Pfaffendorf (Szarocin)

(Verfasser: Hella Tegeler)

Pfaffendorf liegt 8 km südwestlich von Landeshut. Nachbarorte sind Röhrsdorf im Norden, Reußendorf und Schreibendorf im Nordosten, Reichhennersdorf im Osten, Johnsdorf im Südosten, Michelsdorf und Hermsdorf städt. im Süden, Dittersbach städt. und Haselbach im Westen.

Erwähnt wurde Pfaffendorf erstmals 1292 in der Stiftungsurkunde des Klosters Grüssau als "Sorotindorff". Der Ort gehörte zu den 14 Dörfern, die zusammen mit der Stadt Liebau dem Kloster mit allen Abgaben Rechten und Pflichten übertragen wurden und den Grundstock des Stiftslandes bildeten. Später kam für "Sorotindorff" die Bezeichnung "Pfafindorff" auf, aus der sich die Schreibweise "Pfaffendorf" entwickelte. Um 1350 wurde Pfaffendorf dem herzoglichen Kastellan Conrad von Czirnan in (Bolken)Hayn überlassen und fiel nach dessen Tod wieder an das Kloster zurück. Später gehörte es den Familien von Wallenberg, von Seidlitz und von Leckow. Zusammen mit dem Herzogtum Schweidnitz-Jauer gelangte es 1392 an die Krone Böhmen.

Nach der Neugliederung Preußens 1815 gehörte es zur Provinz Schlesien und war ab 1816 dem Landkreis Landeshut eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. Pfaffendorf war seit 1874 Sitz des gleichnamigen Amtsbezirks, zu dem auch die Landgemeinden Neu Weißbach, Nieder Haselbach (bis 31.12.1907) sowie der Gutsbezirk Pfaffendorf gehörten. Sowohl die zuständige katholische als auch die evangelische Kirche befanden sich im Nachbarort Haselbach. Im Ort befand sich eine evangelische Schule. Auch das zuständige Standesamt war im Ort. Einwohnerzahl: 1925 = 752 (davon 690 evangelisch), 1939 = 715. Heute gehört Pfaffendorf zur Landgemeinde Kamienna Góra (Landeshut).

Aufgrund einer Verwaltungsreform wurden am 01.10.1928 die Dörfer Eventhal und Moritzfelde in den Ort Pfaffendorf eingemeindet.
Eventhal
wurde erstmalig 1713 erwähnt. Es handelte sich um ein reines Weberdorf mit 19 Freihäuslern. Man fragt sich, woher kommt der Name "Eventhal" und warum heißen etwa drei Häuser zusammen "Johannesthal"? Hierüber gibt es folgende Sage: "In einem Schreibendorfer Herrenhaus lebte eine Familie, deren einzige Tochter Eva hieß. Diese war in heißer Liebe zu einem Johannes, dem Sohne aus einem der so nahe gelegenen Rittersitze, entbrannt. Alles wäre soweit gut gewesen, aber die Verschiedenheit des Glaubens trennte in jener Zeit, da so heiße Kämpfe zwischen "lutherisch und römisch" ausgefochten wurden, die treuesten Liebenden. So griff Johannes zum ritterlichen Schwerte, um im Kriegsgewühl wohl lieber den Tod zu finden. Eva dagegen zog es in ein stilles, von silbernem Bächlein durchrauschtes, von bewaldeten Bergen umschlossenes Laubthal: dort, wo das Bächlein in den Schweinlich sich ergießt, um dann mit ihm zusammen dem Bober zuzufließen, ließ sich Eva nieder, mancherlei Schützlinge um sich sammelnd und gründete "Eventhal". Johannes, der Eva treu verblieben war, kehrte gesund zur Heimat zurück. Er betrachtete es als eine Gnade, dass er sich den Schützlingen, die sich um Eva versammelt hatten, zuordnen konnte. In Evas Nähe gründete er seinerseits "Johannesthal" und konnte nun wenigstens noch in getreuer Nachbarschaft mit der Unvergessenen leben."

Moritzfelde wurde 1784 errichtet und nach dem Erbauer, dem Besitzer der Grundherrschaft des benachbarten Schreibendorf, Hans Moritz Crauss von Crausendorf genannt. Es bestand nur aus 19 Stellen. Zwischenzeitlich kamen weitere hinzu. Jeder Moritzfelder Weber konnte eine Kuh auf die gutsherrschaftliche Weide treiben lassen. Über die Gründung der Ortschaft Moritzfelde gibt es folgende Sage: 1783 war Hans Moritz Crauss von Crausendorf Erbherr auf Schreibendorf. Als durch die Schuld eines Hirtenjungen, der seine Herde nicht ordentlich betreute, ein wertvolles Tier zu Schaden kam, rief der erzürnte Gutsherr dem Gutsvogt zu: "Werft den Lumpen ins Gefängnis!" Ruhig nahm der Übeltäter die Strafe auf sich; doch kaum war die Tür zum Gefängnis verriegelt, so durchdrang die gellende Stimme des Gefangenen den Gutshof. "Herr, wir müssen dem Jungen helfen, eine Kreuzotter hat ihn gebissen", rief der Vogt dem Gutsherrn zu. "Unsinn, lasst ihn!" erwiderte der in seinem Zorn. Eine Stunde später war der Junge tot. Das Gericht verurteilte den Gutsherrn zum Tode aber der König begnadigte ihn. Doch die seidene Schnur sollte er tragen, vierzig Wirtschaften erbauen lassen und diese mit Leuten von der Landstraße besetzen. Neben der 1713 vom Schreibendorfer Gute abgezweigten Kolonie Eventhal, entlang an der Pfaffendorfer Grenze, entstanden zwanzig Häuschen. Etwa drei Morgen, Acker oder Wiese wurden jedem beigegeben. von der Landstraße und von den Zäunen lud Hans Moritz Crauss von Crausendorf die ein, die ein widriges Geschick hinaus gestoßen hatte in Elend, Sünde und Schande. Am Morgen Enterbte, waren so am Abend im Besitz von Haus, Heim und Scholle, bereit, in ernster Arbeit Schuld und Schmach zu sühnen und Kindern und Enkeln eine bessere Zukunft zu schaffen. Königliche Gnade erließ dem Gutsherrn den Bau der letzten zwanzig Hufe.

Quellen:
- Anhang aus dem Adressbuch von 1911 des Kreises Landeshut
- Jubelbuch der ev. Kirchgemeinde Ober Haselbach - April 1842
- Jubelbuch der ev. Kirchgemeinde Ober Haselbach - April 1892
- Knie, J. G.: Übersicht der Dörfer, Flecken und Städte der königl. preuß. Provinz Schlesien, 1845
- Moritz, Hella (heute Tegeler, Hella): Orts- und Familienchronik über Alt Weißbach, Haselbach,
   Pfaffendorf und Reußendorf, Drensteinfurt 2006, 1. Auflage
- Pohlendt, Heinz: Die Landeshuter Passlandschaften, Priebatschs Buchhandlung Breslau 1938
- Zimmermann, Friedrich Albert: Beyträge zur Beschreibung von Schlesien, 5. Band, 1785


Die drei folgenden Bilder zeigen Pfaffendorf mit den Namen der Hausbesitzer und den jeweiligen Hausnummern.



Der Bahnhof:

Als mit den Planungen der Bahnstrecke Landeshut - Schmiedeberg - Hirschberg begonnen wurde, sollten die Orte Pfaffendorf und Haselbach ursprünglich einen gemeinsamen Bahnhof erhalten, Dies entsprach aber nicht den Vorstellungen der Gutsbesitzerin Frau von Heinen, da sie den Bahnhof unbedingt in der Nähe ihres Gutes haben wollte. Aus diesem Grunde stiftete sie das Gelände, auf dem dann später der Bahnhof errichtet wurde.

Der Pfaffendorfer Bahnhof - früher

Das Wohnhaus für den Bahnhofsvorsteher (Aufnahme: 1980)

Die Gastronomie:

Wegen seiner vorzüglichen Lage herrschte in diesem kleinen Riesengebirgsort zu jeder Jahreszeit ein lebhafter Fremdenverkehr. Pfaffendorf war Haltestation der Landeshut-Schmiedeberger Bahn. Ferner führte die Hauptstraße von Landeshut Richtung Schmiedeberg durch Pfaffendorf, so dass der Ort auch verkehrsgünstig sehr gut gelegen war. Im Sommer kamen die Feriengäste aus den größeren Städten, z. B. aus Breslau, "ei die Summerfrische uff`s Dorf". Auch Berliner Urlauber weilten in Pfaffendorf. Manche, die bereits jahrelang kamen, hatten schon ihre festen Quartiere in privaten Häusern reserviert und auch in den Gast- und Logierhäusern, teils mit, teils ohne Verpflegung.
Im Ort gab es vier Gasthäuser bzw. Logierhäuser:
1. Im Oberdorf:                                            "Der Gerichtskretscham"
2. Im Mitteldorf:                                          " Das Hotel "Graf Moltke"
3. In Eventhal:                                             " Der Gasthof "Zur Linde"
4. Gutsbezirk Pfaffendorf:                         " Die Brauerei"

Auf der linken Seite des Bildes: "Der Gerichtskretscham" 

(Besitzer: Familie Leder)

Hotel "Graf Moltke" (Besitzer: August Beck, später Richard Wagner)

Eventhal: Der Gasthof "Zur Linde" 
(Besitzer: Hermann und Martha Leder) 
 Pächter: Ehepaar Karl und Gertrud Kretschmer

Das Gastwirtsehepaar Karl Kretschmer und Gertrud, geb. Rummler mit Mutter bzw. Schwiegermutter, 
der Kretschambesitzerin Pauline Rummler aus Haselbach

Die "Brauerei" im Gutsbezirk Pfaffendorf
Die Rittergutsbesitzerin Frau Kammerherr von Heinen ließ an Stelle der früheren "Herrschaftlichen Brauerei", deren Lokalitäten und Bauzustand der Neuzeit nicht mehr entsprachen, im Jahre 1908 einen Neubau errichten. Die Bearbeitung des Entwurfs (s. Bild unten) wurde dem Maurermeister August Welz aus Landeshut übertragen, welchem dann auch die gesamte Bauausführung übergeben wurde. Am 1. März 1908 wurde mit dem Abbruch des alten Gebäudes begonnen und am 1. Oktober 1908 wurde das neue Gebäude fertiggestellt. Im Kellergeschoss waren die Wirtschafts- und Lagerkeller sowie eine Badestube und eine Waschküche untergebracht. Im Erdgeschoss befanden sich zwei Gastzimmer, Küche und ein großer Saal mit Bühne. Im Ober- und Dachgeschoss lagen die Wohnung des Wirtes sowie Fremdenzimmer. Inhaber der Brauerei waren Friedrich Pohl und später Erich Tschiche.

In der Mitte der Karte das alte Gebäude der Brauerei

Gast- und Logierhaus "Brauerei" (Bauzeichnung)

Gast- und Logierhaus "Brauerei" (Neubau)

Die evangelischen Schulen:

Das erste Schulgebäude wurde mit großzügiger Unterstützung des damaligen Grundherren von Seylitz Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet. Im Laufe der Jahre erfolgten mehrfache Renovierungen und Umbauten, z. B. in den Jahren 1823 und 1882. Die Lehrerwohnung wurde 1882 massiv umgebaut und vergrößert; sie erhielt einen Keller und eine Küche. Die Kosten betrugen damals 2.102 Mark. 1889 wurde für 1.000 Mark das Schulgebäude mit Schiefer gedeckt. Bereits zu diesem Zeitpunkt wurde aber über einen Neubau nachgedacht, da die Schulstube viel zu klein war und ein ordnungsgemäßer Unterricht nicht mehr gewährleistet werden konnte. Eine Schulklasse umfasste ca. 70 - 80 Kinder.

Rechts oben das alte Schulgebäude

Das alte Schulgebäude im Jahre 1977

Es sollten aber noch 24 Jahre vergehen, bis im Jahr 1913 ein neues Schulhaus gebaut wurde. Dieser Schulbau war aber mit ganz erheblichem Ärger im Vorfeld verbunden. Frau von Heinen, Besitzerin des Pfaffendorfer Dominiums, wollte einen Bauplatz an der Hauptstraße im Unterdorf zur Verfügung stellen. Dieser Plan stieß aber auf großen Widerstand bei den Bauern von Ober-Pfaffendorf. Sie waren dagegen, dass ihre Kinder im Unterdorf zur Schule gehen sollten. Um das Vorhaben rückgängig zu machen, wurden sie bei dem Regierungspräsidenten in Liegnitz vorstellig, allerdings ohne Erfolg. Daraufhin trugen sie ihre Bedenken Frau von Heinen vor, diesmal mit Erfolg. Es wurde ein neuer Bauplatz gesucht, und die Schule konnte endlich gebaut werden, allerdings nur für eine Schulklasse. Den Bau einer Zweiklassen-Schule genehmigte der Regierungspräsident in Liegnitz zum damaligen Zeitpunkt noch nicht. Nach Fertigstellung der neuen Schule wurden die Räume im bisherigen Schulgebäude als Wohnungen vermietet.
Im Jahre 1937 wurde ein neues Schulgebäude für zwei Schulklassen errichtet. Zur besseren Unterscheidung erhielt das bisherige Schulhaus nunmehr den Namen "Die Buchert-Schule", benannt nach dem damals als Lehrer tätigen Alfred Buchert. Auf dieses neue Schulgebäude war die Bevölkerung sehr stolz. In dem Neubau befanden sich das Konferenzzimmer, eine modern eingerichtete Lehrküche sowie eine Badeeinrichtung.

Das im Jahre 1913 eingeweihte Schulgebäude (die sog. "Buchert-Schule)

Einweihung des neuen Schulhauses (die spätere "Buchert-Schule)

Das neue Schulgebäude (Aufnahme: ca. 1937)

Die Pfaffendorfer Schulen (links: das neue Schulgebäude, 

rechts: die sog. "Buchert-Schule)

Zum Schulbezirk der Eventhaler Schule gehörten die beiden Gemeinden Eventhal und Moritzfelde. Bis zum Jahre 1749 besuchten die Kinder dieser beiden Orte die Schule im Nachbardorf Schreibendorf. Da der Schulweg jedoch sehr weit war, durften die Eventhaler und Moritzfelder Kinder ab diesem Zeitpunkt bis zum Jahre 1772 die wesentlich näher liegende Schule in Pfaffendorf besuchen. Danach wurde in Eventhal eine Stube gemietet, die als Schulzimmer diente. Erst im Jahre 1785 konnte die Gemeinde Eventhal ein eigenes Schulgebäude erwerben. Aber auch dieses Haus entsprach im Laufe der Jahre nicht mehr den gesetzlichen Anforderungen, die an eine moderne Schule gestellt wurden. Die Gemeinde sah sich daher gezwungen, 1878 ein neues Schulgebäude zu errichten, welches direkt neben dem alten Haus gebaut wurde. Die Baukosten übernahm zum größten Teil die Königliche Regierung, welche 6.300 Mark zur Unterstützung der armen Gemeinde bewilligte. 945 Mark wurden durch den Verkauf des alten Schulhauses erzielt. Nach der Errichtung des neuen Zweiklassen-Schulgebäudes in Pfaffendorf erfolgte 1938 die Auflösung der Eventhaler Schule.

Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",

Heft Nr. 75/1871.

Das Eventhaler Schulgebäude

Schülerinnen und Schüler der Eventhaler Schule mit ihrem Lehrer Helmut Stark (Aufname: 1930)

Haus Nr. 2:

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1911           =        Menzel, August - Gutsbesitzer
1925          =        Menzel, August - Bauergutsbesitzer
1938          =        Menzel, Albert - Bauer

Auf diesem Grundstück befanden sich ursprünglich vier Häuser mit den durchgehenden Hausnummern 1 -4. Im Haus Nr. 1 lebte vor 1893 "Drescher Ernst", der auf dem Gut beschäftigt war.

Dieser gesamte Besitz im Oberdorf (Haus Nr. 1 - 4) gehörte dem Bauern Christian Beer (1830 - 1868). Seine Witwe Rosine, geb. Weihrauch, aus Michelsdorf (1839 - ca. 1892) heiratete nach seinem Tod seinen Bruder Gottlieb Beer. Mit ihrem 1. Ehemann Christian hatte Pauline Beer, soweit bekannt 3 Kinder:

  1. Pauline Beer    (1860 - 1897)

       Sie wurde die 2. Ehefrau des Gutsbesitzers August Menzel (s. Eventhal Haus Nr. 5). Da er sein
       Haus in Eventhal wegen des Eisenbahnbaues aufgeben musste, erwarb er 1893 den Besitz
       seines zwischenzeitlich verstorbenen Schwiegervaters Beer. Nach aufwendigen
       Umbauarbeiten entstand das Haus, welches die Haus Nr. 2 erhielt. Mit seiner Ehefrau Pauline,
       geb. Beer
, und den 4 Kindern Heinrich, Wilhelm, Klara und Selma bezog er nun dieses Haus.
       1.1  Heinrich Menzel  (Sohn aus der 1. Ehe)     (1882 - 1960)
            Er war in Krummenau verheiratet.
       
       1.2  Wilhelm Menzel    (Sohn aus der 1. Ehe)   (1885 - 1968 in Neunkirchen)
             Er heiratete Emilie Finger, Tochter des Bauerngutsbesitzers Ernst Wilhelm Finger aus
             Haselbach (s. dort Haus Nr. 34). Die Eheleute Menzel wohnten nach der Eheschließung                       zunächst 5 Jahre auf dem Dominium und anschließend in Pfaffendorf, Haus Nr. 37.

       1.3  Klara Menzel         (Tochter aus der 2. Ehe)    (1894 - 1964 in Altenberge)
             Klara heiratete Heinrich Kuhn, Sohn des Bauerngutsbesitzers Julius Kuhn (s. Haus Nr. 8).

       1.4  Selma Menzel        (Tochter aus der 2. Ehe)   (1896 - 1983 in Ströhen)
             Selma vermählte sich mit dem verwitweten Landwirt Fritz Hamann aus Reußendorf (s. dort
             Haus Nr. 81).

       Nach dem Tod seiner 2. Ehefrau, im Jahr 1897, heiratete August Menzel Bertha Drescher aus
       Haselbach (s. dort Haus Nr. 56). Während dieser ehe wurde 1901 Sohn Albert geboren.
        1.5  Albert Menzel         (1901 - 1994 in Kreuztal)
              Albert heiratete Frieda Rummler, Tochter des Stellenbesitzers Hermann Rummler aus
              Reußendorf (s. dort Haus Nr. 46) und dessen Ehefrau Anna, geb. Drescher, aus Haselbach
              (s. dort Haus Nr. 84). Im Laufe der Jahre nahm er an dem elterlichen Haus weitere An- und 
              Umbauten vor.
              Aus dieser Verbindung stammen drei Söhne: Alfred, Reinhard und Helmut.
              Der älteste Sohn Alfred vermählte sich mit Gertrud Drescher aus Haselbach (s. dort Haus
              Nr. 56), Tochter aus der 1. Ehe des Bauerngutsbesitzers Wilhelm Drescher und dessen
              Ehefrau Martha, geb. Ulber.
              Das Ehepaar Menzel wohnte nach 1946 mit den Söhnen im Siegerland (Kreuztal). Dort
              verstarben Frieda Menzel am 05.03.1986 und ihr Ehemann Albert am 05.01.1994.
         

Haus Nr. 2 - Bauerngut der Familie Menzel

Ehepaar August und Bertha Menzel im Garten ihres Hauses Nr. 2 (Aufnahme: ca. 1920)

Albert Menzel bei der Feldarbeit (Sohn von August und Bertha Menzel)
Aufnahme: ca. 1936

Albert Menzel und Ehefrau Frieda, geb. Rummler

Haus Nr. 5:

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1911             =        Hübner, Ernestine - Bauergutsbesitzerin
1925            =        Hübner, Heinrich - Bauergutsbesitzer
1938            =        Hübner, Heinrich - Bauer

In Pfaffendorf gab es mehrere Familien mit dem Namen Hübner. Zur besseren Unterscheidung wurde die Familie im Haus Nr. 5 "Der oberste Hübner" genannt. Dieses Bauerngut gehörte seit Jahrzehnten der Familie Hübner. Um 1900 waren die Eheleute Heinrich (verst. 1909) und Ernestine Hübner, geb. Kuhn (verst. 1911) Besitzer. Heinrich Hübner stammte aus dem Haus Nr. 31 a.
Das Ehepaar hatte, soweit bekannt, 9 Kinder (acht Kinder sind namentlich bekannt):

  1. Berta Hübner     (1879 - 1964 in Burbach, Kreis Siegen)

       Sie heiratete den Landwirt Hermann Schäl (s. Haus Nr. 12)
                                    und Zwillingsschwester
   
2.  Emma Hübner
       
 Sie war mit dem Landwirt Rother verheiratet und lebte in Kleinhennersdorf.
   3.  Heinrich Hübner    (1893 - 1975 in Stein-Neukirch)
        Heinrich übernahm von seiner verwitweten Mutter Ernestine die Landwirtschaft. Mit seiner
        Ehefrau Martha, geb. Hartmann, hatte Heinrich Hübner 3 Kinder.
        3.1  Helene Hübner, verh. Rüffer           (verst. am 09.12.2005)
        3.2 Günter Hübner
        3.3 Heinz Hübner                                    (1928 - 2004)

        Neben seinen Aufgaben in der Landwirtschaft war Heinrich Hübner in Pfaffendorf für die
        ordnungsgemäße und reibungslose Ablieferung der Milch bei der Genossenschafts-Molkerei
        in Landeshut zuständig. Darüber hinaus war er viele Jahre Ortsbauernführer und im
        Gemeinderat tätig.
        Nach 1946 lebte das Ehepaar bei seinem jüngsten Sohn Heinz in Stein-Neukirch im
        Oberwesterwaldkreis. Martha Hübner starb dort am 29.03.1972 und ihr Ehemann am 28.11.1975.

    4.  Ida Hübner           (1901 - 1987 in Barenburg)
         Nach ihrer Eheschließung mit einem Herrn Bürgel lebte sie in Arnsberg bei Schmiedeberg.

    5.  Paul Hübner, er wohnte später in Petzelsdorf.

    6.  Fritz Hübner ist gefallen.

    7.  Auguste Hübner war in Grüssau mit einem Bauunternehmer verheiratet.

    8.  Martha Hübner
         
Sie verliebte sich in den Gesellen Reimann des Bäckereibesitzers Gustav Drescher (s. Haus Nr.
         81). Als dieser um 1911 nach Lünen in Westfalen "auswanderte", um dort im Bergbau zu 
         arbeiten, folgte sie ihm bald nach. Im Ruhrgebiet wurden die Bergarbeiter damals wesentlich 
         besser bezahlt als in den Bergbaugruben Niederschlesiens. Dies führte zu einer großen
         Abwanderung. In Lünen heiratete das junge Paar. Kurze Zeit später wurde die Junge Ehefrau
         aber schwer krank und ging in ihren Heimatort Pfaffendorf zurück. Dort verstarb sie 1916 in 
         ihrem Elternhaus.

Haus Nr. 5 - Familie Heinrich Hübner

Haus Nr. 6:

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1911           =         Fels, Hermann - Bauergutsbesitzer
1925          =         Fels, Hermann - Bauergutsbesitzer
1938          =         Fels, Richard - Bauer

Besitzer dieses Bauerngutes war Hermann Fels aus Steinseiffen. Mit seiner Ehefrau Pauline hatte er 7 Kinder:

  1. Gustav Fels ist sehr früh verstorben.


    2. Minna Fels                      (1891 - 1972 in Liebenburg)

       Sie vermählte sich mit einem Herrn Bettermann aus Alt-Weißbach. Nach 1946 lebte sie im
       Kreis Goslar.

    3. Richard Fels                     (1900 - 1966 in Burbach)
        Er heiratete Martha, geb. Hampel, aus Schreibendorf und führte mit ihr den elterlichen
        Betrieb weiter. Aus dieser Ehe gingen 2 Kinder hervor:
        3.1  Helmut Fels ist im 2. Weltkrieg gefallen.
        3.2 Käthe Fels, verh. Gelber
       
Nach 1946 lebte die Familie Fels in Burbach, Kreis Siegen. Richard Fels verstarb dort im Jahre
       1966, seine Ehefrau folgte ihm am 11.11.1979.

    4. Selma Fels, verh. Weiß       (1905 - 1985 in Stadtoldendorf)
        Sie war 2-mal verheiratet. In 1. Ehe mit einem Herrn Hoffmann. Nach dem Tod ihres
        Ehemannes heiratete sie einen Herrn Weiß aus Michelsdorf. Vorübergehend wohnte sie mit
        ihrem Ehemann in Hermsdorf städt.

    5. Gerhard Fels                        (1907 - 1971 in Wiesenbach, Kreis Annaberg/Erzgebirge)
        Er vermählte sich mit Gertrud, geb. Berg, aus Haselbach. Mit seiner Familie bewohnte er das
        Haus Nr. 9.

    6. Willi Fels
        
Er heiratete Elsbeth Meier, Tochter des Hausbesitzers Ferdinand Meier (s. Haus Nr. 46).
       Beschäftigt war er auf der Grube in Schmiedeberg. Dort verunglückte er 1928 tödlich.

    7. Ida Fels, verh. Schröder, wohnte bereits vor 1946 im Rheinland.

Haus Nr. 7:

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Im Adressbuch 1911 ist diese Haus-Nr. nicht aufgeführt.
1925         =       Hübner, Robert - Hausbesitzer
1938         =       Hübner, Robert - Hausbesitzer   

Dieses Haus erwarb Robert Hübner Anfang des 1. Weltkrieges. Mit seiner 1. Ehefrau wohnte er in Haselbach (s. dort Haus Nr. 126). Aus dieser Ehe stammen 2 Söhne, Ewald und Willi, die beide während des 2. Weltkrieges gefallen sind.
Mit seiner 2. Ehefrau Klara, geb. Hildebrand aus Schreibendorf hatte er 5 Kinder:

  1. Herbert Hübner  (verst. 1975 in Nordwalde)
  2. Helmut Hübner, er ist in Jugoslawien tödlich verunglückt.
  3. Helene Hübner, verh. Kaltschmidt    (1919 - 1988)
  4. Käthe Hübner, verh. Adomeid            (1927 - 2000 in Dörverden)
  5. Elisabeth Hübner, verh. Schupke


Klara Hübner brachte die Kinder Konrad und Martha mit in die Ehe.

Die Eheleute Hübner wohnten nach 1946 zunächst in Buschhütten. Dort starb Robert Hübner am 16.05.1956. Seine Ehefrau Klara zog später nach Herzhausen und starb dort am 31.10.1968.


