Die Buchenbaude

Von den Friesensteinen, der höchsten Erhebung des Landeshuter Kammes (940 m), gelangte man zur Buchenbaude. Diese Baude gehörte zur Ortschaft Hohenwiese im Kreis Hirschberg. Namensgeberin der Baude war die "Buche", ein mächtiger und sehr alter Baum, an dem jeder Wanderer eine Rast einlegte. Der Stammumfang betrug damals 4,7 m und die Höhe 15 m. Am Baum war eine Tafel mit folgender Inschrift angebracht:
                                                "Sei mir gegrüßt, du majestät`scher Baum
                                                du stiller Zeuge längst vergang`ner Tage!
                                                In deines Schattens stillem Raum
                                                schweigt jeder Schmerz, schweigt jede Erdenklage.

                                                Wie lange siehest du des Lebens Wechselspiel
                                                mit seinen Sorgen wie mit seinen Wonnen?
                                                Wie viele Wandrer grüßten dich als Ziel
                                                beschwerten Pfads, den mutvoll sie begonnen?

                                                War jene Zeit, die dich als Sprössling sah,
                                                die bessre wirklich? Gab es keine Tränen?
                                                War jedem Guten nie das Böse nah?
                                                Blieb ungestillt auch damals manches Sehnen? -

                                                Verneinend schüttelst du dein reiches Laub
                                                und gibst mir dadurch Antwort meiner Frage:
                                                Ein frommes Herz wird nie des Zweifels Raub!
                                                Vertrau dem Herrn und hemme deine Klage!-"

Nach  dem Adressverzeichnis von 1930 wurde die Baude von einer Familie Mazioszeck bewirtschaftet.

Die Buchenbaude

Rast an der Buche

Die Friesensteinbaude

Ausgangsort für den Aufstieg zu den Friesensteinen war der zu Haselbach gehörende Ortsteil Ober-Haselbach. Er lag besonders schön, da er sich an dem sanft ansteigenden Kamm bis dicht an den Wald hinaufzog. Die Friesensteine sind die höchste Erhebung des Landeshuter Kammes (940 m). Es sind mächtige, seltsam geformte Granitmassen, die wie aufgemauert auf dem Bergrücken emporsteigen und drei große "Opferkessel" aufweisen. Der Scheitel der höchsten Felskuppe bietet noch heute eine Aussicht, die zu den prächtigsten des ganzen Riesengebirges zählt. Einzigartig schön ist der Ausblick auf die malerische Hügellandschaft des Landeshuter Kreises und auf das Glatzer und Waldenburger Gebirge. Nach einer Überlieferung soll der Name "Friesensteine" von einer Familie "von Friese" stammen, der einst ein Teil dieses Bergwaldes gehörte.

Wer den Aufstieg geschafft hatte, konnte sich nun eine Erholungspause in der Friesensteinbaude gönnen, die von der Familie W. Langer bewirtschaftet wurde.

Friesensteine und Friesensteinbaude

Die Friesensteine

(Stahlstich von Ludwig Richter)

Die Göbelbaude auf dem Göbelberg

Ein beliebter Spaziergang durch den Landeshuter Stadtwald führte zu dieser Baude. Als die Volksheilstätten gebaut wurden, bezog man den Göbelberg mit in das Heilstättengelände ein und die Baude wurde abgerissen. Bewirtschaftet wurde diese Baude u. a. von Walter Simm und später von Paul Schubert.

Die Göbelbaude

Die Göbelbaude

Die Göbelbaude

Familie Schubert vor der Göbelbaude

König-Friedrich-Baude auf dem langen Berg bei Reichhennersdorf

Vom Landeshuter Bahnhof  aus war diese Baude in ca. 30 Minuten zu Fuß sehr gut zu erreichen. Dem Wanderer bot sich hier oben eine großartige Aussicht auf das Hochgebirge, das Ziedertal und die Stadt Landeshut. Bewirtschaftet wurde die Baude von Reichhennersdorf aus.
Während des Zweiten schlesischen Krieges wurde auch in der Umgebung von Reichhennersdorf hart gekämpft. General von Winterfeld siegte hier nach sieben Stunden vor der Entscheidungsschlacht bei Hohenfriedeberg. Die früher auf dem Langen Berg gelegene König-Friedrich-Baude erinnerte an den Aufenthalt Friedrichs des Großen.

Die König-Friedrich-Baude

Die König-Friedrich-Baude

Kreppelwaldbaude und Honigbaude im Kreppelwald

Sehr beliebte Ausflugsziele für die Landeshuter und die umliegenden Dorfbewohner waren wohl die Kreppelwaldbaude und die ein wenig höher gelegene Honigbaude, die sog. "Honigbude". Errichtet wurden sie im Jahre 1895, als sich die Brüder Karl und Hermann Werner im Kreppelwald ansiedelten. Jeder baute dort eine Baude mit großem Garten.

Im Jahre 1907 vergrößerte Karl Werner die Kreppelwaldbaude, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau Martha, geb. Krinke, bewirtschaftete. Karl Werner sowie sein Bruder Hermann starben bereits vor dem 2. Weltkrieg.

Ein besonderer Anziehungspunkt war der Kreppelwald Ende Juni bis weit in den Juli, wenn die Erdbeerzeit war. Kreppelwald- und Honigbaude boten während dieser Zeit eine Vielzahl von Erdbeerspeisen an. Dann gab es Erdbeeren mit Schlagsahne, Erdbeereis, Erdbeertorte und Erdbeerbowle.
Beide Bauden sind heute leider nicht mehr vorhanden.

Die Kreppelwaldbaude

Kreppelwaldbaude - Gartenanlage

Die Honigbaude

Die Honigbaude

Auf den folgenden Foto ist die Wirtin der Kreppelwaldbaude abgebildet, Frau Martha Werner, geb. Krinke, aus Merzdorf.

Die Schillerbaude am Schmiedeberger Pass

Sie stand auf der höchsten Stelle des Schmiedeberger Passes und wurde Ende der 1950-er Jahre abgerissen. Heute befindet sich an dieser Stelle ein Parkplatz. Besitzer war Richard Lata.

Die Schillerbaude im Sommer

Die Schillerbaude im Winter

Die Schillerbaude

Die Schillerbaude