufführungen stets im Kaisersaal darboten.

Max Fink im Kreise seiner Laienschauspieler

Eine Aufführung der "Liebhaberbühne" im Kaisersaal

Eine Aufführung der "Liebhaberbühne" im Kaisersaal

Obertor Nr. 3  (Der Ratskeller)

Pächter des Ratskellers waren Eugen Imm, später Ludwig Jaehn.

Das Rathaus - die rechte Tür führt zum Ratskeller

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Der Ratskeller - Innenansicht

Der Ratskeller - Innenansicht

Schießhausplatz Nr. 3, später Herbert-Norkus-Platz (Schützenhaus)

Herbert Norkus (1916 - 1932), ein sog. Hitlerjunge, wurde in Berlin bei einer Propaganda-Aktion von Kommunisten getötet. Sein Tod wurde von den Nazis glorifiziert. Die Umbenennung des Schießhausplatzes durch den seinerzeit von den Nazis dominierten Stadtrat wurde von den Landeshutern praktisch ignoriert.

Im Jahre 1802 wurde das alte Schießhaus errichtet und feierlich eingeweiht. 1931 erfolgte die Schließung und Umbau in ein HJ-Heim. An der Waldenburger Straße entstand der Neubau des Schützenhauses.

Dieses Haus wurde im Jahre 1931 geschlossen und später 
zum HJ-Heim umgebaut.

Der Saal im alten Schützenhaus

 Das neue Schützenhaus an der Waldenburger Straße

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Schmiedeberger Straße

Schmiedeberger Str. 11 - Milchhalle Gustav Seidel (1927 - 1938)

von rechts: Schmiedeberger Str. 3 - Seifenhandlung Paul Jungfer, später Schokoladengeschäft Beer; Nr. 4 - Paul Schütz, Gold- und Silberwaren, später Augustin Schneider, Obst- und Kolonialwarengeschäft; Nr. 15 - Gasthof "Zu den drei Kronen" (Inh.: Heinrich Barthel), später im Besitz der Stadt Landeshut; Nr. 16 - Bäckerei August Kammel, später Bäckerei Max Hansch

Schömberger Straße 

Schömberger Str. Nr. 14 (Gaststätte "Deutsches Haus")

Besitzer dieser Gaststätte war Auguste Schmidt.

Gaststätte "Deutsches Haus"

Gaststätte "Deutsches Haus" - Innenansicht

Schömberger Straße Nr. 38  (Gasthof "Zur Sonne", später "Preußischer Hof")

Diesen Gasthof besaß Oskar Eblinger. Der Gasthof wurde später umbenannt. Der neue Name lautete "Preußischer Hof". Der neue Besitzer war Ernst Förster.

Trautenauer Straße Nr. 9  (Bahnhof Klein-Zieder)

Inhaber dieser Bahnhofsgaststätte waren Gustav Beer , danach Franz Knahl, später Friedrich Huhn. Heute befinden sich in diesem Haus Mietwohnungen.
Die Haltestelle Klein-Zieder der Ziedertalbahn wurde am 1. Mai 1901 eröffnet.

Bahnhof Klein-Zieder

Der frühere Bahnhof Klein-Zieder heute (Aufnahme 2016)

Waldenburger Straße

Waldenburger Straße Nr. 3  (Gasthof "Zum steinernen Baum")

Besitzer dieses Gasthofes war nach dem Adressbuch von 1911 Julius Jenke, später übernahm Otto Strauß den Betrieb. Im Adressbuch des Jahres 1938 ist dieser Gasthof nicht mehr aufgeführt.

Waldenburger Straße Nr. 25  (Gasthof "Zur Burg")

Waldenburger Straße Nr. 34  (Gasthof "Zu den 3 Linden")

Waldenburger Str. 25 - Gasthof "Zur Burg" 

(Besitzer: Franz Blaschke, danach August Höhmann 
und später Willi Berndt)

Waldenburger Str. 34 - Gasthof "Zu den 3 Linden"

 (Besitzer: Seidel, später Karl Golletz)

Dieses Gasthaus wurde im Jahre 1926 geschlossen. In diesem Haus befand sich später einmal das Arbeitsamt.

Wallstraße Nr. 23  ("Gaststätte "Deutsche Reichshalle"

Besitzer dieser Gaststätte waren Julius Gutsche, danach Alois Krupski und später Paul Besser.

Wallstr. Nr. 28 - Der frühere Gasthof "Blauer Hirsch" (1. Haus links)
(Besitzer: Gustav Schneider, später Richard Kammel)

 (Aufnahme: Juli 2008)

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Ein Erinnerungsfoto von einem Übungsabend des Zitherklubs im Gasthaus
 "Zum Blauen Hirsch".

Zwei beliebte Ausflugsziele

Göbelberg mit Göbelbaude

Ein beliebter Spaziergang durch den Stadtwald führte zu dieser Baude. Als die Volksheilstätten gebaut wurden, bezog man den Berg mit in das Heilstättengelände ein und die Baude wurde abgerissen. Bewirtschaftet wurde diese Baude u. a. von Walter Simm und später von Paul Schubert. 

Die Göbelbaude

Die Göbelbaude

Die Göbelbaude

Familie Schubert vor der Göbelbaude

Der Kreppelwald  (Kreppelwaldbaude und Honigbaude)

Sehr beliebte Ausflugsziele für die Landeshuter und die umliegenden Dorfbewohner waren wohl die Kreppelwaldbaude und die ein wenig höher gelegene Honigbaude, die sog. "Honigbude". Errichtet wurden sie im Jahre 1895, als sich die Brüder Karl und Hermann Werner im Kreppelwald ansiedelten. Jeder baute dort eine Baude mit großem Garten.

Im Jahre 1907 vergrößerte Karl Werner die Kreppelwaldbaude, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau Martha, geb. Krinke, bewirtschaftete. Karl Werner sowie sein Bruder Hermann starben bereits vor dem 2. Weltkrieg.

Ein besonderer Anziehungspunkt war der Kreppelwald Ende Juni bis weit in den Juli, wenn die Erdbeerzeit war. Kreppelwald- und Honigbaude boten während dieser Zeit eine Vielzahl von Erdbeerspeisen an. Dann gab es Erdbeeren mit Schlagsahne, Erdbeereis, Erdbeertorte und Erdbeerbowle.
Beide Bauden sind heute leider nicht mehr vorhanden.

Die Kreppelwaldbaude

Kreppelwaldbaude - Gartenanlage

Honigbaude

Honigbaude