Haus Nr. 8:

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1911          =       Kuhn, Julius - Bauergutsbesitzer
1925         =       Kuhn, Heinrich - Bauergutsbesitzer
1938         =       Kuhn, Heinrich - Bauer und Bürgermeister 

Besitzer dieses Bauerngutes war ursprünglich Karl Kuhn (geb. 1821) aus Alt-Weißbach. Gemeinsam mit seiner ebenfalls 1821 in Alt-Weißbach geborenen Ehefrau Ernestine, geb. Drescher, hatte er dieses Gut erworben. Er verstarb im Jahr 1896 in Pfaffendorf.
Soweit bekannt, hatte das Ehepaar Kuhn 2 Söhne:

  1. Wilhelm Kuhn  (geb. 1846) heiratete Ernestine, geb. Anders, und bewirtschaftete mit seiner Familie das Bauerngut Nr. 14.
  2. Julius Kuhn  (1849 - 1921)

       Als jüngster Sohn erbte er den Hof. Verheiratet war er mit Ernestine, geb. Finke, aus
       Haselbach (1855 - 1914, s. dort Haus Nr. 24), Tochter des Bauern Gottlieb Finke (1816 - 1902) und
       dessen Ehefrau Juliane, geb. Gärtner (1832 - 1914). Aus dieser Verbindung gingen 6 Kinder
       hervor:
       2.1  Hermann Kuhn, er ist 1914 gefallen.
       2.2 Gustav Kuhn, er verstarb bereits in jungen Jahren.
       2.3 Berta Kuhn, verh. Friebe
     
 2.4 Emma Kuhn, verh. Gärtner
       2.5 Gustel Kuhn
       2.6 Heinrich Kuhn
             
Heinrich übernahm im März 1919 den väterlichen Hof. Er hatte Klara Menzel geheiratet,
             Tochter des Bauerngutsbesitzers August Menzel (s. Haus Nr. 2). Bis zur Vertreibung übte
             Heinrich Kuhn in Pfaffendorf viele Jahre das verantwortungsvolle Amt des Bürgermeisters
             aus.
             Nach 1946 lebte das Ehepaar in Altenberge. Dort starb Klara Kuhn bereits am 25.08.1964.
             Ihr Ehemann überlebte seine Frau um 8 Jahre und verstarb am 29.05.1972.

             Das Ehepaar Kuhn hatte 4 Kinder:
             2.6.1  Gustav Kuhn
           
  2.6.2  Else Kuhn, sie heiratete Karl-Wilhelm Oberlack, Sohn des Schlossers Max Oberlack
                       (s. Haus Nr. 49).
             2.6.3  Erna Kuhn heiratete Alfred Weiß, Sohn des Landwirtes Paul Weiß (s. Haus Nr. 32).
             2.6.4  Hermann Kuhn  (verst. 1996 in Altenberge), er heiratete Maria, geb. Grundmann.

       



Haus Nr. 8 - Familie Heinrich Kuhn (Aufnahme: 1978)

Heinrich Kuhn bei der Feldarbeit in Pfaffendorf

Haus Nr. 9:

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1911           =       Bürgel, August - Kleingärtner
1925          =       Bürgel, Anna - Witwe
1938          =       Fels, Gerhard - Hausbesitzer

Auf diesem Grundstück befanden sich ursprünglich zwei Häuser mit den Hausnummern 9 und 10. Das Haus Nr. 11 war abgerissen worden.
Nach August und Anna Bürgel war Gerhard Fels der Besitzer, Sohn des Bauerngutsbesitzers Hermann Fels (s. Haus Nr. 6). Verheiratet war er mit Gertrud, geb. Berg, aus Haselbach. Aus dieser Ehe gingen 3 Kinder hervor:

  1. Adelheid Fels, verh. Worm       (1928 - 1971 in Wiesenbad, Kreis Annaberg)
  2. Manfred Fels                               (1934 - 1999 in Marienberg)
  3. Ruth Fels, verh. Wohlgemut


Die Familie Fels lebte nach 1946 in Wiesenbad, Kreis Annaberg im Erzgebirge. Dort starb Gerhard Fels am 12,02.1971, seine Ehefrau am 26.03.1980.

Haus Nr. 9 - Familie Gerhard Fels,
 im Hintergrund das Haus Nr. 8 - Familie Kuhn.

(Aufnahme: 1978)

Haus Nr. 10:

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1911          =      Kambach, verw. - Bauergutsbesitzer
1925         =      Kambach, Wilhelm - Bauergutsbesitzer
1938        =       Kambach, Wilhelm - Bauer

Dieses Bauerngut war seit Jahrzehnten im Besitz der Familie Kambach. Soweit bekannt, hatte der Bauerngutsbesitzer Gottlieb Kambach mit seiner Ehefrau, geb. Ernst, folgende Kinder:

  1. Heinrich Kambach lebte in Breslau und war dort bei der Kriminalpolizei tätig. Während des 1. Weltkrieges ist er gefallen.
  2. Auguste Kambach heiratete den Hausbesitzer Bruno Ende aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 126).
  3. Wilhelm Kambach

       Nach dem Tod des Vaters übernahm er den landwirtschaftlichen Betrieb. Verheiratet war er
       mit Martha geb. Herzog, die ihm 4 Kinder schenkte:
       3.1  Wilhelm Kambach ist im 2. Weltkrieg gefallen.
       3.2  Emma Kambach, verh. Kanzler              (verst. 2003 in Burbach)
       3.3  Gustav Kambach vermählte sich mit Erna, geb. Schol, und lebt heute mit seiner Familie                    in Kreuztal im Siegerland.
       3.4  Elise Kambach, verh. Heuser

Wilhelm Kambach verstarb bereits 1955 in Wahlbach bei Siegen. Seine Ehefrau Martha überlebte ihren Ehemann um 16 Jahre und starb am 29.03.1971 in Burbach.

Haus Nr. 10 - Familie Wilhelm Kambach (Aufnahme: 2002)

Haus Nr. 12:

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1911           =       Schäl, Hermann - Kleingärtner
1925          =       Schäl, Hermann - Kleingärtner
1938          =       Schäl, Hermann - Landwirt

Dieses ist das Geburtshaus der Brüder Schäl, Hermann, August und ein weiterer Bruder, der später in Landeshut (Breitenau) wohnte.
Hermann Schäl übernahm die elterliche Landwirtschaft. Er war darüber hinaus auch Besitzer des Hauses Nr. 15 Seinem Bruder August gehörte das Anwesen Nr. 16. Im Jahr 1902 heiratete Hermann Schäl Berta Hübner, Tochter des Bauerngutsbesitzers Heinrich Hübner (s. Haus Nr. 5). Aus dieser Verbindung gingen 6 Kinder hervor:

  1. Heinrich Schäl
  2. Martha Schäl, verh. Blau
  3. Willy Schäl wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst. Er heiratete Frieda, geb. Zimmer, und wohnte mit seiner Familie im Haus Nr. 15.
  4. Emma Schäl  (1906 - 1982 in Burbach, Kreis Siegen).
  5. Frieda Schäl, verh. Stahl
  6. Ida Schäl


Nach 1946 lebten die Eheleute Schäl in Burbach, Kreis Siegen. Dort starb Hermann Schäl am 29.11.1960, seine ehefrau Bertha im Jahr 1964.

Haus Nr. 13:

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1911           =         Hornig, Eduard - Hausbesitzer
                 In den Adressbüchern 1925 und 1938 erscheint diese Haus-Nr. nicht mehr.

Eduard Hornig war einer der letzten Handweber in Pfaffendorf. Er und auch noch viele andere Weber lieferten früher die fertige Ware zum Kaufmann Ansorge nach Schmiedeberg. Auch für den Fabrikant Deuner in Haselbach (s. dort Haus Nr. 20) wurde gewebt.

Nach 1911 erwarb Eduard Hornig das haus Nr. 44.

Haus Nr. 14:

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1911           =       Kuhn, Wilhelm - Bauerngutsbesitzer
1925          =       Kuhn, Wilhelm - Bauergutsbesitzer
1938          =       Kuhn, Elisabeth - Bäuerin

Zu diesem Grundstück gehörte auch das Haus Nr. 13, das nach 1911 abgerissen wurde.
Das Bauerngut gehörte ursprünglich Wilhelm Kuhn (geb. 1846), Sohn des Bauerngutsbesitzers Karl Kuhn (s. Haus Nr. 8). Soweit bekannt, hatte er mit seiner Ehefrau Ernestine, geb. Anders (geb. 1854), 4 Töchter:

  1. Ernestine Kuhn   (geb. 1878)

       Sie heiratete den Gutsbesitzer Heinrich Kammler aus Reichhennersdorf. Aus dieser
       Verbindung gingen 5 Kinder hervor. Die Tochter starb bereits während des 1. Weltkrieges und
       drei Söhne sind seit dem 2. Weltkrieg vermisst. Heinrich Kammler verstarb 1945 in
       Reichhennersdorf. Nach 1946 lebte Ernestine Kammler bei ihrem Sohn Kurt in Barver, Kreis
       Diepholz.
    2. Emma Kuhn   (1883 - 1968 in Eslohe - Reiste)
        Sie heiratete den Gutsbesitzer Gustav Schubert aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 33).
    3. Klara Kuhn     (1886 - 1969)
       Sie vermählte sich mit dem Gutsbesitzer Gustav Brendel aus Reichhennersdorf.
    4. Elisabeth Kuhn, verh. Rauer    (1896 - 1967 in Föckinghausen, Kreis Melle)
        Sie übernahm nach dem tod des Vaters den elterlichen Betrieb. Aus ihrer Ehe stammt:
        Sohn Reinhold        (verst. 1999 in Föckinghausen, Kreis Melle)
        Er vermählte sich mit Dorchen, geb. Bruchmann, aus Neu-Weißbach.

Haus Nr. 14 - Familie Kuhn  (Aufnahme: 1978)

Haus Nr. 15:

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1911           =         Schäl, August - Kleingärtner
1925          =         Paetzold, Alfred - Schneidermeister
1938          =         Schäl, Willi - Arbeiter; Knittel, Horst - Arbeiter

Dieses Haus gehörte Hermann Schäl (s. Haus Nr. 12). Nach dem Schneidermeister Alfred Paetzold wurde es von Hermann Schäls Kindern bewohnt:

  1. Willi Schäl

       Er war mit Frieda, geb. Zimmer, verheiratet. Aus dieser Verbindung gingen die Söhne Alfred
       und Hans hervor. Hans Schäl verstarb am 17.04.1990 in Burbach. Sein Bruder Alfred folgte ihm
       bereits ein Vierteljahr später am 06.07.1990.
       Willi Schäl wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst. Seine Ehefrau Frieda starb am 14.07.1992 in
       Burbach.
    2. Emma Schäl      (1905 - 1982 in Burbach)
        Sie heiratete Horst Knittel, mit dem sie eine Tochter hat: Inge, verh. Schäfer.
        Ebenso wie sein Schwager Willi Schäl wird auch Horst Knittel seit dem 2. Weltkrieg vermisst.

Haus Nr. 16:

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Nach dem Adressbuch 1911 gehören die beiden Häuser 15/16 August Schäl.
1911
           =        Schäl, August - Kleingärtner
1925          =        Schäl, August - Kleingärtner
1938          =        Schäl, August - Landwirt; Kuttig, Hermann - Bergmann

Besitzer dieser Landwirtschaft war zunächst August Schäl. Später übernahm sie Alfred Schäl. Dieser heiratete Ella, geb. Hübner, Tochter des Landwirtes Robert Hübner (s. Haus Nr. 30). Das Ehepaar hatte 5 Kinder:

  1. Gerda Schäl
  2. Waltraud Schäl, verh. Müller     (1931 - 1995)
  3. Günter Schäl
  4. Helmut Schäl                          und Zwillingsbruder
  5. Manfred Schäl


Alfred Schäl ist im 2. Weltkrieg gefallen. Seine Ehefrau Ella lebte nach 1946 in Kreuztal (Siegerland). Dort starb sie am 15.09.1989.

Als Mieter lebte die Familie des Bergmannes Hermann Kuttig im Haus. Nach 1938 zog sie nach Dittersbach städt. Es bestand keine Verwandtschaft zwischen Hermann Kuttig und Emil Kuttig (s. Haus Nr. 56).

Haus Nr. 16 - Familie Schäl.

Haus Nr. 17:

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1911           =        Drescher, Wilhelm - Hausbesitzer
1925          =        Drescher, Wilhelm - Hausbesitzer
1938          =        Drescher, Wilhelm - Hausbesitzer; Ernst, August - Bergmann

Hausbesitzer Wilhelm Drescher war mit Pauline, geb. Fabig, verheiratet. Während der Ehe wurden zwei Töchter geboren:

  1. Hilde Drescher, verh. Mallunat        (1916 - 1965 in Lindenberg)
  2. Frieda Drescher heiratete den Bergmann August Ernst und wohnte nach 1938 mit ihrer Familie im Haus Nr. 25.


Pauline Drescher, geb. Fabig, verstarb noch in Pfaffendorf.

Haus Nr. 17 - Familie Wilhelm Drescher (Aufnahme: 1978)

Haus Nr. 18:

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1911           =        Gottwald, Karl - Restbauer
1925         =         Gottwald, Karl - Restbauer
1938         =         Gottwald, Karl - Restbauer

Zu diesem Grundstück gehörte früher auch das Haus Nr. 19, das abgerissen wurde.
Besitzer der Landwirtschaft war Karl Gottwald. Er war 2-mal verheiratet.
1. Ehefrau: Anna, geb. Adolf aus Schreibendorf
       Aus dieser Verbindung stammt Tochter Gertrud, verh. Przybyzin.

2. Ehefrau: Martha, geb. Sauer aus Schreibendorf
        Während dieser Ehe wurden 6 Kinder geboren:
        2.1  Kurt Gottwald
        2.2  Gerhard Gottwald
        2.3  Gerda Gottwald, verh. Köster
        2.4  Alfred Gottwald
        2.5  Waltraud Gottwald      (1933 - 1992 in Zeppenfeld)
        2.6  Helmut Gottwald

Nach 1946 kam die Familie Gottwald nach Zeppenfeld, Kreis Siegen. Hier starb Martha Gottwald am 0.610.1971.
    

Haus Nr. 20:

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1911           =        Rasper, Heinrich - Kleingärtner
1925          =        Künzel, Gustav - Arbeiter; Rasper, Heinrich - Kleingärtner
1938          =        Künzel, Gustav - Hausbesitzer

Hausbesitzer war zunächst Heinrich Rasper. Später übernahm es sein Schwiegersohn Gustav Künzel aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 26), Sohn der Eheleute August und Anna Künzel. Gustav Künzel war mit Heinrich Raspers Tochter Martha verheiratet. Aus dieser Verbindung stammen 3 Töchter:

  1. Gerda Künzel, verh. Weber
  2. Käthe Künzel     (verst. 2004 in Crottendorf) heiratete Heinz Ende, Sohn des Bergmannes Wilhelm Ende (s. Haus Nr. 35).
  3. Else Künzel, verh. Sommer


Martha Künzel geb. Rasper, starb 1967 in Crottendorf, Kreis Annaberg. Ihr Ehemann Gustav überlebte seine Ehefrau um 11 jahre, er starb im Herbst 1978.

Haus Nr. 21:

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1911           =        Kühn, Heinrich - Bauergutsbesitzer
1925          =        Kühn, Anna - Witwe; Kühn, Karl - Landwirt
1938          =        Kühn, Karl - Bauer

Dieses Bauerngut gehörte Heinrich Kühn, verheiratet mit Anna, geb. Klose. Die Eheleute hatten 6 Kinder:

  1. Heinrich Kühn

       Er heiratete Anna, geb. Badermann, Tochter des Gustav Badermann (s. Haus Nr. 145) und
       lebte nach der Eheschließung mit seiner Familie im Haus Nr. 48.
    2. Karl Kühn
       
Karl vermählte sich mit Ida, geb. Künzel, Tochter des Friedrich Künzel (s. Haus Nr. 48) und
        übernahm nach dem Tod des Vaters die Landwirtschaft Nr. 21. Da die Ehe kinderlos war, sollte
        die Nichte Herta Kühn, verh. Küttner, Tochter des Bruders Heinrich (s. Haus Nr. 48), den Besitz
        übernehmen. Der Krieg machte aber diese Pläne zunichte.
     3. Paul Kühn lebte später in Neu-Weißbach. Nach 1946 wohnte er in Münster.
     4. Martha Kühn                                und Zwillingsbruder
   
  5. Martin Kühn

Karl Kühn starb ca. 1943 in Pfaffendorf. Seine Familie lebte nach 1946 in Kreuztal-Kredenbach (Siegerland). Anna Kühn, geb. Klose, starb hier am 16.03.1960.

Haus Nr. 22:

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1911          =       Hübner, Heinrich - Restbauer
1925         =       Hübner, Heinrich - Restgutsbesitzer und Gemeindevorsteher
1938         =       Hoffmann, Wilhelm - Landwirt

Die Familie Hübner im Haus Nr. 22 wurde in Pfaffendorf "Jäger-Hübner" genannt.

Nachfolger von Heinrich Hübner wurde Wilhelm Hoffmann, verheiratet mit Gertrud, geb. Nagel. Aus dieser Verbindung gingen zwei Kinder hervor:

  1. Margarete Hoffmann, verh. Pfeiffer
  2. Helmut Hoffmann


Wilhelm Hoffmann wohnte nach dem Krieg in Burbach-Lippe und starb dort am 27.04.1979.

Haus Nr. 23:

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Im Adressbuch 1911 war diese haus-Nr. nicht verzeichnet.
1925          =      Caspar, Gustav - Hausbesitzer
1938          =      Caspar, Gustav - Hausbesitzer

In diesem Haus befand sich ein kleines Lebensmittelgeschäft. Bevorzugt wurde es von den Bewohnern Ober-Pfaffendorfs, da dieser kleine Laden für sie die einzige Einkaufsmöglichkeit war.
Hausbesitzer war Gustav Caspar, verheiratet mit Anna, geb. Grumann. Sohn Rudolf, das einzige Kind des Ehepaares, wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.
Nach dem Krieg lebten die Eheleute in Siegen. Dort starben Gustav Caspar am 07.07.1957 und seine Ehefrau am 16.09.1965. 

Haus Nr. 23 - Eheleute Caspar (Aufnahme: 1978)

Haus Nr. 25:

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1911            =        Bühn, Wilhelm - Hausbesitzer
1925           =        Bühn, Wilhelm - Hausbesitzer
1938           =        Bühn, Wilhelm - Hausbesitzer; Hübner, Herbert - Glasschleifer

Dieses Haus gehörte Wilhelm Bühn, von Beruf Brunnenbauer. Um 1900 wohnte er mit seiner Ehefrau noch in Haselbach (s. dort Haus Nr. 40). Frau Bühn war in Pfaffendorf und den umliegenden Orten für das Besprechen oder Wegbeten von Warzen oder Rosen bekannt. Viele Kranke, denen die Schulmedizin nicht helfen konnte, suchten Trost und Hilfe bei der "Bühna-Tante". Sie berührte die erkrankte Körperpartie mit der Hand und sagte (unhörbar) einen Spruch oder ein Gebet auf. Ein paar Tage später war die Warze weg oder es zeigte sich eine deutliche Besserung. Eine Erklärung für die Heilerfolge gab es nicht, aber "es funktionierte halt".

Nach 1938 wurde das Haus von August Ernst und dessen Ehefrau Frieda, geb. Drescher, Tochter des Wilhelm Drescher (s. Haus Nr. 17) übernommen. Soweit bekannt, hatte das Ehepaar Ernst fünf Kinder:

  1. Elfriede Ernst, verh. Hermann     (1921 - 1999 in Dortmund)
  2. Hermann Ernst
  3. Erich Ernst
  4. Alfred Ernst
  5. Traudel Ernst

Haus Nr. 26:

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1911           =       Hübner, Heinrich - Bauergutsbesitzer
1925          =       Hübner, Heinrich - Gutsbesitzer
1938          =       Haselbach, Heinrich - Bauer

Zu diesem Grundstück gehörten früher auch die Häuser Nr. 24 und 27, die aber abgerissen waren.
Besitzer dieses Bauerngutes war Heinrich Hübner, der aus dem Haus Nr. 30 stammte. Er war
2-mal verheiratet:
1. Ehefrau: Henriette Heinzel, eine Tochter aus dem berühmten Fürstenkretscham in
         Michelsdorf. Sie wurde am 05.11.1872 in Michelsdorf geboren und starb im September 1897 in
         Pfaffendorf. Aus dieser Verbindung stammt:
         Anna Hübner
         
Sie heiratete Heinrich Haselbach aus Alt-Weißbach. Das Ehepaar hatte zwei Töchter:
         1. Hedwig Haselbach, verh. Pohl    (1922 - 2001 in Damme)
         2. Erna Haselbach, verh. Pollin
         Seit der Vertreibung, im November 1945, lebten die Eheleute Haselbach in Bobbe, Kreis
         Köthen in Sachsen-Anhalt. Dort starb Heinrich Haselbach am 27.09.1962, seine Ehefrau Anna
         am 16.10.1970.

2. Ehefrau: Marie Opitz aus Reußendorf
          Aus dieser Verbindung stammen keine Kinder.
          Marie Hübner, geb. Opitz, brachte 2 Kinder mit in die Ehe:
          1. Gustav Opitz
             
Er war 2-mal verheiratet und wohnte mit seiner Familie in Moritzfelde, Haus Nr. 144.
         2. Bertha Opitz heiratete Robert Hübner (s. Haus Nr. 30)

Haus Nr. 26 mit Nebengebäude - Familie Heinrich Haselbach

Haus Nr. 28:

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1911          =      Rasper, Adolf - Maurer
1925         =      Rother, Josef - Hausbesitzer
1938         =      Rother, Richard - Hausbesitzer

Zunächst gehörte dieses Haus Adolf Rasper. Josef Rother kaufte dieses Haus im Jahr 1919. Mit seiner Ehefrau Anna hatte er zwei Söhne:

  1. Josef Rother 

       Josef Rother, geboren 1898 in Glatz, erlernte das Stellmacherhandwerk. Seine Ehefrau Emma,
       geb. Seifert
, wurde 1895 in Röversdorf, Kreis Goldberg, geboren. Nach der Geburt ihrer Tochter
       Ruth zog das junge Ehepaar nach Dittersbach städt und lebte dort bis zur Vertreibung.
    2. Richard Rother
        
Er wurde in Fellhammer, Kreis Waldenburg, geboren. Verheiratet war er mit Hedwig, geb.
        Leichsnering
, aus Hermsdorf städt. Aus dieser Verbindung stammt Sohn Gerhard.

Haus Nr. 29:

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1911           =       Pohl, Heinrich - Kleingärtner
1925          =       Pohl, Wilhelm - Kleingärtner
1938          =       Pohl, Wilhelm - Landwirt

Diese Landwirtschaft gehörte Heinrich Pohl und seiner Ehefrau Ernestine. Aus dieser Verbindung stammen 4 Kinder:

  1. August Pohl lebte in Rothenbach.
  2. Bertha Pohl

       Sie war mit Julius Lehmgrübner in Moritzfelde verheiratet (s. Haus Nr. 146). Die Eheleute, die
       noch in Pfaffendorf verstarben, hatten zwei Töchter, Emma und Ida.
    3. 1 weitere Tochter, die in Dittersbach städt. wohnte.
    4. Wilhelm Pohl
        
Er übernahm die elterliche Landwirtschaft. Verheiratet war er mit Frieda, geb. Ulber, aus
        Schreibendorf. Aus dieser Verbindung stammen vier Kinder:
        4.1  Willy Pohl ist im 2. Weltkrieg gefallen.
        4.2  Alfred Pohl
        4.3  Helene Pohl, verh. Weber
        4.4  Selma Pohl, sie starb im Alter von 23 Jahren in Pfaffendorf.

        Seit 1946 lebten die Eheleute Pohl zunächst in Wiederstein, Kreis Siegen, später in Wahlbach. 
        Dort starb Frieda Pohl am 17.02.1982.


Haus Nr. 30:

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1911           =       Hübner, Robert - Restbauer
1925          =       Hübner, Robert - Restbauer
1938          =       Hübner, Robert - Landwirt

Besitzer dieser Landwirtschaft war Robert Hübner, verheiratet mit Bertha, geb. Opitz (s. Haus Nr. 26). Das Ehepaar hatte 5 Kinder:

  1. Erich Hübner ist im 2. Weltkrieg gefallen.
  2. Ella Hübner heiratete Alfred Schäl (s. Haus Nr. 16).
  3. Alfred Hübner
  4. Selma Hübner vermählte sich mit Robert Lamer, Sohn des Landwirtes Adolf Lamer (s. Haus Nr. 36).
  5. Emma Hübner, verh. Neumann in Rothenzechau  (1901 - 1956)


Nach 1946 lebte das Ehepaar Hübner in Buschhütten, Kreis Siegen. Dort starb Berta Hübner, geb. Opitz, im Jahr 1951. Ihr Ehemann Robert folgte ihr am 10.01.1952.

Haus Nr. 31 a:

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1911            =       Hübner, Johann - Bauergutsbesitzer
1925           =       Hübner, Johann - Gutsbesitzer
1938           =       Hübner, Johann - Bauer

Dieses Bauerngut gehörte Johann Hübner. Er war mit Minna, geb. Nagel, verheiratet. Aus dieser Verbindung gingen 7 Kinder hervor:

  1. Ida Hübner, verh. mit Richard Kühn aus Alt-Weißbach.
  2. Frieda Hübner, verh. mit Gustav Weihrauch aus Michelsdorf
  3. Lina Hübner
  4. Ella Hübner
  5. Gustav Hübner
  6. Fritz Hübner
  7. Artur Hübner


Nach 1946 lebten die Eheleute Hübner in Eichen im Siegerland.

Haus Nr. 31 b:

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1911            =       Hübner, Heinrich - Bauergutsbesitzer
1925           =       Hübner, Heinrich - Gutsbesitzer
1938           =       Hübner, Heinrich; Hübner, Robert - Bauer

Die Familie Hübner im Haus Nr. 31 b wurde in Pfaffendorf "Wiesen - Hübner" genannt. Das Bauerngut gehörte Heinrich Hübner. Sein Bruder Johann besaß das Gut Nr. 31 a.
Heinrich Hübner war mit Emilie, geb. Weiß, verheiratet. Ebenso wie sein Bruder Johann hatte auch Heinrich mehrere Kinder. Namentlich bekannt sind:

  1. Robert Hübner

       Er vermählte sich mit Elsbeth, geb. Jäkel. Im 2. Weltkrieg ist er gefallen. Aus dieser Verbindung
       gingen folgende Kinder hervor:
       1.1  Kurt Hübner (1935 - 1984 in Burbach-Wahlbach - Siegerland)
       1.2 Christa Hübner, verh. Kubitza.  Sie starb am 01.10.1974 in Burbach-Wahlbach.
    2. Berta Hübner  (1903 - 1982 in Freudenberg)
    3. Emma Hübner
   
4. Hermann Hübner
        
Er heiratete Frieda, geb. Simon, und bewohnte mit seiner Ehefrau und zwei Töchtern das
        Haus Nr. 131 in Eventhal. Im Jahre 1938 verunglückte er tödlich auf der Bergfreiheitsgrube in
        Schmiedeberg.
     5. Anna Hübner
   
  6. Karl Hübner wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.

Heinrich Hübner lebte mit seiner Ehefrau Emilie nach 1946 in Oberfischbach, Kreis Siegen. Dort starb er am 15.04.1953. Seine Ehefrau folgte ihm am 27.01.1962.

Haus Nr. 32:

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1911           =      Tautz, Eduard - Kleingärtner
1925          =      Tautz, Eduard - Kleingärtner
1938          =      Tautz, Eduard - Landwirt

Besitzer dieser Landwirtschaft war Eduard Tautz, verheiratet mit Anna, geb. Bettermann.
Tochter Marta vermählte sich mit Paul Weiß aus Krausendorf. Während dieser Ehe wurden 
3 Kinder geboren:

  1. Herbert Weiß
  2. Alfred Weiß heiratete Erna Kuhn, Tochter des Bauern und Bürgermeisters Heinrich Kuhn (s. Haus Nr. 8).
  3. Helga Weiß, verh. Jäschke


Nach 1946 fand die Familie Tautz/Weiß in Altenberge eine neue Heimat. Dort starb Anna Tautz am 04.08.1959.
Marta Weiß starb am 06.04.1968 und ihr Ehemann Paul am 30.12.1974.

Haus Nr. 32 - Familien Tautz/Weiß

(im Hintergrund rechts das Haus der Familie Wilhelm Ende, Nr. 35)

Eduard Tautz mit seinen Kühen bei der Feldarbeit in Pfaffendorf

Haus Nr. 35:

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1911           =        Walter, August - Hausbesitzer
1925          =        Walter, August - Hausbesitzer
1938          =        Ende, Wilhelm - Bergmann

Hausbesitzer war zunächst August Walter. Später wurde es von Wilhelm Ende übernommen. Seine Ehefrau Charlotte, geb. Eckert, aus Dittersbach städt. schenkte ihm 4 Kinder:

  1. Heinz Ende heiratete Käthe Künzel, Tochter des Hausbesitzers Gustav Künzel (s. Haus Nr. 20).
  2. Edeltraud Ende, verh. Teschke in Dessau.
  3. Kurt Ende wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.
  4. Ursel Ende, verh. Busch   (1932 . 2004)


Seit 1946 lebte die Familie Ende in Hermannsdorf, Kreis Annaberg.

Haus Nr. 35 - Familie Wilhelm Ende
(Aufnahme: 1978)

Haus Nr. 36:

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1911            =        Opitz, Heinrich - Restbauer
1925           =        Lamer, Adolf - Restbauer
1938           =        Lamer, Adolf -  Landwirt

Nachfolger von Heinrich Opitz wurde Adolf Lamer, der Selma Friese geheiratet hatte. Aus dieser Verbindung stammen folgende Kinder:

  1. Reinhold Lamer       (1905 - 1984 in Niedersetzen)

       Er vermählte sich mit Erna Krauße aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 36).
    2. Robert Lamer           (1906 - 1987 in Niedersetzen)
        Er heiratete Selma Hübner, Tochter des Landwirtes Robert Hübner (s. Haus Nr. 30). Diese Ehe
        blieb kinderlos.
     3. Gustav Lamer
     4. Elisabeth Lamer       (verst. 2001 in Wilnsdorf)
     5. Hilde Lamer

Selma Lamer, geb. Friese, wohnte nach 1946 in Hüttental-Niedersetzen im Siegerland und starb dort im Jahr 1970.

       

Haus Nr. 37:

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Im Adressbuch 1911 ist diese Haus-Nr. nicht aufgeführt.
1925          =        Menzel, Wilhelm - Arbeiter
1938          =        Menzel, Wilhelm - Hausbesitzer

Hinsichtlich der Eigentumsverhältnisse und seiner Bewohner hat dieses Haus eine wechselvolle Geschichte aufzuweisen. Ursprünglich gehörte es Frau Bock. Danach erwarb es der Handelsmann Emil Stief. Frau Stiefs Schwester lebte in Blasdorf und war dort mit dem Schausteller Walter verheiratet. Auch zur "Kerms" in Haselbach wurde dieses Karussel auf der großen Wiese vor dem Kretscham aufgestellt.
Soweit bekannt, hatten die Eheleute Stief sieben Kinder:

  1. Max Stief

       Er lebte mit seiner Ehefrau Erna im Rheinland. Nach seinem frühen Tod heiratete seine Witwe
       seinen verwitweten Bruder Martin in Haselbach (s. dort Haus Nr. 109).
    2. Martin Stief
        
Er war 3-mal verheiratet:
        1. Ehefrau:  Lene Beer aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 109).
               Aus dieser Verbindung stammt Sohn Hans-Joachim.
        2. Ehefrau:  Erna, Witwe seines verstorbenen Bruders Max Stief.
        3. Ehefrau:  Toni, der Geburtsname ist nicht bekannt, sie stammte aus Berlin.
     3. FelixStief
         
Er heiratete Elsbeth Hallmann aus Schreibendorf und wohnte mit seiner Familie in
         Pfaffendorf (s. Haus Nr. 55).
     4. Selma Stief
         
Selma heiratete den Wagnermeister Alfred Drescher und wohnte ebenfalls in Pfaffendorf
         (s. Haus Nr. 44).
      5. Hedwig Stief
          
Hedwig vermählte sich mit dem Landwirt Hans Bittner und bewirtschaftete mit ihm
          gemeinsam den Bittner-Hof in Pfaffendorf (s. Haus Nr. 55).
       6. Martha Stief, verh. Leck
           
Auch sie wohnte auf dem Bittner-Hof in Pfaffendorf (s. Haus Nr. 55).
       7. Alma Stief
          
Sie vermählte sich mit Erich Pohl, Sohn des Friedrich Pohl, Pächter der Brauerei in
          Pfaffendorf (s. Gutsbezirk Pfaffendorf - Brauerei).

1925 verkaufte Emil Stief
das Haus sowie zwei Morgen Land an Wilhelm Menzel, Sohn des Bauerngutsbesitzers August Menzel aus dessen 2. Ehe (s. Eventhal, Haus Nr. 5 und Pfaffendorf, Haus Nr. 2). Die Familie Stief zog in das ehemalige Schulgebäude (s. Haus Nr. 45).

Verheiratet war Wilhelm Menzel mit Emilie, geb. Finger, Tochter des Bauerngutsbesitzers Ernst Wilhelm Finger aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 34). Vor dem Kauf dieses Hauses lebte die Familie Menzel 5 Jahre auf dem Dominium.
Die Eheleute Menzel hatten 3 Kinder:

  1. Gerhard Menzel
  2. Elsbeth Menzel
  3. Heinz Menzel wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.


Das Ehepaar Menzel lebte nach 1946 in Neunkirchen-Wiederstein, Kreis Siegen. Wilhelm Menzel starb dort am 14.08.1968. Seine Ehefrau Emilie am 07.05.1986.


Haus Nr. 38:

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1911           =       Prox, Ernst - Schindelmacher
1925          =       Prox, Ernst - Schindelmacher
1938          =       Prox, Ernst - Schindelmacher

Besitzer dieses Hauses war der Schindelmacher Ernst Prox. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts sah man in den Gebirgsdörfern noch sehr viele Holzhäuser, deren Dächer mit Holzschindeln gedeckt waren, so auch in den Dörfern des Kreises Landeshut. Es handelte sich hier meistens um die Häuser der Kleinbauern und Häusler. Wegen der erhöhten Brandgefahr war aber die überwiegende Anzahl der Häuser bereits mit Dachziegeln gedeckt, so dass der Beruf des Schindelmachers langsam ausstarb.

Zum Schindelmachen gehörte vor allem Holz, das möglichst astfrei sein musste, denn astiges Holz ist schwer zu spalten und zu schneiden. Daher suchte sich ein richtiger Schindelmacher die Bäume, so wie er sie brauchte, selber im "Pusche" (im Wald) aus. Er fällte sie dort und beförderte sie als Langholz heim. Dann wurden sie in Schindellänge geschnitten. Jeder "Klippel" (Klotz) wurde so gespalten, dass er schon die Form einer Schindel erkennen ließ. Anschließend wurden in die fertig geschnittenen Schindeln mit einem "Nieger" (Nutenzieher) die Nuten (Einkerbungen) gezogen. Damit die Schindeln beim Verlegen gut ineinander passten, musste dies sehr akkurat ausgeführt werden.

Ernst Prox gehörte neben Ferdinand Walter in Eventhal (s. Haus Nr. 128), Paul Exner in Hermsdorf städt. und Karl Tippelt in Michelsdorf zu den letzten Schindelmachern im Kreis Landeshut. In Pfaffendorf und Umgebung hat er noch bis ins hohe Alter hier und dort den Kleinbauern und Häuslern sowie den Waldarbeitern die Schindeln für ihre Häuser angefertigt, wenn diese eine neue Bedachung aus heimischen Holz benötigten.

Die Tochter des Ehepaares Prox, Irmgard Prox, wohnte nach dem Krieg in Salchendorf.

Haus Nr. 38 - Schindelmacher Ernst Prox
(Aufnahme. 1978)

Haus Nr. 38 - Schindelmacher Ernst Prox

(Aufnahme: 2015)

Haus Nr. 39:

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Dieses Haus gehörte Ende des 19. Jahrhunderts einer Familie Richter. Sie zogen mit Wäscheartikeln über die Dörfer, von Haus zu Haus. Frau Richter verkaufte u. a. auch "Kobtichla". Nach dem Tod seiner Ehefrau zog Herr Richter mit seinen beiden Töchtern, die zwischenzeitlich im heiratsfähigen Alter waren, nach Landeshut. Er verkaufte sein Haus für 1.600 Mark an Ferdinand Meier. Ihm gehörten bereits die Häuser Nr. 43 und 46. Bereits vor 1911 wurde dieses Haus aber abgerissen.

Haus Nr. 40  (Gerichtskretscham):

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1911            =       Leder, Wilhelm - Kretschambesitzer
1925           =       Leder, Otto - Kretschambesitzer
1938           =       Leder, Minna - Kretschambesitzerin

Kretschambesitzer war Wilhelm Leder. Sein Nachfolger wurde Sohn Otto, der Minna Hoffmann geheiratet hatte. Otto Leder verstarb bereits im Jahr 1927. Nach seinem Tod führte seine Ehefrau den Gerichtskretscham allein weiter. Aus der Verbindung mit Otto Leder stammen folgende Kinder:

  1. Willi Leder wohnte nach 1946 mit seiner Familie in Sachsen.
  2. Alfred Leder ist während des 1. Weltkrieges gefallen.
  3. Lina Leder

       Sie heiratete Gustav Hübner, Sohn des Bauerngutsbesitzers Julius Hübner (s. Haus Nr. 5).
       Unmittelbar nach der Eheschließung zog das junge Ehepaar nach Wethmar bei Lünen in
       Westfalen. Dort war Gustav Hübner im Bergbau beschäftigt. Das Ehepaar gab der verwitweten
       Mutter Minna Leder nach der Vertreibung eine neue Heimat. Dort starb Minna Leder am
       25.04.1950.
    4. Meta Leder      (1901 - 1967 in Altenberge)
        Sie vermählte sich mit dem verwitweten Gustav Opitz (s. Haus Nr. 144).
    5. Ella Leder         (1910 - 2005 in Krefeld)
        Sie heiratete Gustav Ulber aus Schreibendorf.
     6. Herbert Leder war nicht verheiratet und ist unmittelbar nach dem Krieg an seinen schweren
         Kriegsverletzungen verstorben.
      7. Otto Leder war ebenfalls unverheiratet.
      8. Helmut Leder lebte mit seiner Ehefrau Marianne nach 1946 in Altenberge.
      9. Alma Leder lebte in Berlin.

Auf der linken Seite des Bildes der Gerichtskretscham

Haus Nr. 42:

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1911          =       Drescher, Henriette - Kleingärtnerin
1925         =       Reimann, Wilhelm - Weber
1938         =       Reimann, Wilhelm - Hausbesitzer

Besitzer dieses Hauses war Wilhelm Reimann aus Rothenzechau, verheiratet mit Martha, geb. Hausmann. Frau Reimann war gebürtig aus Großschönau in Sachsen. Während der Ehe wurden 5 Kinder geboren:

  1. Heinrich Reimann ist im 2. Weltkrieg gefallen.
  2. Frieda Reimann, verh. Feudinger                (1923 - 1993 in Hilchenbach)
  3. Gustav Reimann
  4. Alfred Reimann
  5. Liesel Reimann, verh. Beul


Die Familie Reimann fand nach 1946 in Burbach, Kreis Siegen, eine neue Heimat. Dort starb Martha Reimann bereits am 06.08.1951, ihr Ehemann Wilhelm am 25.12.1962.

Wilhelm Reimanns Bruder August wohnte ebenfalls in Pfaffendorf, und zwar auf dem Bittner-Hof (s. Haus Nr. 55).

Haus Nr. 42 - Familie Wilhelm Reimann (Aufnahme: 1985)

Haus Nr. 43:

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1911           =         Meier, Ferdinand - Inwohner

Hinsichtlich seines Besitzers ist die Geschichte dieses Hauses eng mit der des Hauses Nr. 46 verknüpft. Eigentümer war Ferdinand Meier, der am 29.05.1860 in Wiesen, Kreis Braunau in Böhmen als Sohn des Häuslers Lolestin Meier das Licht der Welt erblickte. Wahrscheinlich wegen des besseren Arbeitsangebotes ging er nach Fellhammer, Kreis Waldenburg, und war dort als Maschinenwärter tätig. Mit seiner Ehefrau Anna, geb. Futter, gründete er eine Familie. Während dieser Ehe wurden zwei Töchter geboren:

  1. Elsbeth Meier       (geb. 1901)
  2. Emma Meier         (geb. 1903)


Leider war das Familienglück nur von kurzer Dauer. Am 08.04.1904 verstarb Anna Meier im Alter von 45 Jahren. Am 07.Januar 1905 heiratete Ferdinand Meier in Fellhammer die ebenfalls verwitwete Pauline Krause, geb. Thamm. Seine 2. Ehefrau wurde am 06.08.1867 in Pfaffendorf als Tochter des Webers und Handelsmannes Heinrich Thamm geboren (s. Haus Nr. 46). Auch sie brachte 2 Töchter mit in die neue Ehe:

  1. Anna Krause
  2. Martha Krause


Wahrscheinlich bald nach der Eheschließung zog die Familie Meier in den Heimatort der Ehefrau nach Pfaffendorf. Da Frau Meiers Elternhaus (Nr. 46) vollständig umgebaut wurde, bezog die Familie Meier zunächst vorübergehend dieses Haus Nr. 43, das Ferdinand Meier erworben hatte. Es handelte sich bereits um ein altes Haus, das auch bald nach dem Auszug der Familie abgerissen wurde.

Da ein steiler und steiniger Weg zu diesem Haus führte, wurde es als "die Burg auf Meiers Bergla" bezeichnet. Es war mit herrlichen Heilkräutern bewachsen.

Haus Nr. 44:

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1911         =       Kluge, Karl - Kleingärtner
1925        =      Hornig, Eduard - Hausbesitzer
1938        =      Drescher, Alfred - Wagner (Stellmacher)

Dieses Haus wechselte im Laufe der Jahre mehrfach den Besitzer. Zuletzt gehörte es dem Wagnermeister Alfred Drescher aus Alt-Weißbach, der es nach 1925 von Eduard Hornig erwarb, einem der letzten Handweber Pfaffendorfs (s. Haus Nr. 13).
Alfred Drescher war mit Selma Stief verheiratet, Tochter des Handelsmannes Emil Stief (s. Haus Nr. 37). Aus dieser Ehe stammen zwei Kinder:

  1. Adelheid Drescher, verh. Krause
  2. Martin Drescher


Alfred Drescher wohnte nach dem Krieg in Kreuztal-Kredenbach und starb dort am 11.03.1970.

Haus Nr. 44 - Familie Alfred Drescher (Aufnahme: 2002)

Haus Nr. 45:

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1911           =        Labitzke, Robert - Lehrer
1925          =        Opitz, Gustav - Arbeiter; Smarsly, Reinhold - Maurer;
                            Stief, Emil - Handelsmann
1938          =        Pohl, Robert - Arbeiter; Smarsly, Reinhold - Maurer; Wähner, Selma - Witfrau

Bei diesem Haus handelt es sich um das alte Schulgebäude, das um 1840 errichtet wurde. Es gehörte der Gemeinde Pfaffendorf. Nach dem Bau der neuen Schule im Jahr 1913 (Buchert-Schule) wurden die Räume als Wohnungen vermietet. Lehrer Robert Labitzke bezog die Lehrerwohnung in der buchert-Schule.

Mieter waren u. a.:

  1. Emil Stief mit Familie

       Nach dem Verkauf des Hauses Nr. 37 zog er mit seiner Familie in dieses ehemalige
       Schulgebäude.
    2. Gustav Opitz mit Familie
        Nach 1925 erwarb er das Haus Nr. 144 in Moritzfelde und wohnte mit seiner Familie dort bis
        zur Vertreibung.
     3. Reinhold Smarsly mit Ehefrau Ella und Sohn Georg.
         Reinhold Smarsly, Martin Pohl (s. Haus Nr. 79) und Richard Beier (Ehemann von Erna, geb.
         Jentsch - s. Haus Nr. 143) bildeten ein Musiktrio, das oft und gerne die Zuhörer mit flotter
         Musik erfreute. Meistens spielten sie im Gerichtskretscham in Haselbach, aber auch in der
         Brauerei in Pfaffendorf.
         Nach 1946 wohnte die Familie Smarsly zunächst in Zittau, später zog sie nach Bautzen. Dort
         starb Reinhold Smarsly am 20.07.1957. Sohn Georg wohnte mit seiner Ehefrau Erika, geb.
         Schütze, in Münster, wo er am 14.07.1968 verstarb. Erika Smarsly starb am 17.06.2006.
      4. Robert Pohl
          
Er wohnte nach 1946 in Pössnek/Thüringen und starb dort am 11.03.1957. Sein Sohn Kurt ist
          im 2. Weltkrieg gefallen.
       5. Selma Wähner, geb. Hämpel
           
Sie wohnte nach 1946 in Wiederstein, Kreis Siegen. Dort starb sie im Mai 1959

Haus Nr. 45 - Das alte Schulgebäude

Haus Nr. 45 - Das alte Schulgebäude (Aufnahme: 1977)

Haus Nr. 46:

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1911            =        Thamm, Heinrich - Großgärtner
1925           =        Meier, Ferdinand - Hausbesitzer
1938           =        Jarosch, Alfred - Landwirt; Meier, Ferdinand - Rentner

Besitzer dieses Hauses war Anfang 1900 der Weber und Handelsmann Heinrich Thamm, verheiratet mit Karoline, geb. Berg. In diesem Haus befanden sich damals ein Kolonialwarengeschäft und 2 Webstühle. Ferner gehörte zu diesem Besitz auch noch Landwirtschaft. Die Eheleute hatten 2 Töchter:

  1. Emma Thamm

       Sie heiratete den Bäckermeister Paul Wohlfahrt aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 66 und 122
       Gasthof "Goldener Frieden"). Aus dieser Verbindung stammen 3 Töchter: Ida, Lina und Frieda.
       Emma Wohlfahrt starb bereits in jungen Jahren, danach ging Paul Wohlfahrt eine 2. Ehe ein.

    2. Pauline Thamm    (geb. 06.08.1867), sie war 2-mal verheiratet:
          1. Ehemann:  Krause
              Mit ihrer Familie lebte sie in Fellhammer, Kreis Waldenburg. Dort arbeitete ihr Ehemann bis
              zu seinem tödlichen Unfall auf der Grube. Aus dieser Verbindung stammen zwei Töchter:
              2.1  Anna Krause
                   
Sie heiratete Gustav Fiebig in Haselbach (s. dort haus Nr. 61).
                    Anna Fiebig, geb. Krause, arbeitete in Haselbach in der Porzellanfabrik.
              2.2 Martha Krause    (geb. 1902)
                    Sie heiratete den Schreinermeister Schurm aus Dittersbach städt. und lebte mit ihm in
                    Landeshut.

            2. Ehemann:  Ferdinand Meier         (s. Haus Nr. 43)
                Nach dem Tod ihres 1. Ehemannes heiratete Pauline, verw. Krause, am 07. Januar 1905 in
                Fellhammer den ebenfalls verwitweten Ferdinand Meier. Auch er brachte zwei Töchter
                mit in die neue Ehe:
                1.  Elsbeth Meier      (geb. 1901)
                    Sie war 2-mal verheiratet:
                    1. Ehemann:  Willi Fels, Sohn des Bauerngutsbesitzers Hermann Fels aus Pfaffendorf
                        (s. Haus Nr. 6). Nach nur zweijähriger Ehe verunglückte er 1928 tödlich auf der Grube
                        in Schmiedeberg.
                     2. Ehemann:  Alfred Jarosch aus Prittwitzdorf
                         Aus dieser Verbindung stammen 2 Töchter:
                         2.1 Edith Jarosch, verh. Groos
                     
   2.2 Sigrid Jarosch, verh. Hellbach
                         Seit dem Krieg lebte das Ehepaar Jarosch in Freudenberg-Niederdorf. Dort starb
                         Alfred Jarosch am 20.01.1970, seine Ehefrau Elsbeth am 26.03.1991.

                 2. Emma Meier  (geb. 1903), sie blieb unverheiratet.

Wie bereits berichtet, zog die Familie Meier nach der Rückkehr aus Fellhammer nicht zuerst in das Elternhaus, sondern in das Haus Nr. 43. Das Haus Nr. 46 wurde neu aufgebaut, bevor es von dem Ehepaar bezogen wurde. Neben diesen beiden Häusern gehörte auch das Haus Nr. 39 noch zum Besitz der Eheleute Meier. Sowohl das Haus Nr. 39, als auch das Haus Nr. 43 wurden später abgerissen.
Ferdinand Meier starb im Januar 1945. Seine Ehefrau Pauline war bereits 1942 verstorben.

Haus Nr. 46 - Familie Meier/Jarosch (Aufnahme: 1976)

Haus Nr. 46 - Familie Meier/Jarosch (Aufnahme: 2002)

Haus Nr. 47:

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1911           =         Kluge, Gustav - Hausbesitzer
1925          =         Kluge, Gustav - Hausbesitzer
1938          =         Gottschalk, Erich - Bergmann

Hausbesitzer war zunächst Gustav Kluge. Sein Bruder Hugo lebte mit seiner Familie in Ullersdorf am Queis, Kreis Bunzlau. Dort wurde auch dessen Tochter Hedwig geboren.
Nachdem beide Söhne während des 1. Weltkrieges gefallen waren, nahm das Ehepaar Gustav Kluge die Nichte Hedwig an Kindes Statt an. Gustav Kluge war ein Großcousin des Paul Kluge (s. Haus Nr. 130).
Hedwig heiratete den Bergmann Erich Gottschalk aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 98), Sohn des Grubenaufsehers Gustav Gottschalk. Während dieser Ehe wurden zwei Kinder geboren:

  1. Loni Gottschalk, verh. Werner
  2. Horst Gottschalk, er starb am 01.07.1990 in Neu-Bleicherode.


Die Familie Gottschalk fand nach 1946 in Thüringen eine neue Heimat. Erich Gottschalk verstarb aber bereits am 19.11.1956 in Neu-Bleicherode, Kreis Worbis.

Haus Nr. 47 - Familie Erich Gottschalk (Aufnahme: Juni 2006)

Familie Gottschalk bei der Heuernte in Pfaffendorf

Haus Nr. 48:

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1911            =          Finger, Heinrich - Inwohner: Künzel, Friedrich - Hausbesitzer
1925           =          Hübner, Heinrich - Bergmann
1938           =          Kühn, Heinrich - Hausbesitzer

Ursprünglich gehörte dieses Haus Friedrich Künzel. Dessen Tochter Ida heiratete Karl Kühn
(s. Haus Nr. 21), den Bruder des späteren Besitzers Heinrich Kühn.
Heinrich Kühn, Sohn des Bauerngutsbesitzers Heinrich Kühn (s. Haus Nr. 21) besaß dieses Haus bis zur Vertreibung. Mit seiner Ehefrau Anna, geb. Badermann, Tochter des Gustav Badermann 
(s. Haus Nr. 145), hatte er zwei Töchter:

  1. Herta Kühn, verh. Küttner      (1923 - 2000 in Hilchenbach)
  2. Käthe Kühn, verh. Schöler


Heinrich Kühn wurde in Pfaffendorf der "Schweinla-Schneider" genannt. Er kastrierte Schweine oder half beim Kalben. Da er eine besondere Gabe im Umgang mit Tieren hatte, wurde er stets gerufen, wenn Tiere krank waren. Seine Ehefrau war Näherin.

Wie so viele Pfaffendorfer lebt auch die Familie Kühn seit 1946 im Siegerland. Heinrich Kühn verstarb am 07.08.1958 in Kredenbach, Kreis Siegen. Seine Ehefrau Anna starb am 23.06.1978 in Kreuztal.

Haus Nr. 48 - Familie Heinrich Kühn

(Aufnahme: vor 1939)

v. l. n. r.: Käthe Kühn, Frau Kühn und

 Heinrich Kühn bei der Arbeit

Haus Nr. 48 - Familie Heinrich Kühn

(Aufnahme: vor 1939)

Haus Nr. 49:

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1911            =       Aumann, Gottfried - Kleingärtner
1925           =       Oberlack, Max - Schlosser
1938           =       Oberlack, Max - Schlosser

Dieses Haus gehörte dem Schlosser Max Oberlack. Er war mit Ida Beer verheiratet, Tochter des Großgärtners Ernst Beer (s. Haus Nr. 65). Das Ehepaar Oberlack hatte 5 Kinder:

  1. Erika Oberlack, verh. Beier  .       (1918 - 1999 in Varrel-Brümmerloh)

       Sie hatte Alfred Beier aus Schreibendorf geheiratet. Nach dem Tod des Haselbacher Pfarrers
       Lothar Schmidt war es dem Ehepaar Beier zu verdanken, dass das Haselbacher Kirchweihfest
       in Meschede fortgesetzt werden konnte. Alfred Beier starb am 09.02.1998.
    2. Karl-Wilhelm Oberlack
        
Er heiratete Else Kuhn, Tochter des Bauerngutsbesitzers und Bürgermeisters Heinrich Kuhn
        (s. Haus Nr. 8). Die Familie lebt heute in Altenberge.
    3. Walter Oberlack                          (1923 - 1994 in Hagen)
        Er wohnte mit seiner Ehefrau Alma, geb. Pohl, und Familie in Hagen.
    4. Emmi Oberlack, verh. Döring
        
Sie lebt mit ihrer Familie in Essen/Old.
    5. Rudolf Oberlack ist im 2. Weltkrieg gefallen.

Max Oberlack verstarb am 03.10.1949 in Altenberge. Seine Ehefrau Ida wohnte zunächst in Varrel, später zog sie zu ihrem Sohn Karl-Wilhelm nach Altenberge und verstarb dort im Jahr 1969.

Haus Nr. 49 - Familie Oberlack

Max und Ida Oberlack mit Sohn Karl-Wilhelm

Haus Nr. 50:

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Im Adressbuch 1911 ist diese Haus-Nr. nicht aufgeführt.
1925          =         Feind, Hermann - Schuhmacher

In diesem Haus lebte und arbeitete der Schuhmacher Hermann Feind. Besitzer des Hauses war die Familie Leder, da es mit Grundstück und Feld zum Gerichtskretscham gehörte (s. Haus Nr. 40). Das Haus brannte nach 1925 ab und wurde nicht wieder aufgebaut.

Haus Nr. 50 - Schuhmacher Hermann Feind.

Haus Nr. 51:

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1911            =        Enghardt, Gustav - Kleingärtner
1925           =        Enghardt, Helene - Hausbesitzerin; Pohl, Robert - Arbeiter
1938           =        Hübner, Heinrich - Hausbesitzer

Dieses Haus gehörte zunächst den Eheleuten Gustav und Helene Enghardt. Nach 1925 erwarb Heinrich Hübner dieses Anwesen, Sohn des Großgärtners August Hübner (s. Haus Nr. 54). Er war mit Bertha Hübner verheiratet, Tochter des Restbauers und Gemeindevorstehers Heinrich Hübner,  "Jäger-Hübner" (s. Haus Nr. 22). Das Ehepaar hatte 9 Kinder:

  1. Grete Hübner, verst. ca. 1986.
  2. Else Hübner, verh. Maul, sie starb ca. 1996.
  3. Erna Hübner, verh. Schnell
  4. Frieda Hübner, verh. Christ     (1935 - 1994 in Burbach)
  5. Helene Hübner, verh. Pretor
  6. Hermann Hübner
  7. Manfred Hübner
  8. Paul Hübner, er starb ca. 1996.
  9. Helmut Hübner


Heinrich Hübner wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst. Bertha Hübner starb am 08.09.1971 in Burbach, Kreis Siegen.

Haus Nr. 52:

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1911            =       Beer, August - Großgärtner; Lorenz, Karl - Auszügler
1925           =       Beer, August - Großgärtner
1938           =       Ulber, Alfred

Vermutlich gehörte dieser Besitz um 1900 Karl Lorenz, da er nach dem Adressbuch des Jahres 1911 als Auszügler geführt wird, d. h. er war zu diesem Zeitpunkt im Altenteil. Der folgende Besitzer war der Großgärtner August Beer. Als junger Mann hatte er in einem Husarenregiment gedient. Seine einzige Tochter Ida vermählte sich im Jahre 1937 mit dem aus Schreibendorf gebürtigen Alfred Ulber. Aus dieser Verbindung stammen die beiden Söhne Herbert und Manfred.
August Beer und seine Ehefrau waren bereits vor 1938 in Pfaffendorf verstorben.
Die Eheleute Ulber lebten nach 1946 zunächst in Scharringhausen. Ida Ulber starb im Jahr 1964. Alfred Ulber zog danach zu seinem ältesten Sohn Herbert nach Sulingen. Dort starb er im Mai 1989.

Haus Nr. 53  (Die Buchert-Schule):

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1911           =        Güttler, Pauline - Hausbesitzerin
1925          =        Drabner, Wilhelm - Lehrer
1938          =        Buchert, Alfred - Lehrer

Im Schulgebäude befand sich immer die Wohnung des Hauptlehrers. Nach Fertigstellung des Gebäudes bezog Robert Labitzke als erster Lehrer die Wohnung. Später folgten seine Nachfolger Wilhelm Drabner und Alfred Buchert. Alfred Buchert wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst. Seine Ehefrau Maria, geb. Görlich, starb am 12.03.1992 in einem Pflegeheim in Göttingen.

Haus Nr. 53 - Die Buchert-Schule (Aufnahme: vor dem Krieg)

Haus Nr. 53 - Die Buchert-Schule (Aufnahme: 1978)

Haus Nr. 54:

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1911            =       Hübner, August - Großgärtner
1925           =       Hübner, August - Großgärtner; Hübner, Wilhelm -. Landwirt
1938           =       Hübner, August - Bauerauszügler; Hübner, Wilhelm - Bauer

Diese Großgärtnerei gehörte August Hübner. Verheiratet war er mit Minna Scholz, Tochter des Gutsbesitzers Johann Friedrich Scholz aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 16). Aus dieser Verbindung stammen drei Söhne:

  1. Heinrich Hübner

       Er vermählte sich mit Bertha Hübner, Tochter des Gutsbesitzers und Gemeindevorstehers
       Heinrich Hübner, "Jäger-Hübner" (s. Haus Nr. 22). Nach der Eheschließung bewohnte er mit
       seiner Familie das Haus Nr. 51, dessen letzter Besitzer er vor der Vertreibung war.
    2. Gustav Hübner
        
Gustav übte den Beruf des Bergmanns aus und heiratete Anna Berg aus Haselbach, Tochter
        des Hausbesitzers Gustav Berg (s. dort Haus Nr. 125). Nach 1946 lebten die Eheleute Hübner in
        Wiesa im Erzgebirge.
     3. Wilhelm Hübner
         
Wilhelm Hübner vermählte sich mit Hedwig Bettermann aus Reußendorf, Tochter des 
         Landwirtes Wilhelm Bettermann (s. dort Haus Nr. 5). Er übernahm den Besitz seines Vaters
         August.
         Nach 1946 wohnte das Ehepaar Hübner im Siegerland. Hedwig Hübner verstarb am
         14.05.1969. Ihr Ehemann Wilhelm folgte ihr am 04.02.1975.

Haus Nr. 55:

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1911           =       Fränkel, Johann - Haushälter
1925          =       Bittner, Georg - Ziegeleibesitzer; Haselbach, Heinrich - Arbeiter;
                           Hämpel, Gustav - Fabrikarbeiter; Hämpel, Robert - Arbeiter;
                           Richter, Paul - Fabrikweber
1938          =       Bittner, Hans - Landwirt; Bittner, Magda - Witfrau; Franz, Martin - Arbeiter;
                           Hämpel, Robert - Arbeiter; Reimann, August - Arbeiter; Richter, Paul - Fabrikweber;
                           Stief, Felix - Arbeiter

Die Landwirtschaft gehörte ursprünglich Georg Bittner, verheiratet mit Magdalena Bittner aus Gräben, Kreis Strehlen (verst. am 22.09.1958). Ihre Familie besaß in Gräben eine Schnapsbrennerei und war ziemlich vermögend.
Sein Bruder Kurt besaß die Ziegelei in Haselbach. Soweit bekannt, hatten die Eheleute Bittner vier Kinder:

  1. Herbert Bittner, er lebte in Brückenberg und ist im 2. Weltkrieg gefallen.
  2. Marianne Bittner, sie blieb unverheiratet.
  3. Marga Bittner
  4. Hans Bittner

       Er übernahm die väterliche Landwirtschaft. Verheiratet war er mit Hedwig Stief, Tochter des
       Handelsmannes Emil Stief (s. Haus Nr. 37). Aus dieser Verbindung stammen 4 Kinder:
       4.1  Ursula Bittner, verh. Brosius
       4.2  Hans Bittner
       4.3  Hanna Bittner  (sie ist bereits verstorben)
       4.4  Peter Bittner
     
 Nach 1946 lebten die Eheleute Bittner in Kreuztal/Siegerland. Dort starb Hans Bittner am 
       20.02.1989, seine Ehefrau folgte ihm am 13.10.1992.

Als Mieter wohnten u. a. auf dem Bittner-Hof:

  1. Robert Hämpel

       Er war mit Ida Wohlfahrt verheiratet,Tochter aus der 1. Ehe des Gasthofbesitzers Paul
       Wohlfahrt aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 66 und 122). Er verstarb unmittelbar nach der
       Vertreibung.
    2. August Reimann
       
Er war gebürtig aus Rothenzechau und mit Frieda Franz verheiratet, Tochter des
        Hausbesitzers Paul Franz sen. (s. Haus Nr. 95). Seine Ehefrau verstarb noch in Pfaffendorf.
        Nach 1946 ging er eine zweite Ehe ein und lebte in Hannover. Dort starb er am 15.01.1978.
        August Reimanns Bruder Wilhelm lebte ebenfalls mit seiner Familie in Pfaffendorf. Ihm
        gehörte das Haus Nr. 42.
     3. Felix Stief ist im 2. Weltkrieg gefallen.
         Er lebte mit seiner Familie auf dem Hof seines Schwagers Hans Bittner. Verheiratet war Felix
         Stief mit Elsbeth Hallmann aus Schreibendorf. Das Ehepaar Stief hatte 2 Kinder:
         3.1  Werner Stief ist ebenfalls im 2. Weltkrieg gefallen.
         3.2  Herta Stief            (1925 - 2003 in Lingen)
                Sie heiratete Paul Franz, Sohn des Martin Franz (s. Mitbewohner in diesem Haus).
         Elsbeth Stief, geb. Hallmann, verstarb 1990 in Kreuztal.
      4. Martin Franz
         
Sohn des Paul Franz sen. (s. Haus Nr. 95), verheiratet mit Auguste Hofmann aus Gottesberg.
          Das Ehepaar Franz hatte 2 Kinder:
          4.1  Paul Franz
                 Er heiratete Herta Stief, Tochter des Felix Stief (s. Mitbewohner in diesem Haus).
          4.2  Elli Franz, verh. Spies
     
   5. Paul Richter und Ehefrau
        6. Martha Leck, geb. Stief
           
Ebenso wie ihr Bruder Felix wohnte sie auch auf dem Hof ihres Schwagers.

Haus Nr. 55 - Der Bittner-Hof
(Aufnahme: 1980)

Haus Nr. 55 - Der Bittner-Hof
(Aufnahme: 2015)

Haus Nr. 56:

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1911           =         Weiß, Julius - Mühlenpächter
1925          =         Hyronimus, Paul - Bäcker; Menzel, Paul - Webmeister
1938          =         Kuttig, Emil - Arbeiter

Die Wassermühle mit Bäckerei gehörte früher der Familie Bittner. Julius Weiß hatte die Mühle gepachtet. Später übernahm Paul Hyronimus die Bäckerei. Auch mein Onkel Karl Kretschmer, später Pächter des Gasthofes "Zur Linde" in Eventhal (s. Haus Nr. 123), arbeitete als gelernter Müller vor 1925 in dieser Mühle.

Nach 1911 erwarb Georg Emmeluth die Mühle, verkaufte sie aber nach 1925 an Karl Peisert, gebürtig aus Dittersbach städt. Dieser wohnte um 1920 in Haselbach (s. dort Haus Nr. 48) und hatte dort 1922 Ida Drescher, Tochter des Restgutsbesitzers Julius Drescher aus Haselbach geheiratet (s. dort Haus Nr. 56). In 2. Ehe war er mit Adele Beck verheiratet, Tochter des Gasthofbesitzers August Beck aus dessen 1. Ehe (s. Haus Nr. 110). Nach dem Tod seiner 1. Ehefrau im Jahr 1924 verließ er kurze Zeit später Haselbach und ließ sich in Landeshut nieder.

Die Fabrik und auch die Mühle brannten Ende 1920 vollständig nieder und wurden nicht wieder aufgebaut. Da es sich um eine Wassermühle handelte, konnte das Mühlrad während einer langen Trockenperiode nur in Gang gehalten werden, wenn die Fabrikarbeit für einige Zeit ruhte.

Als Mieter lebte die Familie Kuttig im Haus. Emil Kuttig war mit Klara Künzel verheiratet, Tochter des Schuhmachermeisters Paul Künzel (s. Haus Nr. 78). Aus dieser Verbindung stammen drei Söhne: Herbert, Heinz und Manfred.
Nach 1946 wohnte die Familie Kuttig in Altenberge bei Münster. Dort starb Emil Kuttig am 02.09.1954, seine Ehefrau am 24.12.1956. Es bestand keine Verwandtschaft zwischen Emil Kuttig und Hermann Kuttig (s. Haus Nr. 16).

Haus Nr. 57:

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1911           =       Erben, Ludwig - Kleingärtner; Hübner, Robert - Fabrikarbeiter
1925          =       Erben, Louis - Fuhrwerksbesitzer; Erben, Willi - Kutscher;
                           Klude, Ida - Fabrikarbeiterin
1938          =       Erben, Willy - Fuhrwerksbesitzer; Klude, Hans - Buchhalter

Dieses Anwesen war seit Generationen im Besitz der Familie Erben. Nach Ludwig Erben übernahm dessen Sohn Louis das Haus und betrieb hier ein Fuhrgeschäft. Mit seiner Ehefrau hatte er, soweit bekannt, drei Söhne:

  1. Willy Erben

       Willy übernahm den Besitz und heiratete Lina Wohlfahrt, Tochter des Gasthausbesitzers Paul
       Wohlfahrt aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 122 - Gasthof "Goldener Frieden"). Aus dieser
       Verbindung stammen:
       1.1  Horst Erben
       1.2  Anneliese Erben, verh. Rosenau
       1.3  Ruthard Erben
       1.4  Helga Erben, sie starb während der Vertreibung nach Mecklenburg.
       1.5  Heinz Erben starb noch in Pfaffendorf.
    2. Kurt Erben
       
Ebenso wie sein Bruder Willy fand er sein Liebesglück in Haselbach. Auch er vermählte sich
        mit einer Tochter des Gasthausbesitzers Paul Wohlfahrt aus Haselbach, Frieda Wohlfahrt.
        Die Eheleute lebten mit ihrer Tochter Irmgard, später verh. Runge, im Gasthof in Haselbach.
     3. Max Erben
         
Mit seiner Ehefrau und zwei Söhnen wohnte er in Rothenbach. Ein Sohn befand sich auf dem
         Kriegsschiff "Bismarck" als dieses unterging.

Die Eheleute Erben lebten nach 1946 in Bobbe, kreis Köthen und sind dort auch verstorben, Lina Erben im August 1974.
     

Haus Nr. 58:

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1911           =       Gläser, Gustav - Hausbesitzer
1925          =       Gläser, Gustav - Hausbesitzer
1938          =       Gläser, Gustav - Hausbesitzer

Die Eheleute Gustav Gläser und Anna, geb. Weiß, wohnten nach 1946 in Buschhütten, Kreis Siegen. Dort verstarb Gustav Gläser bereits am 25.09.1954. Seine Ehefrau folgte ihm am 22.03.1962. Die Ehe war kinderlos.

Haus Nr. 59:

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1911           =       Klose, Oswald - Kleingärtner
1925          =       Klose, Oswald - Hausbesitzer
1938          =       Klose, Oswald - Inwohner

Dieses Haus gehörte dem Fleischer Oswald Klose und seiner Ehefrau Selma. Tochter Elfriede heiratete Paul Wohlfahrt, den Besitzer des Gasthofes "Goldener Frieden'" in Haselbach (s. dort Haus Nr. 122).
Oswald Klose verstarb noch in Pfaffendorf.

Haus Nr. 59 - Familie Oswald Klose (Aufnahme: Mai 2006)

Haus Nr. 60:

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1911            =       Lange, Oswald - Hausbesitzer
1925           =       Badermann, Gustav - Handelsmann
1938           =       Friebe, Wilhelm - Hausbesitzer; Schaal, Heinrich - Tischler

Dieses Haus wechselte im Laufe der Jahre mehrfach den Besitzer. Zuletzt gehörte es Wilhelm Friebe aus Röhrsdorf, der mit Erna Müller verheiratet war.
Ebenso wie Wilhelm Liebig und Karl Kretschmer war auch Wilhelm Friebe in Pfaffendorf als Briefträger tätig. Aus seiner Verbindung mit Erna Müller stammen 2 Kinder:

  1. Liesbeth Friebe, verh. Speck; sie starb bereits am 18.08.1957.
  2. Kurt Friebe


Nach 1946 lebte die Familie in Geisweid, Kreis Siegen. Dort starben Wilhelm Friebe am 06.02.1963 und seine Ehefrau Erna am 10.11.1971.

Erna Friebes Schwester Frieda lebte auch in Pfaffendorf. Sie war mit Alfred Friebe aus Schreibendorf verheiratet (s. Haus Nr. 67 und 70). Es bestand keine Verwandtschaft zwischen Alfred und Wilhelm Friebe.

Haus Nr. 60 - Familie Wilhelm Friebe

(Aufnahme: vor dem Krieg)

Erna Friebe mit ihren Kindern Liesbeth und Kurt

Wilhelm Friebe im Jahr 1938 als 

Briefträger in Pfaffendorf.

Haus Nr. 61:

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1911           =       Hämpel, August - Kleingärtner
1925          =       Hämpel, August - Hausbesitzer
1938          =       Hämpel, Gustav - Hausbesitzer

Besitzer dieses Hauses war August Hämpel, verheiratet mit Alwine Pohl aus Weißbach. Aus dieser Verbindung gingen, soweit bekannt, vier Kinder hervor:

  1. Ida Hämpel, verh. Hentschel
  2. Martha Hämpel

       Sie hatte einen Sohn, Kurt. Dieser wohnte später im Nachbarhaus Nr. 62, das nach 1925 von
       Gustav Hämpel erworben wurde. Martha Hämpel starb am 22.05.1946 in Eichen im Siegerland,
       unmittelbar nach der Vertreibung.
    3. Robert Hämpel
       
Er wohnte im Haus Nr. 55. Ebenso wie seine Schwester verstarb er unmittelbar nach der
        Vertreibung. Verheiratet war er mit Ida Wohlfahrt, Tochter aus der 1. Ehe des
        Gasthofbesitzers Paul Wohlfahrt aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 66 und 122).
     4. Gustav Hämpel
         
Er war 2-mal verheiratet:
         1. Ehefrau: Selma Simon aus Schreibendorf
               Aus dieser Verbindung stammt
               Tochter Ella Hämpel, sie vermählte sich mit Martin Wagner aus Haselbach (s. dort Haus
                Nr. 64).
           2. Ehefrau:  Anna Platzack

Auch die Familie Hämpel lebte nach 1946 im Siegerland, und zwar in Kreuztal. Gustav Hämpels Mutter Alwine starb dort am 06.11.1949, Gustav Hämpel am 19.10.1959. Seine Ehefrau folgte ihm am 25.06.1965.

Haus Nr. 62:

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1911            =      Schubert, Gustav - Hausbesitzer
1925           =      Herrmann, Richard - Hausbesitzer
1938           =      Hämpel, August - Rentner; Hämpel, Kurt - Glasschleifer

Dieses Haus hat im Laufe der Jahre mehrere Besitzerwechsel erfahren. Vor 1900 war es wohl jahrelang im Besitz der Familie Schubert. Dies ergibt sich aus dem Inhalt des nachfolgenden Kartengrußes, den Gustav Schubert am 06.06.1910 an seinen Bruder, Aufseher Wilhelm Schubert in Dittersbach bei Waldenburg richtete. Er schreibt u. : "Lieber Bruder und Schwägerin, wir senden euch ein kleines Andenken ans Elternhaus und wünschen, dass es euch bei guter Gesundheit antreffen mag. Auch Grüße von der Mutter."

Nach Gustav Schubert wurde Richard Herrmann Hausbesitzer. Er verzog später nach Röhrsdorf und verstarb dort.

Gustav Hämpel (s. Haus Nr. 61) erwarb nun dieses Haus und bewohnte es zunächst einige Jahre mit seiner Familie. Später wurde ein Tausch mit seinen Eltern vorgenommen. Gustav Hämpel zog mit seiner Familie in sein Elternhaus (s. Haus Nr. 61) zurück und seine Eltern sowie seine Tante Martha und deren Sohn Kurt bewohnten bis zur Vertreibung das Haus Nr. 62.

Kurt Hämpel und Ehefrau Margarete, geb. Runge, aus Petzelsdorf wohnten nach 1946 in Buer, Kreis Melle.

Haus Nr. 62 - Das Haus der Familie Schubert (Aufnahme: um 1910)

Haus Nr. 63:

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1911           =        Bittner, Georg - Kaufmann; Exner, Moritz - Förster a. D.
1925          =        Emmeluth, Georg - Fabrikbesitzer; Wehner, Wilhelm - Kutscher
1938          =        Hofmann, Ernst

Dieses Haus gehörte früher der Fabrikantenfamilie Bittner. Georg Bittner lebte nach 1911 mit seiner Familie im Haus Nr. 55. In der Fabrik waren damals ca. 30 Leute beschäftigt. Zur Fabrik gehörten auch eine Wassermühle mit Bäckerei (s. Haus Nr. 56) und eine Weberei.

Der nächste Besitzer dieses Hauses sowie der Fabrik und der Mühle war Georg Emmeluth. Aber er blieb nicht lange in Pfaffendorf. Nach dem Verkauf der Mühle an Karl Peisert zog er mit seiner Familie nach Landeshut.

In diesem Haus errichteten Hugo Feifar und Richard Eckert nach 1938 eine Tischlerei.

Mieter in diesem Haus waren:

  1. Förster a. D. Moritz Exner; zwischen 1911 und 1925 erwarb er das Haus Nr. 99.
  2. Der Kutscher Wilhelm Wehner
  3. Ernst Hofmann wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.


Nach 1939 bewohnte die Familie des Josef Ronge aus Schreibendorf das Nebenhaus. Herr Ronge arbeitete in der Schreinerei Eckert/Feifar als Meister. Mit seiner Ehefrau Anna Bettermann hatte er zwei Töchter:

  1. Gertrud Ronge heiratete Helmut Künzel, Sohn der Klara Künzel, später verh. Kuttig (s. Haus Nr. 78 und 56).
  2. Irmgard Ronge                (verstorben 2003 in Kreuztal)

       Sie heiratete Reinhard Neumann, Sohn des Tischlermeisters Gustav Neumann aus Haselbach
       (s. dort Haus Nr. 69).

Haus Nr. 63 - Besitzer Georg Bittner, später Georg Emmeluth,

nach 1938 Tischlerei Feifar

Haus Nr. 63 mit Nebengebäude (Aufnahme: Mai 2006)

Haus Nr. 64:

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Im Adressbuch 1911 ist diese Haus-Nr. nicht verzeichnet.
1925          =         Drescher, Alfred - Arbeiter
1938          =         Beer, Anna - Hausbesitzerin

Hausbesitzer war ursprünglich Gottlieb Beer. Nach dem Tod seiner Ehefrau Pauline und dem Verkauf des im Oberdorf gelegenen Besitzes an August Menzel (s. Haus Nr. 2) bewohnte er dieses Haus Nr. 64 gemeinsam mit seinem Stiefsohn Julius Beer.

Gottlieb Beer, der auf dem Dominium beschäftigt war, erlitt bei einem tragischen Unfall tödliche Verletzungen. Julius Beer heiratete die Witwe Anna Hartmann aus Neu-Weißbach und lebte dort bis 1930. Während dieser Zeit war dieses Haus Nr. 64 an Alfred Drescher vermietet. Dieser stammte aus Alt-Weißbach und erlernte bei Heinrich Beer (s. Haus Nr. 65) das Stellmacherhandwerk. Später erwarb er das Haus Nr. 44, das er mit seiner Familie bis zur Vertreibung bewohnte.

Im Jahr 1930 verkauften die 'Eheleute Beer ihr Haus in Neu-Weißbach und bezogen nunmehr wieder ihr Haus in Pfaffendorf. Nach dem Tod ihres Ehemannes bewohnte Anna Beer das Haus allein. Sie verstarb aber auch noch in Pfaffendorf. Später erwarb Richard Eckert dieses Haus und errichtete nach dem Abriss ein Mietshaus.

Haus Nr. 65:

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1911            =        Beer, Ernst - Großgärtner; Beer, Heinrich - Stellmachermeister
1925           =        Beer, Heinrich - Wagnermeister
1938           =        Beer, Heinrich - Wagnermeister

Dieses Haus gehörte dem Großgärtner Ernst Beer. Soweit bekannt, hatte er mit seiner Ehefrau Auguste 4 Kinder:

  1. Heinrich Beer

       Er wurde Wagnermeister und heiratete Martha Franz aus Reußendorf (s. dort Haus Nr. 77). Aus
       dieser Verbindung stammen drei Kinder:
       1.1  Margarete Beer, verh. Niemüller
     
  1.2  Ernst Beer wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.
             Verheiratet war er mit Hedwig Bittner, Tochter des Hausbesitzers Hermann Bittner
              (s. Haus Nr. 69).
        1.3  Helene Beer
              
Sie heiratete Werner Tannhäuser aus Rothenzechau.
        Heinrich Beer starb am 20.09.1951 in Struthütten, seine Ehefrau im Jahre 1955.

     2. Ida Beer                 (1882 - 1969 in Altenberge)
         Ida vermählte sich mit dem Schlosser Max Oberlack (s. Haus Nr. 49).

      3. Bertha Beer
          
Sie heiratete den Webmeister Heinrich Schneider (s. Haus Nr. 135).

       4. Pauline Beer, verh. Schurm
           
Sie lebte nach der Eheschließung in Dittersbach städt. Nach der Geburt des 2. Kindes
           verstarb sie bereits.

Haus Nr. 66:

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1911            =        Badermann, Wilhelm - Heizer
1925           =        Badermann, Wilhelm - Heizer
1938           =        Hartmann, Pauline - Hausbesitzerin

In diesem Haus lebte um 1911 Wilhelm Badermann mit seiner Familie. Seine Ehefrau schenkte ihm 6 Kinder:

  1. Ida Badermann, sie heiratete den Friedhofsverwalter Hermann Herbst aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 62).
  2. Martha Badermann, sie vermählte sich mit dem Hausbesitzer Richard Pohl (s. Haus Nr. 79).
  3. 1 weitere Tochter, die in der Nähe von Liegnitz wohnte.


Neben diesen 3 Töchtern hatte das Ehepaar noch drei Söhne, von denen ein Sohn in Görlitz und ein anderer Sohn in Friedland lebten.
Nach dem Tod seiner Ehefrau zog Wilhelm Badermann zu seiner verheirateten Tochter Martha Pohl in das Haus Nr. 79. Sein Haus verkaufte er an Pauline Hartmann aus Moritzfelde.

Nach 1938 erwarb Karl Thurm dieses Haus. Sein Elternhaus stand in Moritzfelde (s. Haus Nr. 151). Beschäftigt war er in der Porzellanfabrik in Haselbach. Vorübergehend lebte er auch mit seiner Ehefrau Agnes und Sohn Erwin in Haselbach, und zwar im Haus Nr. 80. Die Familie wohnte nach 1946 in Emtmannsberg bei Bayreuth. Dort verstarb Karl Thurm am 29.05.1958.

Haus Nr. 67:

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1911           =        Beer, Karl - Hausbesitzer
1925          =        Beer, Karl - Hausbesitzer
1938          =        Beer, Karl - Hausbesitzer

Dieses Haus gehörte Karl Beer (geb. 18.01.1851). Er war mit Christiane Springer aus Schreibendorf verheiratet (29.06.1852 - 24.11.1929). Aus dieser Verbindung gingen drei Kinder hervor:

  1. Ferdinand Beer

       Er heiratete Emma Pauline Gärtner aus Schreibendorf und erwarb in Haselbach das Haus
       Nr. 109.
    2. Martha Beer
       
Ebenso wie ihren Bruder Ferdinand zog es auch sie in den Nachbarort Haselbach. Sie heiratete
        dort Josef Wagner (s. dort Haus Nr. 41). Aus dieser Verbindung stammt Sohn Martin. Nach
        dem Tod ihres Ehemannes vermählte sie sich in 2. Ehe mit Albert Engler, Sohn der Anna
        Engler aus Haselbach (s. dort haus Nr. 64).
     3. 1 Sohn, der in Johnsdorf lebte.

Neben Eduard Hornig betrieb auch Karl Beer eine Handweberei. Bis zum Verkauf seines Hauses befand sich noch ein großer Webstuhl im Haus. Karl Beer zog nach dem Verkauf zu seiner in Haselbach verheirateten Tochter Martha Engler, verw. Wagner (s. dort Haus Nr. 64). Er starb 1942 in Haselbach.

Nach 1938 erwarben Alfred Friebe aus Schreibendorf und seine Ehefrau Frieda Müller, Tochter des Adolf Müller (s. Haus Nr. 109), dieses Haus.
Frieda Friebes Schwester Erna lebte auch in Pfaffendorf. Sie war mit Wilhelm Friebe verheiratet (s. Haus Nr. 60). Es bestand aber keine Verwandtschaft zwischen Alfred und Wilhelm Friebe.

Alfred Friebe und seine Ehefrau Frieda hatten zwei Töchter:

  1. Erna Friebe   (verst. 2006 in Silberhausen)

       Sie heiratete Heinz Kluge, Sohn des Hausbesitzers Paul Kluge (s. Haus Nr. 130).
    2. Gertrud Friebe, verh. Keppler

Seit 1946 lebte das Ehepaar Friebe in Silberhausen, Kreis Worbis/Thüringen. Dort starb Alfred Friebe bereits am 18.02.1957, seine Ehefrau am 05.02.1981.

 

Haus Nr. 67 - Familie Alfred Friebe (Aufnahme: Mai 2006)

Die beiden Ehepaare Friebe in Pfaffendorf

v. l. n. r.: Erna Friebe, Frieda Friebe, Alfred Friebe und Wilhelm Friebe

Haus Nr. 68:

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1911           =         Schäl, Heinrich - Arbeiter
1925          =         Vieback, Paul - Arbeiter
1938          =         Vieback, Paul - Hausbesitzer

Besitzer dieses Hauses war Paul Vieback aus der Glogauer Gegend, verheiratet mit Frieda Hampel. Während der Ehe wurden 4 Söhne geboren:

  1. Alfons Vieback
  2. Alfred Vieback          (1927 - 1992 in Wilden, Kreis Siegen)
  3. Werner Vieback        (bereits verstorben)
  4. Bernhard Vieback     (bereits verstorben)


Gemeinsam mit ihrem Sohn Alfred lebten die Eheleute Vieback nach 1946 in Wilmsdorf-Wilden. Am 12.03.1976 verstarb dort Frieda Vieback.

Haus Nr. 69:

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1911          =         Krause, Anna - Inwohnerin
1925         =         Bruchmann, Walter - Arbeiter
1938         =         Bittner, Hermann - Hausbesitzer

Nach dem Tod ihres Mannes Robert Krause und der Räumung ihres Hauses (s. Haus Nr. 117) bewohnte Anna Krause mit ihren Kindern dieses Haus Nr. 69. Später heiratete sie den in Haselbach tätigen Bahnhofsvorsteher August George (s. dort Bahnhof).
Nachfolgender Bewohner wurde Walter Bruchmann mit seiner Familie.

Der letzte Hausbesitzer vor der Vertreibung war Hermann Bittner. Vor dem Erwerb dieses Hauses lebte er mit seiner Familie in Haselbach (s. dort Haus Nr. 92). Mit seiner Ehefrau Marie hatte er sechs Kinder:

  1. Max Bittner ist im 2. Weltkrieg gefallen.
  2. Herbert Bittner wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.
  3. Heinz Bittner ist im 2. Weltkrieg gefallen.
  4. Johanna Bittner, verh. Maier             (1921 - 1985 in Hornburg)
  5. Martha Bittner
  6. Hedwig Bittner

       Sie war mit Ernst Beer verheiratet, Sohn des Wagnermeisters Heinrich Beer (s. Haus Nr. 65).

Nach 1946 lebten die Eheleute Bittner in Hornburg, Kreis Wolfenbüttel. Dort starb Hermann Bittner im Jahr 1960.


Haus Nr. 70:

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1911            =        Hübner, Christiane - Inwohnerin; Kühn, Karl Kleingärtner
1925           =        Kühn, Ida - Kolonialwarengeschäft; Kühn, Heinrich - Arbeiter
1938           =        Kühn`sche Erben - Kaufmann; Friebe, Alfred - Bahnarbeiter;
                             Stehr, Josef - Obertruppführer

In diesem Haus befand sich das Kolonialwarengeschäft der Familie Kühn. Hier "kunnte ma olles keefa, wos im Haushalt gebraucht wurde: Koffee, Zucker, Mahl, Reis, Heringe, Seefe, Tobak usw."
Die Eheleute Kühn hatten mehrere Kinder. Folgende sind namentlich bekannt:

  1. Margarete Kühn
  2. Else Kühn            (1896 - 1983 in Ennepetal)

       Sie führte das Kolonialwarengeschäft und wurde die 2. Ehefrau des Tischlermeisters Hugo
       Feifar
(s. Haus Nr. 111).
    3. Frieda Kühn        (1898 - 1969 in Kissenbrück)
        Sie heiratete den Landwirt Alfred Hämpel (s. Haus Nr. 86)
    4. Alfred Kühn
       
Er erwarb ein Bauerngut im Kreis Jauer.
    5. Lina Kühn, verh. Altmann, sie wohnte mit ihrer Familie in Schmiedeberg.
    6. Ella Kühn, verh. Geiping

Als Mieter wohnten hier:

  1. Familie Alfred Friebe, nach 1938 erwarb er das Haus Nr. 67 und zog dort mit seiner Ehefrau Frieda Müller und den beiden Töchtern Erna und Gertrud ein.
  2. Josef Stehr

       Er war verheiratet und hatte eine Tochter. Noch vor Beginn des Krieges wurde er nach Bayern
       versetzt. In den letzten Kriegsmonaten ist er gefallen.


Haus Nr. 70 - Kolonialwarengeschäft Kühn (Aufnahme: vor dem Krieg)

Haus Nr. 70 , rechts daneben das Haus Nr. 67 (Aufnahme: Mai 2006)

Haus Nr. 71:

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1911            =          Güttler, Paul - Hausbesitzer
1925           =          Güttler, Paul - Arbeiter
1938           =          Güttler, Paul - Hausbesitzer

Dieses Haus gehörte Paul Güttler und seiner Ehefrau. Soweit bekannt, hatte sie mindestens zwei Kinder:

  1. Martha Güttler    (verst. September 1996)
  2. Erna Güttler         (verst. Oktober 2000 in Berlin)


Paul Güttler lebte nach 1946 im Siegerland. Hier verstarb er im Jahr 1959.

Haus Nr. 72:

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1911            =        Klose, Eduard - Hausbesitzer
1925           =        Pohl, Gustav - Bahnarbeiter
1938           =        Pohl, Gustav - Bahnarbeiter

Dieses Haus wurde von dem Bahnarbeiter Gustav Pohl bewohnt. Verheiratet war er mit Klara Friebe. Das Ehepaar hatte 4 Kinder:

  1. Wilhelm Pohl ist während des 2. Weltkrieges gefallen.
  2. Alfred Pohl

       Er heiratete Ilse Wehner aus Reußendorf (s. dort Haus Nr. 86), Tochter des Eisenbahnarbeiters
       Hermann Wehner. Sie lebt heute im Siegerland.
    3. Gerhard Pohl ist auch während des 2. Weltkrieges gefallen.
    4. Elfriede Pohl       (verst. 2003 in Freudenberg)
        Sie vermählte sich mit dem Tischler Fritz Emmrich, Sohn des Landwirtes Hermann Emmrich 
        (s. Haus Nr. 102).

Haus Nr. 72 - Familie Gustav Pohl (Aufnahme: 1990)

Haus Nr. 73:

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1911          =           Klose, Wilhelm - Hausbesitzer
1925         =           Klose, Wilhelm - Hausbesitzer
1938         =           Klose, Wilhelm - Hausbesitzer; Rabe, Willy - Bäckermeister

Hausbesitzer war Wilhelm Klose. Seine Ehefrau verstarb bereits in sehr jungen Jahren. Tochter Martha heiratete den Bäckermeister Willy Rabe aus Landeshut, der in diesem Haus eine Bäckerei einrichtete. Die Eheleute Rabe hatten zwei Kinder: Sohn Rudolf und Tochter Sigrun, verh. Groh.

Bäckermeister Willy Rabe ist während des 2. Weltkrieges gefallen. Seine Familie wurde nach 1946 im Siegerland angesiedelt. Schwiegervater Wilhelm Klose verstarb Anfang der 1950-er Jahre in Niederndorf, Kreis Siegen.

Haus Nr. 74:

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1911            =         Hübner, Gottlieb - Hausbesitzer

Dieses Haus wurde nach 1911 abgerissen.

Haus Nr. 75:

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1911           =         Krause, August - Hausbesitzer
1925          =         Krause, Alwine - Hausbesitzerin
1938          =         Schmidt, Hermann - Hausbesitzer

Ursprünglich gehörte dieses Haus den Eheleuten August und Alwine Krause. Ihre Tochter Minna vermählte sich mit Hermann Schmidt, der nach dem Tod der Schwiegereltern Hausbesitzer wurde. Das Ehepaar Schmidt hatte, soweit bekannt, vier Kinder:

  1. Lieselotte Schmidt, verh. Kappenstein                (1915 - 1987)
  2. Kurt Schmidt                                                             (verst. 1969)
  3. Gisela Schmidt, verh. Geilhausen                            (1929 - 2001 in Freudenberg)
  4. Helmut Schmidt ist während des 2. Weltkrieges gefallen.


Minna Schmidt, geb. Krause, lebte nach 1946 in Freudenberg-Niederndorf und starb dort am 22.11.1969. 4 Monate vorher hatte sie ihren Sohn Kurt zu Grabe tragen müssen.

Haus Nr. 76:

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1911           =        Kuhn, Heinrich - Fabrikweber
1925          =        Rasper, Adolf - Maurer
1938          =        Fichtner, Erich - Arbeiter; Pomm, Max - Heilgehilfe

Dieses Haus gehörte Erich Fichtner aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 117), Sohn der Eheleute Gustav und Pauline Fichtner. Verheiratet war er mit Ida Franz. Aus dieser Verbindung stammen zwei Kinder:

  1. Margarete Fichtner, verh. Hecht               (1922 - 1963 in Weidenau)
  2. Herbert Fichtner                                          (1926 - 1998 in Siegen)

       Er heiratete Anneliese Franz aus Haselbach, Tochter der Eheleute Alfred und Frieda Franz
       (s. dort Haus Nr. 18).

Erich Fichtner wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst. Seine Ehefrau Ida lebte nach 1946 bei ihrem Sohn Herbert und dessen Familie in Siegen. Dort starb sie am 15.04.1977.

Haus Nr. 76 - Familie Erich Fichtner (Aufnahme: 1990)

Haus Nr. 77:

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1911           =         Arnold, Ww. - Häusler; Schubert, Heinrich - Fabrikarbeiter
1925          =        Schubert, Heinrich - Hausbesitzer
1938          =        Schubert, Heinrich - Hausbesitzer

Heinrich Schubert, verheiratet mit Pauline, geb. Arnold, wurde nach dem Tod der Schwiegermutter Besitzer des Hauses. Soweit bekannt, hatte das Ehepaar einen Sohn, Erich Schubert, der seit dem 2. Weltkrieg vermisst wird.
Nach 1946 wohnte die Familie Schubert in Meusegast, Kreis Pirna in Sachsen. Pauline Schubert starb 1959. 

Haus Nr. 78:

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1911           =        Künzel, Paul - Schuhmachermeister; Smarsly, Reinhold - Maurer
1925          =        Künzel, Paul - Schuhmachermeister; Künzel, Felix - Maurer
1938          =        Künzel, Paul - Schuhmachermeister; Hartwich, Else - Fabrikarbeiterin

Dieses Haus gehörte dem Schuhmachermeister Paul Künzel, verheiratet mit Anna Eckert. Paul Künzel verstarb noch in Pfaffendorf. Aus dieser Verbindung stammen, soweit bekannt, drei Kinder:

  1. Klara Künzel                     (1901 - 1956 in Altenberge)

       Klara heiratete Emil Kuttig aus Pfaffendorf (s. Haus Nr. 56). Sie brachte Sohn Helmut mit in
       die Ehe. Dieser heiratete Gertrud Ronge, Tochter des Josef Ronge aus Schreibendorf, der in
       der Schreinerei Eckert/Feifar als Meister tätig war (s. Haus Nr. 63). Helmut Künzel starb im Jahr
       2002 in Siegen.
    2. Felix Künzel                      (1902 - 1978 in Siegen-Geisweid)
        Nach 1925 zog er zu seiner Großmutter Ernestine Künzel nach Haselbach (s. dort Haus Nr. 3).
        Er war 3-mal verheiratet:
        1. Ehefrau:  Martha, geb. Liebsch aus dem Sudenteland.
              Aus dieser Verbindung stammt:
              Rudolf Künzel
           
  Er heiratete Erna Lösche, Tochter des Hausbesitzers Gustav Lösche (s. Haus Nr. 103).
          2. Ehefrau:  Hedwig Kuhn aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 85), Tochter des Maurers Gustav
              Kuhn aus dessen 1. Ehe. Diese Ehe war kinderlos.
          3. Ehefrau:  Anni Kahl aus Brückenberg   (1911 - 1991) Diese Ehe war ebenfalls kinderlos.
      3. Else Künzel                         (1912 - 1990 in Dreis-Tiefenbach)
          Sie blieb als jüngste Tochter im Elternhaus. Nach dem Tod ihres 1. Ehemannes Hartwich
          heiratete sie Erich Reimann.

Haus Nr. 78 - Schuhmachermeister Paul Künzel.
Im Hintergrund die Bäckerei Rabe (Haus Nr. 73),
davor die Scheune von Rabe.
(Aufnahme: Mai 2006)

Haus Nr. 79:

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1911            =         Pohl, Richard - Hausbesitzer
1925           =         Pohl, Richard - Hausbesitzer
1938           =         Pohl, Richard - Hausbesitzer; Pohl Martin - Fabrikarbeiter

Dieses Haus gehörte Richard Pohl. Er war mit Martha Badermann verheiratet, Tochter des Heizers Wilhelm Badermann (s. Haus Nr. 66). Martin, der Sohn des Ehepaares, vermählte sich mit Klara Walter.
Martin Pohl, Richard Beier (Ehemann von Erna, geb. Jentsch - s. Haus Nr. 143) und Reinhold Smarsly (s. Haus Nr. 45) bildeten ein Musiktrio, das oft und gerne die Zuhörer mit Musik erfreute. Meistens spielten sie im Gerichtskretscham in Haselbach, aber auch in der Brauerei in Pfaffendorf.
Nach 1946 fand die Familie Pohl in Sülzfeld, Kreis Meinigen, eine neue Heimat. Richard Pohl starb dort bereits am 29.09.1947. Seine Ehefrau überlebte ihn um fast 27 Jahre und starb am 09.05.1974. Schwiegertochter Klara Pohl starb am 11.03.1991.

Haus Nr. 80:

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1911           =        Bittner, Karl - Rentier
1925          =        kein Eintrag
1938          =        Wiebel, Paul; Wittwer, Hermann - Lehrer i. R.

Bei diesem Haus handelt es sich um die Villa des früheren Fabrikbesitzers Karl Bittner. Seine beiden Söhne lebten in Pfaffendorf bzw. in Haselbach. Die einzige Tochter Anna war mit dem Lederfabrikant Heinrich Püchler verheiratet.

  1. Georg Bittner lebte mit seiner Ehefrau Magdalena und den 4 Kindern in Pfaffendorf im Haus Nr. 55.
  2. Kurt Bittner führte mit seiner Ehefrau Rosa den Ziegeleibetrieb in Haselbach.
  3. Anna Bittner, verheiratet mit Heinrich Püchler.


Nach 1938 erwarb der Tischlermeister Richard Eckert aus Schreibendorf die Bittner-Villa. Mit seiner Ehefrau Anna Ilgner hatte er 3 Töchter:

  1. Ursula Eckert, verh. Becker
  2. Ilse Eckert, verh. Deppe
  3. Helga Eckert, verh. Breithaupt


Richard Eckert starb am 06.10.1973 in Uschlag.

Haus Nr. 80 - Villa Bittner

Anzeige aus der Zeitung "Der Bote aus dem Riesengebirge",

Heft Nr. 28/1866.

Haus Nr. 81  (Bäckerei Drescher und Standesamt)

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1911            =        Drescher, Gustav - Bäckereibesitzer
1925           =        Drescher, Gustav - Bäckereibesitzer; Heinze, Richard - Bäcker
1938           =        Drescher, Gustav - Bäckereibesitzer; Heinze, Richard - Bäckermeister

Dieses Haus gehörte dem Bäckereibesitzer Gustav Drescher. Geboren wurde er in Haselbach, aber bereits in jungen Jahren zog es ihn nach Pfaffendorf. Nach der Absolvierung seiner Militärzeit arbeitete er zwei Jahre als Kutscher bei dem Fabrikbesitzer Karl Bittner in Pfaffendorf. Doch diese Tätigkeit behagte ihm auf Dauer nicht. Er wollte selbstständig sein und kündigte. Als er Karl Bittner seinen Entschluss mitteilte, fragte dieser ihn nach seinen Plänen. Gustav Drescher sagte ihm, er beabsichtige ein Haus zu kaufen und eine Bäckerei zu eröffnen. Karl Bittner warnte ihn und gab zu bedenken, dass in Pfaffendorf bereits eine Bäckerei vorhanden sei, aber Gustav Drescher ließ sich von seinem Vorhaben nicht mehr abbringen. Er kaufte das Haus Nr. 81 mit Landwirtschaft und eröffnete hier seine Bäckerei.

Neben seinen Aufgaben als Landwirt und Bäckereibesitzer übte er sehr viele Ehrenämter aus. Gemeinsam mit Wilhelm Hartmann gründete er 1911 den Landwirtschaftlichen Lokalverein, den er bis zum Jahr 1934 als Vorsitzender führte. 1915 - 1922 war er Gemeindevorsteher, 4 Jahre Amtsvorsteher, 10 Jahre Schöffe beim Amtsgericht Landeshut und 2 Jahre Geschworener beim Landgericht in Hirschberg. 9 Jahre war er Kreistagsmitglied, 10 Jahre Mitglied der Steuereinschätzungskommission und ferner Vorsitzender der Elektrizitäts-Genossenschaft Pfaffendorf, Dittersbach städt., Haselbach und des Militärvereins. Darüber hinaus war er in Pfaffendorf 17 Jahre als Standesbeamter tätig. Das Standesamt war im Wohnhaus untergebracht, viel Platz war jedoch nicht vorhanden. Es musste daher improvisiert werden. Im Schlafzimmer wurde ein Vorhang angebracht, so dass hinter dieser Abtrennung die Trauung vollzogen wurde.

Die Ehe mit seiner Ehefrau Berta blieb leider kinderlos. Alle Kinder starben bereits kurz nach der Geburt. Als seine Schwester Anna Drescher 1903 in Haselbach starb (s. dort Haus Nr. 111), adoptierten sie deren jüngste Tochter Ida.
Ida Drescher heiratete am 08.10.1922 den Bäckermeister Richard Heinze aus Dittersbach städt., mit dem sie fünf Kinder hatte:

  1. Else Heinze, verh. Taser                  (1924 - 1996 in Willich)
  2. Reinhold Heinze wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.
  3. Willi Heinz                                          (1927 - 1938 in Pfaffendorf)
  4. Gerhard Heinze                                 (1929 - 1999 in Braunschweig)
  5. Alfred Heinze


Nach 1946 lebte die Familie Drescher/Heinze im Kreis Wolfenbüttel. Am 05.08.1950 starb Berta Drescher. Gustav Drescher folgte seiner Ehefrau am 23.05.1957. Nur 5 Jahre später starb bereits Schwiegersohn Richard Heinze. Ida Heinze starb am 20.01.1973 in Willich bei ihrer einzigen Tochter.

Müller Riedel aus Rudelstadt, Kreis Landeshut, besucht während einer Geschäftsreise den Bäckereibesitzer Gustav Drescher.
V. r. n. l.: Müller Riedel, Gustav Drescher mit Ehefrau, Frieda Pohl, 
auf der Bank sitzt Ida Heinze mit Kindern.

Bäckereibesitzer Gustav Drescher

Die Eheleute Ida und Richard Heinze mit ihren Kindern:

v. l. n. r.: Reinhold, Else, Willi, Gerhard und Alfred;

im Hintergrund rechts, das Haus Nr. 84 (Drescher-Fleischer)

Haus Nr. 82:

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1911           =         Wähner, Ferdinand - Hausbesitzer
1925          =         Wähner, Ferdinand - Hausbesitzer; Bittner, Kurt - Ziegeleibesitzer
1938          =         Wähner, Ferdinand - Hausbesitzer

Besitzer dieses Hauses war bis zur Vertreibung Ferdinand Wähner. Verheiratet war er mit Berta Hübner, Tochter des Friedrich Hübner aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 116). Aus dieser Verbindung gingen 3 Kinder hervor:

  1. Martha Wähner, sie vermählte sich mit dem Landwirt Paul Riediger in Moritzfelde (s. Haus Nr. 141).
  2. Emma Wähner, sie starb im Alter von 18 Jahren.
  3. Gerhard Wähner wurde nur 10 Jahre alt.

Haus Nr. 83:

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1911           =       Walter, Gustav - Hausbesitzer; Walter, Karl - Kutscher
1925          =       Emmrich, Wilhelm - Schmiedemeister
1938          =       Emmrich, Kurt - Schmiedemeister; Emmrich, Wilhelm - Schmiedemeister

Nach Gustav Walter gehörte dieses Haus dem Schmiedemeister Wilhelm Emmrich. Verheiratet war er mit Maria Weirich. Sein Sohn Kurt erlernte ebenfalls das Schmiedehandwerk. Er vermählte sich mit Anna Pfeiffer, Tocher des Landwirtes Heinrich Pfeiffer (s. Haus Nr. 107). Kurt Emmrich sollte den Betrieb seines Vaters später übernehmen, doch der Krieg machte diese Pläne zunichte.

Nach 1946 lebte die Familie Emmrich im Siegerland. Wilhelm Emmrich verstarb am 15.11.1957 in Freudenberg. Seine Ehefrau folgte ihm am 08.12.1966. Sohn Kurt starb am 04.11.1988. Seine Ehefrau Anna war bereits sechs Jahre vor ihrem Mann verstorben.

Haus Nr. 83 - Familie Emmrich (Aufnahme: Mai 2006)

Haus Nr. 84:

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1911            =        Conrad - Bahnbeamter; Hoffmann, Richard - Fleischermeister;
                             Kühn, Ernestine - Inwohnerin; Richter, Paul - Fabrikarbeiter;
                             Schmien, Hermann - Waldarbeiter
1925           =        Hoffmann, Hermann - Fleischer; Hoffmann, Richard - Fleischermeister;
                             Kriening, Emma - Fabrikarbeiterin
1938           =        Drescher, Fritz - Fleischermeister

Dieses Haus beherbergte seit Jahrzehnten eine Fleischerei, allerdings mit wechselnden Besitzern. Nach Hermann und Richard Hoffmann übernahm Fritz Drescher aus Alt-Weißbach den Betrieb. Zuvor besaß er eine Fleischerei in Krausendorf. Verheiratet war er mit Alma Peuser aus Giessmannsdorf. Das Ehepaar hatte zwei Kinder:

  1. Kurt Drescher ist während des 2. Weltkrieges gefallen.
  2. Frieda Drescher, verh. Klimke


Während des Krieges belieferte Fritz Drescher u. a. auch den Neumann-Fleischer in Haselbach
(s. dort Haus Nr. 46) mit Fleischwaren, da Alfred Neumann zum Wehrdienst eingezogen war. Elisabeth Bergmann aus Merzdorf, die in dieser Zeit bei Alfred Neumann angestellt war, kam jeden Mittwoch mit dem Handwagen von Haselbach, um das Kleinfleisch abzuholen. Im Winter benutzte sie für diese Wege den Schlitten.

Nach der Übernahme der Fleischerei durch Fritz Drescher zog die Mieterin Emma Kriening nach Haselbach in das Haus Nr. 68. Sie war bei der Firma Grünfeld in Landeshut tätig.

Haus Nr. 84 - Fleischerei Fritz Drescher (Aufnahme: 1978)

Haus Nr. 85  (Postagentur):

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1911           =         Krause, Eduard - Sattlermeister
1925          =         Paech, Paul - Postagent
1938          =         Paech, Paul - Postagent

Dieses Haus beherbergte die Pfaffendorfer Postagentur. Der zuständige Postagent war Paul Paech. Seine Ehefrau Klara Klobsch schenkte ihm zwei Kinder:

  1. Edgar Paech
  2. Gerda Paech, verh. Fanther             (verst. 2003 in Aalen)

Die Familie Paech wohnte nach dem Krieg in Ellwangen.

Haus Nr. 85 - Die Postagentur

Haus Nr. 86:

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1911            =        Hämpel, Gustav - Hausbesitzer
1925           =        Hämpel, Alfred - Forstarbeiter
1938           =        Hämpel, Alfred - Landwirt

Diese Landwirtschaft gehörte ursprünglich Gustav Hämpel. Verheiratet war er mit Marie Güttler. Sie stammte aus einer sehr kinderreichen Familie mit 13 Kindern. Marie Hämpel schenkte ihrem Ehemann 3 Kinder:

  1. Robert Hämpel, er wohnte später mit seiner Familie in Hirschberg.
  2. Klara Hämpel, sie blieb unverheiratet.
  3. Alfred Hämpel

       Er übernahm den elterlichen Betrieb und vermählte sich mit Frieda Kühn, einer Tochter aus
       dem Kolonialwarengeschäft Kühn (s. Haus Nr. 70. Aus dieser Verbindung stammen vier Kinder:
       3.1  Gerhard Hämpel ist während des 2. Weltkrieges gefallen.
       3.2  Eberhard Hämpel
              
Nach 1946 lebte er mit seiner Familie in Kreuztal und ist dort verstorben.
       3.3  Werner Hämpel ist ebenfalls gefallen.
       3.4  Wilfriede Hämpel, verh. Hartmann

Das Ehepaar Hämpel wohnte nach 1946 in Kissenbrück. Dort starb Frieda Hämpel am 25.12.1969, ihr Ehemann am 16.05.1979.

Haus Nr. 86 - Familie Alfred Hämpel (Aufn. vor dem Krieg)

Familie Hämpel vor ihrem Haus in Pfaffendorf (Aufnahme: ca. 1931)
re: Alfred Hämpel mit Ehefrau und Sohn,
2. von links: Klara Hämpel mit ihrer Mutter Marie Hämpel, geb. Güttler.

Die kleine Wilfriede Hämpel mit ihrem Puppenwagen.

Hämpels Kühe (im Hintergrund links: das Ehepaar Hämpel

V. l. n. r.: Haus Nr. 86 (Alfred Hämpel), das Haus mit dem weißen Giebel (Nr. 82 - Ferdinand Wähner), davor die Emmrich-Schmiede (Nr. 83) - (Aufnahme: Mai 2006)

Haus Nr. 87:

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1911           =          Schneider, Wilhelm - Kleingärtner
1925          =          Schneider, Hermann - Kleingärtner
1938          =          Schneider, Wilhelm - Landwirt

Besitzer dieser Landwirtschaft war Wilhelm Schneider. Verheiratet war er mit Berta Kahl aus Haselbach. Nach 1946 lebten die Eheleute in Kreuztal im Siegerland. Dort starb Wilhelm Schneider bereits am 13.11.1949. Seine Ehefrau folgte ihm am 12.10.1954.

Haus Nr. 88:

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1911             =        Feifar, Hugo - Bau- und Möbeltischler
1925            =        Hämpel, Marie - Hausbesitzerin
1938            =        Schubert, Alfred - Schuhmachermeister; Güttler, Ida - Weberin

Dieses Haus gehörte Marie Hämpel, geb. Güttler, Alfred Hämpels Mutter (s. Haus Nr. 86). Sie lebte nach 1946 in Kissenbrück. Verstorben ist sie am 18.10.1956.
Marie Hämpel verkaufte nach 1925 das Haus an den Schuhmachermeister Alfred Schubert und dessen Ehefrau Anna. Das Ehepaar wohnte nach 1946 in Isernhagen.
Die Weberin Ida Güttler (eine Verwandte von Marie Hämpel) wohnte auch nach dem Verkauf weiterhin in diesem Haus. Sie verstarb am 19.04.1957 in Struthütten/Westfalen.

Haus Nr. 89:

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1911           =       Kluge, Gottlieb - Großgärtner
1925          =       Häring, Fritz - Großgärtner
1938          =       Häring, Fritz - Bauer

Dieses Anwesen gehörte 1911 Gottlieb Kluge. Soweit bekannt, hatte er mindestens zwei Kinder: 

  1. Emma Kluge

       Sie heiratete Hermann Schmien (s. Haus Nr. 98).
    2. Berta Kluge, verw. Finke
        Nach dem Tod ihres 1. Ehemannes (Sohn des Gutsbesitzers August Finke aus Haselbach -
        s. dort Haus Nr. 24 -) vermählte sich Berta mit Fritz Häring. Aus dieser Verbindung mit Fritz
        Häring stammt Sohn Alfred, der heute in München lebt. Berta Häring, verw. Finke, geb. Kluge,
        starb noch in Pfaffendorf. Ihr Ehemann Fritz wohnte nach 1946 zunächst in Goldbeck. Er starb
        am 20.11.1970 in Rinteln.

Haus Nr. 89 - Familie Fritz Häring (Aufnahme: 1999)

Haus Nr. 90:

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1911           =        Franz, verw. - Schneidermeister; Krause, Gustav - Hausbesitzer
1925          =        Krause, Gustav - Hausbesitzer
1938          =        Krause, Gustav - Hausbesitzer; Krause, Alfred - Forstarbeiter

Dieses Haus war das Stammhaus der Familie Franz, später übernahm es der Schwiegersohn Gustav Krause. Zunächst gehörte es dem Schneidermeister Paul Franz. Er wurde am 11.06.1838 in Schreibendorf als Sohn des Schneidermeisters Ernst Franz geboren. Am 30.04.1861 heiratete er in der evangelischen Kirche zu Haselbach Johanna Christiana Güttler (geb. 1836). Paul Franz starb am 11.01.1911. Während der Ehe uwrden 7 Kinder geboren:

  1. Hermann Franz

       Er setzte die Familientradition fort und wurde wie sein Großvater und Vater auch
       Schneidermeister. In Haselbach gründete er eine Familie und wohnte dort im Haus Nr. 54. Die
       Liebe zu seinem Beruf gab er an seinen Enkelsohn Alfred weiter.
    2. Konrad Franz          (1865 - 1928 in Haselbach)
        Er heiratete am 14.05.1894 in Haselbach Minna Luise Scholz (geb. 1855), Tochter des
        Ehrenfried Karl Heinrich Scholz aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 16). Das junge Ehepaar wohnte
        in Haselbach im Haus Nr. 87. Minna Luise Franz starb am 14.04.1919 in Haselbach, ihr Ehemann
        am 19.03.1928.
     3. Bernhard Franz
         
Er leitete in Haselbach die Postagentur (s. dort Haus Nr. 103).
     4. Berthold Franz
         
Mit seiner Ehefrau Anna wohnte er in Landeshut auf dem Kreppelhof.
      5. Gustav Franz wohnte in Schmiedeberg.
      6. Paul Franz
         
Er lebte mit seiner Familie in Pfaffendorf, ihm gehörte das Haus Nr. 95.
       7. Auguste Franz
         
Sie heiratete Gustav Krause. Nach dem Tod des Vaters wurden die Eheleute Besitzer des
          Hauses Nr. 90. In Pfaffendorf wurde Gustav Krause "Wiesen-Krause" genannt, weil das                    Haus auf der grünen Wiese stand. Gustav Krause starb 1939, seine Ehefrau Auguste 1941.
          Sohn Alfred, verheiratet mit Marta Wähner aus Reußendorf (s. dort Haus Nr. 15), war
          nunmehr Hausbesitzer. Das Ehepaar hatte zwei Töchter:
          7.1  Marianne Krause, verh. Spier           (1929 - 1997 in Holzminden)
          7.2 Ingeborg Krause, verh. Jürgensen
          Alfred Krause starb am 27.02.1948 in Holzminden/Weser. Seine Ehefrau Marta lebte nach 
         dem Tod ihres Ehemannes in Hameln und starb dort am 25.12.1981.



Haus Nr. 90 - Familie Krause

Haus Nr. 91:

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1911            =           Weyrauch, Paul - Maurer
1925           =           Weyrauch, Paul - Maurer
1938           =           Hentschel, Wilhelm - Invalide

Besitzer des Hauses war Paul Weyrauch. Er hatte eine Tochter, verh. Schmidt. Nach 1925 zog er nach Landeshut und vermietete das Haus an die Familie Hentschel. Wilhelm Hentschel (aus Röhrsdorf) und seine Ehefrau Martha Wittig (aus Rothenzechau) hatten 5 Kinder:

  1. Margarethe Hentschel, verh. Winter        (verst. April 2006)
  2. Gerhard Hentschel ist während des 2. Weltkrieges in Frankreich gefallen.
  3. Helmut Hentschel ist auch in Frankreich gefallen.
  4. Erich Hentschel                                            (verst. im Jahr 2005)
  5. Heinz Hentschel


Paul Weyrauch kam nach 1938 wieder nach Pfaffendorf zurück und bezog nun wieder sein Haus. Die Familie Hentschel verließ Pfaffendorf und ging nach Schreibendorf.

Haus Nr. 92:

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1911            =        Pohl, August - Stellmachermeister
1925           =        Pohl, Anna - Hausbesitzerin; Fichtner, Erich - Arbeiter;
                             Radler, Klemens - Schlosser
1938           =        Pohl, Anna - Hausbesitzerin; Sebastian, Josef - Fabrikarbeiter

Dieses Haus war seit Jahrzehnten im Besitz der Familie des Stellmachermeisters August Pohl. Tochter Hedwig heiratete den Fabrikweber Josef Sebastian.
Da das Haus direkt am Schweinlichbach lag, nannten die Pfaffendorfer die Familie "Sebastian am Bach".
Hedwig Sebastian starb am 13.01.1946 in Meusegast, Kreis Pirna.

Haus Nr. 92 - Familie Pohl - Sebastian (Aufnahme: um 1990)

Der Schweinlich

Haus Nr. 93:

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1911            =       Walter, Wilhelm - Hausbesitzer
1925           =       Brunzel, Hermann - Landwirt
1938           =       Brunzel, Hermann - Landwirt; Brunzel, Willi - Schmiedemeister

Die Landwirtschaft gehörte Hermann Brunzel. Mit seiner Ehefrau hatte er 4 Kinder:

  1. Willi Brunzel

       Willi erlernte das Schmiedehandwerk und richtete in seinem Elternhaus eine Schmiede ein.
       Seine Ehefrau stammte aus Sachsen. Nach 1946 lebten die Eheleute in Delitsch. Dort starb Willi
       Brunzel am 26.03.1985.
    2. Emma Brunzel, verh. Wübben
       
Sie lebte nach 1946 in Rührlertrist und starb dort im Jahr 1990.
     3. Martha Brunzel, verh. Weimann
         
Sie wohnte in Berlin und starb im Jahr 2001.
     4. 1 weiterer Sohn, dieser starb noch in Pfaffendorf.
 

Haus Nr. 93 - Die Brunzel-Schmiede mit Wohnhaus
(Aufnahme: Juli 2005)

Haus Nr. 94:

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1911           =       Richter, August - Hausbesitzer
1925          =       John, Oswald - Handelsmann
1938          =       John, Oswald - Hausbesitzer

Besitzer dieses Hauses war bis 1946 Oswald John (verst. am 26.11.1950 in Siegen).
Mit seiner Ehefrau hatte er 4 Kinder:

  1. Frieda John

       Sie war 2-mal verheiratet:
       1. Ehemann:  Erich Herbst, Sohn des Hermann Herbst (s. Brauerei), er ist im 2. Weltkrieg
              gefallen. Aus dieser Verbindung stammt Sohn Wolfram Herbst. Er lebt heute mit seiner
              Familie in Siegen.
       2. Ehemann:  Erich Hoffmann
         
     Frieda Hoffmann, verw. Herbst, geb. John, starb am 24.12.1992 in Kreuztal.
     2. Bruno John ist während des 2. Weltkrieges gefallen.
     3. Kurt John
         
Er vermählte sich am 24.12.1950 in Kreuztal mit Lieselotte Meiwald aus Lauterbach bei Görlitz.
     4. Helmut John       (1928 - 1969 in Buschhütten)
      


Haus Nr. 95:

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1911          =        Franz, Paul - Hausbesitzer
1925         =        Franz, Paul Sie vermählte sich mit August Reimann aus Pfaffendorf (s. Haus Nr. 55). Frieda Reimann verstarb noch in Pfaffendorf.- Hausbesitzer
1938         =        Franz, Paul sen. - Hausbesitzer; Franz Paul jun. - Schuhmacher

Dieses Haus gehörte Paul Franz sen., Sohn des Schneidermeisters Paul Franz (s. Haus Nr. 90).
Mit seiner Ehefrau hatte Paul Franz 5 Kinder:

  1. Paul Franz jun. 

       Er wurde Schuhmacher und heiratete Klara Hartwig aus Schmiedeberg. Soweit bekannt,
       stammen aus dieser Verbindung 2 Kinder, Tochter Hildegard, verh. Braas und Sohn Christian.
    2. Martin Franz
        
Er heiratete Auguste Hofmann aus Gottesberg und lebte mit seiner Familie im Haus Nr. 55.
    3. Bernhard Franz            (1909 - 1995)
    4. Frieda Franz
   
    Sie vermählte sich mit August Reimann aus Pfaffendorf (s. Haus Nr. 55). Frieda Reimann
        verstarb noch in Pfaffendorf.
     5. Alfred Franz
         
Alfred Franz fand sein Liebesglück in Haselbach. Er heiratete dort Frieda Skoda, die Tochter
         der Eheleute Skoda (s. dort Haus Nr. 18).
        

Haus Nr. 96:

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Dieses Haus war bereits vor 1911 abgerissen worden. Es gehörte um die Jahrhundertwende dem Tischlermeister Friedrich Kretschmer. Nach dem Abriss seines Hauses erwarb er das Haus Nr. 113 in Eventhal.

Haus Nr. 97:

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1911           =         Grunz, Gustav - Hausbesitzer
1925          =         Pratsch, Heinrich - Hausbesitzer
1938          =         Pratsch, Berta - Hausbesitzerin

Nachfolger von Gustav Grunz als Hausbesitzer wurde Heinrich Pratsch. Er war mit Berta Gebauer verheiratet. Aus dieser Verbindung stammt Tochter Lydia, verh. Schmidt.
Heinrich Pratsch verstarb noch in Pfaffendorf. Seine Ehefrau lebte nach 1946 in Salchendorf, Kreis Siegen. Dort starb sie am 21.02.1966.

Haus Nr. 98:

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1911            =        Bürgel, Ernst - Hausbesitzer
1925           =        Schmien, Hermann - Forstarbeiter
1938           =        Schmien, Hermann - Hausbesitzer

Besitzer dieses Hauses war Hermann Schmien, verheiratet mit Emma Kluge, Tochter des Gottlieb Kluge (s. Haus Nr. 89). Hermann Schmien war als Waldarbeiter auf dem Dominium beschäftigt.
Die Eheleute Schmien hatten 4 Kinder:

  1. Fritz Schmien

       Ebenso wie sein Vater war auch er zunächst auf dem Dominium in Pfaffendorf beschäftigt, und
       zwar als Kutscher. Am 31.12.1933 heiratete er Frieda Zobel aus Rothenbach, Kreis Waldenburg.
       Nach der Eheschließung wohnte das junge Ehepaar zunächst in Rothenbach. 1935 zogen sie
       nach Haselbach und wohnten dort im Haus der Päselt-Bäckerei (s. dort Haus Nr. 121).
    2. Anna Schmien
       
Sie heiratete Richard Rose aus Schmiedeberg und wohnte nach der Eheschließung in
        Schmiedeberg.
     3. Selma Schmien, verh. Tietze. Sie lebte später ebenfalls in Schmiedeberg.
     4. Max Schmien wird seitdem 2. Weltkrieg vermisst.
         Er war mit Emma Krause aus Voigtsdorf verheiratet. Die Eheleute haben 2 Kinder. Nach 1946
         lebte Emma Schmien mit ihren Kindern in Bayern.

Emma Schmien, geb. Kluge, hatte den Sohn Paul Kluge mit in die Ehe gebracht. Er lebte mit seiner Ehefrau Erna nach 1946 in Dresden.
Hermann Schmien erlitt ein besonders tragisches Schicksal. Während der Vertreibung wurde er 1945 erschossen. Seine Ehefrau Emma war bereits in Pfaffendorf verstorben.

Fritz Schmien als Kutscher

Haus Nr. 99:

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1911            =         Güttler, Geschwister - Hausbesitzer
1925           =         Exner, Moritz Förster a. D.
1938           =         Exner, Agnes - Hausbesitzerin; Exner, Kurt - Staatsangestellter

Der Förster a. D. Moritz Exner erwarb dieses Haus von den Geschwistern Güttler. Nach seinem Tod wurde es von seiner Witwe Agnes und Sohn Kurt bewohnt. Dieser war mit einer Schneiderin aus Hirschberg verheiratet. Die Eheleute hatten 2 Kinder, Klaus und Erika. Kurt Exner wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.

Haus Nr. 99 - Familie Exner (Aufnahme: Juli 2005)

Haus Nr. 100:

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1911           =        Herbst, August - Inwohner; Klose, Gustav - Inwohner
1925          =        Güttler, Paul - Koksarbeiter; Klose, Gustav - Forstarbeiter;
                            Mende, Emma - Rentenempfängerin
1938          =        Güttler, Paul - Forstarbeiter; Klose, Gustav - Forstarbeiter;
                            Krause, Ernestine - Rentnerin

Es handelte sich um ein Mietshaus, das zum Dominium gehörte.
Mieter waren u. a.

  1. Familie Klose: Gustav Klose und seine Ehefrau Hedwig, geb. Kriegel, hatten 3 Söhne:

       1.1  Herbert Klose ist im 2. Weltkrieg gefallen.
       1.2 Paul Klose
           
 Er war 2-mal verheiratet
             1. Ehefrau:  Alice Utzt aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 102), Tochter des Schmiedemeisters
                     Josef Utzt. Diese Ehe wurde aber nach kurzer Zeit geschieden.
             2. Ehefrau:  Elisabeth Grallert aus Schreibendorf.
                     Ihre Schwester Emma war in Haselbach mit Richard Drescher verheiratet (s. dort Haus
                     Nr. 47).
        1.3 Willi Klose
              
Willi erlernte den Weberberuf, wurde Webmeister und zog nach Schömberg. Nach 1946
              lebte er mit seiner Familie in Zorn über Bad Schwalbach.
Nach dem Kauf des Hauses Nr. 101 zog die Familie Klose in die eigenen vier Wände um.

1911 wohnte auch August Herbst aus Schreibendorf in diesem Haus. Er war mit Emma Selma Fischer verheiratet.

Haus Nr. 101:

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1911           =         Pfeiffer, Heinrich - Kleingärtner
1925          =         Goebel, Paul - Hausbesitzer
1938          =         Klose, Paul - Schlosser

Dieses Haus wechselte im Laufe der Jahre mehrfach den Besitzer. Zuletzt gehörte es Gustav Klose (s. Haus Nr. 100). In Pfaffendorf wurde er auch der Klose-Fischer genannt, weil er die Fischerei im Schweinlich gepachtet hatte.

Die Familie Klose erlitt ein schweres Schicksal. Sie war die letzt in Pfaffendorf verbliebene deutsche Familie. Sohn Paul musste in der Porzellanfabrik in Haselbach arbeiten. Seine Eltern und seine Ehefrau blieben bei ihm und teilten mit ihm das harte Leben.

Im Oktober 1949 war es Gustav Klose und seiner Ehefrau Hedwig, geb. Kriegel, vergönnt, das Fest der goldenen Hochzeit zu feiern. Zu diesem Fest waren alle Deutschen aus den Nachbardörfern eingeladen. In Haselbach, Dittersbach städt. und Schreibendorf lebten auch noch einige deutsche Familien. Gustav Klose starb 1958 in Pfaffendorf und seine Ehefrau Hedwig 1959.

Am 06.12.1966, nach 21 Jahren, durfte Paul Klose endlich zu seinem Bruder, Webmeister Willi Klose, nach Zorn über Bad Schwalbach ausreisen. Seine Ehefrau Elisabeth, geb. Grallert, war am 18.03.1965 in Pfaffendorf verstorben. Am 22.03.1970 heiratete Paul Klose in 2. Ehe seine Cousine Else, geb. Sladkowski. Das Glück war aber nur von sehr kurzer Dauer, da er bereits am 11.04.1970 in Zorn verstarb.

Haus Nr. 102:

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1911           =        Emmrich, Wilhelm (sen.) - Schmiedemeister;
                            Emmrich, Wilhelm (jun.) - Schmiedemeister
1925          =        Emmrich, Hermann - Landwirt
1938          =        Emmrich, Hermann - Landwirt; Emmrich, Fritz - Tischler

Dieses Haus gehörte Hermann Emmrich, verheiratet mit Emma Neuherz. Die Eheleute hatten 2 Kinder:

  1. Fritz Emmrich                     (1911 - 1996 in Freudenberg)

       Er heiratete Elfriede Pohl, Tochter des Bahnarbeiters Gustav Pohl (s. Haus Nr. 72).
    2. Margarete Emmrich, verh. Seidel  (verst. 2001 in Kreuztal/Siegerland)

Hermann und Emma Emmrich fanden nach 1946 in Bindow über Königswusterhausen eine neue Heimat. Emma Emmrich starb 1963, ihr Ehemann folgte ihr im Jahr 1965.

Haus Nr. 103:

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1911           =        Lösche, Karl - Kleingärtner
1925          =        Lösche, Gustav - Hausbesitzer
1938          =        Lösche, Berta- Hausbesitzerin

Nach dem Tod seines Vaters Karl übernahm Gustav Lösche dieses Haus. Verheiratet war er mit Berta Casper. Während der Ehe wurden drei Kinder geboren:

  1. Gerhard Lösche ist während des 2. Weltkrieges gefallen.
  2. Herbert Lösche ist während des 2. Weltkrieges im Antonienwald tödlich verunglückt.
  3. Erna Lösche           (1923 - 2004 in Siegen)

       Sie heiratete Rudolf Künzel aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 3), Sohn des Felix Künzel und 
       dessen 1. Ehefrau Martha, geb. Liebsch (s. auch Pfaffendorf Haus Nr. 78).

Gustav Lösche starb bereits 1931 in Pfaffendorf. Seine Ehefrau lebte nach 1946 bei ihrer verheirateten Tochter Erna Künzel in Hüttental-Geisweid (Siegerland). Dort starb sie am 06.11.1967.

Haus Nr. 104:

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1911           =       Mende, Geschwister - Web.; Wähner, August - Großgärtner
1925          =       Wähner, August - Hausbesitzer; Pfitzner, Richard - Arbeiter
1938          =       Wähner, August - Hausbesitzer; Pfitzner, Richard - Arbeiter

Ursprünglich beherbergte dieses Haus eine kleine Weberei, die im Besitz der Familie Mende war. Diese Familie war mit dem folgenden Besitzer des Hauses, August Wähner, verwandt. Er heiratete Karoline Bürgel aus Schreibendorf. Während der Ehe wurde Tochter Klara geboren, die sich mit Richard Pfitzner aus Breslau vermählte. Aus dieser Verbindung stammen 3 Kinder:

  1. Irmgard Pfitzner, verh. Balle
  2. Gerhard Pfitzner                    (1925 - 1982)
  3. Wilhelm Pfitzner starb im Alter von 10 Jahren nach der Vertreibung.


Richard Pfitzner ist während des 2. Weltkrieges gefallen. Seine Familie wohnt seit 1946 in Halle an der Saale.

Haus Nr. 105:

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1911           =        Anders, Adolf - Böttchermeister
1925          =        Anders, Adolf - Böttchermeister
1938          =        Anders, Adolf - Böttcher

In diesem Haus lebte und arbeitete der Böttchermeister Adolf Anders. Er war verheiratet mit Agnes Mecke aus Giessmannsdorf. Aus dieser Verbindung stammen 9 Kinder:

  1. Grete Anders, verh. Schmidt
  2. Gertrud Anders                        (1921 - 2004 in Jena)
  3. Marta Anders, verh. Köhler
  4. Martin Anders ist während des 2. Weltkrieges gefallen.
  5. Oswald Anders ist ebenfalls während des 2. Weltkrieges gefallen.
  6. Alfred Anders wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.
  7. Else Anders, verh. Schwedler
  8. Richard Anders                       (1925 - 1970 in Rheinhausen) 
  9. Helmut Anders                       (1922 - 1976 in Kamp-Lintfort)  


Adolf Böttcher verstarb während des Krieges in Pfaffendorf. Nach dem Tod ihres Ehemannes heiratete Agnes Anders einen Herrn Sawatzki. Sie starb am 04.01.1958 in Kamp-Lintfort, Kreis Moers. 

Haus Nr. 107:

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1911           =       Friebe, verw. - Postagent
1925          =       Pfeiffer, Heinrich - Landwirt
1938          =       Pfeiffer, Heinrich - Landwirt; Pfeiffer, Wilhelm

Diese Landwirtschaft gehörte Heinrich Pfeiffer. Er übte in Pfaffendorf bis zur Vertreibung das Amt des Gemeinderechners aus.
Mit seiner Ehefrau hatte er zwei Kinder:

  1. Wilhelm Pfeiffer

       Er heiratete Frieda Schäl, Tochter des Landwirtes Schäl (s. Haus Nr. 114). Aus dieser
       Verbindung stammen die drei Söhne Alfred, Werner und Walter.
    2. Anna Pfeiffer
        
Sie vermählte sich mit dem Schmiedemeister Kurt Emmrich (s. Haus Nr. 83).

Nach 1946 lebte die Familie Pfeiffer im Siegerland. Heinrich Pfeiffer starb am 05.03.1963 in Lindenberg. Frieda Pfeiffer, geb. Schäl, verstarb am 06.05.1986 in Kreuztal-Eichen, ihr Ehemann Wilhelm am 07.01.1989.

Haus Nr. 107 - Familie Pfeiffer

Haus Nr. 109:

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1911            =        Elsner, Wilhelm - Bahnarbeiter; Wähner, Gustav - Chausseewärter
1925           =        Friebe, Wilhelm - Arbeiter; Müller, Adolf - Arbeiter; Sommer, Max - Arbeiter
1938           =        Liebig, Albert - Packer; Sommer, Max - Fabrikarbeiter

Dieses Haus gehörte dem Bäckereibesitzer Gustav Drescher (s. Haus Nr. 81).
Mieter waren u. a.

  1. Adolf Müller, verheiratet mit Bertha Rasper (sie starb im März 1957 in Silberhausen/Thüringen. Aus dieser Verbindung stammen zwei Töchter:

       1.1  Frieda Müller, sie heiratete Alfred Friebe (s. Haus Nr. 67).
       1.2  Erna Müller, sie heiratete Wilhelm Friebe (s. Haus Nr. 60).
       Zwischen Alfred und Wilhelm Friebe bestand keine Verwandtschaft.
    2. Wilhelm Friebe verheiratet mit Erna Müller (s. o. 1.2). Das Ehepaar erwarb nach 1925 das
        Haus Nr. 60.
    3.  Albert Liebig ist während des 2. Weltkrieges gefallen.

Haus Nr. 110  (Hotel "Graf Moltke"):

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1911            =        Klose, Gustav - Hotelbesitzer
1925           =        Beck, August - Gastwirt; Krause, August - Arbeiter
1938           =        Beck, Ida - Gasthofbesitzerin; Blau, Gerhard - Webmeister;
                             Hüner, Emil - Arbeiter; Schmidt, Gustav - Elektroinstallateur

Ursprünglich gehörte das Hotel Gustav Klose. Der folgende Besitzer war zunächst August Beck. Dieser war 2-mal verheiratet. Aus der 1. Ehe stammen 4 Kinder, u. a. Tochter Adele Beck, die sich mit dem späteren Mühlenbesitzer Karl Peisert vermählte (s. Haus Nr. 56).
In 2. Ehe heiratete August Beck die verwitwete Ida Wagner aus Brieg, die das Hotel nach dem Tod ihres Ehemannes (Ende 1920) weiterführte. Nach 1938 übernahm ihr Sohn Richard Wagner aus ihrer 1. Ehe mit seiner Ehefrau Elli Ehrling das Hotel. Aus dieser Verbindung stammen zwei Töchter:

  1. Waltraud Wagner, verh. Rath
  2. Brigitte Wagner, verh. Giesler


Nach 1946 wohnte die Familie Wagner in Buschhütten-Langenau im Siegerland. Dort starben Richard Wagner am 01.11.1986 und seine Ehefrau Elli am 01.08.1991.

Mieter im Hotel "Graf Moltke" waren:

  1. Webmeister Gerhard Blau
  2. Elektorinstallateur Gustav Schmidt
  3. Emil Hüner, er starb 1955 in Kitzen, südwestlich von Leipzig.

Hotel "Graf Moltke" (Aufnahme: vor dem Krieg)

Rechts: Hotel "Graf Moltke", Bildmitte: Haus Nr. 63 mit Nebengebäude

Haus Nr. 111:

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1925          =       Feifar, Hugo - Tischlermeister
1938          =       Feifar, Hugo - Tischlermeister

Dieses Haus gehörte dem Tischlermeister Hugo Feifar. Nach 1911 wurde es erst errichtet. Hugo Feifar war 2-mal verheiratet:

1. Ehefrau:  Lina Hoffmann; sie übte in Pfaffendorf über 30 Jahre das Amt der
       Gemeindesektretärin aus. Nach 1938 wohnte sie im Haus Nr. 124. Aus der Verbindung mit Lina,
       geb. Hoffmann, stammen 2 Söhne:
       1.  Walter Feifar
           
Er war mit Rosina Knittel verheiratet. Während des 2. Weltkrieges ist er gefallen. Sohn Edgar
           hat ebenso wie sein Vater das Tischlerhandwerk erlernt.
           Rosina Feifar lebte mit der Familie ihres Sohnes nach 1946 in Braunlage. Dort starb sie am
           02.04.1986.
        2. Helmut Feifar
           
Er heiratete Frieda Ulber aus Reußendorf (s. dort Haus Nr. 93). Aus dieser Verbindung
            stammen 2 Kinder, Sohn Joachim und Tochter Bärbel. Helmut Feifar ist ebenfalls während
            des 2. Weltkrieges gefallen. Seine Ehefrau starb 1950 in Ströhen im Alter von nur 35 Jahren.

2. Ehefrau:  Else, geb. Kühn, Tochter aus dem Kolonialwarengeschäft Kühn in Pfaffendorf 
          (s. Haus Nr. 70).

Hugo Feifar war etwa ab 1925 zwanzig Jahre Vorsitzender des gemischten Chores "Rautendelein" aus Pfaffendorf. Chorleiter war der Lehrer Helmut Stark.

Nach 1946 lebte Hugo Feifar mit seiner Ehefrau in Ennepetal. Dort verstarb er 1965. Seine Ehefrau Else starb am 17.02.1983.

Die folgenden genannten Häuser gehören zum Ortsteil Eventhal:

 (in Klammern = Hausnummern ab 1943)

Haus Nr. 1  (Nr. 113):

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1911           =        Kretschmer, Friedrich - Tischlermeister
1925          =        Elsner, Oskar - Arbeiter
1938          =        Krause, Konrad - Elektor-Monteur

Dieses Haus war später im Besitz von August Bettermann.

Haus Nr. 2  (Nr. 114):

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1911             =        Schäl, Luise - Stellenbesitzerin
1925            =        Schäl, Albrecht - Landwirt
1938            =        Schäl, Albrecht - Landwirt

Diese Landwirtschaft gehörte der Familie Schäl. Luise Schäl, geb. Bühn, war die 2. Ehefrau ihres Ehemannes. Sie starb am 06.02.1953 in Eichen.
Aus beiden Ehe hatte der Landwirt Schäl, soweit bekannt, 5 Kinder:

  1. Marta Schäl, verh. Matuscheck                   (1887 - 1967)
  2. Selma Schäl                                                    (1889 - 1968)

       Sie vermählte sich mit Gustav Beier aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 58), Sohn des
       Großgärtners August Beier.
    3. Albrecht Schäl                                                (1894 - 1972)
        Nach dem Tod seines Vaters übernahm er die Landwirtschaft. Verheiratet war er mit Liesel
        Elsner
. Aus dieser Verbindung sind 5 Kinder hervorgegangen:
        3.1  Heinz Schäl, er befand sich auf dem Kriegsschiff "Bismarck", als dieses unterging.
        3.2  Helmut Schäl
       
3.3  Marianne Schäl starb noch in Pfaffendorf
        3.4  Gerhard Schäl
        
3.5  Edith Schäl, auch sie starb noch in Pfaffendorf.
        Nach 1946 lebte die Familie Albrecht Schäl in Kreuztal-Eichen. Liesel Schäl starb bereits am
        24.02.1955. Ihr Ehemann Albrecht überlebte sie um 17 Jahre, er starb am 23.10.1972.
     4. Klara Schäl, verh. Krause                               (geb. 1896)
     5. Frieda Schäl                                                      (1905 - 1986)
         Sie heiratete Wilhelm Pfeiffer, Sohn des Landwirtes Heinrich Pfeiffer (s. Haus Nr. 107).

Haus Nr. 3  (Nr. 115):

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1911               =       Gelke, August - Fabrikarbeiter

Dieses Haus war später im Besitz von Albrecht Schäl.

Haus Nr. 4  (Nr. 116):

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1911           =       Beer, August - Schuhmacher
1925          =       Beer, Heinrich - Maschinist
1938          =       Beer, Heinrich - Heizer und Maschinist; Menzel, Alfred - Fabrikarbeiter

Besitzer dieses Hauses war der Schuhmacher August Beer. Sein Sohn Heinrich arbeitete in der Fabrik in Dittersbach städt. als Heizer und Maschinist. Er vermählte sich mit Selma Hamann aus Reußendorf (s. dort Haus Nr. 81), Tochter des Landwirtes Friedrich Hamann. Nach dem Tod der Schwägerin Ida Hamann, geb. Thiemt (Reußendorf), nahm das Ehepaar Beer deren Sohn Rudolf bei sich auf. Dieser heiratete später Liesbeth Stiller aus Reußendorf (s. dort Oberhof).
Neben dem Pflegesohn Rudolf Hamann hatte das Ehepaar 2 Töchter:

  1. Hedwig Beer               (1914 - 2003 in Bad Königshofen in Bayern)

       Sie heiratete Alfred Menzel, Sohn des Hermann Menzel (s. Haus Nr. 117). Nach 1946 kamen die
       Eheleute Menzel nach Bad Königshofen in Bayern.
    2. Margarethe Beer, verh. Pfitzmann
        
Sie war bei der Familie Lückhoff (s. Dominium) im Haushalt tätig.

Das Ehepaar Beer lebte nach 1946 in Freudenberg bei Siegen. Dort starb Heinrich Beer bereits am 04.02.1951, seine Ehefrau Selma im Januar 1987.

Haus Nr. 5:

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Bis zum Jahr 1900 war dieses Haus im Besitz der Familie Menzel.
Der ursprüngliche Besitzer war Carl Ehrenfried Menzel, verheiratet mit Beate, geb. Brauer. Sohn Ernst Menzel (1825 - 1887) übernahm es nach dem Tod des Vaters. Er war in 1. Ehe verheiratet mit Ernestine, geb. Ansorge (1830 - 1864), Tochter des Fleischermeisters Johann Christian Benjamin Ansorge aus Ober-Haselbach und dessen Ehefrau Johanne Christiane, geb. Büttner. Aus dieser Ehe stammt Sohn August Menzel (1857 - 1941), der 3-mal verheiratet war.
1. Ehefrau:  Marie, geb. Reh aus Bausnitz in Böhmen (1859 - 1887)
       Aus dieser Verbindung stammen 2 Söhne:
       1.1  Heinrich Menzel, er war in Krummenau verheiratet.
       1.2  Wilhelm Menzel
             
Er heiratete Emilie Finger, Tochter des Bauerngutsbesitzers Ernst Wilhelm Finger aus
             Haselbach (s. dort Haus Nr. 34). Die Eheleute Menzel wohnten nach der Eheschließung
             zunächst 5 Jahre auf dem Dominium und anschließend in Pfaffendorf, Haus Nr. 37.
2. Ehefrau:  Pauline, geb. Beer aus Pfaffendorf           (1860 - 1897)   (s. Haus Nr. 2)
        Mit seiner 2. Ehefrau hatte August Menzel 2 Töchter:
        2.1  Klara Menzel, sie heiratete Heinrich Kuhn (s. Haus Nr. 8).
        2.2  Selma Menzel, sie heiratete den verwitweten Fritz Hamann aus Reußendorf
               (s. dort Haus Nr. 81).
3. Ehefrau:  Bertha, geb. Drescher, aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 56)
        Aus dieser Verbindung stammt:
        Sohn Albert Menzel, geb. 1901

Dieses Haus musste der Eisenbahnlinie Hirschberg - Schmiedeberg - Landeshut geopfert werden. Es befand sich in unmittelbarer Nähe des Bahndammes, so dass es nach Fertigstellung der Bahnlinie abgerissen wurde.

August Menzel erwarb 1893 den Besitz seines Schwiegervaters Christian Beer im Oberdorf
(s. Haus Nr. 2). Nach großen Umbauarbeiten zog er mit seiner Familie in das fertig gestellte Haus und bewirtschaftete dort eine Landwirtschaft.

        

Haus Nr. 6:

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Dieses Haus fiel ebenfalls der neuen Eisenbahnlinie Hirschberg - Schmiedeberg - Landeshut zum Opfer. Es wurde sofort abgerissen.

Haus Nr. 7  (Nr. 117):

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1911             =         Breiter, Heinrich - Bahnarbeiter
1925            =         Menzel, Hermann - Eisenbahnarbeiter
1938            =         Menzel, Hermann - Bahnarbeiter

Besitzer dieses Hauses war vor 1900 Robert Krause, verheiratet mit Anna Drescher, der jüngsten Tochter des Großgärtners Traugott Drescher aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 111). Aus dieser Verbindung gingen 6 Kinder hervor:

  1. August Krause ist im 1. Weltkrieg gefallen.
  2. Gustav Krause ist im 2. Weltkrieg gefallen.
  3. Berta Krause, sie heiratete den Ziegelmeister Jakob.
  4. Selma Krause

       Sie vermählte sich mit dem Grubenaufseher Kriegel von der Bergfreiheitsgrube in
       Schmiedeberg.
    5. Emma Krause, sie heiratete den Bergmann Kirchner aus Rothenzechau.
    6. Anna Krause, verh. Rüttimann, wanderte mit ihrem Mann nach Amerika aus.

Als die Eisenbahnlinie Hirschberg - Schmiedeberg - Landeshut gebaut wurde, beschlagnahmte die Reichsbahn neben den Häusern 5 und 6 auch das Haus von Robert Krause. Da er sich aber von seinem Eigentum nicht trennen wollte, ging er freiwillig in den Tod. Seine Witwe zog danach mit den Kindern in das Haus Nr. 69. Später heiratete sie den in Haselbach tätigen Bahnhofsvorsteher August George.

Im Gegensatz zu den Häusern Nr. 5 und 6 blieb dieses Hauses aber von dem Abriss doch noch verschont und wurde seit dieser Zeit an Bedienstete der Reichsbahn vermietet. Zunächst wohnte die Familie des Heinrich Breiter hier, später zog Hermann Menzel mit seiner Familie ein. Er stammte aus Schreibendorf und war bei der Bahn beschäftigt. Im Rahmen seiner Tätigkeit wurde er nach Pfaffendorf versetzt. Verheiratet war er mit Martha Kuttig. Das Ehepaar hatte 8 Kinder:

  1. Marta Menzel, verh. Ginsberg                         (1916 - 2003 in Ennepetal)
  2. Margarete Menzel, verh. Knüpfer, sie wohnt heute in Hilchenbach.
  3. Emil Menzel ist im 2. Weltkrieg gefallen
  4. Erich Menzel

       Er ist ebenfalls während des 2. Weltkrieges gefallen. Verheiratet war er mit Selma Kahl aus
       Schreibendorf. Ihr Bruder Heinrich Kahl war mit Else Bettermann aus Reußendorf verheiratet
       (s. dort Haus Nr. 70).
    5. Alfred Menzel                            (1911 - 1995 in Bad Königshofen in Bayern)
       Er heiratete Hedwig Beer, Tochter des Heinrich Beer (s. Haus Nr. 116). Nach 1946 lebten die
       Eheleute in Bad Königshofen in Bayern. Dort starb Alfred Menzel am 08.07.1995, seine Ehefrau
       am 16.10.2003.
    6. Fritz Menzel                                (1913 - 1980 in Kreuztal)
        Er vermählte sich mit Else Riediger, Tochter des Landwirtes Paul Riediger (s. Haus Nr. 141).
        Fritz Menzel war als Kutscher auch für August Hartmann in Schreibendorf tätig. Dieser besaß
        mehrere Pferdegespanne und wunderschöne Kutschen. Die Bauern der schlesischen Heimat
        waren immer sehr stolz auf ihre Gespanne, vor allem dann, wenn sie auch noch über
        erstklassige Wagen verfügten. In diesen Kutschen lag viel handwerkliche Kunstfertigkeit, so
        dass deren Besitzer der Wagenpflege eben soviel Aufmerksamkeit schenkten, wie der Pflege
        der dazu passenden Gespanne, nach denen sie beim Pferdehändler solange Ausschau                      hielten, bis sie das "passende Pferdepaar" zusammen hatten.
        Die beiden folgenden Fotos sind auf dem Hof von August Hartmann in Schreibendorf
        entstanden, dem Besitzer der abgebildeten Gespanne. Das linke Foto zeigt einen
        geschlossenen "Landauer", auf dem als Kutscher Fritz Menzel und als Brautdiener Erich
        Schindler zu sehen sind, als sie im Jahre 1933 ein Brautpaar zur Eheschließung fuhren. Das
        rechte Foto zeigt den offenen "Landauer", auch hier kutschiert Fritz Menzel das Gespann zum
        Erntedankfest.
     7. Gerhard Menzel                            (1914 - 1996 in Düsseldorf)
     8. Helene Menzel, verh. Bartel, sie lebte im Kreis Niesky/Oberlausitz.

Nach 1946 kam die Familie Menzel in das Siegerland. Dort starb Hermann Menzel am 01.11.1952 in Niederholzklau, Kreis Siegen. Seine Ehefrau Martha folgte ihm am 20.03.1973.

         

Fritz Menzel als Kutscher auf dem geschlossenen "Landauer"

Fritz Menzel als Kutscher auf dem offenen "Landauer"

Haus Nr. 8  (Nr. 118):

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1911              =         Bettermann, Wilhelm - Stellenbesitzer
1925             =         Bettermann, August - Landwirt
1938             =         Bettermann, August - Landwirt

August Bettermann hatte nach dem Tod seines Vaters Wilhelm die Landwirtschaft und das Fuhrgeschäft übernommen. Im Jahre 1917 vermählte er sich mit Frieda Kubot. Aus dieser Verbindung stammen 3 Kinder:

  1. Willi Bettermann                              (1919 - 1981 in Stuttgart)
  2. Helmut Bettermann
  3. Eine Tochter, die bereits im Alter von ca. 12 Jahren in Pfaffendorf an Diphtherie starb.


Bis zur Auflösung der Landgemeinde Eventhal - Moritzfelde übte August Bettermann mehrere Jahre die ehrenamtliche Aufgabe des Gemeindevorstehers aus.
Nach 1946 lebten die Eheleute bei ihren Söhnen in Stuttgart-Sonnenberg. Dort starb August Bettermann am 10.02.1972. Seine Ehefrau starb am 11.11.1975.

Haus Nr. 118 - Familie Bettermann

Haus Nr. 9  (Nr. 119):

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1911                =         Hoffmann, Wilhelm - Häusler
1925               =         Föhlinger, August - Arbeiter
1938               =         Föhlinger, August - Hausbesitzer

Dieses Haus gehörte August Föhlinger, verheiratet mit Gertrud Schubert. Das Ehepaar hatte drei Töchter:

  1. Helene Föhlinger, verh. Jänisch                    (verst. 1997 in Marl)
  2. Erna Föhlinger, verh. Vette                           (1925 - 2000 in Satzvey)
  3. Elsbeth Föhlinger, verh. Christ


Nach 1946 lebte August Föhlinger mit seiner Ehefrau in Mechernich-Satzvey. Dort verstarb er am 25.03.1975. Seine Ehefrau folgte ihm am 03.08.1990.

Haus Nr. 10  (Nr. 120):

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1911               =         Hänke, Heinrich - Stellenbesitzer und Gemeindevorsteher
1925              =         Hänke, Heinrich - Hausbesitzer
1938              =         Münch, Otto - Friseur

Besitzer dieses Hauses war Heinrich Hänke. Er übte etliche Jahre in Eventhal das verantwortungsvolle Amt des Gemeindevorstehers aus. Soweit bekannt, hatte er mit seiner Ehefrau zwei Töchter:

  1. Klara Hänke, sie heiratete den Schlossgärtner Fritz Janofske (s. Gutsbezirk Pfaffendorf - Schlossgärtnerei)
  2. Auguste Hänke, sie vermählte sich mit dem Friseur Otto Münch, der im Elternhaus seiner Ehefrau einen Friseurladen führte.


Nach 1946 lebte das Ehepaar Münch in Alchen, Kreis Siegen. Dort starb Otto Münch im Juli 1951, seine Ehefrau am 28.03.1954.

Haus Nr. 120 - Familie Münch.

Haus Nr. 11  (Nr. 121):

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1911                =         Ulber, Heinrich - Zimmermann
1925               =         Ulber, Heinrich - Hausbesitzer
1938               =         Ulber, Richard - Hausbesitzer

Besitzer dieses Hauses war Richard Ulber, verheiratet mit Anna Friebe aus Petzelsdorf. Ihr Bruder Wilhelm Friebe wohnte mit seiner Familie in Haselbach (s. dort Haus Nr. 90).
Nach 1946 lebten die Eheleute in Hohenhameln. Sie hatten einen Sohn.

Haus Nr. 12  (Nr. 122):

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1911                =        Wehner, Hermann - Fabrikarbeiter
1925               =        Wehner, Hermann - Straßenarbeiter
1938               =        Wehner, Hermann - Hausbesitzer

Besitzer dieses Hauses war Hermann Wehner. Er hatte mehrere Kinder, folgende sind namentlich bekannt:

  1. Hermann Wehner                       (1898 - 1969 in Bottenbach)

       Er heiratete Hedwig Renner aus Reußendorf (s. dort Haus Nr. 86).
    2. Richard Wehner wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.
    3. Anna Wehner                               (1900 - 1979 in Alchen)
        Sie hatte 2 Söhne: Günther und Manfred.
    4. Alfred Wehner
   
5. Selma Wehner
       
 Sie heiratete Gustav Berg aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 125 und 127).
    6. Ida Wehner

Hermann Wehner starb im Februar 1948 in Hilchenbach.

Haus Nr. 13  (Nr. 123)  - Gasthof "Zur Linde":

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1911              =       Leder, Hermann - Gastwirt
1925             =       Leder, Hermann - Gasthofbesitzer; Frank, Wilhelm - Gastwirt
1938             =       Leder, Marta - Gasthofbesitzerin; Kretschmer, Karl - Gastwirt;
                              Drescher, Hermann - Schlosser; Jäger, Helene - Friseuse;
                              Krause, August - Kropper

Der Gasthof "Zur Linde" wurde von Hermann Leder ca. 1900 errichtet. Mit seiner Ehefrau Martha hatte er mehrere Kinder, u. a. Emma Leder, verh. Parodat. Sie lebte nach 1946 in Hannover. Bis zur Vertreibung blieb der Gasthof auch im Besitz der Familie Leder. Nach dem Tod des Hermann Leder wurde der Gasthof zunächst an Wilhelm Frank verpachtet, dessen Ehefrau eine geborene Bettermann war. Neben seiner Tätigkeit in der Gastwirtschaft übte Wilhelm Frank zudem den Beruf des Briefträgers aus, ebenso wie später auch mein Onkel Karl Kretschmer.

Wilhelm Franks Nachfolger wurde in der Zeit von 1928 - 1929 der verwitwete Julius Drescher aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 56). Seine Tochter Emma, später verh. Schremmer, unterstützte den Vater manchmal.

Nach Julius Dreschers Tod pachtete mein Onkel Karl Kretschmer den Gasthof. Er hatte am 27.04.1921 Gertrud Rummler, Tochter der Gerichtskretschambesitzerin Pauline Rummler aus Haselbach geheiratet (s. dort Haus Nr. 41). Aus dieser Verbindung stammen zwei Söhne:

  1. Rudi Kretschmer                        (1931 - 2001 in Velmede)

       Er heiratete 1954 Ruth Fischer, Enkeltochter des Gustav Neumann aus Haselbach (s. dort Haus
       Nr. 108). Ihre Mutter war die Pflegetochter der Eheleute Karl und Klara Drescher in Haselbach
       (s. dort Haus Nr. 92).
    2. Jochen Kretschmer                    (1936 - 2014 in Bonn)
        Er lebte mit seiner Familie im Rheinland.

Neben seiner Tätigkeit als Gastwirt übte Karl Kretschmer in Pfaffendorf auch den anstrengenden Beruf als Briefträger aus. Sein Bruder Adolf Kretschmer wohnte mit seiner Ehefrau in Haselbach
(s. dort Haus Nr. 76).

Nach 1946 lebte die Familie Kretschmer im Sauerland. Gertrud Kretschmer starb am 14.01.1968 in Velmede bei Meschede. Ihr Ehemann Karl folgte ihr am 19.12.1970.

Mieter im Gasthof "Zur Linde" waren:

  1. August Krause

       1925 wohnte er noch als Mieter im Hotel "Graf Moltke". Sein Bruder Hermann war mit Margot
       Lehmer aus Haselbach verheiratet (s. dort Haus Nr. 15).
    2. Hermann Drescher                  (1906 - 1996 in Mainz)
        Hermann Drescher war auch ein Spross der großen Drescher-Familie aus Haselbach (s. dort
        Haus Nr. 111). Dort wurde er am 10.01.1906 geboren, als Sohn des Friedrich Drescher. Er
        heiratete Lina Schneider, Tochter des Oberwerkmeisters Heinrich Schneider aus Pfaffendorf.
        Hermann Drescher hatte den Schlosserberuf erlernt. Nach der Geburt des 1. Kindes verstarb
        Lina Drescher. In 2. Ehe war Hermann mit Hedwig Fickert verheiratet. Sie war die Tochter des
        Schmiedemeisters Johann Fickert aus Albendorf. Nach 1938 kaufte Hermann Drescher in
        Pfaffendorf das Haus Nr. 111. Hermann Drescher hatte 2 Kinder:
        2.1  Martin Drescher
       
2.2 Dorchen Drescher, verh. Tittler
       
Hermann Dreschers Halbschwester Ida wohnte mit ihrer Familie ebenfalls in Pfaffendorf. Sie
        war die Adoptivtochter des Bäckereibesitzers Gustav Drescher und mit dem Bäckermeister
        Richard Heinze verheiratet (s. Haus Nr. 81).
     3. Richard Drescher
         
Ebenso wie sein Bruder Hermann lebte auch der Maurer Richard Drescher vorübergehend mit
         seiner Ehefrau Berta Lorenz als Mieter im Haus.
      4. Helene Jäger
         
Helene Jäger war Friseuse und wurde von den Söhnen der Eheleute Kretschmer Rudi und
          Jochen, liebevoll "Tante Lenchen" genannt. 

Der Gasthof "Zur Linde" (Aufnahme. ca. 1938)

Der Gasthof "Zur Linde" (Aufnahme: 1964)

Das Gastwirtsehepaar Karl und Gertrud Kretschmer mit Mutter bzw. Schwiegermutter, der Kretschambesitzerin Pauline Rummler aus Haselbach (Aufnahme: ca. 1930)

Jochen Kretschmer
 (im Hintergrund Eventhaler Häuser)

Mieterin Helene Jäger

Haus Nr. 14  (Nr. 124):

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1911                 =           Lösche, Wilhelm - Holzarbeiter
1925                =           Lösche, Anna - Landwirtin
1938                =           Lösche, Anna - Hausbesitzerin

Hausbesitzer waren die Eheleute Wilhelm und Anna Lösche, geb. Hallmann. Wilhelm Lösche wird seit dem 1. Weltkrieg vermisst. Die Eheleute hatten 3 Kinder:

  1. Fritz Lösche wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.
  2. Martha Lösche, verh. Klenner

       Nach der Eheschließung lebte sie in Waldenburg, später in Görlitz. Dort starb sie am 12.11.1958.
    3. Willi Lösche starb noch in Pfaffendorf.

Anna Lösche, geb. Hallmann, starb am 11.04.1960 in Kissenbrück.

Als Mieterin
wohnte nach 1938 in diesem Haus auch Lina Feifar, geb. Hoffmann (s. Haus Nr. 111).

Haus Nr. 15  (Nr. 125):

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1911              =        Demuth, August - Maurer
1925             =        Demuth, August - Landwirt
1938             =        Böhm, Richard - Bergmann; Wehner, Alfred - Packer

Nach 1938 gehörte dieses Haus Pauline Jäkel.

Der Bergmann Richard Böhm ist während des 2. Weltkrieges gefallen.
Alfred Wehner wohnte nach dem Krieg in Bayreuth und starb dort am 28.12.1992.

Haus Nr. 126  (Die Eventhaler Schule):

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1911               =         Becker, Richard - Lehrer
1925              =         Becker, Richard - Lehrer
1938              =         Stark, Helmut - Lehrer 

Im Jahr 1927 wurde Helmut Stark Nachfolger von Richard Becker. Nach dem Tod seiner 1. Ehefrau heiratete Helmut Stark in 2. Ehe Elisabeth Tresser. Aus dieser Verbindung stammen 3 Kinder:    

  1. Christa Stark                             (aus der 1. Ehe)
  2. Wolfgang Stark                        (1928 - 1992 in Leuna, Kreis Merseburg)
  3. Barbara Stark, verh. Friedl
  4. Marianne Stark


Nach 1946 wohnte die Familie Stark in Weißenfels an der Saale. Helmut Stark verstarb dort am 02.02.1970.

Die frühere Eventhaler Schule (Aufnahme: 1990)

Familie Stark - v. r. n. l.: Helmut Stark, Elisabeth Stark, Barbara Stark, 
Wolfgang Stark, Christa Stark, in der Bildmitte vorne: Marianne Stark.

Haus Nr. 16  (Nr. 127):

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1911            =         Bachmann, Gustav - Stellenbesitzer
1925           =         Bachmann, Gustav - Landwirt
1938           =         Bachmann, Albert - Landwirt; Bachmann, Gustav - Rentner

Die Landwirtschaft gehörte Gustav Bachmann. Er verstarb Ende der 1940er, Anfang der 1950er Jahre. Die Eheleute hatten drei Kinder:

  1. Klara Bachmann, verw. Krause, verh.

       Nach der Eheschließung lebte sie in Schreibendorf. Am 11.03.1975 starb sie in Lünen.
    2. Berta Bachmann, verh. Krause
     
  Sie wohnte nach der Eheschließung in Hartau städt.
     3. Albert Bachmann
         
Er heiratete Frieda Hampel aus Schreibendorf und übernahm den landwirtschaftlichen
         Betrieb noch vor der Vertreibung. Mit seiner Ehefrau hatte er zwei Söhne.
         3.1  Helmut Bachmann
         3.2  Willi Bachmann wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.

         Nach 1946 lebte das Ehepaar Bachmann in Freudenberg im Siegerland. Dort starb Frieda
         Bachmann am 31.10.1970. Ihr Ehemann folgte ihr am 21.08.1974.

Haus Nr. 127 - Familie Bachmann (aufnahme: 1990)

Haus Nr. 17  (Nr. 128):

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1911             =         Walter, Ferdinand - Schindelmacher
1925            =         Walter, Ferdinand - Schindelmacher
1938            =         Walter, Ferdinand - Forstarbeiter

In diesem Haus wohnte der Forstarbeiter Ferdinand Walter mit seiner Ehefrau Elfriede, geb. Bergmann, aus Fellhammer, Kreis Waldenburg und den beiden Kindern Erwin und Brigitte. Ebenso wie Ernst Prox im Haus Nr. 38 war auch er früher als Schindelmacher tätig.
Ferdinand Walter hatte ca. 12 Geschwister, u. a.

  1. Meta Walter, sie lebte in Berlin
  2. Willi Walter, er starb am 28.12.1981 in Zittau.
  3. Martha Walter     (1895 - 1982 in Gronau)
  4. Ella Walter
  5. Fritz Walter
  6. Dieter Walter


Die Familie Walter fand nach 1946 in Zittau eine neue Heimat. Elfriede Walter verstarb hier bereits am 16.06.1950.

Haus Nr. 18  (Nr. 129):

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1911             =       Krebs, Oswald - Handelsgärtner
1925            =       Krebs, Oswald - Hausbesitzer
1938            =       Krebs, Berta - Hausbesitzerin

Nach Oswald Krebs war seine Tochter Berta Krebs Besitzerin dieses Hauses. Sie starb am 25.12.1964 in Fürth/Bayern. Ihre Tochter Ilse, verh. Neujahr, lebt ebenfalls in Fürth.
Berta Krebs Schwester Martha, verh. Fichtner, wohnte in Moritzfelde, Haus Nr. 137.

Haus Nr. 19  (Nr. 130):

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1911            =       Kluge, Ernst - Häusler
1925           =       Kluge, Paul - Arbeiter
1938           =       Kluge, Paul - Hausbesitzer

Nach dem Tod seines Vaters Ernst wurde Paul Kluge Eigentümer dieses Hauses. Er war 2-mal verheiratet:
1. Ehefrau:  Martha Liebig aus Schmiedeberg
       Aus dieser Verbindung stammen 2 Söhne:
       1.1  Herbert Kluge wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.
       1.2  Gerhard Kluge
2. Ehefrau:  Klara Hartmann
       
Aus dieser Verbindung stammen 7 Kinder:
       2.1  Heinz Kluge
             Er heiratete Erna Friebe, Tochter des Bahnarbeiters Alfred Friebe (s. Haus Nr. 67 und 70).
             Nach 1946 lebten die Eheleute Heinz und Erna Kluge in Silberhausen. Dort starb Heinz
             Kluge am 05.09.1982, seine Ehefrau im Februar 2006.
       2.2 Gerda Kluge, verh. Sacharczuck
   
   2.3 Helmut Kluge
   
    2.4 Hans Werner Kluge
       2.5 Erwin Kluge
       2.6 Alfred Kluge
       
2.7 Erich Kluge

Paul und Klara Kluge lebten nach 1946 in Zittau. Dort starb Paul Kluge im Jahr 1960, seine Ehefrau im März 1982.

Haus Nr. 20  (Nr. 131):

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1938           =       Hübner, Hermann

Dieses Haus gehörte Hermann Hübner, Sohn des Gutsbesitzers Heinrich Hübner (Wiesen-Hübner - s. Haus Nr. 31 b). Mit seiner Ehefrau Frieda Simon hatte er 2 Töchter. Als Bergmann war Hermann Hübner auf der Bergfreiheitsgrube in Schmiedeberg tätig. Dort verunglückte er im Jahr 1938 tödlich. Seine Ehefrau heiratete 1945 einen Belgier und ist mit ihrem 2. Ehemann nach der Eheschließung nach Belgien verzogen. Dort verstarb sie auch.

 

Haus Nr. 131 - Familie Hübner (Aufnahme: 1990)

Haus Nr. 21  (Nr. 132):

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1911            =        Scharf, Robert - Schmiedemeister
1925           =        Riediger, Karl - Hausbesitzer
1938           =        Liebig, Wilhelm - Postschaffner

Der Postschaffner Wilhelm Liebig (geb. 1873) war in Pfaffendorf als Briefträger tätig. Später teilte er sich diese Aufgabe mit Karl Kretschmer. Verheiratet war Wilhelm Liebig mit Anna Jentsch (geb. 1878). Soweit bekannt, stammen aus dieser Verbindung 6 Kinder:

  1. Erich Liebig       (1907 - 1972)
  2. Richard Liebig
  3. Helene Liebig, verh. Wenzel
  4. Marta Liebig, verh. Friebe, sie wohnte 1955 mit ihrer Familie noch in Rothenbach in Schlesien.
  5. Margarete Liebig, verh. Busch
  6. 1 weiterer Sohn, der 1955 bereits verstorben ist.


Die Eheleute Liebig lebten nach 1946 in Linz, Kreis Großenhain in Sachsen. Dort wohnte auch ihre Tochter Helene, verh. Wenzel. Anna Liebig starb am 02.10.1955. Wilhelm Liebig kam über diesen Verlust nicht hinweg. Nur 24 Tage später, am 26.20.1955, starb auch er.

Haus Nr. 22  (Nr. 133):

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1911           =        Hartmann, Eduard - Fabrikarbeiter
1925          =        Hartmann, Eduard - Arbeiter
1938          =        Hartmann, Bernhard - Hausbesitzer

Bernhard Hartmann lebte nach 1946 mit seiner Familie in Kolkwitz, Kreis Cottbus (Niederlausitz). Es besteht keine Verwandtschaft zwischen den Häusern 133 und 134.

Haus Nr. 23  (Nr. 134):

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1911           =       Hartmann, August - Berginvalide
1925          =       Hartmann, August - Landwirt
1938          =       Hartmann, Anna - Hausbesitzerin

Dieses Haus gehörte August Hartmann. Er war 2-mal verheiratet:
Aus der 1. Ehe stammen 3 Söhne, Paul, Fritz und Gustav. Paul und Fritz lebten in Rothenbach. Gustav ist während des 1. Weltkrieges gefallen.
In 2. Ehe war August Hartmann mit Anna Krause aus dem Sudetenland verheiratet. August Krause verstarb 1932 in Pfaffendorf. Die Eheleute hatte 5 Kinder:

  1. Ernst Hartmann wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.
  2. Helmut Hartmann ist im 2. Weltkrieg gefallen
  3. Liesbeth Hartmann ist 1946 in Landeshut verstorben.
  4. Gustav Hartmann
  5. Charlotte Hartmann, verh. Volkmer


Nach 1946 lebte Anna Hartmann mit ihren Kindern im Siegerland. Am 18.01.1978 starb sie in Kreuztal-Eichen.

Haus Nr. 24  (Nr. 135):

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1911             =          Schneider, Heinrich - Webmeister
1925            =          Schneider, Heinrich - Webmeister
1938            =          Schneider, Heinrich - Hausbesitzer

Hausbesitzer war Heinrich Schneider. Mit seiner Ehefrau Berta Beer, Tochter des Großgärtners Ernst Beer (s. Haus Nr. 65), hatte er 2 oder Töchter und zwei Söhne:

  1. Alfred Schneider wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst.
  2. Reinhard Schneider, er wohnte später im Haus Nr. 136. Er ist während des 2. Weltkrieges gefallen.
  3. Klara Schneider, sie heiratete Fritz Pichol aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 43).


Heinrich Schneider starb Ende der 1940er, Anfang der 1950er Jahre. Berta Schneider lebte nach 1946 in Kissenbrück.

Die folgenden genannten Häuser gehören zum Ortsteil Moritzfelde:

(in Klammern - Hausnummern ab 1943)

Haus Nr. 1  (Nr. 136):

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1911            =         Lösche, August - Dominialarbeiter
1925           =         Jentsch, Hermann - Arbeiter
1938           =         Schneider, Reinhard - Tischler

Der Tischler Reinhard Schneider, Sohn des Heinrich Schneider (s. Haus Nr. 135), ist während des 2. Weltkrieges gefallen.

Haus Nr. 2  (Nr. 137):

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1911           =        Kambach, Friedrich - Fabrikarbeiter
1925          =        Kambach, Friedrich - Hausbesitzer
1938          =        Fichtner, Artur - Arbeiter

Dieses Haus gehörte bis zur Vertreibung Frau Anna Hoffmann, die in Landeshut wohnte. Es handelte sich um die verheiratete Tochter des Friedrich Kambach. Vermietet war das Haus an Artur Fichtner, der aus Schmiedeberg stammte. Er war mit Martha Krebs verheiratet, Tochter des Oswald Krebs (s. Haus Nr. 129). Aus dieser Verbindung stammen 10 Kinder (1 Junge und 2 Mädchen sind sehr früh verstorben):

  1. Hildegard Fichtner, verh. Lenzi       (bereits verstorben)
  2. Erhard Fichtner, er starb am 01.07.1952 im Alter von 18 Jahren in Alchen.
  3. Günter Fichtner                                 (bereits verstorben)
  4. Gertrud Fichtner, verh. Nalik
  5. Christa Fichtner, verh. Heller
  6. Dorothea Fichtner, verh. Burbach
  7. Horst Fichtner                                     (bereits verstorben


Artur Fichtner ist während des 2. Weltkrieges gefallen. Seine Familie fand nach 1946 in Alchen, Kreis Siegen, eine neue Heimat. Ehefrau Martha starb am 26.04.1982 in Freudenberg, Kreis Siegen.

Haus Nr. 137 - Wohnhaus der Familie Fichtner.

Haus Nr. 3  (Nr. 138):

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1911             =         Scholz, Hermann - Weber
1925            =         Elsner, Wilhelm - Hilfsweichensteller
1938            =         Badermann, Albert - Arbeiter

Besitzer dieses Haus war ursprünglich Paul Riediger (s. Haus Nr. 141). Vermietet war es u. a. an Hermann Scholz bzw. Wilhelm Elsner. Mitte 1920 verkaufte Paul Riediger dieses Haus an Albert Badermann, Sohn des Gustav Badermann (s. Haus Nr. 145). Dieser war 2-mal verheiratet.
Aus der 1. Ehe stammt: Sohn Erich Badermann.

Nach dem Tod seiner 1. Ehefrau heiratete er Emma Alt aus Schreibendorf. Aus dieser Verbindung gingen zwei Kinder hervor:

  1. Herbert Badermann
  2. Helene Badermann, verh. Jung


Emma Badermanns Schwester Anna lebte in Reußendorf. Mit ihrem Ehemann Eduard Kretschmer führte sie dort das Gasthaus zur Esche (s. dort Oberhof).

Nach 1946 hatte das Ehepaar Badermann in Kreuztal-Buschhütten eine neue Heimat gefunden. Albert Badermann starb dort am 18.02.1980, seine Ehefrau Emma am 06.06.1982.

Haus Nr. 4  (Nr. 139):

Created with Sketch.

1911              =        Franz, Berthold - Fabrikarbeiter
1925             =        Hartmann, Wilhelmine - Hausbesitzerin
1938             =        Jansa, Wilhelmine - Hausbesitzerin

Dieses Haus gehörte Willi und Wilhelmine Jansa, geb. Hartmann. Da ihr Ehemann gebürtiger Tscheche war, durfte Frau Jansa erst im Jahr 1957 Schlesien verlassen. Gleich nach ihrer Ankunft starb ihr einziger Sohn Willy im Alter von 42 Jahren in Aschaffenburg. Frau Jansa lebte nach ihrer Übersiedlung in Sulingen. Am 06.01.1984 verstarb sie in Sulingen.
Ihre Tochter Rosel hatte 1941 Günter Otto geheiratet und lebte nach 1946 in Mahlow bei Zossen, in der Nähe Berlins.

Haus Nr. 5  (Nr. 140):

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1911             =        Winkler, Paul - Nachtwächter
1925            =        Badermann, Albert - Bergmann; Winkler, Paul - Nachtwachtbeamter
1938            =        Winkler, Paul - Hausbesitzer; Badermann, Karl - Weber

Dieses Haus gehörte ursprünglich Paul Winkler. Er war in Pfaffendorf lange Zeit als Nacht-wächter fest angestellt. Zu seinen Utensilien gehörten Spieß, Kuhhorn, Laterne und Pfeife sowie im Winter Pelz und Mütze. Begleitet wurde er von seinem treuen Hund. Die Zeitstunden wurden auf einer Pfeife bekundet. Um Mitternacht ertönte sein Spruch: "Ihr lieben Leute, lasst`s euch sagen, die Uhr hat eben 12 geschlagen, bewahrt das Feuer und das Licht, dass nie ein Unglück euch betrifft".

Nachfolgender Besitzer des Hauses wurde Karl Badermann, Sohn des Gustav Badermann
(s. Haus Nr. 145). Mit seiner Ehefrau Hedwig Pohl aus Dittersbach städt. hatte er 6 Kinder:

  1. Rudolf Badermann
  2. Ursula Badermann, verh. Jakobsen
  3. Werner Badermann
  4. Willi Badermann
  5. Angela Badermann, verh. Meier
  6. Hannelore Badermann, verh. Kaiser 


Nach 1946 lebte das Ehepaar Badermann in Mölln.

Paul Winkler mit Hund vor seinem Haus Nr. 140

Haus Nr. 6  (Nr. 141):

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1911             =        Riediger, Karl - Häusler
1925            =        Riediger, Paul - Bahnarbeiter
1938            =        Riediger, Paul - Landwirt

Paul Riediger übernahm die Landwirtschaft von seinem Vater Karl Riediger. Soweit bekannt, hatte Paul Riediger mit seiner Ehefrau Martha Wähner, Tochter des Hausbesitzers Ferdinand Wähner (s. Haus Nr. 82), drei Kinder:

  1. Elisabeth Riediger, verh. König

       Sie lebt seit 1946 mit ihrer Familie in Leutewitz, Kreis Riesa in Sachsen.
    2. Kurt Riediger
        Er wohnt heute in Arnsberg. Seine Ehefrau Anneliese, geb. Becker, verstarb am 18.05.1991.
    3. Else Riediger
       
Sie heiratete Fritz Menzel, Sohn des Hermann Menzel (s. Haus Nr. 117). Nach 1946 lebte die
        Familie in Kreuztal im Siegerland.

Paul Riediger wohnte nach dem Krieg in Buschhütten-Liesewald. Dort starb er am 08.12.1965.


Haus Nr. 7  (Nr. 142):

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1911           =       Gelke, Karl - Berginvalide
1925          =       Gelke, Ernestine - Hausbesitzerin
1938          =       Gelke, Ernestine - Hausbesitzerin; Friese, Marta - Fabrikarbeiterin;
                           Nitschke, Gerhard - Heizer

Hausbesitzer waren die Eheleute Karl und Ernestine Gelke, geb. Badermann. Ernestine Gelkes Bruder Gustav Badermann lebte mit seiner Familie im Haus Nr. 145.
Karl und Ernestine Gelke hatten 9 Kinder:

  1. Berta Gelke

       Sie heiratete Gerhard Nitschke. Aus dieser Verbindung stammen 6 Kinder:
       1.1  Helga Nitschke, verh. Peschke
       1.2  Anni Nitschke, verh. Siebel  (verst. 1983)
       1.3  Irmgard Nitschke, verh. Neubert
       1.4  Manfred Nitschke                (verst. 1994)
       1.5  Käthe Nitschke, verh. Schwabe
       1.6  Dieter Nitschke
   
 2. Marta Gelke, verh. Friese in Neu-Weißbach
    3. Frieda Gelke, sie blieb unverheiratet.
    4. Klara Gelke, verh. Seidel. Sie wohnte in Rothenbach.
    5. Anna Gelke, verh. Richter
        Sie starb bereits in jungen Jahren. Während ihrer Ehe wurden 2 Jungen geboren, Hermann und
        Erich.
    6. Ida Gelke
        Sie heiratete den Bergmann Gerhard Künzel, Sohn des Hausbesitzers August Künzel aus
        Haselbach (s. dort Haus Nr. 26).
     7. Karl Gelke, wohnte in der Nähe von Rothenbach.
     8. u. 9.  Heinrich Gelke und ein weiterer Bruder, beide im 1. Weltkrieg gefallen.

Haus Nr. 8  (Nr. 143):

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1911            =         Jentsch, Ferdinand - Fabrikarbeiter
1925           =         Jentsch, Ferdinand - Hausbesitzer
1938           =         Jentsch, Hermann - Hausbesitzer

Dieses Haus gehörte zunächst Ferdinand Jentsch. Später übernahm es sein Sohn Hermann, der mit Frieda Schramm verheiratet war. Aus dieser Ehe stammen 2 Töchter:

  1. Erna Jentsch

       Sie vermählte sich mit Richard Beier, Sohn der Eheleute Gustav Beier und Emma Drescher aus
       Haselbach (s. dort Haus Nr. 84 und 89). Seit 1946 lebte sie mit ihrer Familie in Neunkirchen.
       Richard Beier, Reinhold Smarsly (s. Haus Nr. 45) und Martin Pohl (s. Haus Nr. 79) bildeten ein
       Musktrio, das oft und gerne die Zuhörer mit flotter Musik erfreute. Meistens spielten sie im
       Gerichtskretscham in Haselbach, aber auch in der Brauerei in Pfaffendorf.
    2. Martha Jentsch, verh. Müller
        Sie wohnte nach 1946 mit ihrer Familie in Willebadessen. Dort verstarb sie am 19.05.1991.

Hermann Jentsch lebte nach 1946 mit seiner Ehefrau in Neunkirchen. Frieda Jentsch starb hier am 11.03.1969. Ihr Ehemann folgte ihr am 06.11.1977.

Haus Nr. 9  (Nr. 144):

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1911               =          Behnisch, Gottlieb - Schuhmacher
1925              =          Behnisch, Gottlieb - Schuhmachermeister
1938              =          Opitz, Gustav - Hausbesitzer

Zwischen 1911 und 1925 hatte der Schuhmachermeister Gottlieb Behnisch in diesem Haus seine Werkstatt. Mit seiner Ehefrau hatte er, soweit bekannt 1 Tochter. Irmgard Behnisch zog später nach Schreibendorf.

Gustav Opitz erwarb nun dieses Haus. Seine Mutter war die 2. Ehefrau des Gutsbesitzers Heinrich Hübner (s. Haus Nr. 26). Gustav Opitz war 2-mal verheiratet:
1. Ehefrau:  geb. Lehmer aus Haselbach
       Aus dieser Verbindung stammen 3 Söhne: Erwin, Helmut und Herbert
2. Ehefrau:  Meta, geb. Leder, Tochter des Gerichtskretschambesitzers Otto Leder (s. Hasu Nr. 40).
        Aus dieser Verbindung gingen 2 Töchter hervor: Brigitte, verh. Löbbert und Waltraud.

Nach dem Krieg lebte die Familie in Altenberge bei Münster. Dort starb Gustav Opitz am 18.02.1956. Seine Ehefrau Meta folgte ihm am 23.08.1967.

Haus Nr. 10  (Nr. 145):

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1911              =          Badermann, Gustav - Domin.-Arbeiter; Badermann, Pauline - Botenfrau
1925             =          Badermann, Hermann - Hausbesitzer
1938             =          Badermann, Hermann - Hausbesitzer

Dies ist das Stammhaus der Familie Badermann. Gustav Badermann arbeitete in der Brauerei und lieferte das Bier aus. Seine Schwestern waren Pauline Badermann und Ernestine, verh. Gelke
(s. Haus Nr. 142). Mit seiner Ehefrau Bertha Weist aus Neu-Weißbach hatte Gustav Badermann 

7 Kinder:

  1. Hermann Badermann

       Er wurde nach dem Tod des Vaters Hausbesitzer. Verheiratet war er 2-mal:
       1. Ehefrau:  Alwine geb.   ?
                         
   Ihre Schwester war die Ehefrau von Friedrich Pohl, dem Pächter der Brauerei.
       2. Ehefrau:  Emma Schremmer aus Gaablau.
                Aus dieser Verbindung stammen:
                2.1  Marianne Badermann, sie lebte nach 1946 in Thüringen.
                2.2  Ernst Badermann, er lebte in Gera.

        Die Mutter seiner ältesten Tochter Martha, verh. Henkel war eine geb. Brückner aus
        Nimmersath.
     2. Albert Badermann               (1891 - 1980)
         Nach dem Tod seiner 1. Ehefrau vermählte er sich mit Emma Alt aus Schreibendorf. Die
         Eheleute wohnten zunächst im Haus Nr. 140, später erwarben sie das Haus Nr. 138.
      3. Karl Badermann
         
Karl heiratete Hedwig Pohl aus Dittersbach städt. und wohnte nach dem Auszug seines
          Bruders Albert im Haus Nr. 140, dessen Besitzer er im Zeitpunkt der Vertreibung war.
       4. Anna Badermann
           
Sie heiratete Heinrich Kühn, Sohn des Bauerngutsbesitzers Heinrich Kühn (s. Haus Nr. 21
           und 48).
        5. Martha Badermann
           
Sie vermählte sich mit Willi Eckert aus Haselbach. Er ist während des Krieges gefallen.
        6. u. 7.  Wilhelm und Heinrich Badermann
                   
  Sie sind gefallen bzw. werden seit dem 2. Weltkrieg vermisst.

Haus Nr. 11  (Nr. 146):

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1911               =         Wehner, Ernst - Zimmermann
1925              =         Gottschlich, Josef - Hausbesitzer
1938              =         Lehmgrübner, Julius - Rentner

Julius Lehmgrübner war mit Bertha Pohl, einer Tochter des Kleingärtners Heinrich Pohl verheiratet (s. Haus Nr. 29). Die Eheleute verstarben noch in Pfaffendorf. Julius Lehmgrübner war allen Pfaffendorfern bekannt, weil er mit seinem Leierkastenwagen bei Dorffesten, z. B. Kirmes auftrat. Das Ehepaar hatte zwei Töchter, Emma und Ida.

Später erwarb Albert Hoffmann (s. Haus Nr. 150) dieses Haus für seine verheiratete Tochter Anna Breiter.

Haus Nr. 12  (Nr. 147):

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1925              =         Schramm, August - Waldarbeiter
1938              =         Schramm, August - Hausbesitzer

Hausbesitzer August Schramm war mit Marta Helfer verheiratet. Aus dieser Verbindung stammen 2 Kinder, Tochter Friedel und Sohn Willi.
Auch die Familie Schramm lebte nach 1946 im Siegerland. August Schramm starb am 01.01.1966 in Kreuztal-Buschhütten. Sein Sohn Willi wurde nur 57 Jahre alt. Er starb am 04.11.1983.

Haus Nr. 13  (Nr. 148):

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1911                =             Schramm, August - Holzarbeiter
1925               =             Schramm, August - Landwirt
1938               =             Elsner, Oskar - Hausbesitzer

Dieses Haus gehörte Oskar Elsner. Er wurde zum Volkssturm einberufen und gilt seit dieser Zeit als vermisst. Soweit bekannt, hatte das Ehepaar Elsner 3 Kinder:

  1. Grete Elsner
  2. Helmut Elsner
  3. 1 weiterer Sohn, der gefallen ist.

Haus Nr. 15  (Nr. 149):

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1911               =        Rose, Wilhelm - Fuhrwerksbesitzer
1925              =        Rose, Wilhelm - Landwirt
1938              =        Rose, Wilhelm - Landwirt

Dem Landwirt Wilhelm Rose gehörte dieses Anwesen. Mit seiner Ehefrau hatte er zwei Kinder:

  1. Wilhelm Rose

       Er heiratete Berta Vielhauer, Tochter des Großgärtners Heinrich Vielhauer aus Haselbach
        (s. dort Haus Nr. 25).
     2. Ernst Rose
         
Er wird seit dem 2. Weltkrieg vermisst. Verheiratet war er mit Frieda Simon aus Schreibendorf.
         Alfred, der einzige Sohn der Eheleute, ist während des 2. Weltkrieges gefallen.
         Frieda Rose lebte nach 1946 in Riesa/Sachsen.

Wilhelm Rose sen. und seine Ehefrau verstarben kurz nach der Vertreibung.

Haus Nr. 16  (Nr. 150):

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1911               =     Hoffmann, Emilie - Stellenbesitzerin
1925              =     Hoffmann, Albert - Landwirt   
1938              =      Hoffmann, Albert - Bauer

Diese Landwirtschaft war seit jahrzehnten im Besitz der Familie Hoffmann. Emilie Hoffmann war
2-mal verheiratet:
1. Ehemann:  Hoffmann, er starb bereits im Alter von ca. 38 Jahren.
       Aus dieser Verbindung stammen 2 Kinder:
       1.  Albert Hoffmann
           
Mit seiner Ehefrau Marta Rose aus Dittersbach städt. hatte er 5 Kinder, zwei Söhne sind
            während des Krieges gefallen:
            1.1  Irmgard Hoffmann, verh. Haake            (1928 - 2001 in Liebenburg)
            1.2  Käthe Hoffmann, verh. Oberthin
             1.3  Anna Hoffmann
                   
Sie heiratete 1938 Erich Breiter aus Rothenzechau.
             1.4 Lene Hoffmann, verh. Schramm
   
     2. Gertrud Hoffmann
             
Sie heiratete Richard Bürgel aus Dittersbach städt. und lebte mit ihm und den beiden
             Töchtern Gerda und Christa in Haselbach (s. dort Haus Nr. 120), und zwar gemeinsam mit
              ihrer Mutter Emilie und deren 2. Ehemann Wilhelm Krause.
2. Ehemann:  Wilhelm Krause aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 120).
        Diese Ehe war kinderlos. Das Ehepaar Krause verstarb noch in Haselbach, Emilie Krause 1937
        und ihr Ehemann Wilhelm 1940.
       
         

Haus Nr. 18  (Nr. 151): 

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1911                 =        Thurm, August - Handelsmann; Thurm, Gustav - Fabrikarbeiter
1925                =        Thurm, Gustav - Landwirt
1938                =        Thurm, Gustav - Landwirt; Thurm, Karl - Arbeiter

Besitzer dieser Landwirtschaft war August Thurm. Er war zugleich auch Pferdehändler. Soweit bekannt, hatte er mit seiner Ehefrau 3 Kinder:

  1. Ida Thurm  

       Sie heiratete Heinrich Lehmer aus Haselbach (s. dort Haus Nr. 15).
    2. Karl Thurm
       
Er arbeitete in der Porzellanfabrik in Haselbach. Aus der Ehe mit seiner Frau Agnes stammt
        Sohn Erwin. Vorübergehend lebte er mit seiner Familie in Haselbach, und zwar im Haus
        Nr. 80. Nach 1938 erwarb er in Pfaffendorf das Haus Nr. 66. Karl Thurm starb am 29.05.1958 in
        Emtmannsberg bei Bayreuth.
     3. Gustav Thurm
         
Gustav übernahm den elterlichen Hof. Seine Ehefrau, geb. Kappler, aus Reußendorf starb ein
         Jahr nach der Geburt ihres jüngsten Kindes. Das Ehepaar hatte 5 Kinder:
         3.1  Margarete Thurm, sie war unverheiratet.
         3.2  Else Thurm, verh. Hein
         
3.3  Charlotte Thurm, sie ist während der Bombennächte in Berlin gestorben.
         3.4  Hildegard Thurm, verh. Liebrich
       
  3.5  Günter Thurm, er wohnt mit seiner Familie in Werdohl.

Haus Nr. 20  (Nr. 152) 

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1911                 =        Hartmann, verw. - Gasthausbesitzer
1925                =        Hartmann, Wilhelm - Landwirt
1938                =        Hartmann, Wilhelm - Landwirt

Früher betrieb die Familie Hartmann in diesem Haus die Gastwirtschaft "Zum Bienenstock". Später wurde der Betrieb aber eingestellt.
Neben der Landwirtschaft besaß Wilhelm Hartmann auch eine Kohlenhandlung. Verheiratet war er mit Else Kuhn. Die Familie lebte nach 1946 in Behrensen über Hameln. Die einzige Tochter Frieda, verh. Elstermeier starb dort am 16.12.1969. Ihre Mutter folgte ihr nur 5 Tage später. Wilhelm Hartmann starb im Februar 1981.

Bahnhof:

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Als mit den Planungen der Bahnstrecke Landeshut - Schmiedeberg - Hirschberg begonnen wurde, sollten die Orte Pfaffendorf und Haselbach ursprünglich einen gemeinsamen Bahnhof erhalten. Dies entsprach aber nicht den Vorstellungen der Frau von Heinen, da sie den Bahnhof unbedingt in der Nähe ihres Gutes haben sollte. Aus diesem Grunde stiftete sie das Gelände, auf dem dann später der Bahnhof errichtet wurde.

1911                 =        George, August - Weichensteller - Bahnhof
1925                =         Im Adressbuch befinden sich keine Angaben 
1938                =         Eigenwillig, Reinhold - Bahnagent

August George, der 1911 noch am Pfaffendorfer Bahnhof tätig war, heiratete die verwitwete Anna Krause, geb. Drescher (s. Haus Nr. 69 und 117). Als der in Haselbach zuständige Bahnhofsvorsteher Josef Fritsch pensioniert wurde, übernahm August George dieses Amt und zog mit seiner Familie nach Haselbach (s. dort Bahnhof).
Da das Adressbuch des Jahres 1925 leider keine entsprechenden Angaben enthält, ließ sich nicht feststellen, wer Nachfolger des August George in Pfaffendorf wurde. Der letzte Bahnhofsvorsteher vor der Vertreibung war aber Reinhold Eigenwillig. Mit seiner Ehefrau Frieda und Sohn Werner lebte er nach 1946 in Plötz (Sachsen-Anhalt). Dort verstarb Frieda Eigenwillig im Sommer 1982.